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Drama

Chess

One Night in Bangkok


Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges treffen bei der Schacheltmeisterschaft der Amerikaner Frederick Trumper und der Russe Anatoly Sergievsky aufeinander. Die Situation eskaliert, als die Ungarin Florence Vassy zwischen die Fronten gerät, während im Hintergrund politische Funktionäre an den Strippen ziehen. Prominent besetzt mit Alex Melcher und Christian Alexander Müller in den Hauptrollen.

(Text: cl)

Premiere:07.10.2012
Letzte bekannte Aufführung:11.01.2015


Musical von Benny Andersson und Björn UlvaeusrnText und Idee von Tim RicernDeutsch von Ulrich Bree und Markus LinderrnDialoge in deutscher Sprache, Songs auf Englisch (mit deutschen Übertiteln)

(Text: Theater)






Kreativteam

Musikalische LeitungThomas Wicklein
RegieKay Kuntze
Bühne, KostümeDuncan Hayler
ChoreografieGötz Hellriegel


Besetzung

Frederick TrumperAlex Melcher
Anatoly SergievskyVeit Schäfermeier
Florence VassyAnne-Mette Riis
SvetlanaVanessa Rose
ArbiterMark Bowman-Hester
MolokovKai Wefer
Walter de CourceyErik Slik
BürgermeisterKonrad Zorn
ReporterinBritt Löwenstrom
Michaela Duhme
ViigandHolger Bräutigam
KinderTanja Bohlender
Nicole Schröder
Joe Starkloff
PopchorCarolin Fink
Britt Löwenstrom
Michaela Duhme
Alexander Janacek
Oliver Fendel


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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30400
Am Ende standen sie - alle

14.06.2014 - Die „Chess“ Produktion in Gera bietet ein Spitzenniveau bei Sängern und Inszenierung. Dies dankte das Publikum den Beteiligten schließlich einheitlich mit einem nicht endenden, johlenden Applaus –im Stehen.

Und nein, die Sitze im Theater Gera waren sicherlich nicht zu unbequem, sondern diese Thüringer Version des Schach-Musicals trifft vollkommen den Nerv der Zeit und punktet vor allem durch selten gewordene Qualität bei Stadttheatern.
Das Musical der Abba-Mitglieder ist in seiner Dramaturgie erstrecht durch die Historie vielschichtig und auch die Musik überzeugt durch Abwechslung, mitreißende Rhythmen und neben emotional ergreifenden Melodien auch durch Ohrwürmer. Regisseur Herr Kuntze und Team gelingt dabei eine durchdachte und unterhaltsame Inszenierung, die sich neben kluger Personenregie Kuntzes durch die protzige und multifunktionale Bühnen- und Kostümausstattung auszeichnet. Überall spiegelt sich die endlose Kreativität des Regisseurs wieder, sodass während der Schach-WM ein Banner der Sponsoren im Hintergrund mit "Central Intelligent Amusements" und "Killer Game Boards" - CIA und KGB- hängt, um nur ein Beispiel seiner Einfalt zu nennen. Es zeigt auch gleichzeitig, was das ganze Konzept besonders macht: Kuntze will mehr sein als nur ein Mainstreammusical. Er macht Politik auf der Bühne, beziehungsweise zeigt dem Zuschauer auf, in welche höheren Konfliktssphären die zwei Schachgegner Trumper und Sergievsky geraten. Der kalte Krieg trug sich schließlich nicht nur auf Kuba sondern beispielsweise auch auf dem Mond aus; deshalb läuft dann auch mal ein amerikanischer Astronaut über die hintere Bühnenhälfte. Stetig sind in allen Kulissen auch die Panzer und damit die drohende Gewalt des Kalten Krieges präsent. Dies macht die Regie zwar plakativ und unter völliger Ausnutzung der gesamten, relativ kleinen Bühne, jedoch unterhalten meiner Meinung nach all‘ diese Einfälle wunderbar.

