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Film-Adaption

The Bodyguard

I Will Always Love You


© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press
© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press
"The Bodyguard" bringt den Film mit Whitney Houston und Kevin Costner auf die Musicalbühne des Londoner West End. Heather Headley als Rachel Marron überzeugt in einer sonst durchschnittlichen Show. Im September 2013 haben Beverley Knight und Tristan Gemmill die Hauptrollen übernommen. Alexandra Burke, Siegerin der fünten Staffel der Casting-Show "X-Factor", steht seit Juni 2014 für die letzten drei Monate der Produktion in der Houston-Rolle auf der Bühne.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:05.12.2012
Rezensierte Vorstellung:14.12.2012
Dernière:29.08.2014


Ein Film auf der Musicalbühne - meist eine Gratwanderung: Beim Bestreben, sowohl Fans der Filmvorlage als auch Musicalinteressierte ins Theater zu locken, kann es passieren, dass beide Gruppen von der Umsetzung für die Bühne enttäuscht sind. Auch bei "The Bodyguard", einem der neuesten Musicals im Londoner West End, besteht die Gefahr. Man sieht eine zweifelsohne spektakuläre Show, erlebt eine wahnsinnig gute Sängerin in der Hauptrolle, fragt sich jedoch am Ende, ob man ein Musical, ein Popkonzert oder eine Whitney Houston Tribute Show erlebt hat.
Der wichtigste Grund dieses Musical anzusehen ist bei Weitem die Leistung der Hauptdarstellerin Heather Headley. Die aus Trinidad stammende Sängerin ließ schon bei "The Lion King" in der Rolle der Nala am Broadway erkennen, welchen Soul und welche Kraft sie in ihrer Stimme hat.

© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press
© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press

Als Popsängerin Rachel Marron überzeugt sie auf ganzer Linie. Zu Klassikern gewordene Songs wie "I'm Every Woman", "I Have Nothing" oder "I Will Always Love You" singt sie grandios. Headley schafft es, Whitney Houston nicht zu kopieren, sondern ihren eigenen Stil zu finden - sei es durch eigene Phrasierungen oder durch Töne, die noch höher sind als im Original - es haut einen förmlich um, wenn sie auf der Bühne steht und singt. Eine hervorragende Leistung.
Allerdings auch gleichwohl ein Problem, denn die Auftritte von Marron werden auf der Bühne zelebriert wie bei einem Popkonzert. Die Beleuchtung fährt alles auf, was es bei einem guten Konzert gibt, es ist ohrenbetäubend laut und das Publikum kreischt. Sicherlich einerseits verdient und atmosphärisch interessant, andererseits werden so die Schauspielszenen des Stücks in den Hintergrund gedrängt. Die Handlung wird nur als Schauspiel vorangetriebenen und die Auftritte Marrons sind das Einzige, das der Kategorie "Musical" gerecht wird.

© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press
© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press

Unterstützt wird dieser Eindruck durch ein Bühnenbild, das aus verschiebbaren Wänden besteht, die sich in alle Richtungen öffnen lassen. Die Wände fahren immer dann auseinander, wenn die Sängerin ihre Auftritte hat, und sind geschlossen, wenn der Rest der Handlung erzählt wird. Anfangs spannend, da sich das Bühnenbild nach oben, unten, links und rechts öffnen kann und sich so immer wieder neue Räume ergeben - am Ende jedoch absehbar, da das Schema bis zum Schluss gleich bleibt.
Zur Hauptdarstellerin gesellt sich ein Ensemble, das choreografisch auf der Höhe ist und gesanglich Headleys Auftritte kraftvoll unterstützt. Unbedingt zu nennen ist Debbie Kurup, die Rachels Schwester Nikki spielt und mit dem Duett "Jesus Loves Me" zusammen mit Headley für einen gesanglichen Höhepunkt sorgt.

© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press
© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press

Und dann ist da noch ein weiterer Hauptdarsteller - Lloyd Owen als namensgebender Bodyguard Frank Farmer. Owen ist eher aus dem klassischen Theaterbereich oder für Film- und Fernsehauftritte bekannt. Verwunderlich ist dennoch, dass der zweite Hauptdarsteller dieses Musicals nicht ein einziges Mal singt. Er hat zwar einen kleinen Karaoke-Auftritt in einer Bar (Herrlicher Regie-Einfall, ihn "I Will Always Love You" parodieren zu lassen), ansonsten hat er jedoch nur Sprechszenen. Sicher funktioniert die Show auch so, man hätte sich aber für ein Musical den ein oder anderen neu geschrieben Song für den Bodyguard gewünscht. Besonders in den Momenten, in denen sich Rachel und Frank näher kommen, hätte ein Duett zwischen beiden besonders gut gepasst.

"The Bodyguard" bietet Einiges: Es gibt Songs, die zu Klassikern geworden sind, es gibt eine Hauptdarstellerin, die diese Songs großartig intoniert, es gibt eine Bühnenshow, die einem Popkonzert das Wasser reichen kann, und es gibt einen Bodyguard, der eindringlich spielt, aber nicht so recht in ein Musical passen mag.
Ob diese Einzelteile ein Großes und Ganzes ergeben, sollte jeder selbst entscheiden. Sehenswert ist das "Stück" für Fans des Films in jedem Fall.

(Text: jal)






Kreativteam

BuchAlex Dinelaris
InszenierungThea Sharrock
Bühnenbild / KostümeTim Hatley
ChoreographieArthur Pita
Licht-DesighMark Henderson


Besetzung

Rachel MarronAlexandra Burke
Joelle Moses
Frank FarmerTristan Gemmill
Nicki MarronCarole Stennett
The StalkerMichael Rouse
Bill DevaneyRichard Lloyd King
Tony ScibelliStephen Marcus
Sy SpectorDominic Taylor
Ray CourtStuart Reid
FletcherJhayhelm Davis
Chiesa Musonda
Kiano Samuels
Joshua Tikare
EnsembleKimball Armes
Christopher Birch
Robert Gill
Nicky Griffihs
Ben Harrold
Alex Jackson
Genesis Lynea
Fergal McGoff
David O'Mahony
Maria Omakinwa
Kyle Seeley
Katy Stredder,


SwingsGareth Andrews
Hannah Fairclough
Jamie Hughes-Ward
Sara Morley
Stuart Rogers
Danielle Steers
Christopher Terry


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press
© Paul Coltas/Adelphi Theatre/Associated Press

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30125
Nicht so gut wie der Film

05.10.2013 - Es war ein schöner Abend obwohl ich mir das Musical besser vorgestellt habe. Wir hatten die komplette first cast und vor allem die Hauptdarstellerin Beverley Knight war grandios. Das Bühnenbild hätte man besser machen können...

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


29922
Ein großartiger Abend

26.02.2013 - Also, ich weiß nicht was die Vorredner gesehen haben, aber ich hatte einen großartigen Abend im Adelphi Theater bei The BodyGuard.

Ich hatte einen Dayseat für 25 Pfund in der 1. Reihe.

Am Abend spielten Gloria Onitiri als "Rachel Marron" und Oliver Le Sueur als "Frank Farmer",
also die Covers.
Das tat dem ganzen keinen Abbruch. Beide spielten mit Herz und Gloria hat eine fantastische Stimme, die fast alle Hits von Whitney zum Besten geben darf.
Aber auch Debbie Kurup als ihre Schwester "Nicki" ist spielerisch fantastisch und im Duett oder auch Solo ein Genuß für die Ohren.
Nicht vergessen sollte man Mark Letheren, der als "Stalker" wirklich widerlich und unheimlich ist. Zurecht als Böser ausgebuht vom Publikum. :-)

Die Bühne ist simple und kann durch einen eisernen Vorhang schnell gewechselt werden, toll die Blockhütte im Wald.
Es kommt von Konzertatmosphäre bis zur intimen Barszene alles gut rüber.

Es ist natürlich eine One Woman Show, und Frank hat ausser seinem schlechten Karaoke Auftritt nur eine Schauspielrolle, was aber nicht stört. Der Film war ja nicht anders...

Alles in Allem war ich positiv überrascht worden, und kann es nur weiterempfehlen.

