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Urafführung

Viel Lärm und ich

Beatrice trifft Macbeths Hexen


Mit "Viel Lärm und ich" präsentieren die beiden Autoren Marco Chimienti und Ingbert Edenhofer zusammen mit dem semi-professionellen Ensemble von CE-Musicals eine moderne, freie Adaption von "Much Ado about Nothing" mit Elementen aus weiteren Shakespeare Klassikern.

(Text: dbk)

Premiere:15.12.2013
Letzte bekannte Aufführung:19.10.2014


Ganz Messina fiebert der Verlobung des tapferen Claudio und der liebreizenden Hero entgegen - mit Ausnahmen vielleicht der beiden Sarkasten Beatrice und Benedick.

Doch der sinistre Don John möchte die Braut für sich gewinnen und heuert drei schottische Hexen an, ihm mit Zauberei zu helfen.

Und dann bin da auf einmal auch noch ich - Benvolio aus Verona, der als einziger die Handlung von Romeo und Julia überlebt hat.

Komödie? Drama? Hübsch!

(Text: Veranstalter)



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Kreativteam

Regie und Musikalische Leitung Marco Chimienti
Kostüme Jürgen Weynand


Besetzung

Benvolio Ingbert Edenhofer
Claudio Daniel Scheer
Hero Vera Domik
Don John Patrick Abe
Beatrice Christina Sprafke
Benedick Stefan Lammert
Hexe 1 Nadine Kellerberg
Hexe 2 Marie Elisabeth Zipp
Hexe 3 Stefanie Müller
Margret Janina Meiners
Ursula Audrey Matzner
Leonato Dirk Sobek
Marta Jenny Heinke
Ensemble Joelina Heinke
Andy Kuhlebert
Christian Lehnert
Marc Leise
Petra Nawroth
Frank Optenhöfel
Nils Sandberg
Sandra Schlia
Fabienne Seiler
Janina Sperling




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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


