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Deutschsprachige Erstaufführung

Mary Poppins

Supercalifragilisticexpialigetisch


© Deen van Meer
© Deen van Meer
Deutschsprachige Erstaufführung einer großartigen Show, die von den Vereinigten Bühnen Wien herausragend auf die Bühne gebracht worden ist.

(Text: Markus Zeller)

Premiere:01.10.2014
Dernière:31.01.2016


© Deen van Meer
© Deen van Meer

"Der Wind dreht nach Ost, Nebel kommt auf, als zöge schon bald etwas Neues herauf." Es ist Bert, der dem Publikum im Stil eines traditionellen Folksängers die nahe Ankunft von Mary Poppins verkündet. Er kennt auch den Grund für ihr Kommen: "Ein Vater, eine Mutter, eine Tochter, ein Sohn – ihr ganzer Zusammenhalt ist längst entflohen." Damit sind die beiden Grundpfeiler der Geschichte im Grunde genommen bereits beschrieben: ein Familiendrama sowie die faszinierend fantastische Welt einer feenhaften Heldin. Ein Stoff, der britischer nicht sein könnte und trotzdem durch die legendäre Disney-Verfilmung aus dem Jahr 1964 wohl für immer und ewig mit den hierfür geschaffenen Bildern und Melodien in Verbindung gebracht werden wird, die ihrerseits wiederum nichts anderes als die Blaupause für vergnügliches, amerikanisches Entertainment darstellen. Ein Konflikt, dem Hollywood jüngst mit "Saving Mr. Banks" sogar ein eigenes filmisches Denkmal setzte.

© Deen van Meer
© Deen van Meer


Das Musical indes strebt nach Eigenständigkeit, es will weder Adaption des Filmes noch der Bücher sein. Wenn es nach dem Willen von Romanautorin P.L. Travers gegangen wäre, hätte sie letztere Variante sicherlich bevorzugt, doch Cameron Mackintosh, der sich die Bühnenrechte an dem Stoff sicherte, konnte sie schließlich davon überzeugen, dass ein Verzicht auf die wesentlichen Disney-Elemente keine Option für eine millionenschwere Bühnenproduktion darstellt. Autor Julian Fellowes verknüpfte schließlich mit behutsamer Hand Teile von beiden zu einer neuen, funktionierenden Einheit. Das Ergebnis verfügt angesichts solch ungewöhnlicher Rahmenbedingungen über eine profunde narrative Logik, wenn die Erzähllinie oft auch nur hauchdünn ist. Frisches Blut und vor allem die für den Spannungsaufbau notwendigen Konflikte bezieht die Bühnenfassung aus den Büchern, was dem Unterhaltungswert des Theatererlebnisses sehr gut tut, denn die ganz überwiegende Mehrheit der Besucher dürfte nur mit dem Film vertraut sein und bekommt nun eine in vielerlei Hinsicht neue Geschichte erzählt. Dabei erweist es sich als vorteilhaft, dass dieses Musical in Co-Produktion von Mackintosh und Disney entstanden ist, denn solch herzerfrischend extravagant-schräge Szenen wie der Aufstand der Kuscheltiere in "Spielt euer Spiel" ("Playing the game") oder der hinreißend furios gestaltete Nanny-Battle zwischen Mary Poppins und Miss Andrew hätten in dieser Form unter der alleinigen Ägide von Disney wohl so nicht den Weg auf die Bühne gefunden.

© Deen van Meer
© Deen van Meer


Das musikalische Material für die neuen Szenen stammt vom Komponistenteam George Stiles und Anthony Drewe, denen das Kunststück gelungen ist, neben den vorgenannten, bewusst eingestreuten Ausreißern Songs zu schreiben, denen man nicht anhört, dass sie neu sind. In absoluter Unaufgeregtheit reihen sich diese in die weltbekannte Originalmusik der Sherman-Brüder ein – vor allem "Völlig ohne Fehler" ("Practically Perfect") gehört gefühlt schon immer dazu. Aber auch das bedingungslos optimistische "Alles, was wir wollen, kann passieren" ("Anything can happen") zeichnet sich durch seine Ohrwurmqualität und den hohen Wiedererkennungswert aus. Die bläserreiche Partitur präsentiert das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien in der von ihm gewohnten herausragenden Qualität – Tempi, Dynamik und Klangbalance sind ausgezeichnet. Zum Erfolg dieser deutschsprachigen Erstaufführung trägt auch die Qualität der Songtexte bei, die von Wolfgang Adenberg ins Deutsche übertragen wurden (Übersetzung Dialoge: Ruth Deny). Hierunter befinden sich einige originelle Lösungen mit großer sprachlicher Kraft wie etwa "Krautsaft und Fischöl" für "Brimstone and treacle" – darauf muss man auch erst mal kommen.

