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Drama

Rebecca

Sie ergibt sich nicht


© Tanja Dorendorf
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Das Theater St. Gallen legt mit seiner Inszenierung von "Rebecca" die Messlatte für die nachfolgende Produktion in Stuttgart hoch. Was hier gezeigt wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes "großes Kino". Ein grandioses Ensemble, beeindruckende Kulissen und Video-Projektionen überzeugen auf ganzer Linie.

(Text: Simone Jaccoud)

Premiere:22.10.2011
Rezensierte Vorstellung:22.10.2011
Letzte bekannte Aufführung:09.05.2013


Mystische Nebelschwaden begrüßen das Publikum beim Eintritt in den Saal. Auf dem Vorhang prangt groß der Buchstabe "R" auf blauem Hintergrund. Zu Beginn erscheint hinter einem transparenten Vorhang "Ich" und das Anwesen Manderley wird per Videobild projiziert. Diese Vermischung von Projektionen (Sven Ortel) und dem abwechslungsreichen Bühnenbild (Peter J. Davison) zieht sich durch die gesamte Inszenierung. Die Bilder, die auf diese Weise entstehen, sind beeindruckend. Wenn Manderley in Flammen steht und Mrs. Danvers auf der Treppe hinter dem "brennenden" Transparentvorhang stirbt, garantiert das Gänsehaut pur.

© Tanja Dorendorf
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Jeder der Spielorte - ob Manderleys Halle, das Schlafzimmer oder das Hotel in Monte Carlo - ist optimal für die Bühne von St. Gallen konzipiert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ein großes Kompliment gilt auch der Bühnencrew. Die Umbauten laufen so fließend, dass man sie als Zuschauer kaum wahrnimmt.

Ein weiterer Pluspunkt der Inszenierung ist das Sinfonieorchester des Theaters St. Gallen unter der einfühlsamen und energiegeladenen Leitung von Koen Schoots. Die beiden neuen Songs, welche Sylvester Levay und Michael Kunze geschrieben haben, tragen dazu bei, die Beziehung von Maxim De Winter und "Ich" besser zu verstehen und das gesellschaftliche Umfeld, in dem sich die Inszenierung bewegt, besser einzuordnen. Die Kostüme von Birgit Hutter sind bestechend und zur Epoche kreiert. Bei Mrs. Van Hopper wurde farblich und glitzertechnisch als Kontrast zur damaligen Mode aus dem Vollen geschöpft.

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Die Regie von Francesca Zambello, die "Rebecca" schon in Wien inszeniert hat, konzentriert sich darauf, die mystisch-rätselhafte Grundstimmung stets durchscheinen zu lassen. Auch zeichnet sie die Charaktereigenschaften der Hauptakteure detailliert und lässt dadurch im Verlauf des Abends mehr Tiefe entstehen. Unterstützt in diesem Unterfangen wird sie von einem spielfreudigen Ensemble. Jede der Rollen ist optimal besetzt. Auch die kleinsten Parts bleiben nachhaltig in Erinnerung. Simon Eichenberger behält auch in dieser Inszenierung seine charakteristische choreographische Handschrift bei: Alltagshandlungen gehen fließend in Tanzbewegungen über, das Ensemble wirbelt rasant über die Bühne.

Lisa Antonis "Ich" ist erfrischend, voller Energie und Lebensfreude. Durch ihre Natürlichkeit und Unwissenheit tappt sie in Fettnäpfchen um Fettnäpfchen, ihr warmer und heller Sopran passt hervorragend zur Rolle. Die Entwicklung zur reifen Frau an der Seite von Mr. De Winter meistert Antoni gut. Thomas Borchert als Maxim ist stimmsicher und durchweg überzeugend. Insbesondere gelingt es ihm, die Zerrissenheit, die innere Unruhe und Wut der Rolle zu vermitteln.