30211
Mehr Musik in Messina!

17.12.2013 - Zunächst einmal: wir haben Ausschnitte aus diesem Stück bereits vor einigen Jahren bei einer Gala in Oberhausen gesehen und freuten uns sehr nun das ganze Stück auf der Bühne erleben zu können!
Auf den ersten Blick bestachen natürlich die stimmigen, zu jeder Rolle sehr individuell passenden Kostüme. Besonders die Hexen mit ihren sehr fantasievollen und farbenfrohen Kleidern und Hero mit ihrer vielfältigen Garderobe stechen hier hervor.
Das Licht gefiel leider weniger gut. Die Scheinwerfer wirkten oft etwas kunterbunt zusammengewürfelt, sehr gelungen waren allerdings die Effektbeleuchtung, sowie die Feuerspezialeffekte der Hexen – hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet.
Beim Ton gab es leider häufiger kleine Aussetzer und zu Anfang brummte es öfter verdächtig in den Boxen, was den Hörgenuss etwas trübte. Ebenso waren nicht alle Darsteller mit einem Mikrofon ausgestattet und man konnte nicht alle Einwürfe verstehen.
Die Musik von Marco Chimienti erschafft harmonische Welten, die sich reibungslos an Shakespeares Handlungsorte und Figuren anschmiegen, ihnen zum Teil eigenen Charakter verleihen. Die Auftritte der Hexen werden so beispielsweise von dramatischem, furiosem Orchester, Don John eher von düsteren, melancholischen Klängen begleitet.
Die Texte von Ingbert Edenhofer, der gleichzeitig eine der Hauptrollen gibt, wirken ebenso mühelos, sprühen vor Wortwitz, der zwischenzeitlich schon ans Absurde heranreicht. Oft ist es kaum möglich den Worten zu folgen und während man noch damit beschäftigt ist, über den Witz der vorigen Zeile nachzudenken, folgt schon gleich das nächste Kuriosum. Doch ebenso gibt es leicht fließende, romantische Texte, die jedoch nicht ins Kitschige abdriften
Besonders unterhaltsam ist das muntere Stelldichein anderer Shakespeare-Charaktere in die „Viel Lärm um nichts“-Gesellschaft: die drei Hexen aus Macbeth finden ebenso ihren Weg nach Messina wie Benvolio, der zurückgebliebene Freund Romeos aus Verona.
Ohne Liebesgeschichte ging es auch bei Shakespeare nicht – doch in dieser Adaption geht es etwas moderner zu. Beatrice und Benedick finden sich nach vielem Hinundher endlich. Etwas überraschender jedoch, dass die Verlobten Hero und Claudio dann doch nicht mehr zueinander finden, sondern Hero letztendlich dem Charme ihres liebeskranken Retters Don John erliegt, während Claudio sich zu Benvolio hingezogen fühlt – in der Dramaturgie aber durchaus schlüssig umgesetzt!
Das Stück lebt und fällt allerdings mit seinen Darstellern! Schauspielerisch sind viele der Rollen brilliant besetzt. Für den nötigen Humor sorgen die meisten Figuren, besonders aber Dirk Sobek. Als einnehmender Vater Leonato hat er vom ersten Moment an alle Sympathien auf seiner Seite und wirkt so natürlich auf der Bühne, dass man gerne mehr von ihm sehen möchte.
Ebenso Marie Zipp als verwirrte Hexe, die ihre herrlich verdrehten Texte punktgenau abliefert und erstklassig unterhält.
Spaßig sind auch die beiden Streithähne Beatrice (Christina Sprafke) und Benedik (eine schauspielerische Glanzleistung: Stefan Lammert) anzusehen, die dazu beide mit brillianten Stimmen aufwarten. Ihren Soli verdankt der Zuschauer zwei wahrlich ohrwurmverdächtige Hits.
Benvolio, gespielt von Texter Edenhofer mag stimmlich gewöhnungsbedürftig sein und auch mischt sich diese Rolle ständig überall ein und muss seinen Erfahrungsbericht abgeben, doch sein präzises und ganz eigenes Schauspiel ist glaubwürdig und gereicht ihm am Ende doch zur Sympathie-Figur.
Der Adlige Claudio (Daniel Scheer) ist in dieser Fassung kein ahnungsloser Jüngling, sondern ein gestandener Mann, der von Heldentum und Abenteuern träumt – dass eine Verlobte ihm da im Weg stehen könnte, wird schnell klar. Schauspielerisch und gesanglich stößt Daniel Scheer bei den lauten dramatischen Tönen an seine Grenzen, besser gelingen ihm Claudios sanfte Parts.
Ganz anders als bei Shakespeare ist Don John nicht der eindimensionale Bösewicht, der sich am Leid anderer erfreut, sondern ein verletzlicher Mann, den seine unerschöpfliche Liebe zu Hero antreibt. Gesanglich wird von Patrick Abe in dieser Rolle zum Teil etwas zu viel verlangt, doch überwindet er alle Zweifel durch sein aufrichtiges und herzergreifendes Schauspiel, insbesondere in Kombination mit seiner Hero. Patrick Abes Liebe ist umso glaubwürdiger, da Hero in dieser Adaption nicht nur eine gute Figur hat, sondern vielmehr eine wirklich einnehmende Figur darstellt, nicht zuletzt durch die enorme Bühnenpräsenz von Vera Domik in dieser Rolle.
Schauspielerisch und gesanglich scheint es für sie keine Grenzen zu geben. Saubere Gesangskoloraturen in höchster Höhe und den schauspielerischen Zorn einer Rachegöttin meistert sie mühelos und schafft es nebenbei noch den Zuschauer mit jedem ihrer Schritte mitfühlen zu lassen. Hero ist es auch, die die größte Entwicklung erlebt, vom verwöhnten launischen Mädchen aus gutem Hause zur emanzipierten, selbstbestimmten Frau – man würde ihr noch ein passendes Lied zu dieser Reise wünschen.
Ein Geniestreich, wie er auch Shakespeare hätte einfallen können, ist die Einbettung der drei Hexen, die Don John um Hilfe bittet. Nadine Kelerberg gibt mit rockiger Stimme und skurrilem bis furchteinflößendem Schauspiel gekonnt die dominante Oberhexe.
Sanftere Töne schlägt Stefanie Müller als Hexenschwester an, doch ihr gelingt zum Schluss letztendlich der gewünschte Liebeszauber und der resümierende Lehrsatz „Liebe braucht Magie“ in einer absolut stimmschönen Ballade.
Schmückendes Beiwerk sind Audrey Matzner als verruchte Ursula, die zu Claudio auch nicht Nein sagen würde und Janina Meiners als intrigante und wandlungsfähige Freundin Margret. Ebenso überzeugend ist Jenny Heinke als resolute Mutter Claudios, die ihren Kindern das Leben nicht unbedingt leicht macht, jedoch für viel Erheiterung im Publikum sorgt.
Das Ensemble glänzt in vielen kleinen Rollen, auch wenn sich immer wieder kleine Unsicherheiten einschleichen.
Stellenweise täten sicher etwas weniger Klamauk und bequemere Sitzmöglichkeiten, denn das Stück ist inklusive Pause recht lang und zieht sich stellenweise doch etwas - aber dieses Stück hat absolutes Potenzial, ein größeres Publikum zu begeistern!

Marius B. (erste Bewertung)


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