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Drama

Miss Saigon

The Last Night of the World


© Michael Le Poer Trench
© Michael Le Poer Trench
Bereits von 1989 bis 1999 war die "Madame Butterfly"-Musical-Adaption von Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil am West End zu sehen. Zum 25-jährigem Jubiläum wurde 2014 ein Revival an den Start geschickt. Die guten Darstellern und starken optischen Elemente können allerdings nicht über die Schwächen des Stückes hinwegtrösten.

(Text: Claudia Leonhardt)

Premiere:21.05.2014
Dernière:27.02.2016


© Michael Le Poer Trench
© Michael Le Poer Trench


Mit Getöse und gleißenden Lichtern schwebt ein Helikopter über der Bühne, Menschen wuseln durcheinander, schreien, überall Chaos. Wenn im zweiten Akt von "Miss Saigon" die Regierung in der vietnamesischen Hauptstadt fällt und die Amerikaner die Botschaft überstürzt verlassen, während verängstigte Bürger an den verschlossenen Toren rütteln, ist es - nicht nur was die Spezialeffekte betrifft - das Highlight des Musicals. Es ist eine beklemmende Szene, die auch emotional eine große Wirkung hinterlässt. Damit bleibt sie jedoch allein auf weiter Flur, denn das Revival des Vietnamkriegs-Dramas entpuppt sich über weite Strecken als eine klischeehafte, unglaubwürdige Schnulze.

Dafür, dass das Stück ganz klar den Fokus auf die Liebesgeschichte zwischen G.I. Chris (Alistair Brammer) und der naiven, jungfräulichen Prostituierten Kim (Eva Noblezada) legt, wirkt genau diese Romanze relativ leidenschaftslos und schal. Eben noch ist Chris wenig begeistert, dass ihm sein Kamerad John (Hugh Maynard) eine Liebesnacht mit Kim spendiert, eine Szene später verspricht er ihr mit glänzenden Augen, sie in die USA mitzunehmen. "Can people really fall in love so fast?" fragt sich Marius, der jugendliche Liebhaber in Boublils und Schönbergs anderem großen Musical-Drama "Les Misérables". Prinzipiell können sie das vielleicht, aber bei Kim und Chris will auf der Bühne nicht so recht der Funke überspringen. Daran mag auch das schön dargebotene Liebesduett "Last Night of the World" nichts ändern.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy


Zur gemeinsamen Flucht in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommt es nicht. Wieso – darüber wird der Zuschauer zunächst im Unklaren gelassen. Nachdem die beiden Liebenden sich ewige Treue geschworen haben, macht das Stück einen jähen Zeitsprung fünf Jahre in die Zukunft. Chris ist verheiratet mit Ellen (Tamsin Carroll) und lebt in den USA, Kim dagegen in einer ärmlichen Hütte in Vietnam, wo sie ihren Sohn aus der Beziehung mit Chris vor den Behörden versteckt. Die Auflösung, wie es zu der Trennung der beiden kam, wird erst im zweiten Akt mit eben der oben erwähnten Helikopter-Sequenz nachgereicht. Eine plausible erzählerische Erklärung für die späte Rückblende gibt es nicht – es erschließt sich kein logischer Grund, warum man die Ereignisse nicht einfach in chronologischer Reihenfolge zeigen konnte.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy


Auch ansonsten lässt das Buch die Zuschauer mit einigen Ungereimtheiten und wenig geglückten Wendungen zurück, einschließlich dem fragwürdigen Ende, das schlicht auf Dramatik und Schockeffekte abzuzielen scheint. Vielleicht würde die Geschichte besser funktionieren und zumindest mehr emotionale Resonanz hervorrufen, wenn die Charaktere besser entwickelt wären. Aber Chris und Ellen bleiben zweidimensional, und auch Kim hat nur wenige Moment, in denen ihre Motivation klar durchkommt und in sich schlüssig ist. Der einzige Charakter, der schlussendlich wirklich rund ist und den interessantesten und plausibelsten Hintergrund erhält, ist der schmierige Barbesitzer "Engineer" (Jon Jon Briones).