© Tanja Dorendorf
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Die mystische und unheimliche Grundstimmung des Stückes wird punktuell von Isabel Dörfler als Paradiesvogel Mrs. Van Hoppper unterbrochen. Komödiantisch darf sie aus dem Vollen schöpfen. Wie im Lied "I'm an American Woman" besungen, scheint Dörfler wirklich einen gesamten Gospelchor in ihrer starken Stimme zu vereinen. Auch Oliver Heim als Ben ist perfekt besetzt. Mit einer starken Bühnenpräsenz und Mimik besticht und berührt er. Seine klare Stimmfarbe unterstreicht diesen Eindruck.

© Tanja Dorendorf
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Kerstin Ibald und André Bauer spielen, wie schon in Wien, die Figuren Beatrice und Frank Crawley. Beide sind für die Rollen Idealbesetzungen. Sie sind schauspielerisch und stimmlich stark und fühlen sich sichtlich daheim in ihren Parts. Andreas Wolfram holt aus seiner kleinen Rolle als Bösewicht Jack Favell das Beste heraus. Außerordentlich schmierig zu Beginn, im zweiten Akt aber ebenso verzweifelt, vermag er zu überzeugen.

Das letzte Puzzleteil dieser hervorragenden Cast ist Maya Hakvoort als Mrs. Danvers. Jedes Mal wenn sie die Bühne in St. Gallen betritt, stockt einem der Atem. Sie zeichnet die Zerrissenheit, Kälte, die Liebe zu Rebecca und den immer wieder aufkeimenden Wahnsinn überragend. Jede Faser ihres Körpers ist gespannt, jede ihrer Gesten der Vergötterung von Rebecca punktgenau. Rebecca scheint sich in ihrem Körper und ihrer Mimik widerzuspiegeln, obwohl sie doch das gesamte Stück für den Zuschauer eigentlich unsichtbar ist. Hakvoorts warme, starke Stimme berührt. Am Ende hat man trotz ihrer Kälte Mitleid mit Mrs. Danvers. Ein sehr überzeugendes Rollendebut.


Das Theater St. Gallen zeigt mit der Inszenierung von "Rebecca" wieder einmal, dass die Bezeichnung "Musical Hot Spot der Schweiz" mehr als verdient ist. Ebenso, dass sich gutes Casting auszahlt. Drei der Hauptakteure (Borchert, Ibald und Dörfler) wurden entsprechend auch für die Produktion in Stuttgart verpflichtet.

(Text: Simone Jaccoud)




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Kreativteam

Musikalische LeitungKoen Schoots
InszenierungFrancesca Zambello
ChoreografieSimon Eichenberger
BühnePeter J. Davison
KostümeBirgit Hutter


Besetzung

\"Ich\" Lisa Antoni
Lucy Scherer
Maxim de WinterThomas Borchert
Florian Fetterle
Mrs. DanversMaya Hakvoort
Kerstin Ibald
Jack FavellAndreas Wolfram
Tim Reichwein
Mrs. Van HopperIsabel Dörfler
Carin Filipcic
BeatriceKerstin Ibald
Sonja Schatz
Frank CrawleyAndré Bauer
Fernand Delosch
BenOliver Heim
Oberst JulyanChristian Hettkamp
David Steck
EnsembleHeidy Suter
Ariane Swoboda
Florian Fetterle
Ivo Giacomozzi
Andreas Kammerzelt
Alexandra Farkic
Sonja Schatz
Franziska Lessing
Christian Stollberger
Tim Reichwein
Sinfonieorchester des Theaters St.Gallen

Chor des Theaters St.Gallen





Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Tanja Dorendorf
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


7 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29433
Sehr gut!

22.01.2012 - Tolle Musik, ein starkes Ensemble und eine absolut geniale Maya Hakvoort!

SteFisch (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


29372
Besser als Stuttgart

11.12.2011 - Siehe meine Bewertung für die Stuttgarter Produktion. Ich habe mit der Bewertung der St. Gallener Produktion gewartet weil ich vergleichen wollte.

