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Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Matilda - The Musical


Literatur-Adaption

Matilda - The Musical

A Special Little Girl


© Manuel Harlan
© Manuel Harlan
Spätestens seit der Musicalversion von "Billy Elliot" ist bekannt, dass Kinderdarsteller eine ganze Show tragen können. Bei der hochgepriesenen und vielfach ausgezeichneten Bühnenversion von Roald Dahls "Matilda" verhält es sich nicht anders.

(Text: Maik Frömmrich)

Premiere:24.11.2011
Rezensierte Vorstellung:25.07.2013


Die Geschichte der kleinen Matilda, die von ihren Eltern ungewollt ist, in der Welt der Bücher Zuflucht findet und sich als echtes Wunderkind mit telekinetischen Kräften herausstellt, bedarf eines fantasievollen Rahmens, den Bühnenbildner Rob Howell geschaffen hat.

Sowohl Bühnenportal als auch die Bühne sind mit riesigen Scrabble-Steinen ausgestattet, auf denen in verschiedensten Schriftarten, Farben und Formen Buchstaben geschrieben sind. Wirklich eine sehr außergewöhnliche visuelle Idee, die sich durch das ganze Bühnendesign zieht. Rückwände von hereingefahrenen Räumlichkeiten, wie Matildas Zimmer oder das Überwachungsbüro der bösen Direktorin Miss Trunchbull greifen dieses Muster auf und geben der fantasievollen Parallelwelt von Matilda einen besonderen Anstrich. Weitere Bühnenbildelemente werden von der Seite oder aus dem Boden hereingefahren, sodass u.a. blitzschnell das Klassenzimmer entsteht. Hinzu kommt das unterstützende, sehr farbenfrohe und immer stimmungsvolle Lichtdesign von Hugh Vanstone, das die Räumlichkeiten sehr präzise abgrenzt.

© Manuel Harlan
© Manuel Harlan

Regisseur Matthew Warchus lässt sein Ensemble in diesem fantasievollen Bühnenbild exaltiert und kindgerecht agieren. Besonders fällt das bei Matildas Eltern auf: zwei Figuren, die sehr dümmlich, weltentrückt und überspitzt dargestellt werden. Steve Furst und Annette McLaughlin als Mr und Mrs Wormwood geben ihre Charaktere als skurrile Parodie von "bösen" Eltern. Für Kinder sollte die Art, wie die Eltern dargeboten werden, sicherlich komisch sein, für den erwachsenen Zuschauer wirkt es bisweilen nervend. Dafür ist vieles zu übertrieben, aufgesetzt und gewollt komisch.

Ein wenig anders verhält es sich bei der kinderhassenden Direktorin Miss Trunchbull, die von einem Mann gespielt wird. Natürlich ist auch diese Figur eine Persiflage und doch hat David Leonard hier mehr Möglichkeiten, die verschiedenen Facetten ihres Charakters auszuloten. Sie ist vielseitiger, da sie im Vergleich zu den Eltern nicht dumm, sondern wirklich hinterhältig und böse ist. Die Trunchbull ist sehr maskulin angelegt und bekommt durch die Darstellung von Leonard herbe und unansehnliche Züge, die durch das ausgepolsterte Kostüm noch unterstützt werden. Mit viel schwarzem Humor, einer trockenen Art und einer Selbstverständlichkeit gibt er die angsteinflößende Direktorin, sodass übertriebene Gags durchaus unterhalten können. Wenn Trunchbull, die früher Hammerwerferin war, ein Kind an den Haaren durch das Theater schleudert, dann entbehrt das zwar jeglicher Realität, ist aber trotzdem komisch.

© Manuel Harlan
© Manuel Harlan

Auf der anderen Seite stehen die positiv angelegten Figuren wie Haley Flaherty als Miss Honey oder Melanie La Barrie als Bibliothekarin Mrs Phelps, die durch eine kindliche Natürlichkeit und Naivität gezeichnet sind. Flaherty gibt Klassenlehrerin Miss Honey mit schöner Stimme, sehr zurückhaltend und immer ein wenig eingeschüchtert von Miss Trunchbull. Dank Matilda entwickelt sie im Laufe des Stückes den Mut, sich Trunchbull zu stellen. La Barrie ist als Mrs Phelps einfach herrlich naiv, saugt alle Geschichten, die Matilda ihr erzählt, auf und leidet jeden Moment mit den Figuren der Erzählungen mit. Es scheint als würden für diese Augenblicke Erwachsener und Kind die Rollen tauschen.

