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Biblical

Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat

Wie vom Traum verführt


© Freilichtspiele Tecklenburg
© Freilichtspiele Tecklenburg
Den beiden Casting-Stars Alexander Klaws und Sandy Mölling gelingt gemeinsam mit einem großen Ensemble, dem riesigen Chor der Festspiele und einem sehr gut aufspielenden Orchester eine größtenteils kurzweilige Inszenierung der Bibelgeschichte, bei der Regisseur Werner Bauer manchmal versucht ist, ein wenig zu "trendy" sein zu wollen.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:21.06.2014
Rezensierte Vorstellung:21.06.2014
Letzte bekannte Aufführung:24.08.2014


"Joseph"-Inszenierungen weltweit sind seit jeher dafür bekannt, mit bekannten Stars in der Titelrolle aufzuwarten. In den USA war dies beispielsweise Donny Osmond, in England Jason Donovan, Gareth Gates und der extra per Fernsehshow gecastete Lee Mead. In Deutschland tritt nun Ex-Super- und Dancing Star Alexander Klaws in die Fußstapfen seiner berühmten Vorreiter und macht seine Sache sehr gut.

Die Wahl der beiden Hauptdarsteller ist für Regisseur Werner Bauer und die gesamten Festspiele ein Glücksgriff. Sowohl Klaws als Joseph als auch Sandy Mölling als Erzählerin sind exzellent. Alexander Klaws passt perfekt zur Rolle des jugendlichen Lieblingssohns, der von seinen Brüdern gehasst und nach Ägypten verkauft wird. Er ist witzig, hat seine Pointen im Griff, tanzt erwartungsgemäß sehr gut und hat ein beachtliches Volumen in seiner Stimme. Ausgesprochen beeindruckend gelingt der Song "Schließt jede Tür", den er leise, beinahe gehaucht beginnt und dann mit einer ansehnlichen Wucht beendet – der riesige Chor im Hintergrund und das Orchester tun ihr Übriges, um so einen wundervollen Song entstehen zu lassen.

© Freilichtspiele Tecklenburg
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Sandy Mölling, ehemalige "No Angels"-Sängerin und mittlerweile erprobt im Bereich Musical, führt als Erzählerin durch das Stück. Wirkt die Rolle anfangs eher zurückhaltend und überschaubar, wird doch schnell klar, dass die Darstellerin eine beachtliche Power in der Stimme benötigt, was Mölling zu Beginn des zweiten Aktes mit "Pharao Story" unter Beweis stellt. Gerade bei den eher rockig-poppigen Songs trumpft die aus dem Pop-Bereich stammende Sängerin natürlich auf.

Reinhard Brussmann spielt Jakob, Josephs Vater. Von der Rolle her eher klein angelegt, nutzt er seine Auftritte, um den liebevollen Vater, der seinen Sohn anfangs verhätschelt und später um ihn trauert, glaubhaft darzustellen.

© Freilichtspiele Tecklenburg
© Freilichtspiele Tecklenburg

In der Riege der Hauptdarsteller blieb einzig Julian Looman in der Rolle des Pharao etwas hinter den Erwartungen zurück. Dem bei "Joseph" als Alter Ego von Elvis daherkommenden Pharao gehört der Showstopper zu Beginn des zweiten Aktes. Looman spielt zwar sehr überzeugend, interagiert mit dem Publikum und hat die Lacher auf seiner Seite, seine klassische, geradlinige Stimme jedoch mag nicht so recht zum schmalzig-souligen Elvis-Sound passen.

Werner Bauers Inszenierung ist solide. Sie erinnert in großen Teilen an die originale Pimlott-Inszenierung aus dem Jahr 1991, die weltweit gespielt wurde. Kleine Abwandlungen wie beispielsweise das Weglassen des Kinderchores sind sicherlich den Anpassungen an die Freilichtbühne geschuldet und letztlich Geschmackssache.

