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Uraufführung

Zum Sterben schön

Tote gehen nichts ans Telefon. Oder?


© Andreas Hartmann
© Andreas Hartmann
Möchten Sie wirklich Gast bei Ihrer eigenen Beerdigung sein? Wahrscheinlich nicht mehr, wenn Sie diese schwarzhumorige Musical-Comedy von Marc Schubring und Wolfgang Adenberg gesehen haben. Ein kurzweiliger Spaß, vom Publikum begeistert gefeiert.

(Text: Robin Jantos)

Premiere:23.02.2013
Rezensierte Vorstellung:02.03.2013
Letzte bekannte Aufführung:23.11.2013


Irgendeine interessante Leidenschaft muss die Verstorbene doch gehabt haben. Etwas, das mehr hergibt als ihre selbst gehäkelten Kissenbezüge? Eventbestatter Frank Featherbed bohrt gnadenlos nach, bis der verzweifelte Witwer schließlich zugibt: "Es ist ein bisschen peinlich, aber ... sie mochte Musicals." Featherbed juchzt begeistert auf - und arrangiert eine Phantom-der-Oper-Trauerfeier, Boot und Kerzen inklusive, er selbst als Phantom und die Leiche als Christine.

© Andreas Hartmann
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Mit absurden Szenen wie dieser, aber auch kleineren, genüsslich ausgeschlachteten Skurrilitäten rund um das Thema Tod und Bestattung ist "Zum Sterben schön" witzig, positiv und kurzweilig. Und das, obwohl die Show mit fast drei Stunden (inklusive Pause) XL-Format hat.

Dabei setzen Autor Wolfgang Adenberg (sein Text basiert auf dem britischen Film "Grabgeflüster" von 2002) und Regisseur Jörg Gade auf das bewährte Komödienrezept, die Hauptfiguren eher bescheiden anzulegen und den gesamten Wahnsinn um sie herum zu bauen. So gibt Alexander Prosek den Bestatter Boris Plots als anfangs eher unbeholfenen Junggesellen, der erst dann zur Entscheidungsstärke findet, als es wirklich darauf ankommt - als er nämlich die Chance sieht, die schon seit Schulzeiten angehimmelte Betty für sich zu gewinnen. Seinen Plan, ihren Tod vorzutäuschen, sie offiziell zu beerdigen, in Wahrheit aber mit ihr nach Tahiti durchzubrennen, verfolgt er dann mit dem Dickkopf eines Mannes, der sich vom wichtigsten Entschluss seines Lebens nicht abbringen lassen will.

© Andreas Hartmann
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Dass Betty (Magdalene Orzol) sich auf diesen Plan einlässt, ist nicht ganz logisch. Brenda Blethyn war schon Mitte 50, als sie diese Rolle im Film gespielt hat. Da ahnte man, dass ihre Betty sich in das Leben mit cholerischem Ehemann und tyrannischer Schwiegermutter nach und nach gefügt und irgendwann resigniert hat. Umso stärker ist dann ihre Entscheidung, daraus auszubrechen. Orzol ist als Bühnen-Betty dagegen eine junge Frau. Warum sie sich anfangs alles gefallen lässt, leuchtet nicht ein. Das ist wohl die Kehrseite, wenn man ein festes, junges Ensemble hat und daraus auch ältere Rollen besetzt. Auch die Schwiegermutter (Michaela Linck) wäre als Hausdrachen wohl um einiges beeindruckender, wenn die Darstellerin mal einfach 30 Jahre älter wäre.

© Andreas Hartmann
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Abgesehen vom Alter ist Magdalene Orzol eine hervorragende Besetzung. Die Bühnenchemie zwischen ihr und Prosek stimmt, die Annäherung zwischen beiden gelingt ebenso glaubwürdig wie auch das emotionale Hin und Her, als der Plan im Chaos zu enden droht. Im zweiten Akt kann Orzol dann, nach den eher betulichen Songs im ersten Akt, auch zeigen, was sie gesanglich drauf hat - und dass sie sowohl die Disney-Ballade ("Die Dinge, die man liebt") als auch den wütenden, fast schon rockigen Musical-Pop beherrscht ("Bis ins Grab", gesungen in einem halbdurchsichtigen Sarg).

