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Satire

Kein Pardon

Witzigkeit kennt keine Grenzen


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Basierend auf Hape Kerkelings erstem Kinofilm aus dem Jahr 1993 bietet das Musical trotz dramaturgischer Mängel und durchschnittlicher Songs solide Unterhaltung. Großen Verdienst daran haben die gut aufgelegten Darsteller. Nach Thomas Hermanns und Achim Mentzel übernehmen von September bis zum Ende der Laufzeit im Dezember Roberto Blanco und Tetje Mierendorf in mehreren Shows pro Woche die Rolle des selbstverliebten Showmoderators Heinz Wäscher.

(Text: Markus Frädrich)

Premiere:12.11.2011
Rezensierte Vorstellung:10.11.2011
Dernière:31.12.2012


Gleich nach der Eurovisionshymne grüßt Hape Kerkeling himself. Zwar nicht live, aber zumindest von der Großleinwand vor der Bühne. Und nicht als er selbst, sondern als beschwipste Fernsehmoderatorin von Kanal 1. Es folgt eine kurze Ouvertüre, in der sich Melodien aus dem Musical fröhlich mit den Themen von TV-Show-Klassikern wie "Musik ist Trumpf" und "Die Pyramide" abwechseln. Ein kurzer Prolog, und wir sind mitten im Pott, in "Bottrop Beach", wo der verklemmte Fernsehjunkie Peter Schlönzke zwischen Schalke-Fans und Schrebergarten sein einsames Dasein als Schnittchenschmierer fristet.

Fans der gleichnamigen Filmkomödie aus dem Jahr 1993 kommen im ersten Akt von "Kein Pardon" voll auf ihre Kosten. Viele Dialoge sind 1:1 aus dem Drehbuch von Hape Kerkeling, Angelo Colagrossi und Achim Hagemann übernommen, allen voran die kauzigen Schlagabtausche zwischen Opa, Oma und Mutter Schlönzke. Letztere hat ihren Sohn kurzerhand zum Talentwettbewerb beim Fernsehen angemeldet. Mit seiner engagierten Interpretation von "Biene Maja" kann er dort zwar nicht punkten, ergattert aber dennoch einen Job als Kabelhilfe in der Show "Witzigkeit kennt keine Grenzen". Dort entpuppt sich Peters einstiges Idol, der Moderator Heinz Wäscher, hinter den Kulissen als übellauniger Choleriker.

Kerkeling und seine Mitautoren haben gut hingeschaut (und hingehört), als sie Charaktere wie die weinerliche Ruhrpott-Oma Hilma, den stets ergebenen Regisseur Bertram oder die unter Strom stehenden Redakteure Doris und Walter entwickelt haben. Trotz einer relativ erfolglosen Kinolaufzeit hat sich "Kein Pardon" deshalb über die Jahre zum Kultfilm gemausert. Entsprechend enthusiastisch werden im Capitol der Apparat für die persönliche Glücksmelodie und das Hundefutter "Batzen", die kleine Nachwuchs-Sängerin Bettina und "Der Henne" wie alte Bekannte begrüßt. Dank der übersichtlichen Handlung dürften sich aber auch Theaterbesucher ohne filmische Vorkenntnis schnell im Kosmos der vielen Running Gags und Zitate zurecht finden, dem die Mediensatire ihre Beliebtheit verdankt. Nicht zuletzt unter Medienschaffenden selbst.