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy


Den Akteuren kann man keine Vorwürfe machen – sie alle holen aus ihren Figuren heraus, was rauszuholen ist. Besonders die blutjunge Eva Noblezada kann als Kim alle Register ziehen und nicht nur in ihrer Darstellung das gesamte Spektrum an Emotionen zeigen. Auch ihre Stimme vermag sie entsprechend zu variieren – von zart und verhalten bis energisch und kraftvoll. Alistair Brammer, der u.a. auch in der "Les Misérables"-Verfilmung als einer der revolutionierenden Studenten zu sehen war, passt optisch perfekt in die Rolle des jugendlichen Liebhabers und mit dem Krieg hadernden Soldaten. Sein Spiel und seine Stimme überzeugen – ebenso wie die seiner Bühnenehefrau Tamsin Carroll. Ellen hat in der Revival-Produktion einen neuen Song bekommen, doch viel mehr Tiefe bekommt ihr Charakter dadurch nicht. Schöne Solo-Parts haben auch Hugh Maynard als John, dessen "Bui Doi" vielleicht sogar der musikalische Höhepunkt des Abends ist, und Rachelle Ann Go als Gigi, die "The Movie In My Mind" so wunderbar interpretiert, dass man sich mehr Songs von ihr wünscht.

© Michael Le Poer Trench
© Michael Le Poer Trench


Der unbestrittene Star der Aufführung ist aber Jon Jon Briones. Sein Engineer ist ein gieriger Opportunist, der alles dafür tun würde, um seinen "American Dream" wahr werden zu lassen. Er ist zu zwielichtig und skrupellos, um wirklich sympathisch zu sein, doch als Figur ist er angenehm dreidimensional. Briones bringt soviel Charisma und Energie in die Rolle ein, dass seine Soli herausstechen.

Bei allen Schwächen in Buch und Dramaturgie - optisch kann "Miss Saigon" überzeugen, nicht nur dank des Helikopters. Das Bühnenbild ist opulent und wandelbar und setzt sowohl auf realistische Elemente als auch auf markanten Symbolismus. Besonders die Tanzsequenz direkt nach dem Zeitsprung im ersten Akt, bei der das neue kommunistische Regime sich selbst feiert, ist gleichzeitig faszinierend und beängstigend: Blutrot und militärisches Blau, chinesische Drachen und wehende Fahnen. Hier wirken Choreographie, Kostüme und Ausstattung perfekt zusammen.

© Matthew Murphy
© Matthew Murphy


Nicht jedes Stück, das in den 90ern funktionierte, funktioniert auch heute, aber das ist nicht das Problem, mit dem "Miss Saigon" zu kämpfen hat. Es ist sicherlich kein Musical, was über die Jahre besonders gelitten hat und der historische Stoff macht es zumindest theoretisch zu einem Evergreen. Aber in Angesicht der schwachen, wenig glaubwürdigen Story kommt man nicht umhin, sich zu fragen, ob das Stück gegen Ende des letzten Jahrtausends nicht zu Recht eingemottet wurde.

(Text: Claudia Leonhardt)




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Kreativteam

MusikClaude-Michel Schönberg
Buch / TextAlain Boublil
RegieLaurence Connor
Musical StagingBob Avian
Zusätzliche ChoreographieGeoffrey Garratt
KostümeAndreane Neofitou
Musikal. LeitungAlfonso Casado Trigo


Besetzung

KimEva Noblezada
Tanya Manalang
EngineerJon Jon Briones
Christian Rey Marbella
ChrisChris Peluso
JohnHugh Maynard
EllenSiobhan Dillon
GigiMarsha Songcome
ThuySangwoong Jo
EnsembleDénise Baaij
Michael Carolan
Richard Carson
Natalie Chua
Callum Evans
Maria Graciano
Nathan Graham
Kurt Kansley
Sooha Kim
Kittiphun Kittipakapom
Aaron Lee Lambert
David Kar-Hing Lee
Michael Macalintal
Liam Marcellino
Kanako Nakano
Thao Therese Nguyen
Claire Parrish
Kiel Payton
Katherine Picar
Ariel Reonal
Romeo Salazar
Jon Reynolds
Eloisa Amalia Tan
Thao Vilayvong
Amadeus Williams
Gerald Zarcilla
Yuval Zoref
SwingsSimon Hardwick
Mitch Leow
Ethan Le Phong
Ela Lisondra
Saori Oda
Gavin Tsang