© Deen van Meer
© Deen van Meer


In erster Linie überzeugt diese Bühnenfassung des Mary-Poppins-Stoffes jedoch durch seine perfekt konstruierten Shownummern wie etwa "So ein wunderschöner Tag" ("Jolly Holiday"), bei der eine normale Parklandschaft über alle Maßen prosperiert und sich in eine berauschende Technicolor-Szenerie inklusive rosa Himmel und neongrünem Hund verwandelt. Ganz aufmerksame Beobachter können in dieser gegenüber der Londoner Originalproduktion immens aufgepeppten Szene sogar einen Cameo-Auftritt einer der berühmten Pinguine entdecken, die man ganz unweigerlich mit dem Ausflug in den Park in Verbindung bringt. Im Gegensatz dazu ist die trist-analytische Bankenwelt von Vater George in aschfahl-grau gehalten. So muss das sein in der Mary-Poppins-Welt, die Star-Ausstatter Bob Crowley entworfen hat und sich in Wien im Vergleich mit dem Original trotz der vorgenannten Änderung ein wenig abgespeckter präsentiert. Dies schmälert jedoch nicht das Vergnügen an Szenen wie "Mit 'nem Teelöffel Zucker" ("A spoonful of sugar"), bei der wie von Zauberhand eine vollends demolierte Küche wieder instand gesetzt wird – trotz der vielen Bühnenmechanik, die hier zum Einsatz kommt, eine durch und durch bezaubernde Nummer voller Charme. Für Bühnenspektakel schlechthin sorgen die erfreulich exakt einstudierten Tanznummern auf Grundlage der Original-Choreografie von Matthew Bourne. So etwa die rasant-dynamische Entwicklung von "Supercalifragilisticexpialigetisch" und die im wahrsten Sinne des Wortes "over-the-top"-Inszenierung von "Schritt für Schritt" ("Step in time") – alles Szenen, die man, wie einige Bilder aus dem Film, nie mehr vergessen wird.

© Deen van Meer
© Deen van Meer


In der Titelrolle ist Annemieke van Dam zu sehen und zu hören. Eine Hauptrolle, die sich leichter anhört, als sie es tatsächlich ist. Dadurch, dass Mary Poppins eben praktisch perfekt ist, fehlt es ihr auch an allem, was eine Figur interessant macht, nämlich ihre Fehler – einzig ihr Hang zur elitären Versnobtheit gibt dieser Rolle ein wenig Fleisch. Insofern besteht bei der Ausgestaltung der Figur die Gefahr, sich auf lyrischen Schöngesang und die typischen Posen zu beschränken. Leider macht van Dam genau dieses – sie ist eine wirklich sehr hübsche Mary Poppins mit sicherer Sopranstimme, wenngleich man sich diese oftmals ein wenig voluminöser wünscht. Ihre Tanzparts hingegen meistert sie sehr souverän. Allerdings lässt ihr Spiel das gewisse Etwas vermissen. Das Rätselhafte der Figur, das man eben nur zwischen den Zeilen spielen kann, fehlt bei ihr völlig: Mary Poppins' Bewusstsein ist bestimmt durch ihr Wissen um eine andere Welt – ob es sich bei ihrem Bemühen um die Banks'sche Familienzusammenführung um ihre Hauptaufgabe oder nur um ein liebgewonnenes Hobby neben ansonsten viel weitreichenderen Aufgaben handelt, gibt sie nicht preis. Der ewig lächelnde Sonnenschein, den van Dam auf der Bühne gibt, ist Mary Poppins aber nicht, was nicht zuletzt auch dadurch deutlich wird, dass sie etwa bei "Spielt euer Spiel" ihre magischen Kräfte auch mal gegen die Kinder richtet. Ihr Eingeweihter und zu einem gewissen Teil auch ihr Statthalter in der irdischen Welt ist Bert, der ebenso wie sie Menschen glücklich machen kann, aber eben nur mit menschlichen Kräften. Diese Ernsthaftigkeit und Tiefe sowie der Grundton einer gewissen angesäuerten Poesie kam in der etwas dunkler eingefärbten Originalinszenierung in einigen Szenen zum Ausdruck, wie etwa bei dem leitmotivischen "Chim Chim Cher-i"-Song am Ende des ersten Aktes – in dieser Wiener Inszenierung spürt man davon jedoch nichts.

© Deen van Meer
© Deen van Meer


Mit grundsympathischer Ausstrahlung, ansteckender Unbekümmertheit sowie quirliger Athletik und fester Stimme gibt David Boyd einen famosen Bert. Anlässlich der schwindelerregenden Begehung der Bühnenumrandung bei "Schritt für Schritt" steppt und singt er sogar kopfüber – von ihm wird in Zukunft hoffentlich noch mehr zu sehen sein. Der Entwicklungsbogen des anfangs emotional völlig abgestumpften George Banks, der Küsse und Umarmungen seiner Ehefrau als rührseligen Unfug empfindet und erst zum Ende hin sein Menschsein wiederentdeckt, muss die Geschichte zusammenhalten. Schade, dass es dem Spiel von Reinwald Kranner dabei ein wenig an Eindringlichkeit und dramatischer Zuspitzung fehlt. Damit hat Milica Jovanovic in der weitaus undankbareren Rolle der Winifred überhaupt keine Probleme – wie sie die vernachlässigte und respektlos behandelte Ehefrau gibt, ist zutiefst anrührend. Die Nuancen spielt sie sorgfältig aus, ihre warme und volle Stimme strahlt – eine tolle Mrs. Banks.

Miss Andrew ist mürrisch und übellaunig bis ins Mark – ihre Devise ist: "Um Kinder zu stählen, muss man sie quälen". In der besuchten Vorstellung wird dieser "Höllenhund" von Petra Clauwens genüsslich eklig und mit furchteinflößendem Wackelgang gespielt, wobei sie sich äußerst stimmvirtuos präsentiert. Die Kinderdarsteller von Jane und Michael – beide sind jeweils vierfach besetzt – haben in diesem Stück keine netten Kurzauftritte, sondern vielmehr ausgewachsene Rollen mit nahezu permanenter Bühnenpräsenz zu bewältigen. Es ist beeindruckend, mit welcher Bühnensicherheit in der besuchten Vorstellung Meta Schumy als Jane und David Paul Mannhart als Michael dabei zu Werke gehen und in ihrem Spiel, Tanz und Gesang ein äußerst präzises Timing zeigen.