Aber funktioniert "Kein Pardon" auch als Musical? Zeitweise. Im ersten Akt kommt die Show zunächst gut in Fahrt. Achim Hagemann, Thomas Zaufke und Heribert Feckler haben sich musikalisch von der Stange bedient, aber immerhin sind ihre mal rockigen, mal poppigen, mal revueartigen Songs so eingebettet, dass sie die Handlung vorantragen. "Käffchen!" etwa, die Solonummer von Redaktionsassistentin Karin, umrahmt den Talentwettbewerb, das swingende "Im Fernsehland" begleitet Peters Einstand als Kabelträger. Dann beginnt die Dramaturgie in der Inszenierung von Alex Balga mehr und mehr zu bröckeln. Kurz vor dem Aktfinale lauert ein gewaltiger Bremsklotz in Form einer Publikumsinteraktion mit Warm-Upper Hardy Loppmann (Julian Button). Nach seinem Wutausbruch im Kostüm des Lustigen Glückshasen – dem eigentlich idealen Schlusspunkt für den ersten Akt – muss Peter dann den "Witzigkeit"-Titelsong mit den Damen vom Fernsehballet erst noch einmal als Polka, als Can-Can-Parodie und zum Mitschunkeln singen, bevor der Vorhang fallen darf.

Im zweiten Akt hält diese Abwärtstendenz an, aus verschiedenen Gründen. Das liegt erstens an Hans Peter Kudlichs Bühnenbild, dessen solides Herzstück eine zweiteilige Drehbühne bildet, die bis hierhin bereits das meiste von dem gezeigt, was sie zu Tage fördern kann. Zweitens an der Tatsache, dass sich die Handlung nun zunehmend von der Filmvorlage entfernt, es also fürs Publikum weniger wiederzuentdecken gibt. Drittens an den Songs, die den Handlungsfluss vehement hemmen. "Wild und Frei", das gitarrenlastige Duett zwischen Peter und Tontechnikerin Ulla, tritt dramaturgisch genauso auf der Stelle wie der Titelsong "Kein Pardon" oder Opa Schlönzkes Ruhrpott-Hymne "Dat wär doch gelacht".

Das wäre halb so schlimm, wenn wenigstens Thomas Herrmanns‘ Texte originell wären, doch das Gegenteil ist der Fall. Wenn Schnittchen-Peter plötzlich mit den Worten "Ich war null und nichtig / ein Lufthauch im All" über sein früheres Leben sinniert, wenn er sich gemeinsam mit Ulla in Plattitüden wie "Jetzt geht es los mit unserem Traum" und "Wie schnell das Schicksal uns verändert" verliert, dann wird klar deutlich, wo die "Witzigkeit" im Stück dann doch Grenzen kennt: Im Songtext. An kaum einer Stelle schafft es Hermanns, die Stimmung einer Szene oder die "Kauzigkeit" eines Charakters bruchlos in einen anknüpfenden Song zu transportieren. Am Ende bleibt kaum eine Textzeile, an die man sich wegen ihrer Pfiffigkeit oder Raffinesse erinnern will, außer vielleicht an die Lyrics zu Uschi Blums frecher Schlagerparodie "Nimm mich heut Nacht". Aber die gab es schon im Film, sie stammen also nicht von Hermanns.

Dass man dem Stück bis zum konstruierten Zuckerguss-Finale samt "Das ganze Leben ist ein Quiz" dennoch insgesamt gewogen bleibt, hat zum Ersten sicherlich mit der Nostalgie zu tun, die das muntere Treiben im überdimensionalen Bühnen-Fernseher versprüht. Die Entwürfe von Kostümdesigner Mario Reichlin lassen ebenso wenig Zweifel aufkommen wie die Musikzitate von "Sandmännchen" bis "Tagesschau": Wir befinden uns nicht in der heutigen Medienlandschaft, sondern irgendwo in den 1980ern, als Karl-Keinz Köpcke noch die Nachrichten las, in der Zeit der großen Fernsehshows. Auf den zweiten Blick ist "Kein Pardon" nicht bloß irgendeine Klamotte über Spießbürger aus dem Pott, sondern eine Retro-Show, die dazu noch ganz ohne Compilation auskommt.

