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Biografie

Evita

Fort mit dem Weib


© @ Marco Piecuch
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Lloyd Webbers populäre Biografie der argentinischen Präsidenten-Gattin wird in Trier von Sven Grützmacher inszeniert. Die Rolle des Che übernimmt Matthias Stockinger ("Tanz der Vampire"). Vor der offiziellen Premiere in Trier war die Inszenierung bereits open air in Losheim am See zu sehen.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:31.08.2012
Letzte bekannte Aufführung:24.02.2013


Links und rechts ein Gerüst, im Hintergrund eine Wand mit Fenstern und Jalousien – so startet das Musical, wenn Che in einem Requiem den Tod von Eva Perón Revue passieren lässt. Mit großem Ensemble, inklusive Chor und Extrachor des Stadttheaters, wird die First Lady Argentiniens zu Grabe getragen. Dieses recht einfache Bühnenbild – vieles wird nur angedeutet, manche Details sorgen für Abwechslung - funktioniert über die gesamte Aufführung gut. Mehr als ein paar Stühle oder ein Mikrofon für Magaldi braucht es nicht, um den kometenhaften Aufstieg der Eva Perón nachzuzeichnen.

Mit energischer und textverständlicher Unterstützung des besagten Chores gelingt es den beiden Hauptdarstellern, die Geschichte Evitas transparent zu machen. Kristina Stanek als Evita interpretiert ihre Songs überzeugend und gesanglich auf hohem Niveau. Ihre Bewegungen wirken nicht einstudiert, man nimmt ihr die Verwandlung vom jungen Mädchen zur Präsidentengattin ab. Lediglich am Ende geschieht die Darstellung ihrer Krankheit und des nahenden Todes etwas abrupt, was aber auch an der gestrafften Erzählweise gegen Ende liegen mag. Es ist für das Publikum kaum nachvollziehbar, dass Evita von einer Minute zur anderen todkrank ist.

Der Showstopper "Wein' nicht um mich, Argentinien" zu Beginn des zweiten Aktes wird zu einem Genuss – klar und ohne Schnörkel interpretiert. Generell nimmt die Show nach der Pause an Tempo auf. Im Duett "Jung, schön und geliebt" können sowohl Che als auch Evita ihr sangliches Können unter Beweis stellen. Die Beiden harmonieren sehr gut zusammen; Matthias Stockinger als Revolutionär Che ist fast die ganze Zeit auf der Bühne und spielt die Rolle des Revolutionärs und Erzählers mit viel Energie und einer angenehmen Stimme, die jedoch stellenweise etwas zu weich für den Part ist. Dies macht wiederum das schon erwähnte Duett besonders reizvoll.

Ebenfalls zu erwähnen ist Minja Anusic, Peróns Geliebte. Sie interpretiert das Lied "Du nimmst den Koffer wieder in die Hand" – nachdem sie von Evita vor die Tür gesetzt wurde - sehr gefühlvoll. Das Orchester der Stadt begleitet manchmal forsch, manchmal zurückhaltend durch die Partitur, immer passend zum Bühnengeschehen. Einzig die Abmischung von Orchester und Darstellern war bei der besuchten Vorstellung eher suboptimal. Die Stimmen klangen seltsam blechern.

(Text: Jens Alsbach)






Kreativteam

Musikalische Leitung Valtteri Rauhalammi
Inszenierung und Choreographie Sven Grützmacher
Bühnenbild Dirk Immich
Kostüme Alexandra Bentele


Besetzung

Evita Kristina Stanek
Che Matthias Stockinger
Juan Perón László Lukács
Alexander Trauth
Mistress Minja Anusic
Augustín Magaldi Svetislav Stojanovic
Luis Lay




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© @ Marco Piecuch
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© @ Marco Piecuch
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29766
Webbers Evita in Trier

15.10.2012 - Auch ich hatte die Gelegenheit, mir das Andrew Lloyd Webber Biografie-Musical EVITA im Theater der Stadt Trier anzusehen. Seit August steht im Dreispartenhaus der alten Römerstadt die Geschichte der Maria Eva Duarte de Perón auf dem Spielplan. Und eins ist festzuhalten: Die Trierer Produktion ist mehr als "Don’t cry for me Argentina". Sven Grützmacher inszenierte eine Produktion mit vielen schönen Ebenen, wobei natürlich nicht verborgen bleibt, dass er Ballettchef des Hauses ist. Ein wenig mehr Musicalfeeling wäre an der ein oder anderen Stelle wünschenswert gewesen. Feeling im Orchester war punktuell auch zu vermissen. Besonders im ersten Akt holperte es leider. Zudem war der Schlagzeugpart sehr künstlich wirkend abgemischt.
Lob und Chapeau gilt jedoch für den überwiegenden Teil der Protagonisten: Hauptdarstellerin ist die junge Mezzosopranistin Kristina Stanek, die die Eva Duarte, später Perón rundum überzeugend darstellt. Ab und an konkurrieren noch Klassik und Musical in der Stimme, jedoch mit Blick auf das Alter der Künstlerin eine sehr nebensächliche Tatsache, die ihre Leistung nicht schmälert.
Che und damit Vertreter des argentinischen Volkes wird von Matthias Stockinger gespielt. Viele Vorschusslorbeeren hat das neue Ensemblemitglied im Vorfeld erhalten. Und: Er hat alle verdient! Eine künstlerische Glanzleistung. Seine Interpretation des Burschen ist punktgenau, kreativ und stimmlich auf hohem Niveau. Highlight der Produktion: "Jung, schön & geliebt" im Duett mit Stanek die wohl beste Nummer des Abends!
Gratulation Trier zu solch tollen Künstler.
Die Nebenrollen-Entdeckung: Minja Anusic. Großartig ihre Interpretation von "Du nimmst den Koffer…" im ersten Akt. Lob sei ebenfalls an Bentele für die authentischen Kostüme gerichtet! Tenor Luis Lay präsentiert einen starken Augustín Magaldi. Lucács als Juan Perón konnte leider an die hervorragenden Leistungen des übrigen Solistenensembles nicht ganz anknüpfen. Auch wenn Statur und Körperlichkeit der Rolle nahekommen, so ließ seine Stimme und Interpretation leider Schwächen auf.
Das Publikum feiert insbesondere Stanek und Stockinger, aber auch das Ensemble zu Recht. Wenn die kleinen Holpersteine aus dem Weg geräumt sind, etwas weniger hektisch agiert und mehr Musicalfeeling aufkommt, zeigt Trier, welche Größe Evita auch noch 30 Jahre nach der Welturaufführung hat!

kulturshow (erste Bewertung)


29751
Tolle Darsteller

08.10.2012 - Wirklich toll sind die beiden Hauptdarsteller Kristina Stanek und Matthias Stockinger, beide Ensmblemitglieder in Trier. Stanek spielt nicht den Gutmensch Evita, sondern die mit unbedingtem Willen Karriere und Macht anstrebende Frau, kalt und Propaganda gezielt ausführend. Toll. Stockinger ist ein rotziger, bissiger Che. Gesanglich sind beide auf hohem Niveau. Zusammen mit dem Rest der Besetzung und dem Chor ergibt das ein harmonisches Ganzes. Die Inszenierung von Sven Grützmacher hat keine großen Avancen, bebildert brav mit schönen Details. Nicht schön: die nicht sehr synchronen Tänzer und ein pepploses Orchester mit mehrfach schiefspielenden Trompeten. Eine solide Produktion, sehenswert wegen der Darsteller.

bernstein (29 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


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 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Überzeugende Hauptdarsteller in einer durchschnittlichen Produktion.

08.09.2012

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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