© Deen van Meer
© Deen van Meer


Trotz aller zur Schau gestellten Technik: der Show wohnt eine gewisse Magie inne. Wenn am Schluss Mary Poppins zu ihrem Flug über die Köpfe der Zuschauer hinweg ansetzt und aus dem Orchestergraben mit sattem Sound eine der vielen hinreißenden Melodien des Stückes erklingt, ist es schon verdammt schwer, dass einem spätestens in diesem Moment nicht das Herz aufgeht…

(Text: Markus Zeller)




Verwandte Themen:
News: "Mary Poppins" kommt im Herbst 2014 nach Wien (17.11.2013)



Kreativteam

MusikRobert B. Sherman
Richard M. Sherman
George Stiles
TexteRobert B. Sherman
Richard M. Sherman
Anthony Drewe
BuchJulian Fellowes
Übersetzung BuchRuth Deny
Übersetzung TexteWolfgang Adenberg
RegieRichard Eyre
Musikalische LeitungKoen Schoots
Choreografie und Co-RegieMatthew Bourne
Bühne und KostümeBob Crowley
LichtNatasha Katz
SoundPaul Groothuis


Besetzung

[09/2015-01/2016]

Mary PoppinsAnnemieke van Dam,
(Maria Danaé Bansen)
(Lisa Habermann)

BertDavid Boyd,
(Christopher Bolam)
(Johan Vandamme)

Jane BanksFiona Bella Imnitzer
Katharina Kemp
Laura Scholz
Tara Oberkofler
Michael BanksMoritz Krainz
David Paul Mannhart
Lorenz Pojer
Jonas Ambrosch
George BanksReinwald Kranner,
(Fernand Delosch)
(Hans Neblung)

Winifred BanksMilica Jovanovic,
(Maria Danae Bansen)
(Merel Zeeman)

Miss AndrewMaaike Schuurmans,
(Esther Hehl)

Admiral Boom
Generaldirektor
Dirk Lohr,
(Fernand Delosch)
(Hans Neblung)

Robertson AyNiklas Abel,
(Jan-Eike Majert)
(Kevin Perry)

VogelfrauSandra Pires,
(Esther Hehl)

Mrs. BrillTania Golden,
(Kristina Da Costa)
(Esther Hehl)

Mrs. CorryKudra Owens,
(Kristina Da Costa)
(Kenia Gonzalez)
(Merel Zeeman)

ParkwächterHans Neblung,
(Christopher Bolam)
(Fernand Delosch)

NorthbrockTobias Losert,
(Paul Knights)
(Johan Vandamme)

Von Treiber
Polizist
Fernand Delosch,
(Kevin Perry)
(Paul Knights)

NeleusDane Quixall,
(David Hardenberg)

EnsembleMaria Danae Bansen
Danielle Benton
Heather Carino
Kristina Da Costa
Kenia Gonzalez
Lisa Habermann
Esther Hehl
Merel Zeeman
Callan Bergmann
Christopher Bolam
Andrew Chadwick
Angelo Di Figlia
David Hardenberg
Kevin Perry
Patrick Robinson
Johan Vandamme
SwingsLuys Harrison
Emma Hunter
Christian Louis-James
Jo Lucy Rackham
Vicky Riddoch
Jan-Eike Majert
Paul Knights


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Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Deen van Meer
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


14 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


31534
Ein kurzweiliger Abstecher unter den Regenschirm

21.08.2017 - Das erste Mal in dem wundervollen Ronacher in Wien durfte ich an Silvester Mary Poppins erleben.
Nach langem Warten und Hoffen durfte ich nun endlich dieses Stück live sehen, nachdem man es schon auswendig konnte.

Darsteller:
Maria-Danae Bansen war als Mary einfach nur perfekt. Sie hat eine wundervolle weiche und harmonische Stimme und eine einnehmende Ausstrahlung.
Als Bert hatte ich Johan Vandamme. Auch hier ist nichts zu kritisieren! Stimmlich und das Schauspiel waren perfekt. Hut ab vor der tänzerischen Leistung!
Noch besonders zu erwähnen sind Milica Jovanovic und Reinwald Kranner. Diese Stimmen....Gänsehaut. Und das Ehepaar hat man ihnen zu 100% abgenommen.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Wie von Disney gewohnt grell und bunt. Das 'einklappbare' Haus war sehr gut gemacht. Aber für mich alles etwas zu bunt.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Auch das Licht war perfekt.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Ein großes Live-Orchester wie immer bei den VBW! So muss das sein! ;-)
Story:
Leider ein dickes Minus. Ich fande schon den Film recht Öde. Teilweise zieht die Story sich doch recht in die Länge.

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung und v.a. an der Story war es ein schöner Abend! Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen.

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


31021
traumhafte Show

08.02.2016 - Schade, dass dieses Stück in Wien bereits wieder abgesetzt wird, denn es ist eine traumhafte Show gewesen. 2 1/2 Stunden wunderbarste Unterhaltung, geniale Choreographien, einfach etwas zum genießen.