Zweitens: Das Ensemble. Die Darsteller werfen sich mit Lust in den Klamauk, allen voran Enrico De Pieri (Peter Schlönzke) als liebenswerter Anti-Held im weißen Rollkragenpulli und Dirk Bach (Heinz Wäscher) als Showmaster, der "net arbeite" kann, wenn ihn "der Lustige Glückhase so blöd anstiert". Bachs komödiantisches Timing ist hervorragend, und wenn sein hessischer Dialekt auch etwas aufgesetzt klingt: Sein Gebabbel um das fehlende "Briefsche" in dem "Körbsche" des Glückshasen ist genauso sehenswert wie sein Abschiedssong "Lass Heinz ran!" Schade, dass seine Uschi Blum nur mit Fistelstimme singt.

Wenn Verena Plangger als Oma Schlönzke von ihren nächtlichen Bollerwagen-Fahrten im Krieg jammert, bleibt kein Auge trocken. Wolfgang Trepper nörgelt sich als Opa Schlönzke durch den Abend, Iris Schumacher gibt ihr bestes, gegen Peters Film-Mutter Elisabeth Volkmann anzuspielen und ihre Tränendrüsen-Songs im zweiten Akt mit Würde zu absolvieren. Ex-Valjean Reinhard Brussmann, der als Regisseur Betram seine Moderatoren umgarnt, wünscht man sehnlichst mehr Songs. Claudia Dilay Hauf macht als Käffchen-Karin einen guten Job, während Tobias Bode und Susanna Panzner als verklemmter Walter und ketterauchende Doris erstaunlich blass bleiben. Unbedingt erwähnenswert dagegen ist Heike Schmitz, die Tante Irmgard und diverse kleine Rollen (wie die Mutter der kleinen Bettina) mit viel Herzblut und Ruhrpottschnauze gestaltet.

Roberta Valentini hat dagegen die undankbarste Rolle von allen. Sie spielt Ulla, die Tontechnikerin, einen vom Buch völlig vernachlässigten Part. War Ulla im Film noch ganz klar Peters Freundin, ist sie im Musical nur noch "eine" Freundin. Sowohl ihr Klingelton-Tick als auch ihr Esoterik-Spleen werden nur kurz angedeutet. Ulla darf ein paar emanzipierte Sprüche aufsagen, Liedtexte wie "Mein Leben ist wie ein Klang / ich tanz die ganze Tonleiter lang" singen und dann flugs zum BBC-Praktikum nach London entschwinden. Kurzum: Ulla ist zur Randnotiz verkommen, Valentini hoffnungslos unterfordert.
"Kein Pardon" mag nichts für den Musical-Zenit sein, dazu ist es handwerklich und dramaturgisch zu unausgereift, dazu fehlt dem Stück in den Musiknummern das Augenzwinkern und ein Texter vom Format eines Heiko Wohlgemuth. Aber: Die Show ist, dank Kerkelings Gags und tollen Hauptdarstellern, kurzweiliges Musiktheater – und eine Reminiszenz an die goldenen Ära der Fernsehunterhaltung. Der Henne fänd’s gut.

Nachtrag vom 14. September 2012:
Kurz vor Ende der Düsseldorfer Spielzeit hat Tetje Mierendorf die Rolle des Heinz Wäscher übernommen. Nein, Mierendorfs stärkste Musicalrolle ist es nicht: Seltsam deplatziert wirkt er, während er in seinem Moderatoren-Glitzeranzug hörbar mit Wäschers hessischem Dialekt kämpft. In vielen Szenen – etwa bei seinem Glückshasen-Ausraster vor laufender Kamera – fehlt ihm das Quentchen Exaltiertheit, mit dem Dirk Bach Wäschers cholerische Anfälle voll auszureizen wusste. Erst mit dem Showstopper "Ruf Heinz an" gelingt es ihm, ein Publikum wachzukitzeln, das längst nicht mehr so enthusiastisch den bekannten Filmpointen entgegenfiebert wie die Zuschauer zu Beginn der Spielzeit – und anders als die eingefleischten Fans kein Pardon kennt, wenn die unausgereifte Show-Dramaturgie und manche Schwächen in der Besetzung den Abend unnötig ausbremsen. (mfr)