Doch daneben braucht man auch Sänger, die das hochpolitische Musical und deren zerbrochene Charaktere auszufüllen wissen. Erstrecht durch das Engagement der drei hochkarätigen Gastsänger Alex Melcher, Anne-Mette Riis und Veit Schäfermeier wird die Vorstellung zu einem Hochgenuss der Extraklasse. Alex Melchers Trumper gibt sich als ein richtiges Arschloch gegenüber allen und zeigt sich im Gegensatz dazu in „Pity the child“ sensibel und zerbrechlich, sobald er alleine ist. Stimmlich überzeugt Melcher vor allem durch seine Lockerheit, da er sich schließlich nicht mit der Bruststimme in die Höhe quält, sondern immer viel Kopfstimmanteil mitschwingen lässt. Diese Technik ist jedoch später bei „One night in Bangkok“ bedauerlicherweise weniger vorteilig gewesen. Melchers Coolness auf der Bühne scheint allmählich sein Markenzeichen zu werden. Durch seinen flexiblen Rocktenor und seinem gänzlichen Körpereinsatz wird das persönliche Eingeständnis Trumpers in „Pity the child“ zu einem wahren emotionalen Höhepunkt des Abends.
Blass hingegen bleibt leider Veit Schäfermeier, der im Vergleich zu Melcher zurückhaltend und gar schüchtern agiert. Wie gewollt dieser Kontrast vom Regisseur war, kann ich leider nicht einschätzen. Seine Stimme erreicht mühelos Töne in der hohen und mittleren Lage und klingt meiner Meinung nach aber insgesamt zu nasal und eng. Trotz allem singt er selbstverständlich auf sehr hohem Niveau.
Anne-Mette Riis ist der dritte hochkarätige Gast im Bunde. Sehr erfreulich bemerkte ich, dass sie ihre Rolle in Gera -nach Ausrutschern bei anderen Produktionen- sehr intonationssicher und klangbewusst singt. Treffsicherheit ist im Musicalgesang leider selbst bei den Größen des Genres selten geworden, weshalb Riis eine herausragende, positive Ausnahme darstellt. Durch ihre rührende, zerrissene Darstellung der Florence und ihre makellose Stimmführung in allen Lagen wird sie zum umjubelten Star des Abends. In weiteren Rollen können vor allem Mark Bowman-Hester als schriller Arbiter mit seinem prägnanten Tenor und Kai Wefer als Molokov mit beängstigendem, russischen Bass überzeugen.

Betrachtet man also Besetzung und die Inszenierung sollte man in Zukunft einem kleineren Theater viel öfter das Vertrauen entgegenbringen, denn so viel Action und Qualität bietet selbst der en-suite Betrieb des alleinigen „Musicalproduktionsfirmenprotzers“ Stage Entertainment nicht. In Hamburg und Berlin zahlen selbst Schüler oder Studenten 70 € aufwärts; Gera bringt hingegen Höchstniveau für 7€ pro Schüler-/Studentenkarte auf die Bühne.

Luca Simon (3 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


29988
Laut laut laut

30.04.2013 - Das ist das erste, was mir zu dieser Chess-Inszenierung einfällt. Obs am schlechten Ton lag, ob die Partitur weniger leise Momente hergibt, obs am Ehrgeiz der Darsteller lag - ich bin nicht dahinter gekommen. Schade, denn ich hab mich unheimlich auf meinen ersten Theaterabend in Altenburg gefreut. Christian Alexander Müller und Alexander Melcher geben rollengerecht die beiden Schachgenies, um die sich diese Geschichte über Einsamkeit, Ehrgeiz, Politik und Intrigen dreht. Herr Müller konnte dabei mit dem Finale des ersten Aktes (Anthem) den berührendsten Moment des Abends für sich verbuchen. Die weibliche Hauptrolle übernimmt Anne-Mette Riis. Sie legt die Florence für mein Empfinden etwas einseitig an. Frau Riis hat eine ganz wundervolle Stimme (der Vanessa Rose als Svetlana im Duett leider überhaupt nicht gewachsen ist) und ich glaube auch schauspielerisch ein großes Talent - ich wünschte sie würde bei Florence Facetten jenseits der taffen Sexbombe (was sie sich durchaus leisten kann! Es wird nur mit der Zeit langweilig) deutlicher herausarbeiten. Kai Wefer als Molokov hat mich an diesem Abend am meisten überrascht. Was für eine Stimme! Was für eine Ausstrahlung! Was für eine Spielfreude!
Die Inszenierung ist sicherlich Geschmackssache - meinen hat sie, bis auf wenige Momente, nicht getroffen. Oft wirkt die Bühne überladen, das große Ensemble stellenweise schlecht koordiniert. Bühnenbild und Kostüme waren nichts für meine Augen. Inhaltlich wurden intensive Momente verschenkt - bestes Beispiel zum Finale des zweiten Aktes. Der Austausch von Anatoly und Florences Vater passiert ruckzuck ohne noch einmal groß thematisiert zu werden, die politische Intrige wird in einem Satz aufgedeckt, es fehlt an allen Ecken an Konfrontation mit dieser spannenden Situation.
Trotzdem scheint dieses Stück den Nerv des Altenburger Publikums zu treffen. Der gesamte Saal stand, das Ensemble wurde erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen. Darüber habe ich mich gefreut, denn diesem wunderschönen Haus gönne ich den Erfolg von Herzen.

catecaneverall (20 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


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Handlung
Schach und der kalte Krieg: Ein russischer und ein amerikanischer Schachspieler treten bei einer Schach-WM gegeneinander an. mehr

Weitere Infos
Für die Aufführung 2002 in Stockholm wurde das Buch erneut überarbeitet (von Lars Rudolfsson und Jan Mark). Die Handlung spielt nun komplett binnen einer Woche in Meran, die Figur der Svetlana wird bereits in der ersten Szene eingeführt und der Russe und der Amerikaner treffen in der entscheidenden Partie aufeinander (im Original war der Amerikaner bei der finalen Partie nur als Berichterstatter dabei). Diese Version wurde in Deutschland im Sommer 2012 bei den Domfestspielen Bad Gandersheim gezeigt.

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