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Musical-Komödie

Die Tagebücher von Adam & Eva

Die älteste Beziehungskiste der Welt


© Sabine Münch
© Sabine Münch
Wie ticken Mann und Frau? Sebastiano Melis Inszenierung zeigt am Beispiel von Adam und Eva, dass Beziehungen nicht immer paradiesisch sind. Gerd Achilles und Maike Katrin Merkel brillieren an diesem sehr vergnüglichen Musicalabend.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:12.04.2013
Rezensierte Vorstellung:12.04.2013
Letzte bekannte Aufführung:12.04.2014


Es grünt so grün im Coupé Theater. Doch weder das Musical mit dem berlinernden Blumenmädchen, noch die Show um den blutrünstigen Sprössling im Blumentopf kommen auf die Bühne. Der von Silvio Belmondo mit üppigen Kunstpflanzen dekorierte Raum ist der Paradiesgarten, in dem Adam und Eva im ersten Akt aufeinandertreffen. Nach ihrem verhängnisvollen Apfelbiss und der Pause sind drei unbelaubte Bäume der Dschungel-Vegetation gewichen. Wenn Eva Adam im Finale das Scheitern ihrer Beziehung vor Augen führt, erleuchtet das Gestrüpp mit kaltem Licht die abgedunkelte Bühne. Ein stimmungsvoller Effekt, der durch die kitschigen, blauen LEDs im Bühnenzentrum allerdings verliert.


Abgesehen von diesem optischen Fehlgriff liefert Sebstiano Meli mit viel Gespür für Timing und Witz eine gute Inszenierung ab, die das Publikum prächtig unterhält, Durch geschicktes Einbeziehen des Zuschauerraumes findet er für turbulentere Szenen und Tanz (Choreografie auch von Meli) Lösungen, für die auf der ohnehin sehr kleinen Bühne nicht ausreichend Platz wäre. Optisch sind Adam und Eva in die Gegenwart gerückt: Mit Handwerkerlatzhose und im hellen Batik-Sommerkleid (Kostüme: Silke Schneider) gleichen sie einem deutschen Durchschnittspaar. Ein kluger Schachzug, denn so kann sich das Publikum mit der einen oder anderen eigenen Marotte in dem bereits vor über dreihundert Jahren von Mark Twain erdachten Geschlechterkonflikt wiederfinden. Der mit Klischee-Rollenbildern spielende Abend macht rundum viel Spaß, hat ganz viel Charme und wirkt nie überzeichnet oder klamaukig.

Mit Gerd Achilles und Maike Katrin Merkel steht allerdings auch ein hinreißend singendes und spielendes Paar auf der Bühne. Beide sind brillante Streithähne und tolle Komödianten, die in den Schlussszenen auch die leiseren, bitteren Töne beherrschen. Das Duo ist gut aufeinander eingespielt, keiner dominiert die Szenerie. Auch gesanglich harmonieren beide gut in den vielen Duetten. Achilles groovt mit seinem klaren, hellen Bariton problemlos durch die Songs und setzt mit dem Showstopper „Sei ein Mann“ ein musikalisches Highlight. Überraschend, dass Merkel in der Premiere bei einigen Spitzentönen ihres Solos „Sterne im Regen“ patzt, da sie ansonsten ihren satten Sopran makellos präsentiert.


Maßgeblich beteiligt am Erfolg ist Steven Desroches. Mit dem Rücken zum Publikum sitzend, begleitet er im Engelskostüm aus einem rechts von der Bühne abgeteilten Raum den Abend musikalisch am Klavier. Doch es scheint, als habe er mehr als nur zwei Hände. Der Pianist spielt wie nebenbei auch Xylofon und allerlei weiteres Schlagwerk, teilweise sogar mit dem Fuß.

Mit seiner zweiten Berliner Inszenierung empfiehlt sich das im März 2012 uraufgeführte Musical von Marc Seitz (Musik) und Kevin Schroeder (Buch und Liedtexte) für kleinere Bühnen. Um dem Publikum allerdings auch paradiesische Freude bereiten zu können, braucht der vermusicalte Ausflug in den Garten Eden Protagonisten wie hier.