(Text: Markus Frädrich)




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Kreativteam

IdeeHape Kerkeling
Idee und BuchThomas Hermanns
MusikAchim Hagemann
Zusätzliche SongsThomas Zaufke
Musikalische LeitungHeribert Feckler
RegieAlex Balga
ChoreografieNatalie Holtom
BühneHans Peter Kudlich
KostümeMario Reichlin
LichtdesignAndrew Voller
SoundesignRiccardo van Krugten


Besetzung

Peter SchlönzkeEnrico De Pieri,
(Thomas Hohler)
(Benjamin Sommerfeld)

Heinz WäscherRoberto Blanco
Tetje Mierendorf,
(Heinz-Peter Lengkeit)
(Reinhard Brussmann)
(Carlo Lauber)
(Paul Kribbe)

UllaJana Stelley,
(Julia Waldmayer)
(Julia Lißel)

Mutter SchlönzkeIris Schumacher,
(Susanna Panzner)
(Nicole Rößler [Dezember 2012])
(Heike Schmitz)
(Christiane Reichert)

Oma SchlönzkeVerena Plangger,
(Petra Welteroth)
(Heike Schmitz)

Opa SchlönzkeWolfgang Trepper
Heinz-Peter Lengkeit,
(Carlo Lauber)

BertramReinhard Brussmann,
(Julian Button)
(Timo Ben Schöfer)
(Gerhard Fehn)

Hardy LoppmannJulian Button,
(Wolfgang Schwingler)
(Björn Klein)

WalterTimo Ben Schöfer,
(Wolfgang Schwingler)
(Björn Klein)

DorisNicole Rößler,
(Claudia Dilay Hauf)
(Fabienne Hesse [Dezember 2012])
(Heike Schmitz)
(Christiane Reichert)

KarinFabienne Hesse,
(Esther Mink)
(Veronique Spiteri [Dezember 2012])
(Janine Buck)

Tante Irmgard
Bettinas Mutter
Heike Schmitz,
(Kim-Deborah Tomaszewski)
(Janine Buck)
(Christiane Reichert)

Ensemble Annika Firley
Luise Helbig
Julia Lißel
Veronique Spiteri
Kim-Deborah Tomaszewski
Julia Waldmayer
Arne David
Thomas Hohler
Adriano Sanzo
Wolfgang Schwingler
Benjamin Sommerfeld
Eveline Gorter
Swings Janine Buck
Anke Merz
Tom Dewulf
Björn Klein
Richard Patrocinio
Sophie Blümel
Walk-In-Cover Petra Welteroth
Gerhard Fehn
Frank Bahrenberg
Christiane Reichert
Carlo Lauber
Paul Kribbe


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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


13 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29848
Kein Parton

29.12.2012 - Ich habe das Musical 3 Mal gesehen unter anderem mit dem leider verstorbenen Dirk Bach und er war Großartig in der Rolle des Heinz Wäscher (und Uschi Blum)was leider nicht für Titje Mariendorf gilt. Damit ist meine Kritik schon zu Ende. Sich so wie hier zum Teil sehr negativ zu äußern ist mir nicht nachvollziehbar denn man sollte sich schon mit dem Schrägen Humor von Hape Kerkeling identifizieren. De Pieri ist ein ganz toller Schauspieler und ein hervorragender Sänger. Leider hat man sich sehr an die Filmvorlage gehalten es wäre die Chance gewesen die Handlung ein wenig zu verändern und die Geschichte um die Toningenieurin Ulla in einem Happy ende, enden lassen. Aber die Dekadenz im Fernsehen und die Beweihräucherung von sogenannten TV Stars wird doch sehr gut herüber gebracht und ich denke das hat sich bis zum Heutigen Tage nicht geändert. Und so trifft kein Pardon immer noch voll ins Schwarze. Das Ganze ist recht nett Arrangiert und Unterhaltsam wenn auch nicht mit solchen Mega Musicals wie Phantom der Oper, Elisabeth, die Schöne und das Biest, Les Miserables Tarzan Cats usw. mithalten kann. Schad das am 31.12.2012 Endgültig der letzte Vorhang in Düsseldorf Fällt.