All diese Figuren sind Teil der kuriosen Geschichte, die eindeutig im zweiten Akt die starken Momente hat. Der erste Akt stellt sich für Handlungsunwissende als etwas konfus und unstrukturiert dar. So wirken einige von Matildas Erzählungen handlungsbremsend, nicht essentiell und ergeben erst im zweiten Akt einen richtigen Sinn, wenn alle Handlungsfäden zusammengeführt werden.

© Manuel Harlan
© Manuel Harlan

Außerdem beinhaltet der zweite Akt auch die beiden musikalisch stärksten Nummern. In "When I grow up" werden all die Hoffnungen und Wünsche thematisiert, die man ans Erwachsenenalter hat und mit "Revolting Children" gibt es eine rockige Nummer, die den Befreiungsschlag von Miss Trunchbull zelebriert. Insgesamt ist die Musik von Tim Minchin vom Aufbau her recht komplex und vielleicht nicht ganz passend für ein Familienstück. Die ein oder andere einschmeichelnde Nummer im ersten Akt hätte bestimmt nicht geschadet.

Letztendlich gibt es aber nur einen Grund, warum Matilda ein besonderes Stück Musiktheater geworden ist: Das Kinderensemble ist schlichtweg grandios. Die Kinder spielen, tanzen und singen mit solch einer Energie und Freude, dass es einem den Atem raubt. Dabei spielen sie nicht nur Kinder bzw. Schüler, sondern agieren in vielen kleinen weiteren Rollen im Vorder- und Hintergrund und sorgen für den ein oder anderen schnellen Umbau. Sowohl gesanglich, als auch tänzerisch agiert das gesamte Kinderensemble auf allerhöchstem Niveau. Einfach unglaublich, welche Kindertalente immer wieder auf anglo-amerikanischen Bühnen zu entdecken sind.

Allen voran kann Christina Fray in der besuchten Vorstellung in der Titelrolle begeistern. Mit Leichtigkeit wickelt sie das Publikum mit ihrer charmanten, natürlichen Art um den Finger. Trotz der schwierigen Gesamtsituation strahlt ihre Matilda immer eine positive Lebensfreude aus. Schauspielerisch stark sind die Szenen, in denen sie Mrs Phelps vorgaukelt, dass ihre Eltern stolz auf sie seien. In diesen Momenten kann man ihr förmlich ansehen, dass sie sich sehnlichst wünscht, wirklich geliebt und anerkannt zu werden. Umso schöner, wenn sie schließlich zum Happy End mit Miss Honey Richtung Haus am Horizont gehen kann. Eine wirklich großartige Leistung!

Matthew Warchus ist es gelungen eine bunte Welt zu kreieren, die mit kleinen witzigen Regieeinfällen, kleinen Zaubertricks und einer starken Besetzung die ganze Familie begeistern kann. Schade nur, dass die Soundabmischung im ersten Rang oftmals viel zu laut ist und in einem Klangbrei endet. Letzten Endes würden sich all die kleinen Mängel viel gravierender auf den Gesamteindruck auswirken, wäre da nicht das fantastische Kinderensemble, das diese mit ihren Leistungen überschattet und die ganze Produktion auf ein anderes Niveau hebt. Ein Hoch auf den talentierten Nachwuchs!

© Manuel Harlan
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(Text: mf)




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Kreativteam

BuchDennis Kelly
Musik / LiedtexteTim Minchin
RegieMatthew Warchus
Musikalische LeitungLaurie Perkins
ChoreografiePeter Darling
Bühne und KostümeRob Howell
Orchestration und zusätzliche MusikChristopher Nightingale
LichtHugh Vanstone
SoundSimon Baker