Nach dem Buch von Mark Twain, Musik von Marc Seitz
Buch und Liedtexte von Kevin Schroeder
Creative Development: Christian Struppeck & Andreas Gergen

(Text: kw)






Kreativteam

Inszenierung und Choreografie Sebastiano Meli
Musikalische Leitung Steven Desroches
Bühnenbild Silvio Belmondo
Kostüme/Requisite Silke Schneider


Besetzung

AdamSven Fliege
EvaKatja Uhlig


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Sabine Münch
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© Sabine Münch
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© Sabine Münch

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30021
Interessantes Off-Musical

17.06.2013 - Die Geschichte von den ersten beiden Menschen mit dem Bezug zum heutigen Geschlechterkampf bietet eine durchaus interessante Grundlage für ein originell-unterhaltsames Musical.
Leider hat man aber den Eindruck, dass sich Kevin Schroeder (Buch/Text) nicht richtig entscheiden konnte, wohin die dramaturgische Ausrichtung jetzt gehen soll: deftige Komödie, Geschlechterkampf-Parodie, religiöse Satire, anrührendes Beziehungsdrama,... Irgendwie ist von allem ein wenig enthalten und das Ergebnis wirkt deshalb etwas unstrukturiert und unausgeglichen.

Marc Seitz hat eine überzeugende Partitur komponiert. Man hört einen zweckdienlichen "Musik-Teppich", um die Wortgefechte von Adam und Eva zu unterlegen. Richtig gut wird Seitz aber, wenn er für die reflektierenden Soli der Hauptdarsteller jazzige, rockige oder balladenhafte Songs beisteuert. Da würde man einiges sehr gerne auch mal in einer aufwendigeren Orchestrierung hören wollen.
Im Coupe' Theater Berlin wird die Musik sehr gekonnt von Pianist Steven Desroches live gespielt.

Die beiden Hauptdarsteller Maike-Katrin Merkel und Gerd Achiles überzeugen stimmlich und schauspielerisch.
Merkel könnte allenfalls ihr komödiantisches Temperament etwas abdrosseln. Im kleinen, intimen Rahmen des Coupe' Theaters ist keine große Übertreibung notwendig, um das Publikum zu erreichen.
Insgesamt aber großen Respekt vor den beiden Künstlern, die es versiert schaffen, in einem abendfüllenden 2-Personen-Musical zu überzeugen und zu unterhalten.

Erwähnenswert ist auch die liebevoll und witzig ausgestattete und ausgeleuchtete Bühne, die trotz der eingeschränkten Möglichkeiten keine Langeweile aufkommen lässt.

Insgesamt sind DIE TAGEBÜCHER VON ADAM&EVA ein interessanter und recht unterhaltsamer Farbtupfer in der abwechslungsreichen Berliner Off-Musical-Szene.

kevin (164 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


29971
Ein Paradies Auf Erden

15.04.2013 - "Die Tagebücher Von Adam & Eva" = Witzig, ironisch, unterhaltsam, aber auch berührend und mitfühlend, in dem vor allem die sehr cleveren Texte begeistern, die meist wie die Faust aufs Auge passend die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen Mann und Frau sehr pointiert und detailliert näher betrachten ohne jemals wirklich albern zu wirken.
Die Inszenierung ist sehr lebendig und spritzig und nutzt die begrenzten Möglichkeiten in dem kleinen Theater hervorragend mit einigen sehr guten Ideen.
Auch die Besetzung mit Gerd Achilles und Maike Katrin Merkel ist vortrefflich gewählt. Beide können sowohl in ihren lustigen Momenten als auch in eher bewegenden Momenten den Zuschauer begeistern. Vor allem Maike Katrin Merkels "Comic Timing" ist umwerfend, aber auch Gerd Achilles kann zeigen, dass in ihm ein komisches Talent steckt.
Unterstützt werden sie vom wunderbaren Pianisten Steven Desroches, der auch u.a. diverse Percussioninstrumente ubernahm.
Insgesamt eine tolle Inszenierung eines smarten Stücks, das hoffentlich den Weg an weitere (kleinere?) Theater findet.

MH2404 (21 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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(kw)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Kurzweilig, amüsanter Ein-Mann-Ein-Frau-Musicalabend (Regie: Sebastiano Meli) mit Gerd Achilles (Adam) und Maike Katrin Merkel (Eva). Ein grandioses Paar - leider ohne Bühnen-Happy End.

12.04.2013

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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