Phantom der Oper (erste Bewertung)


29675
Neeee

02.08.2012 - Hat mir leider nicht so gut gefallen. Die Musik ist langweilig und die Story find ich überhaupt nicht lustig...

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


29577
Super Unterhaltung !

30.04.2012 - Ich habe die Nachmittgasshow am 28. April gesehen und war total begeistert !
Das Orchester war genial, wenn uach sehr klein.
Die Witze sind gut, das deutsche Fernsehen wird sehr gut charakterisiert und die Handlung ist unterhaltend.
Zur Cast:
Peter Schlönzke - Enrico de Pieri
Er war echt gut, solide Stimme und tolles Schauspiel. Schulnote: 2,2.
Heinz Wäscher - Dirk Bach
Genial ! Nicht nur unglaublich witzig, sondern auch stimmlich herausragend. Sein Zusammenspiel von Gesang Tanz und Schuapiel einfach göttlich.
Schulnote: 1,1
Mutter Schlönzke - Iris Schuhmacher
Toll gesungen, leicht abgedreht gespielt, hat mir aber gefallen, sehr passend und in dem Lied Kein Pardon eine unglaublich starkes Organ gezeigt.
Schulnote: 1,8
Oma - Verena Plangger
gut und solide gesungen und gespielt.
Schulnote: 2,6
Opa - Carlo Lauber (u/s)
überraschend gut: diese Rolle passt bei ihm mal echt gut !
Schulnote: 2,0
Ulla - Julia Lißel (u/s)
Tolle Zweitbesetzung, Roberta Valentini hat nicht gefehlt. Junge, schöne, aber auch volle Stimme, sehr überraschend, gute Tänzerin und schauspielerin
Schulnote: 1,6
Doris - Susanna Panzner
rockig, ein wenig schwach
Note: 2,7
Walter - Tobias Bode
Note: 2,9
Bertram - Reinhard Brussmann
Note: 2,2
Hardy Loppman - Julian Buton
Note: 2,1
Tante Irmgard - Christiane Reichert (u/s)
Note: 1,9

Eine tolle Show, sehr sehenswert in einem wunderschönen Theater.

Jonas:) (6 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


29397
solide Show mit deutlichen Längen

27.12.2011 - Als großer Fan des Genres Musical und zudem noch Fan der Filmvorlage waren meine Ewartungshaltung und Vorfreude groß. Nach Verlassen des Theaters waren die Gefühle aber nicht durchweg euphorisch, sondern sehr gemischt. Zu den Stärken des Abend zählten vor allem die darstellerischen Leistungen von Iris Schumacher, Enrico de Pieri und Dirk Bach, die allesamt das Beste aus ihren Rollen hervorholen und durch komödiantisches Talent und Timing überzeugen. Den undankbarsten Part hat in meinen Augen Roberta Valentini, deren Rolle schon vom Buch her sehr oberflächlich angelegt ist und die in den ihr zugedachte. Liedern maßlos unterfordert wirkt. In puncto Lichtdesign, Kostüme und Bühnenbild gab es nichts zu bemängeln. Die neuen Kompositionen klingen allesamt nett, wirklich im Ohr gelieben ist beim ersten Besuch aber leider kein einziges der neuen Lieder. Leider wirkten sie auf mich an viel zu vielen Sellen überflüssig, da sie in keinster Weise handlungstragend sind. Insbesondere der 2. Akt weißt dadurch deutliche Längen auf. Wer den Film liebt, wird im Musical auf jeden Fall viel zu Lachen haben, sich aber vielleicht die Frage stellen, ob er dies durch nochmaliges Gucken der DVD im heimischen Wohnzimmer nicht besser und biliger erreichen könnte.