© Andreas Hartmann
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Apropos Musik. Im ersten Akt setzt Komponist Marc Schubring auf Retro. Was da vom Orchester kommt (Leitung: Andreas Unsicker, Orchestrierung: Frank Hollmann) klingt stark nach den fünfziger Jahren: Swing, Tanzmusik und Pop mit Trompete und Posaune. Das gilt auch für die beste Nummer der Show, das Pausenfinale. Darin sind mehrere Erzählstränge, die am selben Ort spielen, in hohem Tempo zusammenmontiert (der sich anbahnende Sturz über die Klippe, der Mordversuch an Betty und der Eventbestatter Frank auf Promo-Tour). Schubring hat dazu den Ohrwurm "Tanz den Totengräber" geschrieben, der an die Ensemblenummern in "Grease" und "Hairspray" erinnert. Der zweite Akt ist vom Sound her vielfältiger, ohne beliebig zu wirken. Ausgerechnet das Finale zündet allerdings nicht so richtig, obwohl oder weil es wieder mit den Mitteln der Montage arbeitet. Das wirkt unentschlossen, weil es auf kein echtes Ende hinausläuft.

© Andreas Hartmann
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Die Rolle des Bösewichts - in diesem Fall Bettys Ehemann Hugh - ist gewohntermaßen bei Jens Krause in guten Händen. Schade nur, dass die Figur keine Entwicklung durchmacht und man auch nichts über die Motive erfährt. So bleibt der Hugh dann doch beim Klischee des macht- und sexgierigen, korrupten Politikers stehen. Karoline Goebel spielt Hughs Geliebte Meredith Mainwarning deutlich dominanter und fieser als das Rollenvorbild im Film. Sie macht das hervorragend, aber ein paar Grautöne hätten auch dieser Figur gut getan.


Dem Eventbestatter Frank (Jonas Hein) und dessen Assistenten Delbert (Tim Müller) haben Schubring und Adenberg einige Abräumernummern geschrieben. Die beiden haben beim Publikum schnell die Beliebtheit der Kiss-me-Kate-Ganoven. Und das ist auch die Liga, in der "Zum Sterben schön" mitspielt. Mit seinem schwarzen Humor spricht es jüngeres Publikum an. Mit seiner leicht zugänglichen, oft nach Retro klingenden Musik und seinen vielen Sprüchen auf gutem Boulevardniveau begeistert es aber auch das ältere Abonnentenpublikum - wie die begeisterten Reaktionen in der (ausverkauften) besuchten Vorstellung zeigen. Vielleicht erfordert es ja gar nicht so viel Mut, als Intendant im nächsten Spielplan auf die angestaubte "Kate" zu verzichten und stattdessen "Zum Sterben schön" auf diese Position zu setzen. Es wäre ein Gewinn.

© Andreas Hartmann
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Musik - Marc Schubring
Buch - Wolfgang Adenberg (nach dem Film "Grabgeflüster - Liebe versetzt Särge", Drehbuch: Frederick Ponzlov)
Orchestrierung - Frank Hollmann

(Text: Robin Jantos)






Kreativteam

InszenierungJörg Gade
Musikal. LeitungAndreas Unsicker
ChoreographieAnnika Dickel
Bühne / KostümeSteffen Lebjedzinski


Besetzung

Boris PlotsAlexander Prosek
Betty Rhys-JonesMagdalene Orzol
Hugh Ryhs-JonesJens Krause
Frank FeatherbedJonas Hein
Delbert
Colin Warburton
Tim Müller
Meredith MainwarningKaroline Goebel
Dick
Mr. Pryce
Dr. Owen
Jens Plewinski
Dilys Ryhs-JonesMichaela Linck
Miss Gwynnffrt
Mrs. Pryce
Wahlfrau
Caroline Zins
BankangestellteAnnika Dickel




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Andreas Hartmann
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


13 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


BRAVO

24.11.2013 - Einfach überragend. Perfekte Inszenierung, perfekte Besetzung, tolle Choreografie und ein solides, multifunktionales Bühnenbild.