Dies ist nun geschehen und ich kann behaupten: St. Gallen ist besser!

Natürlich können die Schweizer nicht ganz beim Bühnenbild mithalten, aber dafür scheint mir die Produktion mit mehr Liebe gemacht zu sein.

Maya Hakvoort ist für mich die beste Mrs. Danvers, noch vor Rigvava. Darstellerisch intensiv und gesanglich immer mit der richtigen Stimmfarbe.

Antoni/Borchert/Dörfler/Heim: siehe Stuttgart.

Großer Vorteil: das Orchester! So opulent war das Stück nicht mal in Wien. Einfach herrlich, dazu auch noch ein hervorragender Sound.

Die Fahrt in die Schweiz lohnt sich!

Standard (7 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


29369
Genialst

10.12.2011 - Nach einigen Malen in Wien mit hervorragender Besetzung musste St.Gallen bei mir schon einiges vorlegen. Tja, es hat mich auf der ganzen Linie überzeugt und Wien sogar manchmal noch getoppt. Schwerst begeistert bin ich von Maya Hakvoorts Mrs Danvers, was auch der Hauptgrund für den Besuch in St.Gallen war. Ich habe die Rolle noch nie so genial gespielt gesehen! Die Danvers ist menschlicher bei ihr.
Sehr gefallen haben mir auch Lisa Antoni und Thomas Borchert. In Wien hatte ich ja nur Uwe Kröger, so war ich froh über die Abwechslung. Über Kerstin Ibald und André Bauer habe ich mich auch gefreut, weil ich beider Stimmen wahnsinnig gerne höre.
Iszenierung, Bühnenbild, Optik fünf Sterne - St.Gallen kann sich ohne weiteres mit den großen Musicalbühnen Österreichs und Deutschlands messen.

Silberträne (7 Bewertungen, ∅ 4.9 Sterne)


29360
Fehlbesetzt und Lieblos

04.12.2011 - Ich kann mich den anderen Bewertungen nicht anschließen. Beide weiblichen Hauptrollen sind schlicht fehlbsetzt, Borchert spielte an diesem Abend nicht.

Von Lisa Antoni weiß man bereits von Rudolf, dass es mit ihrem Schauspiel nicht weit her ist - dafür brilliert sie stimmlich. So auch bei Rebecca, nur dass sie dies Mal das Stück tragen müsste, und sie schafft es einfach nicht. Energielos und unbeholfen straucehlt sie durch den ersten Akt - im zweiten wird's ein wenig besser. Aber von Motivation, Spielfreude oder einem Charakterbogen fehlt jede Spur.

Maya Haakvort legt da schon mehr vor, wenngleich ihre hysterische und verkappte Mrs Danvers Frage offenlässt. Auch hier wird auf eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Figur verzichtet, vieles wirkt (auf) gesetzt.

Das Ensemble überzeugt in dieser abgespeckten (aber immer noch zu langen!) Fassung, der Opernchor des Hauses bedingt.

Alles in allem nicht besonders sehenswert. Die Stuttgarter Fassung verspricht spannender zu werden.

musicality (6 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


29322
Erwartungen nicht ganz erfüllt

15.11.2011 - Es fällt mir eigentlich schwer mein absolutes Lieblingsmusical zu kritisieren. Aber vielleicht bin ich deshalb so kritisch, weil es mein Lieblingsmusical ist. Und um es gleich vorweg zu schicken: es ist Genörgle auf hohem Niveau.

Ich habe jetzt nicht unbedingt mit Rebecca in Wien verglichen, da ich schon der Meinung bin, dass es mit Sicherheit immer mehrere Interpretations- und Darstellungsmöglichkeiten gibt, es muss an sich nur ins sich stimmig sein.

