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Rockoper

Jesus Christ Superstar

Would you die for me?


© Martin Rumberger
© Martin Rumberger
Nach "Joseph" wagt sich der Chorkreis St. Quirinus in Fürstätt mit "Jesus Christ Superstar" an ein weiteres Musicalprojekt und verpasst der in englischer Sprache aufgeführten Rockoper einen ganz eigenen Anstrich – mit Erfolg.

(Text: Merle Wilts)

Premiere:14.03.2014
Rezensierte Vorstellung:15.03.2014
Letzte bekannte Aufführung:16.03.2014


Ein Judas auf dem Regiestuhl versucht seinen Superstar Jesus ins rechte Licht zu rücken, während Maria Magdalena ein aufstrebender Star am Theaterhimmel ist. Die erfrischend neue Inszenierung von Stefan Hanus versetzt die Passionsgeschichte in das Theaterbusiness. Eine außergewöhnliche Idee, die zündet. Judas wird im Laufe der Handlung sein Regieposten weggenommen, während Jesus seinen Starglanz verliert.

Dabei verbinden sich alte und neue Elemente zu einem stimmigen Ganzen: Das letzte Abendmahl bleibt eine klassische Zusammenkunft bei Brot und Wein. Bei Judas Tod ist am Ende nur noch das Geräusch eines Herzstillstandes zu hören. Pilatus lässt Jesus auspeitschen, doch zum Schluss steht er mit am Kreuz und zitiert die dazu passende Originalstelle aus der Bibel. Judas singt sein Superstar gewohnt schräg-farbenfroh mit Showgirls als Begleitung, doch auch er bleibt bis zum Schluss bei Jesus am Kreuz und betrauert ihn. Immer wieder gibt es außergewöhnliche und überraschende Momente wie diese, welche die Inszenierung spannend gestalten.

Das Bühnenbild bildet eine Gerüst-Konstruktion aus Stahl, die geschickt auf zwei Ebenen bespielt wird. Hierbei leistet das Lichtdesign noch einen Beitrag zu der dichten Atmosphäre, da die Ausleuchtung sehr gut abgestimmt ist. So erstrahlt beispielsweise Jesus im gleißenden Licht, ein anderes Mal ist Judas nur als Schattenfigur zu sehen.

© Martin Rumberger
© Martin Rumberger

Bemerkenswert ist außerdem die Tatsache, dass es in dieser Produktion nur einen professionellen Musicaldarsteller gibt, nämlich Martin Markert in der Titelrolle. Dafür spielt jede Altersklasse mit, sogar kleine Kinder bevölkern den Chor und die Bühne. Gerade diese breit gefächerte Masse an Menschen sorgt für unglaublich starke Ensemblenummern. Jeder Einzelne zeigt Einsatz und es ist beeindruckend, wenn die Menge bei "Hosanna" in den Saal einzieht oder schlussendlich fordert, dass Jesus gekreuzigt werden soll.

Martin Markert als Jesus überzeugt mit seinem vollen Tenor und einer kräftigen Rockstimme. Die Wandlung vom strahlenden Superstar bis hin zum gebrochenen Mann verkörpert er glaubhaft und authentisch. Das anspruchsvolle "Gethsemane" meistert er mühelos mit einem enormen Stimmvolumen. Seine Todesangst drückt sich in diesem Moment in seinem besonders starkem Schauspiel aus.

Stark schauspielert auch Tobias Heinz als innerlich zerissener Judas. Er zeigt eine breite Palette an Gefühlen auf der Bühne, von Verehrung bis hin zur Verzweiflung. Wenn er vor seinem Selbstmord ganz ohne Orchester seine Verbundenheit zu Jesus besingt, zieht er die volle Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Allerdings hat er aufgrund seiner klassisch geprägten Stimme manches Mal Probleme, bei den schnelleren Stellen in der Partitur mitzuhalten.

© Michael Seemeier
© Michael Seemeier

Julia Schmarsel ist die Frau an Jesus Seite und gibt ganz die verführerische Liebhaberin. Ihre warme und kräftige Stimme passt zur Rolle, bei ihren wenigen Auftritten zeigt sie jedes Mal Bühnenpräsenz und auch ihre tiefe Liebe zu Jesus kauft man ihr sofort ab. Besondere Beachtung verdient noch Nik Mayer mit eindrucksvollem Bass als Pilatus. Auch die restlichen Rollen mit Soloparts sind alle nahezu ideal besetzt.

Das Orchester unter der Leitung von Michael Gartner spielt sich engagiert durch die Partitur. An einigen Stellen klingt es jedoch zu leise für die große Besetzung. Dies ist aber sicherlich auch der nicht optimalen Akustik im Kultur- und Kongresszentrum geschult, da der Veranstaltungsort eine Mehrzweckhalle ist.

© Martin Rumberger
© Martin Rumberger

"Jesus Christ Superstar" in Rosenheim beweist, dass auch eine semiprofessionelle Produktion Musical auf hohem Niveau präsentieren kann, wenn wie hier alle Beteiligten mit Leidenschaft und Engagement bei der Sache sind.

(Text: Merle Wilts)






Kreativteam

Regie Stefan Hanus
Musikalische Leitung Michael Gartner


Besetzung

Jesus Martin Markert
Judas Tobias Heinz
Maria Magdalena Julia Schmarsel
Unterstützt wird das Ensemble von einem 60-köpfigen Orchester (Jugendorchester Die Arche Rosenheim Nighthawk City Dance Band Brassquintett EsBrassivo und weitere) sowie mehreren Chören.





Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© DUMMYBILD VON ANDREAS G. (nicht zur Nutzung)
© DUMMYBILD VON ANDREAS G. (nicht zur Nutzung)


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Handlung
Die letzten sieben Tage Jesu Christi. mehr

Weitere Infos
Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

 Kurzbewertung [ i ]
(wil)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Eine semiprofessionelle Produktion, die sich sehen und hören lassen kann. Die außergewöhnliche Inszenierung überzeugt besonders durch einen berührenden Jesus (Martin Markert) und das ambitionierte Ensemble.

16.03.2014

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.




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