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Aktuelle Shows ( West )Shows A-Z ( West )Premieren ( West )Sweet Charity


Klassiker

Sweet Charity

The Rhythm of Life


© English Theatre
© English Theatre
Das English Theatre beweist mit der Inszenierung von Cy Colemans "Sweet Charity" erneut Gespür für Musicalinszenierungen und setzt auf zwei wundervolle Hauptdarsteller.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:10.11.2012
Rezensierte Vorstellung:01.12.2012
Letzte bekannte Aufführung:17.02.2013


Eine passendere Kulisse als das English Theatre könnte sich dieses Musical gar nicht wünschen - liegt das kleine englischsprachige Theater doch mitten im Frankfurter Rotlichtbezirk.
Und so ist das allumfassende Thema dieser von Choreograf Bob Fosse inspirierten und Cy Coleman musikalisch unterstützten Komödie aus dem Jahre 1966 sowohl vor der Eingangstür als auch dahinter ständig spürbar.
Wir befinden uns im "Fandango-Tanzpalast", einem bordellähnlichen New Yorker Club, in dem Charity Hope Valentine als Animiermädchen arbeitet. Die Handlung ist schnell erzählt: Charity wird von ihrem Liebhaber verlassen, stößt bei der Suche nach der wahren Liebe auf Oscar Lindquist, einen Versicherungsvertreter, der sie für eine Bankangestellte hält. Die Geheimhaltung des wahren Berufes erweist sich jedoch als äußerst schwierig...

© English Theatre
© English Theatre

Die einfache Handlung wird vom hauseigenen Regisseur Ryan McBryde sehr unterhaltsam und kurzweilig auf die Bühne gebracht. Die Bühne des Frankfurter Theaters ist bisweilen recht klein und dennoch schafft es Ausstatter Diego Pitarch, sie optimal auszunutzen. Im Hintergrund sieht man die Silhouette einer amerikanischen Großstadt, umgeben von Gerüsten, die als Brücken und Versatzstücke von Wohnungen und dem Nachtclub Fandango dienen. Dieser ist passend plüschig ausgestattet und von einer Leuchtreklame umrahmt. Einfälle wie ein Vorhang, der Wasser andeutet, oder ein kleiner herausfahrbarer Fahrstuhl, in dem Charity ihren Liebhaber in spe kennenlernt, lassen die Ausstattung nie langweilig werden. In Kombination mit dem Lichtdesign von Ben Cracknell, das beispielsweise effektvoll die Illusion von Wasser erzeugt und den Kostümen Pitarchs, die wunderbar die – in dem Stück doch häufig auftretenden - Stereotypen herausarbeiten und unterstützen (besonders nett: Oscar, der mit seinem Pullunder aussieht, wie der typische Versicherungsmitarbeiter), ist die Grundlage für einen unterhaltsamen Abend gelegt.

© English Theatre
© English Theatre

Die Bühne mit Leben erfüllt ein talentiertes Ensemble, bei dem besonders die beiden Darstellerinnen der Animierdamen Nickie und Helene Caroline Deverill und Francesca Ellis zu nennen sind. Bei dem Song "Baby, Dream Your Dream" zeigen sie, dass sie stimmlich Einiges zu bieten haben.
Choreografisch ist die Mannschaft häufig in Bewegung. Sam Spencer-Lane hat die Tänze von Bob Fosse gut "nach-choreografiert" und nutzt geschickt die Bühne und die beweglichen Bühnenteile, wie rollende Podeste, die als Schminktische, Stühle oder Sonstiges verwendet werden. Der Stil der Sixties ist bei der Choreografie immer spürbar und wird vom Ensemble mühelos umgesetzt.
Die beiden Hauptdarsteller agieren in insgesamt drei (!) Rollen, die allesamt vortrefflich besetzt sind. Kate Millest spielt Charity mit viel Emotion, ihre Suche nach "dem Richtigen" ist sowohl gesanglich als auch schauspielerisch ständig spürbar. Besonders unterhaltsam wird ihr Schauspiel beim gemeinsamen Agieren mit Ian Virgo, dem Highlight dieser Produktion. Virgo spielt gleich zwei Liebhaber Charitys, einmal den Schauspieler Vittorio Vidal und im späteren Verlauf Oscar Lindquist. Kurz vor der Pause begegnen sich die beiden im Aufzug, und ab diesem Punkt stellt Virgo sein Gespür für Komik und Timing unter Beweis – spätestens hier erkennt man, dass der Mann vom Fach kommt und schon in dem ein oder anderen Hollywood-Film mitgewirkt hat. Eine hervorragende Leistung.