Lisa Antoni als "Ich" war sicherlich anders als Wietske van Tongeren in Wien, aber sie war für mich stimmig. Da hat alles gepasst - sie hat die Entwicklung der unerfahrenen Jungen Frau zu einer erwachsenen Frau, die um ihren Mann kämpft, glaubhaft dargestellt und mit schöner Stimme gesungen. Für mich ein Volltreffer.

Maya Hakvoort ist mit Sicherheit eine tolle Darstellerin mit einer sehr schönen Stimme, aber sie war mir, zumindest am Anfang, zu lieb. Z.B. bei der Ankunft von Maxim de Winter und "Ich" in Manderley war sie mir zu sehr zurückgenommen. Die Härte und Schärfe, die für mich zu der Rolle gehört, hat sie erst mit zunehmender Spieldauer gegen Ende der Vorstellung gezeigt. Nun kann man sagen, sie hat es geschickt gemacht und mit zunehmender Spieldauer gesteigert, aber das macht für mich keinen Sinn. Mrs. Danvers lehnt "Ich" von vorn herein ab und in dem Sinn muss sich da nichts steigern sondern es ist von Anfang so wie es ist: Blanke, boshafte Ablehnung mit aller Konsequenz.

Zudem konnte mich Thomas Borchert als Maxim de Winter (noch) nicht wirklich überzeugen. Die Rolle war mit Sicherheit hervorragend gesungen, aber schauspielerisch hat es für mich nicht ganz gepasst. Die notwendigen Emotionen wurden brav an den richtigen Stellen gezeigt, teilweise vielleicht sogar etwas übertrieben. Vielleicht so beschrieben: Thomas Borchert hat Maxim de Winter gespielt, aber er war nicht Maxim de Winter. Ich habe ihm die Emotionen, die er gespielt hat, nicht geglaubt, die innere Zerrissenheit und seine Verzweiflung. Es hat für mich sehr aufgesetzt gewirkt. Die kleinen, leisen Zwischentöne haben mir gefehlt. Aber er kann ja noch in die Rolle hineinwachsen, die er ja dann auch in Stuttgart bei Rebecca spielen wird, allerdings wohl nicht zu lange, da ja jetzt angekündigt wurde, dass er ab Mitte Mai 2012 bis Ende Aug. 2012 Graf von Krolock bei Tanz der Vampire in Berlin spielen wird. Ausser er macht Rebecca und Tanz der Vampire parallel.

Mein größtes Problem habe ich mit Andreas Wolfram als Jack Favell. Ich fand ihn blass und völlig unauffällig. Lediglich bei "eine Hand wäscht die andere Hand" fand ich ihn wahrnehmbar und es kam ein erster Ansatz von "schmierig" und "kotzbrockig" durch, was sie Rolle ja sein soll. Auch stimmlich fand ich es nicht so toll.

Glänzend besetzt und im positiven Sinn routiniert: Kerstin Ibald und Andre Bauer,die ihre Rolle völlig verinnerlicht hatten. Wenn wunderst, da Sie diese Rollen bereits in Wien gespielt haben.

Toll fand ich Oliver Heim als Ben. Das war sehr schön gespielt und gesungen während mir Isabel Dörfler als Mrs. Van Hopper nicht schrill genug war. Für mich war "I am an american Woman" nicht der Showstopper, der es hätte eigentlich sein sollen. Aber auch hier gilt: da kann sie noch rein wachsen, da auch sie diese Rolle in Stuttgart bei Rebecca übernehmen wird.

Alles in allem ist Rebecca in St. Gallen sehenswert, ganz überzeugt hat es mich allerdings nicht.

