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Travestie-Musical

La Cage aux Folles

Ein Käfig voller Narren


© Theater
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Thomas Bäppler-Wolfs und Gaines Halls Inszenierung von "La Cage aux Folles" bietet beste Unterhaltung in Wohnzimmer-Atmosphäre, bei der die Zuschauer mitten im Geschehen sitzen. Der hessische Dialekt macht Spaß, die Darsteller überzeugen und Bäppler-Wolfs "Show in der Show" ist Travestie pur.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:17.09.2014
Rezensierte Vorstellung:19.09.2014
Letzte bekannte Aufführung:23.11.2014


Bäppi's kleines Theatrallalla Theater im Frankfurter Nordend ist der ideale Spielort für den Klassiker "La Cage aux Folles". Hier fühlt man sich weniger wie in einem klassischen Theatersaal, sondern mehr wie in einem Club, so wie man sich das "La Cage aux Folles" eben auch vorstellt. Kleine Sitzecken, Getränke an den Tischen - eine gemütliche Wohlfühl-Atmosphäre, die Theaterbesitzer, Regisseur und Hauptdarsteller Thomas Bäppler-Wolf optimal nutzt, um seinen Zuschauern einen unterhaltsamen Abend zu bereiten.

Die Cagelles - die Tänzer der Revue – tanzen durch die Zuschauerreihen, der Raum zwischen den Tischen dient für Auf- und Abgänge und Teile der Handlung werden - auch platzbedingt - immer wieder in die Mitte der Gäste verlagert. Dies lässt den Zuschauer Teil der Handlung sein und macht unheimlich Spaß, ganz besonders dann, wenn Bäppi seine Solo-Auftritte als Zaza hat und - mehr oder weniger spontan - mit dem Publikum schäkert, tagesaktuelle Themen in die Handlung einbaut und sein Talent als Unterhalter unter Beweis stellt.

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Gerade bei solchen Momenten wird klar, dass der im Frankfurter Umland als Bäppi La Belle bekannte Entertainer und Travestie-Künstler ganz in dieser Rolle aufgeht und sie nicht nur einfach "runterspielt". Vieles wird improvisiert, ist spontan und immer auch ein Stück weit selbstironisch. Da lacht schon mal der eine Darsteller den anderen aus, weil er seinen Text vergisst. Und genau das macht das Ganze so unterhaltsam - jede Show ist einzigartig.

Dementsprechend ist Bäppler-Wolf auch rollenbedingt die zentrale Figur auf der Bühne. Er singt, ist Comedy-Star, bietet Travestie in Bestform, improvisiert, weiß sich aber auch in den ruhigeren Momenten des Stückes - beispielsweise wenn er mit der Abweisung seines "Sohnes" zurechtkommen muss oder seine Beziehung zu Schorsch reflektiert - zurückzunehmen und kann das Publikum berühren.

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Alberts Mann Schorsch wird von Viktor Vössing dargestellt. Eine gute Wahl für diese Rolle. Er spielt, besonders in Kombination mit Bäppler-Wolf, sehr einfühlsam, und man hat in der Tat den Eindruck als seien die beiden ein "altes Ehepaar". Außerdem kann er mit einer sehr angenehmen Singstimme aufwarten und bewegt mit seiner Interpretation des Songs "Sieh mal dorthin".

Wie schon im Volkstheater spielt auch im Theatrallalla Pierre Humphrey Zazas Butler Jacob. Er legt die Rolle so herrlich überdreht an, dass es eine wahre Freude ist, ihm zuzusehen, wenn er in seinen vielen bunten Kostümen über die Bühne wirbelt. Bei "Diamonds Are A Girl's Best Friend" wird außerdem noch sein Gesangstalent deutlich. Die "Zofe" - wie er sich selbst nennt - ist eine Bereicherung und sorgt immer wieder für Lacher und Szenenapplaus.

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Robert Schmelcher als Jan-Michael und Eva Völl als seine Verlobte Biggi spielen sympathisch und auch bei ihnen springt der Funke ihrer "Verliebtheit" auf das Publikum über. Völl stellt zudem noch eine der Cagelles dar, deren Anzahl platzbedingt im Vergleich zum Volkstheater auf vier Mitglieder geschrumpft sind. Dies fällt jedoch nicht negativ ins Gewicht; die weiblichen und männlichen Tänzerinnen machen gute Laune. Hier sind auch die abwechslungsreichen Kostüme von Bärbel Klaesius zu nennen, die die Nachtclub-Stimmung stets untermalen.

Als Highlight des zweiten Aktes seien noch Biggis Eltern erwähnt, die von Ute Ehrenfeld und Thomas Koob als stocksteife Moralapostel wie Karikaturen dargestellt werden. Diese gewollte Zweidimensionalität unterhält ungemein.

© Theater
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Die Musik kommt vom Band, was jedoch nicht störend auffällt, da eine Band wirklich keinen Platz mehr im Theater gefunden hätte.

Letztlich zu erwähnen sei noch der herrliche Umgang mit der hessischen Mundart, die genau wie im Frankfurter Volkstheater perfekt zur Show passt und das Ganze noch einzigartiger macht.
Am Besten also stilecht einen Bembel Ebbelwoi bestellen, die Show genießen und sich von der Stimmung im "La Cage aux Folles" mitreißen lassen.