Einige Regie-Ideen wurden zusätzlich eingebaut, die augenscheinlich "up-to-date" wirken sollen, jedoch recht deplatziert und gewollt wirken. So wird in der Szene, in der Joseph nach Ägypten verschleppt wird, ein überdimensionaler Fernseher auf die Bühne gerollt, in dem einige Darsteller die Szene im Stil des TV-Formates "Die Auswanderer" kommentieren. Auch zu Beginn des zweiten Aktes erscheint der TV-Bildschirm erneut und es gibt eine kleine Zusammenfassung ("Was bisher geschah..."). Da "Joseph" eine Art bunter Comic-Strip ist und trotz der ernsten Geschichte eher einen humoristischen Anstrich hat, ist jedoch auch dies eine Frage des Geschmacks. Urkomisch dagegen: Joseph fordert seinen Bruder Benjamin bei "Benjamin Calypso" mit den Worten "Let's dance" zum Tanz auf. Dieses geschickt eingebaute Wortspiel wurde auch prompt mit Szenenapplaus belohnt.

Der für dieses Musical wichtige Aspekt der Choreografie fällt Kati Heidebrecht zu. Streckenweise kann ihre Choreografie vollends überzeugen, z. B. im "Megamix", dem Finale der Show oder bei "Go Go Go Joseph". Teilweise hätte man den Brüdern jedoch noch etwas mehr Schwung zumuten können - wie beim Song "Josephs Träume", der in der 91er-Aufführung mit viel Elan tänzerisch umgesetzt wurde, hier jedoch eher träge wirkt, da die Brüder sich fast gar nicht bewegen.

© Freilichtspiele Tecklenburg
© Freilichtspiele Tecklenburg

Standing Ovations und nicht enden wollender Applaus zeigten nach der Premiere, dass Radulf Beuleke und sein Team eine geschickte Stückwahl getätigt haben. "Joseph" bietet eine flotte Inszenierung, sehr gut ausgewählte Hauptdarsteller und ist zudem ein familientaugliches Stück, das den Freilichtspielen einen garantierten Erfolg einbringen wird.

(Text: Jens Alsbach)






Kreativteam

RegieWerner Bauer
Musikalische LeitungKlaus Hillebrecht
KostümeKarin Alberti
ChoreografieKati Heidebrecht
BühnenbildSusanna Buller


Besetzung

JosephAlexander Klaws
ErzählerinSandy Mölling
PharaoJulian Looman
JakobReinhard Brussmann
RubenAlexander Bellinkx
SimeonThomas Hohler
JudahSebastian Smulders
Gad
Butler
Sebastian Brandmeir
Issacher
Bäcker
Jürgen Brehm
LeviAndrew Hill
DanJan Altenbockum
NaphtaliMarco Herse Foti
Asser
Potiphar
Benjamin Witthoff
SebulonFlorian Theiler
BenjaminCihan Demir
EnsembleJuliane Bischoff
Sophie Blümel
Yael de Vries
Esther Mink
Daniela Römer
Marthe Römer
Silja Schenk
Giulia Sophia Young




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Freilichtspiele Tecklenburg
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30454
Schwach...

10.08.2014 - Eine überdrehte Inszenierung bot mir eine teilweise langatmige Vorstellung, obwohl diese nur 2 Stunden (inc. Pause) dauerte.
Lediglich Sandy Mölling (als Erzählerin), Reinhard Brussmann (als Jakob) sowie Sebastian Smulders (als Judah) hinterließen bei mir einen sehr positiven Eindruck.
Schade...

Musical-Tourist (14 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


30411
Tecklenburg ist einfach Spitze

23.06.2014 - Wieder mal ein top Musical in Tecklenburg.Kann nur sagen,nichts wie hin.

WÖBBEL04 (9 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Solide, teils etwas überdrehte Inszenierung des Gute-Laune-Musicals von Andrew Lloyd Webber. Die Hauptdarsteller Sandy Mölling und Alexander Klaws hätten nicht besser gewählt sein können.

22.06.2014

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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