EdgarBeane (6 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


29396
Kein Pardon

25.12.2011 - Ich kenne auch Kein Pardon: habe für Weihnachten Karten gekauft und war mit Mann und unseren jugendlichen Söhnen im Capitol. Wir fanden es alle schrecklich, übersteuerte Musik, viel zu laut und kreischend, nicht witzig, veraltete Gags, viel Tamtam um nichts. Selbst die Handlung (wir kannten den Film nicht) fanden wir nichtssagend. Wir wollten nach der Pause schon nicht mehr reingehen, aber ich hatte nun die teuren Karten gekauft, letztlich haben wir dann doch den Saal vorzeitig verlassen, und waren froh wieder draußen zu sein.

dreamteam (erste Bewertung)


29394
Nett, mehr nicht!

21.12.2011 - Ich persönlich fand den ersten Akt viel zu lang, während mir der zweite Akt besser gefallen hat. Dramaturgie schlecht ausgearbeitet, Regie Durchschnitt, Gags sitzen nicht immer bzw. sind sie auch nicht immr lustig, Musik eher belanglos und Bühnenbild ist okay. Einzig Dirk Bach und Enrico de Pieri sind wirklich sehenswert und machen ihren Job richtig gut. Am Ende bleibt ein fader Beigeschmack mit dem Gefühl, dass es soooo viel mehr sein hätte können. Einer der witzigsten Momente ist bereits die auf Leinwand projizierte Ansage von Hape zu Beginn. Das ist natürlich kein gutes Zeichen.

Fiyero (43 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


29382
Witzigkeit kennt keine Grenzen

15.12.2011 - schade, dass mein Vorschreiber diese vergeblich suchte, wir (mein Mann+ich,Tochter,Freund und Freundin) haben uns, wie die meisten in unserer Sitznaehe, koestlich unterhalten gefunden.
Der Meinung bzgl. Darstellern,Buehne usw. kann ich mich KEVIN vom 12.12. zu 100 % anschliessen.
Das Beste was wir im CAPITOL gesehen und gehoert haben!

besimusical (12 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


29377
Bitte werfen Sie KEINE Münze ein ... !

13.12.2011 - Das Geld für die Karten kann man für viele sinnvollere Dinge verwenden. Ich kann mich theatergänger2010 nur anschließen. Die angekündigte unterhaltsame und witzige Show, sucht man bis zum Ende leider vergebens. Die Ausstattung und Umsetzung reicht gerade mal für den halben Kartenpreis.
Von meiner Seite aus, nicht empfehlenswert!

Thommy (11 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


29373
Gute Unterhaltung

12.12.2011 - Ehrlich gesagt, waren meine Erwartungen an dieses Musical nicht besonders hoch.
Die bald zwanzig Jahre alte Filmvorlage ist ganz nett, aber weder als Komödie noch als beißende Mediensatire wirklich durchschlagend gut.
Außerdem besteht das Kreativteam des Musicals mit Kerkeling, Hagemann und Hermanns aus Leuten, für die Musiktheater Neuland ist.
Was kann man da erwarten?
Unterm Strich doch einiges. Das meiste ist nämlich richtig gut gelungen.

Bis auf einige kleine Änderungen hält sich das Musical ziemlich eng an das Filmdrehbuch. Ich hätte mir etwas mehr pointierte Mediensatire und etwas weniger (liebevolle) Milieustudie der Ruhrpott Kleinbürgerlichkeit gewünscht. Aber dieses Manko hatte auch schon der Film. Trotzdem trifft das Stück aber auch immer wieder ins Schwarze. Die Geschichte von Aufstieg und Fall der prominenten Showmaster ist immer noch aktuell. Von van Burg über Lippert und Türck bis hin zu Kerner, der in letzter Zeit auch nicht mehr viel zu Lachen hat, ist die Liste lang.

