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Sixties-Comedy

Hairspray

You can't stop the beat!


© Rolf Ruppenthal
© Rolf Ruppenthal
Unter der Regie von Andreas Gergen kommt das 60er-Jahre-Musical in München und im saarländischen Merzig auf die Bühne. Die Aufführungsreihe ist eine Koproduktion der Musik & Theater Saar GmbH mit BB Promotion.

(Text: Laura Confalonieri)

Premiere:04.07.2012
Letzte bekannte Aufführung:02.09.2012


Im Leben des Teenagers Tracy Turnblad ist alles XXL: Ihre Taille, die Cornflakes-Packung, die sie zum Frühstück verzehrt, die Menge, die sie an "Ultraclutch"-Haarspray benötigt, um sich mit einer Jackie-Kennedy-Frisur zu rühmen, ihre ewig bügelnde und ewig nörgelnde Mama Edna, ihre Lebensfreude, die sie durch ein heruntergekommenes Viertel Baltimores tanzen läßt (an krabbelnden Mäusen, Flitzern und Säufern vorbei). Nicht zuletzt ihr Traum, eines Tages als Tänzerin in der populärsten Tanzshow im Fernsehen, der "Corny Collins Show", zu brillieren. Das Happy-End: Es ist von vornherein abzusehen, in dieser bunten, übergroßen Bühnenshow.
Wer die Show in London oder in New York gesehen hat, wird in München vielleicht das aufwändige Bühnenbild vermissen. Man mag das den begrenzen Möglichkeiten einer Tourproduktion nachsehen. Immerhin macht Court Watson den Mangel an Requisiten mit einer Fülle an Farbe wett. Passend, wird "Hairspray" doch immer als quietschbunt angekündigt. Die Inszenierung durch Andreas Gergen wirkt brav, hat nichts von dem schrägen John-Waters-Film der 80er. Einzige Zugeständnisse an den Standort München: Mr. Pinky (Benjamin Eberling, der vielseitig auch als "Ultraclutch"-Chef Mr. Spritzer, als Polizist und als Schuldirektor und auftritt), der Modezar für Moppelige, sieht aus wie Rudolph Mooshammer, und in der "Zeitlos"-Nummer tauchen Worte wie "Hofbräuhaus" und "zuzeln" auf. Danny Costello hat die lässig-schmissigen Madison-, Jazz-Dance- und R&B-Nummern solide choreografiert.
Conny Braun klingt als Hauptdickerchen Tracy Turnblad fast zu erwachsen für einen Teenager, hat aber Rhythmus im Blut. An ihrer Seite gibt Jessica Kessler die dümmliche Freundin Penny Pingleton bravourös. Uwe Kröger hat als Übermutter Edna Turnblad gesanglich nicht viel zu tun, kann dafür sein komödiantisches Talent beweisen. Sein "Zeitlos" mit Andreas Zaron (ein feinfühliger Wilbur Turnbald) ist ein echter Brüller. Hier merkt man auch, dass sich sein Auftritt bei "Dancing Stars" offenbar bezahlt gemacht hat.
Der heimliche Star des Abends ist allerdings Deborah Woodson als Motormouth Maybelle. Ihr Soloauftritt zu "Ich weiß, wo ich war" mit rauchiger Soulpower sorgt für Jubelrufe noch während des Stücks und Standing Ovations im Anschluss. Betty Vermeulen ist eine Charakterdarstellerin mit Charakter: Ihre bitterbös-hysterische, in giftgrün verhüllte Velma van Tussle sorgt nach "Miss Baltimore Crabs" nicht nur dank ihrer Gesichtsmimik für Lacher. Tanja Schumann ("RTL Samstag Nacht") bietet in drei Nebenrollen (Sportlehrerin, Gefängniswärterin und Pennys Mutter Prudy Pingleton) Overacting vom Feinsten. Eugene Boateng, vor sechs Jahren Gewinner der Casting-Show "VIVA Dancestar", swingt als sympathisch-dreister Revoluzzer Seaweed J. Stubbs.
Die restliche Besetzung liefert eine ordentliche Leistung ab: Dominik Hees überzeugt als Elvis-Imitat Link Larkin, Marc Seitz mimt einen stumpfen, selbstverliebten Corny Collins, und Johanna Dost ist eine wahrlich tussenhafte Amber van Tussle. Getragen wird der Abend von einer zehn Mann starken Band unter der engagierten Leitung von Jeff Frohner.