Die Band des English Theatre ist gewohnt spielfreudig bei der Sache – und das passt zu dieser Show. Die jazzige Musik wird schmissig umgesetzt.
Abgerundet von einem zum Stück passenden Cocktail in der Bar oder einer im Theater buchbaren Führung durch die Rotlichtmeile Frankfurts ist dieses Musical eine rundum runde Sache.

(Text: jal)






Besetzung

Charity Hope ValentineKate Millest
Oscar Lindquist
Vittorio Vidal
Charlie
Ian Virgo
NickieCaroline Deverill
HeleneFrancesca Ellis
Daddy BrubeckJo Servi
CarmenGabriela Garcia
UrsulaChantelle Cary
FrenchyFelicity Wright
HermanMatthew Lloyd Davies
Ensemble Lucy Glover
Michael Peters
Jonathan Tweedie




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© English Theatre
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


3 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29832
Toll

19.12.2012 - Ich finde das Sweet Charity ein ziemlich problematisches Stück ist. Buch nicht wirklich mitreißend und kein all zu toller Ohrwurm.
Was das Ensemble hier mit einer wahrlich liebenswerten Hauptdarstellerin bietet ist einfach Klasse. Pure Unterhaltung und keine Längen.

Taz76 (erste Bewertung)


29798
The Rhythm of Life

18.11.2012 - Ein simples aber effektives Bühnenbild, eine straffe und doch emotionale Inszenierung, die sich auch Zeit für kleine Details nimmt (tolle Szenenübergänge), ein harmonisches Ensemble ... das English Theatre zeigt wieder einmal, wie Musical auf kleiner Bühne perfekt werden kann.
Kate Millest hat als Charity natürlich DIE zentrale Rolle des Stücks, agiert sehr natürlich, spielt sich nicht in den Vordergrund, sondern reiht sich in ein perfektes Ensemble ein.
Ian Virgo zeigt seine Wandlungsfähigkeit in der Darstellung von Vidal, dem Filmstar, und Oscar, Charitys verhuschten Verlobten.
Einfach toll!

bernstein (29 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


29795
Eine makellose Inszenierung

14.11.2012 - Auch dieses Jahr hat der Musical-Hausregisseur des English Theatre Ryan McBride wieder die Regie übernommen.
Und, wie eigentlich immer, ist das Ergebnis rundum gelungen.
Mein persönliches Problem mit SWEET CHARITY ist die titelgebende Person, die so grundgütig naiv und kindlich ist, dass man sie eigentlich als geistig zurückgeblieben bezeichnen müsste. Sie ist als Identifikationsfigur untauglich. Aber das ist rollenbedingt.

Ryan McBride inszeniert mit einer großen Liebe für kleine Details. Sei es bühnentechnisch (das Bühnenbild ist enorm und schnell wandelbar.) oder in der Charakterisierung der einzelnen Rollen. Das alleine macht den Abend schon abwechslungsreich und kurzweilig.
Man hat das Stück erkennbar (Kostüme/Lichtdesign) in den etwas schrillen Swinging Sixties belassen und keine Experimente mit unnötigen Deutungsversuchen und Neuinterpretationen gemacht.
So wirkt vieles auf eine liebevolle Art nostalgisch.

Dazu gehört auch unbedingt die stilbildende Choreographie, die Bob Fosse für SWEET CHARITY einst entwickelte. Sein typischer Stil ist in der Frankfurter Inszenierung immer präsent und wiedererkennbar und wird vom Emsemble mit Verve dargeboten.

In der Titelrolle glänzt Kate Millest. Sie vollbringt einen Kraftakt. Nahezu ununterbrochen auf der Bühne, sind ihr Schauspiel, Gesang und Tanz temperamentvoll und makellos.
So wie die gesamte Inszenierung dieses modernen Klassikers.

kevin (161 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Bis ins Detail gelungene Inszenierung, die mit zwei hervorragenden Hauptdarstellern und toller Kulisse punktet.

02.12.2012

 Leserbewertung
(3 Leser)


Ø 4.67 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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