Besetzung

MatildaAbbie Vena
Emma Moore
Lilian Hardy
Eva-Marie Saffrey
Mrs WormwoodRebecca Thornhill
Mister WormwoodMichael Begley
Miss HoneyMiria Parvin
Miss TrunchbullCraige Els
Mrs PhelpsSharlene Whyte
Michael WormwoodDaniel Hope
RudolphoDaniel Ioannou
CookMaria Graciano
HenchmanMatthew Serafini
Richard Astbury
AcrobatLaura Tyrer
The EscapologistElliot Harper
Childrens Entertainer
Sergei
Oliver Brooks
DoctorMatthew Rowland
zusätzl. EnsembleBiancha Szynal
SwingsFabian Aloise
Colette Coleman
Kate Kenrick
Katie Lee
Fergal McGoff
Tom Muggeridge
BruceOwen Bagnall
Max Brophy
Archie Durrant
Ptolemy Gidney
Ben Robinson
AmandaKacy O\'Sullivan
Angelina Li
Jessica Chalmers
EricNicholas Antoniou-Tibbitts
Regan Garcia
Hari Coles
TommyMiles Harcombe
Craig Noakes
Sebastian Harry
LavenderOlivia Calladine-Smith
Ayana Goodfellow
Elena Cervesi
NigelSam Jennings
Michael Hawkins
Mylo Burton-Mays
HortensiaScarlett Wennink
Kira Caple
Charlotte Fallart
AliceTia Palamathanan
Tilda Marriage Massey
Tori Louise Ryan


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Produktionsgalerie (weitere Bilder)

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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Enttäuschend

19.07.2016 - Als ich den Saal betrat, war ich zunächst begeistert: das Bühnenbild mit all den bunten Buchstaben ist wirklich beeindruckend und schön. Und ganz nebenbei verkürzt es einem auch die Wartezeit bis zum Beginn, weil es überall Wörter zu entdecken gibt.

Das ist aber eigentlich auch schon alles, was ich positives sagen kann.

Die Handlung ist bemüht intellektuell, ohne wirklich die Tiefe zu erreichen, die man vielleicht erreichen wollte.

Die Musik ist (bis auf 1-2 Ausnahmen) schnell wieder vergessen.

Für Kinder, die die Romanvorlage lieben, mag das vielleicht nett sein. Für alle anderen ist es teuer bezahlter Langeweile.

Ich habe selten in einem Musical das Gefühl, das ich am liebsten mittendrin gehen würde und dass ich das Ende herbeisehne. Hier war das der Fall.

Für das Stück selbst würde ich eigentlich 0 Sterne geben, aber wegen der Darsteller, die das nicht verdient hätten, gebe ich dann doch noch einen Stern. Diesen einen Stern gibt es aber wirklich nur dank der Darsteller, die nichts für das Stück können.

MusicalJonas (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Strange

27.02.2014 - ...oder einfach nur "very british"?

Gut, es steht ja nun schon mal groß "Roald Dahl" darauf. Dann sollte man sich auch auf diesen speziellen Humor einlassen können.
Ich für meinen Teil hatte allerdings doch große Probleme damit. Ich mag ja wirklich keine Kinder. Aber inwieweit Kindesmisshandlung eine abendfüllende, amüsante Familienunterhaltung sein soll, hat sich mir nicht erschlossen und die Vorstellung wurde dann doch etwas zäh und langatmig.

Erschwerend kommt hinzu, dass es in dem ganzen Stück keinen einzigen positiven, sympathischen Charakter gibt.
Das Kind in der Titelrolle ist unangenehm altklug und emotional frostig unterkühlt, seine Familienmitglieder sind allesamt primitiv, grenzdebil und kindisch überdreht, Bibliothekarin und Lehrerin wirken vollkommen infantil, die Kinder rasen wie gedrillte Roboter über die Bühne und Schulleiterin Miss Trunchbull ist ein monströser, furchteinflößender Zwitter. (Was soll diese misslungene Travestie darstellen? Die Frauenrolle wird mit einem Mann besetzt, der aussieht wie eine Mann, spricht wie ein Mann, singt wie ein Mann und sich bewegt wie ein Mann. Billigster Karnevallsklamauk!)

Die Kompositionen von Tim Minchin konnten mich auch nicht recht überzeugen. Außer dem finalen Schlußsong ist mir nichts im Ohr geblieben.

Die Choreografie hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Teilweise ist sie ausgesprochen gut gelungen, wenn sie originell das Schultor oder die Schaukeln mit in die Bewegungsabläufe einbindet. Manchmal wirkt sie aber nur peinlich und unschön, wenn die Kids nur noch hysterisch und epileptisch zappeln.
Die Texte sind nervig albern bis humorfrei und trocken geraten. (Die Stand Up Comedy und Publikumsanimation von Matildas Vater funktioniert nach dem Holzhammer-Prinzip.)