Musette (5 Bewertungen, ∅ 4.6 Sterne)


31004
2,5 Stunden Disney-Spaß

27.01.2016 - Tolle Show mit Suchtfaktor mit einer perfekten Besetzung (sowohl Erst- und Zweitbesetzung). Buntes Spektakel bei dem die neuen Liedes etwas hinter den alten zurückbleiben. Einziges Manko, kleine Längen im 1. Akt (anscheinend eine Disney-Krankheit), unbequeme Stühle und zum Teil miese Akustik im Ronacher. Stuttgart darf sich aber auf eine tolle Show freuen.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


31003
An so nem wunderschönen Tag mit Mary

26.01.2016 - Nicht mehr lange läuft die Produktion Disneys Mary Poppins in Wien und ich kann nur jedem raten: geht hin. Als ich es gesehen habe spielt folgende Besetzung:
Mary- Maria - Danaé Bansen
Bert- Johann Vandamme
George- Reinwald Kranner
Winifried- Milica Jovanovic
Jane- Fiona Bella Immnitzer
Michael- Lorenz Pojer
Miss Andrew- Maaike Schuurmans
Vogelfrau- Sandra Pires

Insgesamt haben die VBW eine sehr tolle Besetzung gefunden. Auch die 2. Besetzungen sind sind sehr gut. Maria-Danaé Bansen ist eine tolle Mary Poppins die stimmlich und schauspielerisch genau in diese Rolle passt. Johan Vandamme als Bert ist stimmlich nicht so gut, macht aber viel durch sein Schauspiel und seine tänzerischen Fähigkeiten wieder gut. Reinwald Kranner spielt den Mr Banks gut hat aber keine so tolle Rolle. Das selbe gilt für Milica Jovanovic. Sie hat eine sehr einfach gestrickte und vor allem klischeebespickte Rolle. Die Kinderdarsteller sind wirklich toll. Sie singen, tanzen, schauspielern einfach grandios und leisten wirklich sehr viel. Sandra Pires hat zwar eine kleine Rolle singt aber wunderschön. Eine Überraschung war auch Maaike Schuurmans. Sie hat eine wahnsinnige Stimme und ist wirklich toll als Mrs Andrews. Insgesamt ist die Produktion sehr gut. Die Kulisse ist schön gemacht ebenso wje die Kostüme. Das Ensemble ist toll und vor allem von der Choreographie her müssen sie viel leisten. Ebenfalls ein Genuss war das Orchester der VBW. Ich würde mir öfters ein so großes Orchester wünschen

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


30915
Super!... Califragilistikexpialigetisch!

02.11.2015 - Hier stimmt alles.
Tolle Cast
Wunderschöne Musik
Grandioses Bühnenbild
Eine schöne Geschichte
Gänsehaut, Wow-Momente und Spaß.
Man kann nur hoffen, dass sich der Wind bald nach Deutschland dreht...

MichelD (27 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


30867
Großartiges Musical

20.08.2015 - Ich hatte das Vergnügen Mary Poppins einige Male zu sehen, ich war immer wieder begeistert.

Die Besetzung ist wirklich gelungen, wahrscheinlich der schwächste (schauspielerisch) war Reinhold Kramer, allerdings sah ich von einer Aufführung zur nächsten eine wirkliche Steigerung. Die perfekte Mary ist für mich Annemieke und Milica spielt eine berührende Mrs Banks. David als frecher Bert wirbelt mit Elan über die Bühne und die Kinder sind alle toll und bewundernswert, weil sie das ganze Stück hindurch fast permanent auf der Bühne stehen und eine sensationelle Leistung bringen.
Das Orchester ist wundervoll, es gab vielleicht anfänglich Abstimungsschwierigkeiten mit den Mikros, mal waren die Stimmen zu leise bzw. das Orchester zu laut, das passt jetzt alles wunderbar.

Das Bühnenbild ist sensationell, technisch sicher schwierig aber sehr effektvoll, es fließen die verschiedenen Szenen wunderbar ineinander.

Das sich das Musical eher an die Bücher anlehnt und weniger an den Film ist auch interessant, da ich als Kind nur die Bücher gelesen habe hat mir das besonders gut gefallen.

Ein verdienter Erfolg der Wiener Bühnen, ein Musical für jedermann, Kinder und Erwachsene, mit mitreißenden Melodien, einem bezauberndem Bühnenbild und einer hinreißenden Besetzung.

DailyMusic (erste Bewertung)


30772
Trotz großer Schauwerte und toller Cast nur Mittelmaß!

24.05.2015 - Das Problem mit der Bühnenversion von Mary Poppins liegt eindeutig im Buch. Viel zu lang und nichtssagend zieht sich der 1.Akt hin. Szene an Szene plätschert vor sich hin, ohne das wirklich eine Dramaturgie oder Spannung auszumachen wäre...
Schade, denn die tolle Cast hätte wirklich eine bessere Grundlage verdient.

Fiyero (38 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


30642
Wer wäre nicht vergnügt ...

06.01.2015 - ... wenn hoch sein Drache fliegt.

Nach über 10 Jahren (seit London) hatte ich am Wochenende die Chance die Show nun endlich in einer hervorragenden Inszenierung der VBW im Wiener Ronacher zu bewundern. Dank einer online Frühbucheraktion zum Musicalfest (Herbst 2014) habe ich für 2 Showbesuche (Reihe 4, Reihe 16) zusammen nur 64€ bezahlt. Das hat sich sehr gelohnt.

Da die Story hinlänglich bekannt ist, hier mein Eindruck zur Show.