Der Abend war mehr als gelungen. Zum Sterben Schön wird von der Musicalcompany des TfN nicht nur zum Leben erweckt sondern erlangt Unsterblichkeit in meiner persönlichen Musical Top 10! Das Stück ist schwarzer Humor pur, die Musik abwechslungsreich und spannend von einer überragenden Band unter der Leitung von Andreas Unsicker gespielt. In diesem Stück glänzt die unangefochtene Garde der Musicalcompany mit ihrem Können und Alexander Prosek, Magdalene Orzol, Jonas Hein und Karoline Goebel zeigen mit ihren bewunderungswürdigen Leistungen in einem Ensemble das gekonnt und energetisch auf den Punkt agiert, dass die Company des TfN mit jeder Großproduktion mithalten kann (wenn man sie nur lässt). Bitte nehmt dieses Musical wieder auf den Spielplan. Ich komme gerne wieder!

DeRpAuL (22 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Besser als letzte Spielzeit

17.10.2013 - Die kleinen Veränderungen und Kürzungen haben dazu beigetragen, dass das Musical nun noch besser ist.

Tolle Musik & Geile Cast

WeiteR So... !

Ansehen lohnt sich !

MyMusicalLove (12 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Hammer!

20.03.2013 - Zum Sterben Schön - einfach nur grandios! Schließe mich ganz und gar den meisten Kommentaren hier an und muss sagen: ANSCHAUEN!

Eine grandiose Musical-Company die jede überteuerte Stage Produktion als Amateurhaufen in den Schatten stellt. Hut ab vor Alexander Prosek und Magdalene Orzol die gesangliche, darstellerische und tänzerische Glanzpunkte abliefern. Aber auch Karoline Goebel, Jens Plewinski, Jonas Hein und Tim Müller unterhalten bestens. Ich habe mir zum Schlussapplaus die Seele aus dem Leib geschrieen. Jetzt bin ich heiser - danke!

SabMay (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Hola was war das denn? :-)

20.03.2013 - Zur Musical Company in Hildesheim (allgemein dem tfn) habe ich ein eher schwieriges Verhältnis. Dementsprechend bin ich nicht so häufig dort zu Gast - auch wenn mich das Vorhandensein einer Musical Company hier in der Gegend wirklich freut.

Zum gestrigen Abend habe ich mich überreden lassen und wir haben die günstigste PK gebucht.

Was uns dann erwartete war an Trash im positivsten Sinne nicht zu überbieten.

Zwar ist es richtig, dass die Musik des Stücks wenige glanzvolle Momente hat und auch die Melodiesicherheit einiger Darsteller ist zeitweise nur eher vage.

Dafür steuert das Stück selbst mit seinem tiefschwarzem brittischen Humor im Totengräber-Milleu von einer Pointe zur nächsten. Darstellerisch ist das gesamte Ensemble top in form und sehr präziese. Wir haben fast unter den Sitzen gelegen, waren peinlich berührt - nein schockiert und haben zweieinhalb Stunden gefeiert.

Ein einfaches aber wirklich geniales Bühnebild ohne allzuviel Verschwendung ermöglicht sehr schnelle Umbauten und überrascht immer wieder mit kleinen Extras. Aus den Wänden klappen überdimmensionale Schränke, es fahren Betten heraus, ein Teil des Bodens fängt Feuer, riesige Portale entstehen. Alles nett verpackt in einer Art Eisscholle und einem stilisierten Sarg als Rückkulisse.

Auch lichttechnisch liegt das Stück weit über dem, was die "es muss überall spielbar sein"-Vorgabe am tfn sonst oft klein hält. Es blinkt, blitzt, Spiegelkugel, Nebel, Goboeinsatz, sichtbare Fahrten eines Lichtzugs. Ein stilisiertes Kerzenmeer bei einer Musicalparodie mit fallendem Krohnleuchter, recht präziese gesetzte und sich aufbauende Lichtstimmungen.