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Michael Le Poer Trench
© Michael Le Poer Trench
© Matthew Murphy
© Matthew Murphy

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


6 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30864
Beeindruckende Inszenierung mit einer Top-Hauptdarstellerin

19.08.2015 - Ich kann der Kritik nicht zustimmen: das Stück mag im zweiten Akt nicht ganz so stark sein wie zuvor, aber es ist eine realistische und für eine Musical sehr schonungslos erzählte Geschichte über Prostitution, Hoffnung auf ein besseres Leben und den richtigen Glauben in die falsche Liebe.
Sehr klar wird im ersten Akt erzählt, wie sich die Welten der viatnamesischen Frauen, die sich für die Aussicht auf ein ein Leben im Wohlstand zur Prostitution zwingen, von denen der Adrenalin gepumpten amerikanischen GI's unterscheiden.
Warum Kim und Chris getrennt wurden, zieht sich als spannungsvoller Moment bis in den zweiten Akt, den ich zu keiner Zeit hinterfragt habe: umso berührender dann das Scheitern der gemeinsamen Flucht als Rückblende zu sehen (wo der Helikopter, der zu sehr an eine Bühnenmaschinerie erinnert, das Unspektakulärste und Enttäuschendste bleibt, aber auch schnell vergessen ist).
Mit einer Ausnahme ist die aktuelle Londoner Besetzung Weltklasse! Tolle Stimmen und schauspielerische Leistungen, von denen man sich einen Film vorstellen könnte, so detaiiliert und fein gespielt. Herausragend die Kim von Eva Noblezada. Eine wunderbare Stimme, voller Facetten, die die Entwicklung Kims beeindruckend nachvollziehbar macht. Was für eine Darstellerin, ein großer Theatermoment! Auch der verschmitze Engineer von Jon Jon Briones ist hervorragend, fern von Asien- oder Zuhälterklischees gespielt, sondern als durchtriebener Mensch. Chris Peluso fällt dagegen deutlich ab: seinem Chris nimmt man die anfängliche Zerissenheit, die ihn in die Beziehung mit Kim treibt, überhaupt nicht ab. Spannungslos steht und geht er herum, die Stimme klingt schön, aber langweilig. Dass die Liebesgeschichte dennoch funktioniert, ist der unglaublichen Präsenz von Eva Noblezada zu verdanken, die ihn einfach mitreißt. A star is born!

maison_usher (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


30758
Musikalisch ein Genuss....

04.05.2015 - ...inhaltlich allerdings doch eher eine Schmonzette und alles wirkt etwas altbacken. Wer jedoch auf große Balladen und Chornummern steht, kann sich musikalisch kaum beschweren. Mein Highlight war Bui Doi, Gänsehaut pur.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


30573
Gutes Musical

02.11.2014 - Darauf war ich besonders gespannt und habe mich sehr gefreut da wir die gesamte first cast inklusive Eva Noblezada hatten. Gesessen haben wir im Dress Circle, erste Reihe Mitte zu 66£. Ich habe es vorher noch nie gesehen kann es also nicht mit der älteren Version vergleichen. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Eva Noblezada hat mich mit ihrem Schauspiel und Gesang überhaupt nicht berührt. Alistair Brammer als Chris war auch nicht wirklich toll. Rachelle Ann Go hat klasse gesungen aber ein Bar Mädchen kauft man ihr nicht wirklich ab. Sie bewegt sich total steif und man könnte meinen sie fühlt sich unwohl im Bikini auf der Bühne. Ganz toll waren aber Kwang-Ho Hong als Thuy und Tamsin Carroll als Ellen. Das Orchester klang super. Highlight des Abends war Jon Jon Briones als Engineer. Der Mann ist einfach genial... Die Helikopter Szene war das beeindruckendste Szenenbild das ich je gesehen habe. Großartig gemacht-Gänsehaut. Das Stück hat mich nur leider nicht berührt.