(Text: lco)




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Kreativteam

Musikalische Leitung Jeff Frohner
Regie Andreas Gergen
Choreographie Danny Costello
Bühne Court Watson
Kostüme Ulli Kremer


Besetzung

Tracy Turnblad Conny Braun
Edna Turnblad Uwe Kröger
Martin Berger
Wilbur Turnblad Andreas Zaron
Link Larkin Dominik Hees
Amber van Tussle Johanna Dost
Seaweed J. Stubbs Eugene Boateng
Penny Pingleton Jessica Kessler
Corny Collins Marc Seitz
Motormouth Mybelle Deborah Woodson
Velma van Tussle Edda Petri
Betty Vermeulen
Little Inez Salka Weber
Mr. Pinky, Mr. Spritzer, Schuldirektor Benjamin Eberling
Mrs. Prudy Pingleton Tanja Schumann
Sketch Niklas Abel
IQ Sebastian Smulders
Duane Dominik Doll
Brad Alen Vucko
Gilbert Maickel Leijenhorst
Fender Stephan Luethy
Thad Michael Peters
Shelly Janina Moser
Pearl, Dynamite Taryn Nelson
Peaches, Dynamite Bishat Aray
Cindy, Dynamite Kimmy Edwards
Tammy Leoni Kristin Oeffinger
Louann Céline Vogt
Lorraine Conchita Kluckner-Zandbergen
Brenda Sanne Buskermolen




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Veranstalter
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© Rolf Ruppenthal
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


aha!

24.08.2012 - Eigentlich eine schöne Produktion...
Großartig: Martin Berger/ Andreas Zaron/ Dominik Hees/ Jessika Kessler/ Tanja Schumann/ Maickel Leijenhorst/ Deborah Woodson
OK: Conny Braun/ Marc Seitz
Grenzwertig: Johanna Dost/ Edda Petri
Scheinbar gibt es neuerdings eine Belüftungsanlage, die aber gerade auf den teuren Plätzen im Parkett so "windet", dass es wirklich unangenehm ist!
Die Choreografien sind typisch Danny Costello, quirlig und dem Können der Cast gerecht werdend!
Der Ton ist eine Katastrophe: Die Sprachverständlichkeit tendiert Richtung Null und die Lautstärke der Band liegt oft über der der Gesangsstimmen.
Unterhaltsam ist der Abend bei Hairspray und gut für Merzig, dass dies Jahr ein Musical gespielt wird! Hoffentlich auch im nächsten Jahr, dann aber bitte mit homogenerer Cast, besserer Belüftung und gutem Sound.

trude (erste Bewertung)


Großartig!

21.08.2012 - Diese Produktion steht der bombastisch-guten Kölner Inszenierung in fast nichts nach!

Merzig ist einen, oder auch mehr, Besuche wert!

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Es hat Spaß gemacht...

26.07.2012 - ... und das ist die Hauptsache in diesem Musical.
Wir waren gestern Abend auf der Vorpremiere zu Hairspray im Zelt in Merzig. Und es war ein rundum gelungener Abend.
Ich habe das Stùck bereits in Köln gesehen und ich finde, dass diese Produktion der Kölner in nichts nachsteht. Das Bühnenbild sieht gut aus und ist entsprechend der technischen Möglichkeiten in einem Zelt gestaltet und ist effektiv (durch Drehen, Aufklappen,...) genutzt.
Zur Besetzung: Die einzige Änderung war, dass Edda Petri gestern Velma spielte. Leider ließ sie gesanglich für mich keinen so bleibenden Eindruck, ihr Spiel fand ich allerdings klasse. Der Rest der Cast waren allesamt gut besetzt. Uwe Kröger, Conny Braun, Jessica Kessler und Deborah Woodson stachen für uns besonders raus. Vor allem letzte hat uns absolut mit ihrer Stimme von den Sitzen geblasen. Der absolute Hammer!
Dominc Hees als Link hat mich
ebenfalls mehr überzeugt, als die damalige Besetzung in Köln.
Wer sich einen schönen Abend machen will, mit fetziger Musik und einigen Lachern, der ist bei Hairspray gut aufgehoben. Der Schlussaplaus sprach gestern für sich und wir werden im August wieder kommen.

japdidap (erste Bewertung)