Die Cast war einfach wunderbar. Die Kinder singen und spielen unglaublich gut, präzise und sind mehr als nur süß. Sie agieren, geben kontra und sind Persönlichkeiten.

Als Bert hatte ich Johann Vandamme. Eine Entdeckung für mich. Richtig klasse gesungen, sehr berührend im Zusammenspiel mit den Kindern und Mary.

Annemieke van Dam mal in einer anderen Rolle als Elisabeth zu sehen war auch ein Erlebnis. Sie ist zauberhaft und singt sehr klar. Auch hat sie eine gute Balance zwischen korrektheit und Freundlichkeit gefunden.

Mr. Banks wurde von Fernand Delosch gegeben und hat mir sehr gut gefallen. Seine Entwicklung war gut zu erkennen.

Mrs. Banks ist mit Milica Jovanivic hervorragend besetzt. Die könnte ich mir auch gut als MARY vorstellen. So eine tolle Erscheinung, erst Mauerblümchen und dann für ihren Mann kämpfende Frau. Klasse.

Das Ensemble war fantastisch und das geniale ja zauberhafte Kostüm- und Bühnenbild und Lichtdesign ergänzte das dargebotene perfekt.

Überraschenderweise war der Ton und die Textverständlichkeit gut bis sehr gut. Ich saß am Samstag in Reihe 4 am Rand. Und am Sonntag in Reihe 16.

Der Flug der Mary am Schluss ist nach wie vor ein Gänsehautmoment und reißt das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Man kann nur hoffen das diese tolle Aufführung in Wien eine CD bekommt um die wunderbaren Texte und Melodien öfter zu hören. Außerdem empfiehlt sich gerade zu eine Aufführung auch in Deutschland.

mrmusical (70 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


30575
Bestens gelungene Replica-Inszenierung

02.11.2014 - Auf gewohnt hohem Niveau zeigen die VBW die deutschsprachige Erstaufführung von MARY POPPINS im Ronacher.

Ohne erkennbare Einschränkungen hat man das aufwendige Ausstattungsstück für Österreich übernommen. Das prächtige und farbenfrohe Kostüm- und Bühnenbild begeistert und transportiert perfekt das Marry-Poppins-Feeling, das aus dem berühmten Filmklassiker bekannt ist.

Die Besetzung ist durchweg typgerecht und hochklassig.
Annemieke van Dam schafft in der Titelrolle bravourös die recht schwierige schauspielerisch Gradwanderung zwischen steifer, disziplinierter britischer Nanny und liebenswertem, unkoventionellem Kindermädchen.
Herausragend gut sind auch die anspruchsvollen Kinderrollen besetzt. Schauspielerisch und gesanglich makellos und doch mit unverkrampfter Natürlichkeit werden die beiden Banks Kinder von den jungen Künstlern dargestellt.
Das kann man gar nicht genug loben, wenn man bedenkt, dass die beiden fast permanent auf der Bühne sind, sehr viel Text haben und komplexe Choreografien und Gesang zu bewältigen haben. Großartig!
Ein kleines Fragezeichen hinterlässt alleine die Besetzung der rassigen Sandra Pires als altes Vogelmütterchen.

MARY POPPINS lebt letztendlich auch von einem Plot, der sehr viel intelligenter, anspruchsvoller und ausgereifter ist, als die naiv-alberner Kindlichkeit, die man aus anderen Disney Musicals kennt. In der Bühnenversion hat man nun versucht alles mögliche aus dem Film und verschiedenen Romanbänden zu verbinden.
Und das ist auch weitgehend gut gelungen.
Man könnte höchstens bemängeln, dass die beiden Elternfiguren etwas unterentwickelt daherkommen.
Winifred wirkt doch etwas sehr altbacken und unzeitgemäß. Schade, dass man die Suffragetten-Thematik ganz weggelassen hat. Mr Banks -als Auslöser der innerfamiliären Problematik - bräuchte mehr Platz, Raum und Text, um das auch nachvollziehbar darstellen zu können.

Höhepunkt der Aufführung sind natürlich auch die vielen wunderbaren und zeitlosen Melodien der Sherman Brüder. Diese herrlichen Klassiker und Standards werden durch einige Neukompositionen von George Stiles bruchlos ergänzt.

Selbst in einer reduzierten Orchestergröße (immerhin noch doppelt so groß, wie ein SE Durchschnittsorchester) wird diese großartige Partitur angemessen wiedergegeben.

MARY POPPINS ist wohl einer der gelungensten Film-Musical-Transfers überhaupt und ist nun in einer strahlenden und opulenten Inszenierung in Wien zu sehen.

kevin (157 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


30574
Bestens gelungene Replica-Inszenierung

02.11.2014 - Auf gewohnt hohem Niveau zeigen die VBW die deutschsprachige Erstaufführung von MARY POPPINS im Ronacher.

Ohne erkennbare Einschränkungen hat man das aufwendige Ausstattungsstück für Österreich übernommen. Das prächtige und farbenfrohe Kostüm- und Bühnenbild begeistert und transportiert perfekt das Marry-Poppins-Feeling, das aus dem berühmten Filmklassiker bekannt ist.