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


30498
Kritik

30.09.2014 - [Erster Textteil von der Redaktion gekürzt; bitte Spielregeln beachten; Text hiernach unverändert]

Dieses Revival hat seine Berechtigung mehr als verdient und dem Zuschauer muss doch nicht alles offensi chtlich in die Hand gelegt werden und ein bisschen Phantasie ist doch erlaubt!

Auch das Erklärungen im 2. Akt erfolgen ist durchaus plausibel und logisch! Kim erfährt das Chris in Bangkok ist und ist überglücklich, allerdings erlebt sie in ihrem persönlichen Albtraum , warum die beiden getrennt wurden.
Saigon fällt und Chris wird gezwungen das Land zu verlassen.

Warum verliebt sich Chris in Kim und Kim in Chris ? Stellt man sich eine ähnliche Frage in Shows wie Romeo und Julia ? Nein ! Hinterfragt man Shakespeares Dramaturgie ? Im 2. Akt versucht Chris Ellen zu erklären , dass er Kim retten und beschützen wollte und auch hier gibt es eine Erklärung..

Zu erwähnen sitz das phantastische opulente Orchester ! Wo hat man in Deutschland in den letzten Jahren so viele Musiker im Graben gesehen , die so viele Klangfarben zaubern?

Sicher ist Miss Saigon keine lustige sing und mitklatsch Show , aber dafür großartiges Drama!

Ich wünsche mir einfach wieder Menschen die sich entspannt in einen Theatersessel setzen und genießen und nicht vergeblich nach Kritik suchen , obwohl es sich um großartiges Theater handelt.

Auf die Gefahr hin das meine Rezension nicht veröffentlicht wird , aber ich wünsche mir auf diesen Seiten mehr Begeisterung und keine aus den Fingern gesaugte Kritiken '

Wir könnten uns wirklich eine Show in dieser Qualität in Deutschland wünschen und kann diese Show nur allen Theater begeisterten Menschen empfehlen,

Prince Pooh (erste Bewertung)


30496
Emotional und opulent

27.09.2014 - Ende August (22.) besuchte ich mit viel Vorfreude und hohen Erwartungen Miss Saigon im Prince Edward Theatre in London. Zuvor hatte ich mehrmals eine ähnliche Inszenierung im holländischen Utrecht gesehen, welche mir bereits sehr gut gefiel.

Die Besetzung an diesem Freitagabend war die komplette Premierenbesetzung, bis auf Christian Rey Marbella als Thuy.

Die Ouvertüre begann und man merkte bereits hier, mit welcher Kraft das Orchester liefern würde, was sich im späteren Verlauf des Abends mehrmals bestätigen würde.

Getragen davon, legt sich das voll klingende Ensemble eng über diesen Klangteppich, was die impulsive Musik förmlich zu neuem Leben erweckt.

Eva Noblezada als Kim ist technisch gesehen eine gute Sängerin, und nachdem ich mir nun die neu erschienene Live-Doppel-Cd angehört habe, bestätigt sich der Eindruck. Doch was sie wirklich ausmacht, ist die schauspielerische Vielfalt, die die 18 Jährige an den Tag legt. Sie transportiert ein bisschen zu wenig über ihre Stimme, aber ihre Mimik und Gestik geben ihrer Kim schönen Tiefgang.

Dagegen fällt Alistair Brammer als Chris etwas ab. Er sieht gut aus, kann es singen, aber den Wandel dieser (buchbedingt) äußerst schwierigen Rollen gelingt ihm nicht immer.

Jon Jon Briones als Engineer ist für mich der Star des Abends. Die Rolle war nie meine Lieblingsrolle, aber er spielt es so facettenreich, von böse und egoistisch zu komisch und hoffend. Eine wirklich tolle Darstellung, die diese Rolle definitiv aufgewertet hat. In diesem Mann stecken wirklich Entertainer-Qualitäten.