KristinP (77 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


29921
Enttäuschung auf ganzer Linie

26.02.2013 - Habe mir für 90 Pfund (115 Euro) Karten für die Samstagabend-Vorstellung geholt. Plätze waren gut, das Theater ist Sound-, Bühnen- und Lichttechnisch TOP. Leider wars das schon. Die viel umjubelte Heather Headley verfügt unumstritten über eine technisch hochkarätige Stimme und kann wahrscheinlich zu jeder Tages und Nachtzeit jeden Ton, in jeder Oktave und jeder Lautstärke exakt produzieren - doch das reicht eben nicht um ein Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen. Das Ergebnis: Nach einem fulminanten Auftakt sitzt man ab Minute drei für knappe zweieinviertel Stunden (und dabei hat die Regie schon versucht jeden Dialog durch unerträgliche, künstliche Pausen in die Länge zu ziehen) auf seinem überteuerten Platz und versucht krampfhaft nur ein kleines bißchen Gänsehaut zu bekommen. Doch es gelingt einfach nicht. Spätestens nach einer Stunde wünscht man sich, die Produzenten hätten ein paar tausend Pfund weniger in den Bühnenbau und dafür in die Story und die Regiearbeit investiert. Die Dialoge sind so grauenhaft, dass es außer Lloyd Owen keinem einzigen Darsteller gelingt auch nur annähernd realistisch rüberzukommen. Höhepunkt der Verwunderung: Nachdem Rachels Schwester im schönen Holzhüttchen am See erstochen wird, (kleine Randbemerkung: Die Handlung orientiert sich leider nur maginal am Film - im Original wird sie nämlich erschossen. Genauso wie im Film der psychotische Stalker und der Auftragskiller zwei verschiedene Personen sind, hier hat man einfach eine Rolle daraus gemacht, aber darüber will man sich ja schon gar nicht mehr beschweren), und Frank Farmer die Verfolgung via Videoprojektion aufnimmt findet Rachel ihre tote Schwester auf dem Boden des Waldhüttchens. Die Reaktion: Keine! Keine Träne, kein Schluchzen, kein Text kein Schrei, keine Emotion. Am Ende versucht Heather sich dann in einer künstlerisch hochwertigen Gesangseinlage was einem jedoch nicht vor Rührung sondern wegen Fremdschämens die Tränen in die Augen treibt. Die Show ist teilweise so langatmig und langweilig - dass selbst das Husten und Keuchen des Publikums in den laaaaaaangen Sprechpausen nach jedem Satz zur willkommenen Abwechslung wird. Ich weiß, man wollte bewusst keine Whitney-Show machen und hat die Hauptdarstellerin ermutigt, eine ganz eigene Interpretation der liebgewonnen Houston-Hits darzubieten. Doch wenn dabei nur noch Gejaule rauskommt - ist meines Erachtens niemandem geholfen. Vielleicht mögen sich manche vom Scheinwerferlicht und dem verzweifelten Party-Animations-Programm nach dem Schlussapplaus blenden lassen - doch Fans von emotionalem Musicaltheater, kann diese Darbietung wohl niemals glücklich machen.

olli p (erste Bewertung)


29913
Leider kein großer Hit!

24.02.2013 - Was hätte man für ein emotionales Stück daraus machen können, ein richtiges Musical eben. Leider ist es nur eine seltsam unemotionale Mischung aus Schauspiel, Popkonzert und Musical geworden. Heather Headley trägt die Show und liefert eine würdige Starperformance ab. Anschauen, so lang sie noch da ist.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


29908
Kein West-End-Highlight

20.02.2013 - Definitiv eher ein Schauspiel mit Whitney-Houston-Gesangseinlagen als ein Musical. Von der Merkwürdigkeit, dass der männliche Hauptdarsteller auf eine Sprechrolle beschränkt ist, einmal abgesehen, leistet man sich außerdem, Musicalveteranen Ray Shell in einer recht großen Nebenrolle zu besetzen und auch ihm keinen Song zu geben.

Heather Headley singt und spielt überragend und macht das Stück nahezu zu einer One-Woman-Show, die jedoch trotz großer Gefühlsmomente seltsam steril wirkt. Wirklich mitreißen kann "The Bodyguard" erst bei der Zugabe, wenn bei "I Wanna Dance With Somebody" die gesamte Cast die Bühne rockt.

Schade, Chance verpasst!

Sandrine (20 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


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 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Tolle Songs, großartige Hauptdarstellerin, aber nur mittelmäßige Show. Für Houston-Fans sehenswert.

 Leserbewertung
(5 Leser)


Ø 2.60 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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