Die Besetzung ist durchweg typgerecht und hochklassig.
Annemieke van Dam schafft in der Titelrolle bravourös die recht schwierige schauspielerisch Gradwanderung zwischen steifer, disziplinierter britischer Nanny und liebenswertem, unkoventionellem Kindermädchen.
Herausragend gut sind auch die anspruchsvollen Kinderrollen besetzt. Schauspielerisch und gesanglich makellos und doch mit unverkrampfter Natürlichkeit werden die beiden Banks Kinder von den jungen Künstlern dargestellt.
Das kann man gar nicht genug loben, wenn man bedenkt, dass die beiden fast permanent auf der Bühne sind, sehr viel Text haben und komplexe Choreografien und Gesang zu bewältigen haben. Großartig!
Ein kleines Fragezeichen hinterlässt alleine die Besetzung der rassigen Sandra Pires als altes Vogelmütterchen.

MARY POPPINS lebt letztendlich auch von einem Plot, der sehr viel intelligenter, anspruchsvoller und ausgereifter ist, als die naiv-alberner Kindlichkeit, die man aus anderen Disney Musicals kennt. In der Bühnenversion hat man nun versucht alles mögliche aus dem Film und verschiedenen Romanbänden zu verbinden.
Und das ist auch weitgehend gut gelungen.
Man könnte höchstens bemängeln, dass die beiden Elternfiguren etwas unterentwickelt daherkommen.
Winifred wirkt doch etwas sehr altbacken und unzeitgemäß. Schade, dass man die Suffragetten-Thematik ganz weggelassen hat. Mr Banks -als Auslöser der innerfamiliären Problematik - bräuchte mehr Platz, Raum und Text, um das auch nachvollziehbar darstellen zu können.

Höhepunkt der Aufführung sind natürlich auch die vielen wunderbaren und zeitlosen Melodien der Sherman Brüder. Diese herrlichen Klassiker und Standards werden durch einige Neukompositionen von George Stiles bruchlos ergänzt.

Selbst in einer reduzierten Orchestergröße (immerhin noch doppelt so groß, wie ein SE Durchschnittsorchester) wird diese großartige Partitur angemessen wiedergegeben.

MARY POPPINS ist wohl einer der gelungensten Film-Musical-Transfers überhaupt und ist nun in einer strahlenden und opulenten Inszenierung in Wien zu sehen.


30559
Ein Löffelchen voll Magie?

27.10.2014 - Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich Mary sehen durfte. Die Vorfreude war groß, denn ich liebe den Film, die Musik und die Vorstellung daran, all das vereint in einem Musical zu sehen, was auf der Bühne noch die Möglichkeit zusätzlicher Magie hat - es war wirklich das gefühlte "Highlight" des Jahres für mich, als ich erfahren habe, dass diese Show endlich nach Wien kommt.
Ich muss dazu sagen, dass ich die Show damals nicht am Broadway gesehen habe - d.h. ich kenne selbstverständlich die CD, hab auch schon einige Ausschnitte gesehen, aber die komplette Show im Ganzen war neu für mich.

Zunächst einmal ein riesiges Buh für das Ronacher. Ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen - es ist schrecklich. Ich hab dieses Mal wirklich viel Geld investiert, um gut zu sitzen, in der Hoffnung, dass die Akustik dort besser ist. Aber nein. Sie ist es nicht. 100 Euro um dann nur die Hälfte der gesungenen Texte verstehen zu können??? Sorry, aber irgendwas läuft da in dem Theater gewaltig schief und das seit Jahren - warum kann man das nicht endlich mal ändern?

Aber nun zu der Show. Wie gesagt, die Erwartungshaltung war groß. Zu groß vermutlich. Ich hab mir einfach durchgängig Magie vorgestellt, viele kleine Effekte, die mich immer wieder überraschen und begeistern. Und dem ist einfach nicht so. Natürlich ist manches nett, manches auch wirklich schön und manches war, wie das Stück raus kam, sicherlich auch Evolutionär. Aber es gab eine ganze Reihe von Szenen, in denen dann eben nichts war - gähnende Einfallslosigkeit auf der Bühne. Als Beispiel sei die Szene mit der Vogelfrau genannt - eins der schönsten Lieder überhaupt. Wunderschön gesungen, alles gut. Aber ohne jeden Effekt. Ich hätte jetzt erwartet, dass da im Zweifelsfall echte Tauben (wenn auch vielleicht nur zwei) auf die Bühne fliegen und das Futter holen. Da das super dressierbare Tiere sind, wäre das ja durchaus im Bereich des möglichen. Oder wenigstens eine Projektion? Aber es gab - nix. St. Pauls als angedachtes Bild im Hintergrund und ansonsten eine mehr oder weniger leere Bühne. Mh. Da muss einfach mehr gehen, grade bei einem Stück wie Mary Poppins.
Dann gab es immer wieder Szenen, die mir als zu lang, zu langatmig und vor allem überflüssig vor kamen. Zum Beispiel wurde eine Szene dem Putzen der Vase gewidmet. Erstens stört mich da, dass jeder Zuschauer dermaßen brutal auf die Wichtigkeit der Vase gestoßen wird, dass es jeglichen Charme verliert. Zweitens passiert dann erst viel, viel später wirklich etwas damit - so dass die Szene für sich gestellt vollkommen überflüssig und langweilig wirkt.
Und so gibt es etliche Dinge, über deren Berechtigung ich mir keinen Reim machen kann. Nun ist die Mutter also Schauspielerin. Warum auch immer. Aber in der Show die ganze Zeit immer wieder die Thematik aufzubauen, nur damit sie dann am Schluss sagt, dass sie eh nie gut war und gar nicht mehr will? Was sind das für verlorene Chancen, die die Autoren da einfach vorüberziehen lassen!
Und die ganze Geschichte mit Misses Andrews. Ja, Gruselfaktor erfüllt sie. Aber hat sie sonst noch einen Mehrwert? Das Mary Poppins noch besser dasteht als vorher schon? Derjenige, der wirklich von ihr hätte profitieren können, nämlich in dem er sich mit ihr auseinandersetzt und endlich die Sachen aufarbeitet, wäre der Vater gewesen - der ist aber sofort innerhalb von Sekunden geflüchtet und wart nie mehr in ihrer Nähe gesehen.
Und so ist das Stück voll mit Momenten, die sich mir nicht erschließen, die für mich auch nicht stimmig wirken und die vor allem die Rundheit des Films kaputt gemacht haben.