Tamsin Carroll liefert für mich die rundeste Leistung des Abends ab. Sie wirkt vielleicht ein wenig alt, was auch ihrer Stimmfarbe geschuldet sein dürfte, aber am Ende des Abends habe ich bei Ellen keine offenen Frage, die sich ergeben habe, und würde gern mehr von ihr erfahren. Das ist glaube ich das, was man aus der Rolle herausholen kann.

Die Enttäuschung des Abends ist definitiv Hugh Maynard. Zugegebener Maßen muss man die Rolle des Johns als durchaus blass geschrieben ansehen, aber sein Solo Bui-Doi kann dem Charakter sehr viel Sympathie zuspielen, welche er von mir definitiv nicht bekommen hat. Der Mann kann singen, keine Frage, aber so übersungen und unauthentisch habe ich noch Keinen (!) auf einer Bühne gesehen. Er hat das Lied nur gesungen, null Ausstrahlung, null Intention. Sehr sehr schade.

Christian Rey Marbella als Thuy hat gut gesungen und gut gespielt, allerdings hat mir seine Stimmfarbe nicht gefallen, was aber eher mein persönliches Problem sein dürfte. Kwang-Ho Hong auf der CD hat wiederum eine beeindruckende Stimme, die einem nur vom Hören eine Gänsehaut beschert.

Rachelle Ann Go als Gigi holt das Mögliche aus ihrer (zu) kleinen Rolle heraus. "Movie in my mind", mein persönliches Lieblingslied aus Miss Saigon singt und spielt sie herzzerreißend, man wünscht sch durchaus mehr von ihr zu sehen oder zu hören.

Etwas störend sind die teilweise verschlimmbesserten Texte dieser Version. Manches reimt sich dadurch vielleicht besser, aber die wirklich verbesserungswürdigen Stellen sind leider ausgelassen worden. Auch das Lied Maybe ist schön anzuhören, tut aber nichts für die Rolle der Elle. Aus der vorher wenigstens ansatzweise kämpferischen Frau, ist jetzt ein weichgespültes Frauchen geworden. Zwar sind ihre Beweggründe noch irgendwie klar, allerdings wird der Charakter in seinen Eigenschaften ein wenig undeutlicher.


Fazit: Ich würde mir diese Inszenierung von Miss Saigon jederzeit wieder ansehen. Die Darsteller sind zum großen Teil großartig, die Ausstattung beeindruckend und das Orchester bezaubernd.

Galileo (31 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


30445
Überaus empfehlenswert

28.07.2014 - Bei all den wunderbaren Leistungen von Rachelle Ann Go als Gigi (traurig, trotzig und kraftvoll), Hugh Maynard als John (ergreifend bei Bui-Doi)und Kwang-Ho Hong als Thuy (sehr sehr stark mit fantastischer Stimme) tritt die Liebesgeschichte um Kim und Chris fast ein bisschen in den Hintergrund.
Es bleibt auch nicht viel Zeit für die Entfaltung der Liebesgeschichte.
Doch Eva Noblezada weiß mit ihrer Wandlung vom verletzlichen jungen Mädchen hin zur verzweifelten Mutter zu überzeugen und Alistair Brammer als Chris (mit etwas zu viel Vibrato in der Stimme) besticht vor allem durch seine schauspielerische Leistung.
Tamsin Carroll bleibt trotz dem neuem Song "Maybe" etwas blass.

Mein persönliches Highlight war jedoch Jon Jon Briones, auf Grund dessen packender Darstellung des Engineer der Abend zum Erlebnis wird, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die hervorragende Cast wird durch ein tolles Ensemble verstärkt, Set und Kostüme fand ich sehr ansprechend und haben meine Erwartungen voll erfüllt.

Ich war etwas überrascht, dass die Texte zum Teil überarbeitet wurden. Dies jedoch meiner Meinung nach zum Vorteil des Stückes. Einige bisher etwas platte Stellen wirken feiner, realer und weniger gestelzt.

Alles in allem überaus empfehlenswert.


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(cl)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Optisch beeindruckend und hervorragend besetzt. Doch insgesamt kommt das Revival nicht über das Niveau eines flachen und z.T. unlogischen Melodramas hinaus.

22.09.2014

 Leserbewertung
(6 Leser)


Ø 4.00 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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