Trotz problematischer Hauptrollenbesetzung ein Riesenspaß

04.07.2012 - Die neue Inszenierung von HAIRSPRAY liegt in den bewährten Händen von Andreas Gergen.
Für die beiden relativ kurzen Spielzeiten an unterschiedlichen Orten wurde eine recht schlichte aber zweckdienliche bühnentechnische Lösung gefunden, die natürlich aber eine ganze Nummer kleiner ist als das Original. Das Bühnenbild besteht hauptsächlich aus mehreren unterschiedlich großen, fahrbaren Elementen, die vom Ensemble geschoben und gedreht werden. So entstehen mit ein paar zusätzlichen Requisiten fließend und schnell Straßen, Wohnungen, Fernsehstudios und mehr. Die Band sitzt im Bühnenhintergrund und wird bei Bedarf (Corny Collins Show) integriert. Zusammen mit dem knallig bunten Lichtdesign ist das vollkommen ausreichend, um das Stück optisch in Szene zu setzen.

Gergen macht ansonsten auch keine nennenswerten Experimente und bleibt ziemlich nah an der Originalinszenierung von Jack O'Brien. Insgesamt liefert Gergen eine gelungene, flotte und unterhaltsame Arbeit ab.

Die Besetzung ist fast ausnahmslos großartig. Das Ensemble ist bestens gelaunt, professionell und temperamentvoll bei der Sache.
Marc Seitz als Corny Collins, Jessica Kessler als Penny Pingleton und Dominik Hees als Link Larkin sind absolut typgerecht besetzt und agieren vorzüglich.
Kompliment an Schauspielerin und Comedian Tanja Schumann. Als Mrs. Pingleton, Gefängniswärterin und Sportlehrerin ist sie wunderbar vielseitig und urkomisch.
Wie nicht anders zu erwarten, räumt Deborah Woodson als Motormouth Mybelle mit ihrem Mörderorgan voll ab und bekommt den lautstärksten Applaus des Abends.
Kein Geringerer als Uwe Kröger schmeißt sich in Fummel und Fatsuit und verleiht Edna Turnblad großartig ihre schlechte Figur. Gesanglich fordert diese Rolle nicht allzu sehr. Dafür müssen aber Schauspiel und komödiantisches Timing auf den Punkt stimmen, um aus der Rolle alles heraus zu holen. Kröger macht das mit offensichtlich viel Spaß an der Freude und Bravour.
Sein Duett "Zeitlos" mit Andreas Zaron wird zu einem lautstark beklatschten Höhepunkt.
So weit, so gut!
Für nachhaltige Irritation und wenig Freude sorgt allerdings Conny Braun in der zentralen Rolle der Tracy Turnblad.
Ich habe mich wirklich bemüht einen Punkt zu finden, der für sie und ihre Rolleninterpretation spricht. Es tut mir leid, aber ich konnte absolut nichts Positives entdecken.
Sie schafft es nicht zum Mittelpunkt und Sympathieträger des Stückes zu werden. Ihre gesangliche Leistung ist nicht gerade herausragend, ihr Schauspiel steif, ihr komödiantisches Talent schwach, ihre tänzerischen Möglichkeiten scheinen vollkommen unzureichend. In dem energiegeladenen Ensemble wirkt sie mehr als blass. Neben den genannten Punkten fehlt es ihren Auftritten einfach an Temperament, Charisma und Bühnenpräsenz, um zu dem mitreissenden Wirbelwind zu werden, der Tracy sein sollte.
Leider ist sie auch mit den hässlichsten Kostümen geschlagen. (Obwohl das Kostümbild ansonsten top ist.) Tracy ist hier eine graue Maus mit Spießer-Perücke. Was eigentlich vollkommen konträr zum darzustellenden Charakter ist.
Auch die Choreografie lässt sie im Stich. (Oder passt man sich nur ihren Möglichkeiten an?) Mehr als ein paar linkische Hampelmann-Bewegungen darf sie nicht machen. In vielen Szenen wirkt sie einfach nur statisch, wird zuwenig in die Ensemble-Choreografien einbezogen.
Insgesamt eine wirklich enttäuschende Leistung bzw. Rollenauslegung.

Es ist den Qualitäten des Musicals HAIRSPRAY, seiner wuderbar schmissigen und eingängigen Musik, der flotten Inszenierung und den überzeugenden Darstellern zu verdanken, dass diese große Schwachstelle das Vergnügen nicht (ganz) verderben kann und zum Finale ausgelassene Partystimmung herrscht.

kevin (144 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


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