Musikalisch ist es natürlich ein Highlight, insbesondere die altbekannten Melodien. Die neu hinzugefügten passen sich gut ein, ob die neue Partitur ohne die großen Hits auch bestehen könnte, lass ich jetzt mal dahin gestellt sein.

Die Besetzung ist grundsätzlich stimmig - nur das ich mich schon der Präsentation damals gefragt habe, warum Milica nicht Mary spielen darf. Und auch jetzt hab ich diesen Gedanken immer wieder gehabt. Sie wäre dafür die Idealbesetzung, auch wenn sie Ms. Banks gut spielt (und die Rolle gibt wahrlich nichts her, außer ein paar schöne Gesangsmomente, aber sie hat keine wirklich Entwicklung).

Nichts desto trotz ist Annemieke van Dam eine gute Mary, mit einem Schuss Herzenswärme, aber viel Bestimmtheit.

David Boyd ist ok, er erfüllt die Rolle, begeistert mich aber nicht so, wie ich es mir gern gewünscht hätte. Aber er ist auf jeden Fall kein Reinfall.

Wer gänzlich abfällt, und da gebe ich nicht dem Schauspieler die Schuld, sondern der Regie / Rolle, ist Reinwald Kranner. Mr. Banks müsste eigentlich mehr haben, mehr sein - sich viel mehr entwickeln. Aber wie schon bei Mrs. Banks geschrieben, ist das ganze Rollenprofil der Eltern nicht sonderlich gut gelungen (in meinen Augen). Auch wenn er typgerecht besetzt wurde, fehlte mir bei ihm einfach dieses patriachische Auftreten, welches ein Mr. Banks für das, was er sagt und denkt, gebraucht hätte. Aber das liegt vermutlich auch ein Stückweit daran, dass er bereits im ersten Akt an sich selbst und seinem Bild von sich zerschmettert - viel zu früh, meiner Meinung nach - und dadurch viel zu Unspannend, denn der Zuschauer hat nie gelernt, mit ihm in irgendeiner Art und Weise zu partizipieren. Warum sollte dann der Zusammenbruch Gefühle beim Zuschauer auslösen?

Überhaupt glaube ich, dass das Problem des Stückes ist, dass es etwas "vom Film losgelöstes" sein wollte. Es wollte sich befreien, vermutlich für mehr "Tiefe" sorgen - was auch immer. Nur auf dem Weg dahin hat es auch seine Seele, seine Flüssigkeit verloren.

Meine Tochter (großer Mary Poppins Fan) und meine Schwägerin waren an dem Abend mit. Wir alle drei kämpften mit Müdigkeit - dass darf eigentlich nicht sein, nicht bei diesem Stück. Aber es war einfach zu viel wischiwaschi. Und das ich das hier schreibe, tut mir im Herzen weh, denn ich hab mir soooo sehr gewünscht, dass es einfach toll ist - und verzaubernd.

Aber so muss ich gestehen, dass ich es nicht weiter empfehlen kann und werde, bzw. wenn, dann mit gewissen Einschränkungen. Deswegen auch die schlechte Bewertung. Aber dieses Stück, oder zumindest diese Inszenierung (wobei ich, wie erwähnt, keinen Vergleich zum Broadway oder London hab) hat bei mir keinerlei Mehrwert zum Film ausgelöst. Im Gegenteil - ich würde immer dafür plädieren, lieber den Film anzuschauen. Da hat man die tolle Musik und vor allem eine Story, die weiß, wohin sie will.

MsDesmond (10 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


30543
Spektakuläre Show mit Schwachpunkt Musik

22.10.2014 - Nun habe ich auch nach London 2 x MARY POPPINS in Wien auf Deutsch sehen dürfen!

Wie von den VBW nicht anders zu erwarten ist der Star der Show das Bühnenbild, die Technik und die Kostüme - dies alles zusammen ist beeindruckend, super umgesetzt und einfach Magisch!

Auch die Darsteller und die gesamte Cast sind herausragend allen voran die beiden Hammer guten Kids (eine unglaubliche Leistung) und Annemieke van Dame ist die perfekte MARY sowie auch David Boyd als Bert auch die anderen wurden perfekt gecastet...

Wie auch in London hat der Abend bei mir aber trotzdem fahle Gefühle hinterlassen und zwar wegen der Musik - es gibt keinen Ohrwurm außer Supercalifa...und die gesamte Partitur plätschert ohne Hochs und Tiefs so dahin - ich bezeichne sowas als "Waschmaschinenmusik"

Es passt zwar zum Stück macht es aber deswegen nicht besser - da hatte ja Natürlich blond Musikalisch voll den Pepp drauf im Vergleich...