Rundum gelungen sind allerdings Bühnenbild und Lichtdesign. Die Geschichte wird rein optisch in einem stimmungsvollen, sehr originellen und aufwendigen Rahmen verpackt.

Letztendlich muß man auch der jugendlichen Hauptdarstellerin großen Respekt zollen. Nahezu permanent präsent, singt, hüpft, tanzt und spielt sie (wenn es sein muß auch in russischer Sprache). Vielleicht keine schöne, aber doch eine enorme Leistung für ein Kind.

Regisseur Matthew Warchus gehen die Ideen bei der Inszenierung bis zum Ende, wenn das Ensemble auf Kickboards zum Schlußapplaus rollert, nicht aus.

Trotzdem hat dieses Stück weder mein Herz noch mein Humorzentrum berührt.

kevin (122 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Lohnenswert, auch ohne Kind

30.08.2013 - Matilda stand unmittelbar nach Charlie auf dem Programm, beides Stücke nach Büchern von Roald Dahl, die doch eine gewisse Gemeinsamkeit aufweisen können. Exzentrische Erwachsenenfigur, bemitleidenswertes Kind und dazwischen alles, was das Leben zu spielt (also mal ganz groß zusammengefasst). Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Dahl in meiner Jugend gelesen worden wäre, so dass mir Matilda in Buchform gänzlich unbekannt war. Deswegen weiß ich leider nicht, ob auch hier das Buch 1:1 übernommen wurde und das Buch selbst einfach schon weit besser für die Bühne geeignet ist als Charlie, oder ob es von den Machern einfach nur weit besser überarbeitet wurde. Die Geschichte von Matilda funktioniert einwandfrei, was auch daran liegt, dass Matilda, anders als Charlie, die klar erkennbare Hauptfigur ist. Mit ihr identifiziert man sich, man muss schlucken, wenn man sieht, wie mies ihre überzeichneten Eltern sie behandeln, man kann sich mit ihr freuen, wenn sie am Schluss dann doch noch glücklich ist. Vor allem kann man aber immer wieder und wieder und wieder staunend dasitzen und bewundern, was dieses Kind auf der Bühne leistet!
Wenn man die von ihr erzählten Geschichten hört, sind diese am Anfang sicherlich etwas "gewöhnungsbedürftig" und aus dem Zusammenhang gerissen, wenn dann im zweiten Akt allerdings allerdings zusammen kommt, ist klar, dass das ein ziemlich guter Schachzug ist, als das Publikum schon vorher damit zu "füttern".
Von der Story her bin ich mir immer noch nicht sicher, ob es mir nicht lieber gewesen wäre, wenn Mrs. Phelps nicht recht behalten hätte und es nicht immer ein Happy End geben kann. Die ganze Szene mit den Russen war zwar unterhaltsam, aber irgendwie dann auch wieder zu sehr "drauf" gesetzt.
Ein für mich genialer Schachzug ist die Besetzung der Ms. Trunchbull. Er hatte genau die Bühnenpräsenz, die ich mir schon für Willy Wonka gewünscht hätte. Angsteinflößend, skurril, irgendwie "andersartig", diese Rolle bietet einfach ganz viele tolle Möglichkeiten, wird hervorragend genutzt und stellt den perfekten Gegenpart zu der armen Matilda und der "zuckersüßen" Mrs. Honey da. Musikalisch kommt es "groß" daher, also klassischer Broadway-Sound, allerdings nicht mit allzu viel Ohrwürmern gespickt. Das Bühnenbild ist nicht so aufwendig wie bei Charlie, funktioniert aber super und hat viele schöne Momente. Alles in allem eine absolut lohnenswerte Show, die ich jetzt nicht unbedingt regelmäßig besuchen müsste, aber bei der ich mir einen zweiten Besuch durchaus noch einmal vorstellen könnte. Und da es immer noch schwierig ist, etwas kurzfristiger gescheite Tickets zu bekommen, vermute ich auch, dass Stück durchaus noch das ein oder andere Jahr laufen wird - für mich durchaus verdient, weil es sich positiv aus der "Masse" der letzten Kinderstücke hervorhebt und weit besser funktioniert als z.B. Shrek oder eben jetzt Charlie.

MsDesmond (10 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Ein fast perfekter Abend

29.07.2013 - Als ich den Saal im Cambridge Theater betrat, war ich begeistert von der Bühnengestaltung.
Lauter Scrabbel Steine mit Bauchstaben zieren die komplette Bühne.
Ich war nun sehr gespannt wie die kleine, charmante Geschichte um Matilda wohl für die Bühne umgesetzt wurde.