Susan (25 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


29314
Tolle Inszenierung mit Traumbesetzung!

13.11.2011 - Nach etwa drei Jahren war es nun so weit: Rebecca war zurück! Eine Woche nach der Premiere machte ich mich auf den doch recht beschwerlichen Weg nach St. Gallen, um mir eines meiner Lieblingsmusicals endlich wieder live anschauen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Bühnenbild ist fast so imposant wie Wien, man vergisst, dass man sich in einem Stadttheater befindet. Der Ton war an allen Abenden sehr gut (was wohl bei der Premiere noch nicht der Fall war), die Kostüme weitesgehend aus Wien übernommen. Neu sind einige Texte (m.E. überflüssige und wie im Falle von "Er verlor unerwartet seine Frau Rebecca" und "Sie war gewohnt, geliebt zu werden" auch keine positiven Änderungen) und die beiden Lieder "Zauberhaft natürlich" und "Merkwürdig". Ersteres finde ich, entgegen der weitläufigen Meinungen, sehr schön und berührend. "Merkwürdig" ersetzt" "Wir sind britisch" und ist für mich keine besondere Glanztat. Ganz nett, mehr nicht. Zu den Darstellern:
Lisa Antoni hat meine ohnehin hohen Erwarten um Meilen übertroffen, sie
ist für mich die mit Abstand beste "Ich" überhaupt! Und ich habe nicht nur
alle anderen Besetzungen gesehen, sondern fand diese auch zum Großteil auch richtig gut!
Aber Lisa ist für mich nicht nur die mit ABSTAND natürlichste
Schauspielerin, sondern hat auch jedes Lied unfassbar schön gesungen.
Sei es "Ich hab geträumt von Manderley", "Zeit in einer Flasche", "Heut
Nacht verzauber ich die Welt" oder "Mrs de Winter bin ich" - das war für
mich schlicht perfekt! Ich hab gar keine Lust mehr, mir in Stuttgart
wen anders in der Rolle anzusehen!

Ähnliches gilt für Maya Hakvoort, tolle Stimme, aber vor allem ganz
großes Schauspiel! Ihre Danvers ist menschlich, verzweifelt und irre!
Geniale Rolleninterpretation für mich, man weiß nicht, ob man mit ihr
Leiden oder sie verabscheuen soll. Hammermäßig!

Und zu Thomas Borchert... was hat der mich überrascht!
Schauspielerisch nicht so leidend wie Uwe, dafür stimmlich göttlich! Die
Schlusstöne von "Gott, warum?" und "Manderley in Flammen" ein Traum,
"Kein Lächeln war je so kalt" ohnehin.

Was das Zusammenspiel von ihm und Lisa angeht - auch hier
widerspreche ich einigen "Vorpostern"! Meiner Meinung nach haben sie die Verliebtheit
einwandfrei herüber gebracht, da waren immer wieder diese kleinen
Gesten, Streicheln, Küsse. Die Schach-Szene war super gespielt, Monte
Carlo und die Hochzeitsreise genauso. Einzig der Abgang nach "Kein
Lächeln" war mir zu schnell, was aber an der Regie liegt.

Auch die restliche Cast hat mir gefallen, vor allem André Bauer und Kerstin Ibald, die ich beide schon in Wien sehr gern gesehen habe.
Ich würde diese Show in St. Gallen jedem nur empfehlen, allein die 3 Hauptakteure sind es wert und sensationell!

Mrs de Winter (erste Bewertung)


29278
Eine Maya Hakvoort in Höchstform

24.10.2011 - Mit der Projektion und dem Rauschen der Wellen, welche in eine Wolken- und Nebelprojetion übergehen stimmt Lisa Antoni das Lied ,,Ich hab geträumt von Manderley" an. Lisa Antoni hat mir wie bereits befürchtet wirklich gar nicht gefallen. Ihre Interpretationen während der ganzen Show wirkten für mich sehr oberflächlich. Einzig im Song ,,Mrs. De Winter bin ich" konnte sie mich vollkommen überzeugen. Auch Ihr Schauspiel reisste mich nicht vom Hocker.

Nun befinden wir uns in Monte Carlo wo Isabel Dörfler als Mrs. Van Hopper der Ich das letzte Selbstvertrauen raubt. Ich muss sagen ich hatte noch nie die Gelegenheit, Sie live zu erleben. Es war sehr schade, dass diese Rolle nur 2 Songs im ganzen Stück hat.