Die Plätze der PK5 haben den kleinen Nachteil, dass man sich viel recken muss, wenn vor einem jemand meint, er müsse sich nach vorne Beugen um wirklich die gesamte Bühne sehen zu können, da wir aber eh regelmäßig zwischen Krümmen vor Lachen und starrem Sitzen vor tiefen Entsetzen schwankten, war das kein Problem.

Das Stück brilliert mit vielen kleinen niedlichen und auch makaberen Regieeinfällen. Die Kostüme sind vornehm dezent um später passend billigstem Trash zu verfallen.

Das Finale ist herzerweichend niedlich, zwischendurch werden kurz Leute verlacht, die in Musicals gehen.

Wer auf einen sehr mackaberen Humor steht, ist hier auf jeden Fall bestens und kurzweilig versorgt. Die Eintrittspreise (auch PK1) sind in meinen Augen angemessen, der Service und das Angebot in den Pausen ist deutlich besser als ich es in vielen größeren Theatern (auch Stage) kenne.

Eine klare Empfehlung, denn es ist einfach "zum Sterben schön" ;)

ballrock2 (20 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Beinahe "sehr" empfehlenswert!

18.03.2013 - Nach einem sehr schwachen Auftakt der Musical Company in diese Spielzeit (High Society-womit hatten die Darsteller das verdient-)war ich nun gespannt auf diese von der Presse hochgejubelten Uraufführung von "Zum sterben schön". Insgesamt eine runde Sache und eine eindeutige, dringend notwendige Steigerung zu "High Society". "Zum sterben schön" ist eine wirklich charmante Geschichte aus dem Totengräber-Milieu die weitestgehend fesselt und begeistert. Die Musik ist leider recht schwach, klingt über lange Strecken gehetzt und kann nicht wirklich im Ohr hängen bleiben obwohl sie sich immer und immer wieder wiederholt! Das Bühnenbild und die Ausstattung konnten meinen Geschmack nicht wirklich treffen. Die Regie fand ich größtenteils gelungen und hielt das Stück trotz der Länge immer lebendig.
Die Darsteller waren gut auf die Rollen verteilt wenn auch einige deplatziert wirkten wie z.B. Jens Krause der stimmlich einfach nicht mit dem Rest der Company mithalten kann. Jonas Hein und Tim Müller schaffen gerade so die Gratwanderung des guten Geschmacks wenngleich Hein sich öfter Mal im billigen Klamauk verfängt. Gesanglich sind sie aber solide und gut anzuhören. Karoline Goebel kann endlich ihr Können auspacken und überzeugt als sexy Sekretärin mit großen Ambitionen. Magdalene Orzol kämpft sich tapfer durch unzählige Balladen und überzeugt durch ein natürliches und glaubwürdiges Spiel. Als Alexander Prosek das erste Mal auf die Bühne kam dachte ich mir "mein Gott, mussten sie denn unbedingt den dicken Mann nehmen um diese Rolle noch plakativer zu machen?". Ja, dieser Gedanke erwies sich als absolut falsch! Prosek ist fantastisch. Er bringt alles mit was ich mir als Zuschauer von einem echten Musicaldarsteller wünsche: Eine wunderschöne und musicalgerechte Stimme (wenn ich Top 40 Pop Charts hören will mache ich das Radio an!), geniale Tanzfertigkeiten (trotz seiner Statur) und ein so natürliches Spiel dass nur seine Bühnenpartnerin Betty da mithalten kann.

Ich finde dieses Stück gelungen und man sollte es schon allein wegen Prosek und Orzol anschauen.

Zireus (erste Bewertung)


Ein echter Geheimtipp!

17.03.2013 - Wir haben uns die heutige Musicalvorstellung in Hannover angesehen und waren restlos begeistert. Musik, Tanz und Gesang waren durchweg überzeugend. Die warmherzige aber dennoch schwarz-humorige Geschichte ist kurzweilig und abwechslungsreich. Die Darsteller waren alle großartig und meist sehr passend auf die verkörperten Rollen besetzt. Allen voran überzeugen Magdalene Orzol als Betty, Karoline Goebel als Meredith und Alexander Prosek als Boris Plots. Von Letzteren wünscht man sich viel mehr zu sehen und zu hören. Ein Mann wie eine Naturgewalt!