Die kleine Matilda mit viel Fantasie ausgestattet führt durch eine Welt voller Ignoranz ( Schüler )und Diktatoren ( Erwachsene ) hin zu einem Happy End mit viel Gespür für Emotionen und Witz.
Einzig ihre Lehrerin Miss Honey, und die Bibliothekarin Miss Phelps bieten ihr Schutz und Geborgenheit.

Hayley Canham, spielte in meiner Vorstellung die Matilda und war einfach herrlich und überzeugte auch mit guter Stimme und Schauspiel.
Bertie Carvel, als Miss Trunchball ist eine Geschmacksfrage.
Das Publikum fand seine Auftritte herrlich. Ich hingegen war etwas irritiert, warum man die Rolle mit einem Mann besetzt hat, da dies in meinen Augen keine Notwendigkeit ist. Für mich der einzige kleine Minuspunkt.

Musikalisch ist die Musik kein Geniestreich, jedoch besonders auf Ihrer Art und Weise mit tollen Songs wie "Revolting Children", "When i grow up" oder auch "Naughty" und die schönen Balladen "This little girl" und "My House" sehr schön gesungen von Miss Honey, bei mir gespielt von Lauren Ward.

Insgesamt ist die Show wirklich sehenswert, und ich glaube, dass das Stück noch lange laufen wird, wenn sie weiterhin so tolle Kinderdarsteller finden.

KristinP (56 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Zuwenig Magie

06.01.2012 - "Matilda" ist gut, aber nicht gut genug, um einen Vergleich mit anderen Musicals wie "Billy Elliot" oder "Oliver!" standhalten zu können.
Grossartig gecastet ist ohne Frage die Titelheldin, wie sowieso die Leistung vor allem der Kinderdarsteller. Das allein ist sehenswert. Gut gefallen - vor allem musikalisch - haben mir auch einige Szenen, wie die Eröffnungsszene ("Miracle"), die Torten-Szene, "When I grow up" und "Revolting Children". Letztere Musiktitel sind auch die beiden einzigen herausstechenden Ohrwürmer/Hits des Musicals. und sie kommen erst am Anfang und Ende des zweiten Akt vor. Zwischen den genannten Szenen schleppt sich die Handlung für mich langweilig dahin. Optisch wird wenig Abwechslung geboten, dadurch wirds stellenweise im Verbund mit Sondheim-ähnlicher Musik leicht anstrengend und zäh. Der Besuch der Vorstellung ist nun bereits einige Tage her und ich kann mich nicht mehr an die einzelnen Szenen erinnern. Es fehlte mir insgesamt die Magie auf der Bühne. Und zwar nicht nur die "Special Effects" - vor allem die emotionale Magie. Es kam zuwenig Gefühl rüber. So richtig lustig wars irgendwie auch nicht (die Stimmung im ausverkauften Saal war z.B. bei Sister Act oder priscilla ums mindest. doppelte fröhlicher). Die Darstellung der Trunchbull nervte (akustisch) zuweilen, durch die Schrillerei. Obs eine geniale Idee war, diese Rolle mit einem Mann zu besetzen??? Ich empfands stellenweise etwas strange, gibt der Show eine Einschlag von im Gesamtkontext unangebrachter Travestie (die ist aber bei Priscilla besser). Der an sich gut eingängige Song "Telly" wurde völlig belanglos präsentiert und ging sogar unter, weil er noch während dem Ende der Pause gespielt wurde, vor dem Entracte.

Ich hatte aufgrund der zahlreich positiven Kritiken hohe Erwartungen und war etwas enttäuscht. Es war mir zu schlicht, zuwenig Fantasie, kein "wow". Einiges ist von "Spring Awakening" abgekupfert - aber Spring Awakening ist besser und origineller. "Matilda" ist gut, aber nicht gut genug für einen Longrun-West End Hit.

Ludwig2 (21 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Äußerst unterhaltsame und familientaugliche Inszenierung des Kinderromans von Roald Dahl, die durch ein herausragendes Kinderensemble zu einem Höhepunkt modernen Musicaltheaters gemacht wird.

27.07.2013

 Leserbewertung
(5 Leser)


Ø 2.60 Sterne

 Termine
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