(Text: Jens Alsbach)






Kreativteam

Musikalische LeitungCordula Hacke
RegieThomas Bäppler-Wolf
Gaines Hall
ChoreografieGaines Hall
BühneCarsten Wolf
Jens Scneider
Thomas Bäppler-Wolf
KostümeBärbel Klaesius


Besetzung

SchorschViktor Vössing
ZaZaThomas Bäppler-Wolf
JacobPierre Humphrey
Jan-MichaelRobert Schmelcher
BiggiEva Völl
Herr BembelThomas Koob
Frau BembelUte Ehrenfeld
CagellesMarcel Fischer
Sabrina Stein
Eva Völl
Manuel Weinmann



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30554
Out of this World

25.10.2014 - Nun...hat das Team um Gaines Hall und Thomas Bäppler-Wolf schon 2012 im Volkstheater Frankfurt Maßstäbe gesetzt kann man nun sagen, dass diese nochmals übertroffen wurden. Was ein Abend. Man ist überrascht, wie klein das Theatrallalla ist. Max 100 Plätze sind in diesem Kleinod in Frankfurt zu finden und man fragt sich, geht das? Jaaaaa...es geht. Und zwar besser als manche großen Bühnen es auf die Bretter bringen. Nimmt man nur die verunglückten Inszenierungen aus Berlin und Bonn sowie die peinliche Vorstellung in Lahnstein und vergleicht man diese mit Frankfurt muss man sagen. The Winner is.....Frankfurt.
Das Bühnenbild Intelligent gelöst durch Rundbögen in verschiedenen Designs, die sich an die Wohnungen der Protagonisten und die La Cage Bühne anpassen. Die intime Atmosphäre die das ganze umgibt gibt einem das Gefühl mitten drin zu sein. Der Zuschauerraum ist das La Cage aux Folles. So hat man das Musical noch nie genießen können. Als Fan der ersten Stunde in Berlin und darüber hinaus mindestens mit 20 Inszenierungen muss ich sagen: Dieses La Cage aux Folles hat die Fussstapfen von Helmut Baumann und dem Theater des Westens voll ausgefüllt. Seit Berlin 1985 die beste Inszenierung wenn nicht die beste. Die Musik, aus Platzgründen vom Band, ist sehr solide und professionell eingespielt. Die Darsteller alle durch die Bank erste Sahne und die beste Cast, die La Cage seit Jahren hatte. Vorneweg Thomas Bäppler Wolf. Über ihn und Zaza noch Worte zu verlieren hieße Eulen nach Athen tragen. Seine Schauspielerische Glanzleistung aus 2012 hat er hier nochmals getoppt. Er ist der Fels in dieser Inszenierung in jeder Minute ín der er auf der Bühne steht. in den Comedy- sowie den ruhigen Momenten gibt er diesem Stück seinen Stempel. Seine Zaza reicht von allen Zaza´s dieser Welt absolut an das Können von Michel Serrault heran und wäre am Broadway einen Tony wert. Ihm zur Seite steht Viktor Vössing, der einen George abgibt, wie man ihn selten erlebt. Souverän, Schauspielerisch wie Stimmlich eine absolute Glanzbesetzung die keine Wünsche offen läßt. Ihnen beiden glaubt man von der ersten bis zur letzten Minute alles was sie auf der Bühne von sich geben. Ein Highlight ist Tobias Wick als Jacob. Seine tuntige Art ist in jeder seiner Szenen einen Lacher wert. Wenn man bedenkt das er "nur" Zweitbesetzung ist sieht man die Qualität mit der die Schauspieler ausgesucht wurden. Robert Schmelcher gibt zum ersten mal in der Geschichte von La Cage aux Folles einen symphatischen Jean Michel. Man fühlt mit ihm, wie zerrissen er ist zwischen seinem zu Hause und seiner Liebe. Seine Umarmung am Ende treibt einem das Wasser in die Augen. Eva Völl als Biggi ist die Traumtochter die man sich wünscht. Ein unschuldiges Geschöpf, die sich aus den Klauen der konservativen Familie befreit. Chapeau ihrer Doppelrolle. Denn sie ist auch noch die Cagelle Rosa. Zusammen mit Sabrina Stein, Manuel Weinmann und Marcel Fischer steppt und tanzt sie das es eine wahre Freude ist. Die Cagelles sind jeder für sich eine Augenweide und geben dem ganzen den letzten Pfiff. Ute Ehrenfels und Thomas Koob schließlich als Ehepaar Bembel sind die absolute Krönung des ganzen. Diese Karikaturen auf konservative Politiker ist einmalig und dürfte so schnell nicht wieder erreicht werden. Die Ähnlichkeit des Abgeordneten mit Tebarz van Elst setzt dem ganzen noch die absolute Krone auf. Fazit: Einmalig, schwer zu toppen, absolut sehenswert und leider am 23.11. vorbei. Das Theatrallalla hat Musicalgeschichte geschrieben. Nicht nur mit einer glanzvollen Inszenierung sondern auch mit der Gewissheit, das in Zukunft großes Musicaltheater auf vielen kleinen Bühnen einen Platz findet.

phantomboy (4 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


30493
die Atmosphäre, das drumherum, das Ensamble, man sitzt einfach im La cage aux Folles!