HaraldBohlbaum (erste Bewertung)


sehr empfehlenswert

13.03.2013 - sehr schöner und empfehlenswerter musicalbesuch. musik und text glänzen dank der guten regie von J.Gade, dem es gelingt die nötige tiefe in alle charaktere hineinzubringen ohne dabei zu übertreiben und den lockeren stoff unnötig mit balast vollzuladen. bühnenbild geschmackssache, kostüme mit unterhaltungswert - teilweise etwas zu sehr in die vollen gegriffen zum beispiel bei Frank Featherbed der neben dem schrägen outfit auch noch etwas transig geschminkt war. darsteller sind allesamt solide und gut anzusehen allen voran A.Prosek (Boris) als perfekte besetzung für diese anspruchsvolle rolle und M.Orzol (Betty) als gegenpart.

prädikat => absolut empfehlenswert!

EmPe87 (erste Bewertung)


Einmal reicht

13.03.2013 - Es geht damit los, daß die Darsteller die ersten Töne im Anfangslied nicht treffen....Schade. Der Anfang ist nicht sehr geglückt, v.a. musikalisch.
Außerdem, wie in den meisten Fälle, ist die Musik über weiteste Stellen viel zu laut immerhin sitzen ich in einem Theaterstück und nicht auf einem Rock-Konzert. Stellenweise finde ich die Inszenierung von Jörg Gade sehr lustig, wenn auch makaberen Inhalts. Die Phantom der Oper Bestattung fand ich grenzwertig. Das Hauptpaar Boris und Betty machen ihre Sache sehr gut, wenngleich Frau Orzol mit ihrer zarten und jugendlichen Stimme und ihrer kleinen Erscheinung eher wirkt wie die Tochter von Boris, aber in einer Komödie ist das wohl o.k.Das schmälert nicht ihre Leistung.
Frank und Dalbert, das Konkurrenzunternehmen hat nach dem äußerst gelungenen Showstopper am Anfang dann leider auch das ganze Pulver schon verschossen, die restliche Zeit laufen sie immer als rosa Plüschsofa über die Bühne, es kommt nichts mehr dazu, mal mit roter mal mit gelber Pappnase, und haben ihre Texte aufgesagt, ich habe die ganzen hmm´s und häää´s die dabei herumgekommen sind irgendwann nicht mehr gezählt...Weniger wäre hier , so finde ich, mehr gewesen, zu lange und immer das Selbe.
Das Intrigenpäärchen Meredith und Hugh war kostümtechnisch und szenisch gut als Kontrast zur ganzen Spiesigkeit ins Szene gesetzt, auch musikalisch sind die beiden ein guter Kontrast zu den allzuvielen und langen Balladen, allerdings wären hier vielleicht ein paar mehr Nuancen als nur "laut" und "naked", in jeder Beziehung , auch spannender gewesen. Außerdem klang es manchmal tonal etwas unsicher, gearde wenn die beiden ( J.Krause/ K.Goebel ) zusammen gesungen haben, aber sie waren auch mit einigen lustigen Gags dabei wobei ich J.Krause schon in überzeugenderen Rollen gesehen habe.
Die Choreografien sind zweckmäßig und gut in die Inszenierung eingeflochten und mit Schmiss und Temperament vom Ensemble umgesetzt, das sonst leider sehr wenig zu Geltung kommt. Am Rande erscheinen nur J.Plewinski und M.Linck, die aber beide komödiantisch äußerst gelungene Einlagen bieten.
Die Musik finde ich persönlich sehr unentschlossen, man hört verschiedene Stile, das ist gut, aber irgendwie kennt man alles, und vielleicht kalkuliert der Komponist auch damit. Man erwartet bei Uraufführungen oft den großen Wurf. Die Musik insgesamt zu laut, was meine Aufmerksamkeit sehr von den Darstellern weggenommen hat.
Fazit: Man kann sich das Stück durchaus ansehen, viel Zeit mitbringen , es dauert (zu) lange, v.a. der Schluß zieht sich ewig, aber zum zwanghaften Wiederholungstäter werde ich sicher nicht.