Über Thomas Borchert muss ich nichts mehr sagen, der wahr einfach wie immer fantastisch.

Wenn man die Pressekonferenz von Mayas Performance anschaut, ist man nicht mehr so sicher ob die Rolle der hinterhältigen Haushälterin Mrs. Danvers richtig besetzt ist. Zu Beginn wirkt sie zu nett. Aber Ihr Song ,,Sie ergibt noch nicht" ist so genial, man kann es nicht beschreiben, man muss sie in dieser Rolle gesehen haben. Jeder der 4 Rebecca Songs sind anders interpretiert. Das Highlight war der erste Rebecca Song im 2. Akt. Die Betonung in jedem Wort ist der reine Wahnsinn. Auch der Song ,,Nur ein Schritt" überzeugt auf ganzer Linie. Ich wusste das Maya gut sein würde, aber diese Rolle hat man von Ihr nicht so erwartet. Maya beweist, dass Ihr auch böse Rollen liegen.

Kerstin Ibald als Beatrice und Andre Bauer überzeugten auch auf ganzer Linie, wie bereits erwartet.

Das Bühnenbild ist grandios, natürlich nicht so aufwendig wie in Wien. Aber man muss bedenken, dass es sich hier um eine Produktion eines Stadttheaters handelt, welche noch andere Produktionen aufführen.

Die Treppe kann sich nicht drehen, aber das macht eigentlich gar nichts. Auf den Brand von Manderley waren alle gespannt. Mrs. Danvers läuft mit einer brennenden Fackel die Treppe nach oben, es gibt ganz viel Rauch. Das Nachthemd von Rebecca hat sie dabei und auf den letzten Treppen wird sie ohnmächtig und stirbt, während das Nachthemd dem Boden entgegenschwebt. Danach gibt es noch mehr Rauch. Auf den Vorhang werden diverse durch die Gegend fliegende Gegenstände und Feuer projeziert. Interessant ist dass sich niemand vor dem Vorhang befinden. Man weiss zuerst also nicht, wer die Katastrophe überlebt hat.

Laut Programmheft ist dies die St Galler Version, welche es nirgendwo in dieser Fassung zu sehen sein wird.

Einige Dialoge wurden überarbeitet und es gibt 3 neue Songs:

- Petit Déjeuner: Selbe Melodie wie ,,Er verlor unerwartet seine Frau" aber ein neuer Text. Kommt an der selben Stelle vor. Ein Ensemblesong

- Zauberhaft Natürlich: Dieses Lied ist ja schon bekannt und kommt nach ,,Der Abgrund" vor.

- Merkwürdig: Dies ist ein neuer weitere Ensemblesong, welcher den Song ,,Wir sind britisch" ersetzt. Hier singen die Bediensteten über die neue Mrs. de Winter.

Die Produktion hätte 5 Sterne verdient, aber da mich Lisa Antoni nicht wirklich überzeugt hat, gibt es von mir nur 4 Sterne.

José88 (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


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Handlung
Ein schüchternes Waisenmädchen verliebt sich in den viel älteren Adeligen Maxim de Winter. mehr

Weitere Infos
Das Musical-Drama von Michael Kunze (Buch und Texte) und Sylvester Levay (Musik) wurde am 28. September 2006 in Wien uraufgeführt. Es basiert auf dem gleichnamigen Gesellschaftsroman von Daphne du Maurier, der nicht zuletzt durch die Verfilmung von Alfred Hitchcock bekannt wurde.

 Kurzbewertung [ i ]
(sj)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Inszenierung auf allerhöchstem Niveau; mit einer exzellenten Cast - allen voran Maya Hakvoort als Mrs. Danvers.

25.10.2011

 Leserbewertung
(7 Leser)


Ø 3.86 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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