22.09.2014 - Zuerst einmal ist hervorzuheben, dass man in den kleinsten Musicaltheater sitzt, den Deutschland zu bieten hat. Dieses versprüht auch schon eine Art Kabarett Feeling was im Stück auch sehr gut rüber kommt.

So nun zum Stück... Jeder kennt die Geschichte von La Cage aux Folles,... und man weiß, dass man es auch zu über Inszenieren kann und dann geht der schuss nach Hinten los, ganz anders ist es bei La Cage aux Folles in Frankfurt in Bäppi's Theatrallalla.

Hier wurde auf das kleinste Detail geachtet. Mit der Devise: Weniger ist mehr, wird auf viel Requisite verzichtet und mehr auf die Schauspieler geachtet, was auch wunderbar klappt.

Der Bäppi, der die Zaza verkörpert geht in seiner Paraderolle einfach auf, Er hält die Stimmung und bringt spätestens in seiner Conference die Leute zum Lachen bis die Tränen fließen. Es mach einfach Spass ihn zusehen.

Viktor Vössing ist ein wahrer Schorsch, er kann mit seiner sanften Stimme in den Richtigen Momenten die Zuschauer Gänsehaut Feeling bis sogar die Tränen in den Augen rühren. Besonders sein Lied "Sieh mal dort hin" kommen einen die Tränen.

Die Obertucke und Zofe/ Butler Jacob gespielt von Pierre Humphrey ist überzeugend und klar ausgearbeitet. Hier wurde Punkt genau gearbeitet, so dass man nicht die Befürchtung hat, dass der Jacob nicht allzu Schwul ist. Pierre Humphrey überzeugte auch mit seinem Lied "diamonds girl's best friend" und landete den besten Applaus, was er auch verdiente.

Robert Schmelcher verkörperte den Sohn Jan- Michael. Er setzte die Rolle Klar und Präzise an. Auch er Überzeugte und ist ein Sympathie Träger des Stückes.

Auch Biggi / Cagelle gespielt von Eva Völl erbrachte eine erstaunliche Leistung. Sie spielte gleich 2 Rollen in diesen Stück und man sieht in der tat 2 verschiedene Personen. Beim dem Schlussapplaus habe ich mich gefragt, wo die Schwarzhaarige Cagelle abgeblieben ist, was mir später dann klar wurde, dass Sie die Tocher Biggi ist. Eine Super Leistung.

Auch eine Tolle Leistung Spielte die Ute Ehrenfels und der Tomas Koob als Eheleute Bembel. Sie überzeugten mit einer bedrohlichen Aggressivität und enden als Lachnummer des Abends, allein die Ute Ehrenfels im gespielten besoffenen Zustand zusehen (die schönste Zeit ist heut) ist einfach ein Tony Award wert.

Aber auch der Tomas Koob der im Vergleich mit den Protzbischof Tebartzius steht ist am Ende die Lachnummer des Stückes.

Aber man darf auch die Bezaubernden Cagelles nicht vergessen und Sie sollten Namentlich erwähnt werden. Sie tragen dazu bei, dass das Stück den Glamour und das nötige Pfiff bekommt. Manuel Weinmann als Hannah aus Hanoi ist eine wunderbare Domina, die man sich Vorstellen kann. Will man aber doch mehr auf die Glücksspielsache eingehen, kann man mit einer kleinen Überraschung von Bertha aus Bad Homburg (gespielt von Sabrina Stein) rechnen. Wenn man doch auch einen Flachen Mantra steht könnte doch die Rosa aus Rüsselsheim ihr Typ sein. Wunderbar gespielt von Eva Völl. Oder man lässt sich von der Diva Frieda aus Fiedberg (gespielt von Marcel Fischer) mit der Nachtigall, der Hohen schönen Stimme das Trommelfell verplatzen. Alle samt Passen gut aufeinander eingestimmt zusammen.

Im Großen und Ganzen ist dies ein Großer Erfolg für den Bäppi und ich würde mir wünschen nochmehr solcher lustigen Produktionen mit so ein Super Team zusehen und würde mir auch wünschen, dass viel mehr Leute in Theatrallalla gehen und diese Wunderbare Inszenierung zusehen. Mehr als nur Sehenswert.

Geht hin und überzeugt euch selbst.

Marci (erste Bewertung)


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Handlung
"La Cage Aux Folles" ist die Geschichte des homosexuellen Albin, der als Drag Queen Zasa im titelgebenden Nachtclub seines Lebensgefährten George auftritt. mehr

Weitere Infos
Deutschlandpremiere war am 1985 am Berliner Theater des Westens

 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

La Cage uff hessisch - In Bäppi's Theatrallalla Theater überzeugen die Darsteller in einer abwechslungsreichen Inszenierung mit jeder Menge hessischer Mundart.

19.09.2014

 Termine

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