Theater55 (15 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Mitreißend, charmant, witzig

07.03.2013 - Als Fan von Schubring/Adenberg-Musicals wollte ich mir "Zum Sterben schön" nicht entgehen lassen. Wie das fast ausverkaufte Haus und das begeisterte Publikum zeigten, war ich nicht die einzige, die sich von diesem neuen Stück bestens unterhalten fühlte. Spätestens beim Finale möchte man am liebsten mittanzen und -singen. Die Darsteller sind hervorragend, vor allem Alexander Prosek in der Rolle Boris und Magdalene Orzol als Betty. "Frank und Delbert" schaffen es, auch bei den reserviertesten Zuschauer begeisterte Reaktionen hervorzurufen. Ich wünsche diesem Stück, dass es auf vielen Spielplänen auftaucht, damit alle dieses Vergnügen haben können.

SuseFrank (erste Bewertung)


Beste Musicalunterhaltung

05.03.2013 - Das vor kurzem am TfN Hildesheim uraufgeführte Musical „Zum Sterben schön“ ist ein rundum gelungenes Werk des erfolgreichen Duos Marc Schubring (Musik) und Wolfgang Adenberg (Text). Die schwarze Komödie enthält eine Vielzahl wunderschöner Songs, die ins Ohr gehen – und „Tanz den Totengräber“ nimmt das Publikum als Ohrwurm gleich mit nach Hause.
Das Ensemble der TfN-MusicalCompany spielt und singt insgesamt mitreißend und überzeugend; auch das Zusammenspiel mit der Band gelingt sehr gut. Lediglich an einigen Stellen hätte ich mir fürs bessere Textverständnis ein etwas ruhigeres Tempo gewünscht, um ja kein Wortspiel zu verpassen!
Besondere Begeisterung beim Publikum rufen die vielen wunderbar choreografierten Tanzszenen hervor.
Fazit: Auf keinen Fall entgehen lassen!

Vera Best (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Gemischte Gefühle

03.03.2013 - Zum Sterben Schön ist ein solides Musical das jetzt nach vielen Jahren auf die Bühne kam. Die Musik wirkt frisch kann aber nicht wirklich im Ohr hängen bleiben und fällt leider durch einige Lieder auf die sich entweder sehr stark in die Länge ziehen oder schlichtweg überflüssig sind. Leider wurde auch sehr viel Text in wenige Takte gepresst. Die Texte wirken sehr frisch wenngleich einige Stellen zu offensichtlich auf einen "Gag" ausgelegt sind. Die Regie schafft es einen konstanten roten Faden zu bilden der die einzelnen Charaktere und ihre Beweggründe deutlich hervorhebt. Das Bühnenbild ist leider wenig überzeugend wenn auch funktional. Die Kostüme hingegen überzeugen auf ganzer Linie. Die Band spielt druckvoll und überzeugend. Die zahlreichen Choreographien sind sehr schön anzusehen und bringen ihrerseits die Handlung stets weiter.

Die Musical Company des TfN die diesmal ohne Gastdarsteller auskommt und die Möglichkeit nutzt ihr verborgenes Potenzial zu zeigen überzeugt durch ein vielseitiges und handwerklich einwandfreies Spiel. Jens Plewinski fällt durch ein facettenreiches und schönes Spiel auf. Karoline Goebel gibt die verruchte Sekretärin mit so viel Esprit und Stimmgewalt, dass ihr Bühnenpartner Jens Krause dabei gar nicht mithalten kann und somit über lange Strecken nur zum lästigen Beiwerk verkommt. Jonas Hein und Tim Müller begeistern durch ihre Schrillheit und dem einzigen Ohrwurm Lied des Abends. Persönlich hätte ich mir gewünscht deutlich mehr von Müller als Delbert zu sehen und etwas weniger vom schrillen Frank der streckenweise nervend und deplatziert wirkt. Das Paar des Abends sind zweifelsohne Magdalene Orzol und Alexander Prosek. Orzol gibt die Betty stimmsicher und kämpft sich durch unzählige Ballden. Ihr Spiel ist absolut überzeugend und natürlich. Alexander Prosek ist sicherlich der von diesem Stück dringend benötigte Ruhepunkt des Abends. Mit einer schönen und geschmeidigen Stimme singt er sich durch den Abend und Tanzt sich in die Herzen der Zuschauer. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Dieser Pfundskerl zeigt aber eine strahlende Schönheit von innen die in der heutigen Zeit fast in Vergessenheit geraten ist. Da will man einfach mehr von sehen.