Die zwei Shows reichen mir - somit ist Wien Musicaltechnisch leider bis Herbst 2015 abgehakt - ich hoffe dann auf ein starkes Orchesterstück mit toller emotionaler Musik..

denn die 17 Musiker stimmen ebenfalls nachdenklich - was ist aus dem stolzen VBW-Orchester geworden? die haben sich mit der Stückeauswahl selbst das Wasser abgegraben - unglaublich....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


30501
Gut aber zu steril

04.10.2014 - es ist schön , dass das stück nun da ist, aber trotzdem viel geld fleiss und aufwand betrieben wurde fehlt das für mich wichtigste: charme und herz.
Die hauptdarstellerin ist stimmlich überfordert, sprachlich, wie fast alle auch.
Der hauptdarsteller ist tänzer, kein sänger und wirklich kein schauspieler.
Mr banks ist so fad, trotz schönem stimmklang, spricht so gekünstelt, dass man sich frägt warum die ehefrau, grossartig milica jovanovic, sich nicht mit den beiden hochbegabten kindern auf und davon macht,.....
Warum sandra pires die vogelfrau singt, weiss sie wahrscheinlich selber nicht,....
Die böse nanny war grossartig, chapeau!
Tanja golden könnte vielleicht komisch sein,so, in dem schneckentempo sicher nicht.
Die dialoge sind breit und zäh,unrhythmisch und leider steril.
Das ensemble ist gut,die steppnummer ging daneben, kann passieren.
Warum herr dirk lohr(?) engagiert wurde blieb vielen besuchern ein rätsel.
Das musikalische arrangement besticht durch herbe und viel zu laute dynamik und wird leider nicht erstklassik gespielt.
Der ton ist kalt wie die musikalische einstudierung
Mein kind fadisierte sich schon nach 40 minuten
Drei stunden für ein kinderstück ist zu lang, wirklich.
Vielleicht entkrampft sich der abend noch, denn einige momente sind sehr hübsch anzusehen und die technik leistet( was sie für die teuren kosten auch muss) tolles.
Abgecasht hat gewiss der lononer produzent, das herz hat an diesem abend, leider, zuwenig verdient.

Claudia wegener (erste Bewertung)


30500
TOLL!

02.10.2014 - So, durfte mir gestern die Premiere ansehen!
Trotz einiger Pannen, muss ich sagen: WAHNSINN!
Mir gefällt es so gut! Es passt so toll ins Ronacher! Das Bühnenbild, die Tänze, die Songs, einfach alles. Es gefällt mir sehr sehr gut! Ich war berührt und hatte sogar beim Lied der Vogelfrau ein bisschen Tränen in den Augen!

Darsteller:
*Annemieke van Dam: TOLL! Ich hätte mir NIE gedacht, dass sie, nachdem was ich bei Elisabeth von ihr gesehen habe, so etwas kann! Irre! Sie hat mich komplett überzeugt als Mary! Toll gesungen, super gespielt und sie sieht so gut aus!

*David Boyd: Ein Wort zum ganzen: TOLL!

*Reinwald Kranner: für mich der schwächste, da es ja eigentlich um ihn geht. Trotzdem solide Leistung, schön gesungen und gut gespielt.

*Milica Jovanovic: Also was sie aus dieser Rolle gemacht hat - Respekt! bravurös gemacht! Sie passt als Winifried so gut!

*Maaike Schuurmans: Tolle böses Kindermädchen! Die haut ja Töne raus! ;-)

*Niklas Abel und Tania Golden: Die zwei spielen sehr sehr gut miteinander! Haben für einige Lacher gesorgt!

*Sandra Pires: Schön gesungen, gut gespielt, leider etwas klein die Rolle.

*Fiona Bella Imnitzer: Als kleine Jane, schön Frech! tolle entwicklung bis zum Ende!

*David Paul Mannhart: als Michael, Irre was er und seine Kollegin leisten! Jeder Text hat gepasst, keine Nervosität spürbar, alle Tänze perfekt. Also da können sich viele große was abschauen! Selbst wenn sie nicht im Fokus standen während dem spielen, sie waren IMMER in ihrer Rolle. Jeder Einsatz war richtig... bin begeistert!

*Ensemble: Ich muss sagen, ich habe Darsteller bei den VBW lange nicht mehr so gut und gleichmäßig tanzen gesehen. Jeder hat gelächelt und trotzdem so getanzt! Hut ab!
Auch wenn es, wegen Krankheit, momentan 2 Umbesetzungen (bzw Ersatz) gibt, es wäre mir nie aufgefallen. Alle Toll!
Selbst die Akzente bzw die Aussprache von einigen Nicht-Deutsch sprechenden Darstellern hat absolut nicht gestört!

*Orchester: Da muss man wohl nichts sagen oder? :-)

*Restliche: Ton, Technik, Kostüm, sonstige Mitarbeiter: Alle nett, super arbeit gemacht! Es funktionierte alles flüssig und griff schön ineinander. Große Leistung.

Im großen und ganzen: TOLL!
Ich wünsche jedem, dass er die Chance hat die Show zu sehen. Eines der besten Stücke dich ich bei den VBW gesehen habe. Die schöne gute Qualität ist wieder da! Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und bin mit einem wunderbaren Gefühl aus dem Haus gegangen!
Danke dafür!

Once234 (erste Bewertung)


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(zel)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Aufwendig produziertes Bühnenspektakel mit toller Musik über eine Familie in Nöten und ein ganz und gar zauberhaftes Kindermädchen...

10.11.2014

 Leserbewertung
(14 Leser)


Ø 3.93 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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