Das Fazit des Abends lautet: Ein solides Stück dessen Vorgabe (Musik und Text) gut aber nicht überragend ist und nur durch die auffallend guten Darsteller zu einem echten Musicalerlebnis wird. Anschauen lohnt sich.

SonjaHaberer (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Eine echte Überraschung!

24.02.2013 - Das Musical ist der absolute Wahnsinn. Musik und Text passen tadellos zueinander wenngleich es auch einige Längen hat die auf Dauer ermüdend sein können. Die Umsetzung auf der Bühne hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen und ich habe mich durchgehend tadellos unterhalten gefühlt. Ich schätze spätestens nach diesem Musicalbesuch muss ich Fan des Theaters für Niedersachsen werden. Das Ensemble tanzt, spielt und singt sich in die Herzen der Leute hinein und verbreitet einfach gute Laune die Lust auf mehr macht. Magdalene Orzol und Alexander Prosek sind das wohl coolste Paar aller Zeiten! - Nach meiner Frau und mir natürlich.

Anton (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein absolut unvergesslicher Abend

24.02.2013 - Ich habe mir die Premiere am 23.02.13 in Hildesheim angesehen und bin noch immer sprachlos. Was auf der Bühne geboten wurde lässt sich ohne Schamgefühl mit den bekannten Großproduktionen in Deutschland vergleichen.
Das Bühnenbild überzeugt durch eine unerwartet hohe Wandlungsfähigkeit, die Kostüme sind abwechslungsreich und mit sehr viel Liebe zum Detail, die Band spielt traumhaft schön und ist perfekt eingepegelt. Pyroeffekte hätte ich in einem Theater nicht erwartet, ich wurde aber eines Besseren belehrt. Nun zu den Darstellern die allesamt überzeugen konnten: Die deutlich ausgearbeiteten Figuren die sich in der genialen Regie von Jörg Gade durch die wirklich schöne Geschichte bewegen wirken seltenst deplatziert. Gesanglich, spielerisch und tänzerisch werden in diesem Stück neue Maßstäbe gesetzt. Hein/Müller als komplett durchgedrehte Bestatter sind amüsant wenn auch teilweise etwas drüber. Goebel als stimmgewaltige Sexbombe und Magdalene Orzol als schüchterne Ehefrau die erkennt wie wichtig es ist dem eigenen Herzen zu folgen und dadurch die größte Wandlung in diesem Stück erlebt, sind die weiblichen Glanzpunkte des Abends. Absoluter Höhepunkt und unerreicht ist Alexander Prosek der als liebenswerter Bestattungsunternehmer zeigt was wahre Schönheit ist und wo sie in einem Menschen zu finden ist. Ein überraschend genialer Tänzer mit einer Stimme die sich zielsicher in die Herzen der Zuschauer schleicht um dort ein Gefühl von wohliger Wärme zu hinterlassen.

FAZIT: Schaut es euch an, es ist einfach wundervoll.

NorbLang (erste Bewertung)


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 muz-Lexikon
Handlung
Schon seit der Schule schwärmt der Bestatter Boris heimlich für Betty, aber die ist unglücklich mit dem Bürgermeister verheiratet. mehr

Weitere Infos
Die Uraufführung von "Zum Sterben schön" war am 23. Februar 2013 im Stadttheater Hildesheim unter der Regie von Jörg Gade und der Musikalischen Leitung von Andreas Unsicker. (Rezension hier)

 Kurzbewertung [ i ]
(Robin Jantos)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

So lustig kann der Tod sein. Kurzweilige Musical-Comedy für jüngere und ältere Zuschauer - skurril meets schmissig.

07.03.2013

 Leserbewertung
(13 Leser)


Ø 4.46 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


© musicalzentrale 2018. Alle Angaben ohne Gewähr.

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