Musikalisch wurde das Ganze von Achim Hagemann und Thomas Zaufke hübsch verpackt. Volkstümliches und Balladenhaftes für die Schlönzkes und Showtime, Up tempo und sogar Rockiges für die bunte Fernsehwelt und ihre Protagonisten. Noch ein oder zwei flottere Nummern hätte der erste Akt aber gut vertragen können, um schneller in Fahrt zu kommen.

Optisch ist die Aufführung ebenfalls bestens gelungen. KEIN PARDON ist sicher die technisch aufwendigste Produktion, die es im Capitol zu sehen gab. Die Drehbühne rotiert fleißig, befördert große Kulissenteile und sorgt für raschen und fließenden Szenenwechsel. Sehr gelungen und aufwendig ist auch der Monitorrahmen, der die Bühne umgibt und zusammen mit der Beleuchtung für beeindruckende Bilder und Stimmungswechsel sorgt.

Die Besetzung ist makellos. Das Ensemble ist mit Spielfreude und ansteckender Energie bei der Sache. (Übrigens sind bei den Showszenen bis zu 14 Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne. Das ist vollkommen ausreichend, um eine bühnenfüllende Wirkung zu erzielen. Man erinnere sich an den leicht bizarren Streit im Forum, um die richtige Anzahl von Showgirls.)
Die Darsteller der Schlönzkes bieten wunderbare, treffsichere Portraits der bodenständigen Familie. Die Darsteller aus der Fernsehwelt agieren herrlich überdreht, gestresst und hektisch. Schauspielerisch und gesanglich sind allesamt großartig.
Enrico de Pieri begeistert mit großer Stimme und großer Spielfreude.
Dirk Bach in der Rolle des Heinz Wäscher ist für mich DIE Überraschung. Nicht (wie man vielleicht erwarten könnte) grober Klamauk, sondern eine komödiantisch und schauspielerisch fein austarierte Tour de Force durch die Niederungen des egozentrisch Show-Urgesteins Wäscher machen jede seiner Szenen zu einem Highlight. Da stimmt einfach alles. Schauspiel, Gesang, Bühnenpräsens, Comedy Timing. Hut ab vor dieser großartigen Leistung! (Alleine sein Auftritt als Uschi Blum ist etwas zu derb geraten und erinnert an groben Karnevalsunfug.)

Trotz einiger kleiner Schwächen ist KEIN PARDON im Großen und Ganzen also bestens gelungen.
Bunt, witzig, emotional, liebenswert, überraschend.
Gute Unterhaltung eben.

kevin (173 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


29317
Ein sehr unterhaltsamer Abend

14.11.2011 - Ich hatte die Möglichkeit mir dieses Stück an der Medienpremiere anzusehen. Ohne grosse Erwartungshaltung bin ich am Capitol Theater angekommen und habe es am Schluss sehr begeistert und wirklich gut unterhalten, wieder verlassen. Eine sehr schöne, witzige Produktion, mit tollen neuen Songs(keine alten Coversongs, wie sie zur Zeit ja öfter in Musicals auftauchen), welche sich perfekt in die Handlung einfinden. Ganz besonders ist hierbei der Cast zu erwähnen, der sehr gut ausgewählt wurde. Enrico de Piere verkörpert nicht nur die Rolle des Peter Schlönske, er füllt sie pefekt aus. Man "verliebt" sich richtig in diesen tollen Darsteller und seine einfühlsame Stimme. Dirk Bach ist in der Rolle des Heinz Wäscher zum brüllen komisch und zeigt, dass er auch beim tanzen eine tolle "Figur" macht. Das ganze Ensemble ist rund und macht Spass beim zuschauen und zuhören. Das Bühnenbild ist liebevoll und wandelbar, auch wenn die Bühne in 1-2 Szenen vielleicht etwas leer wirkt. Dies ist aber auch wirklich der eizige Kritikpunkt, den ich habe. Wer also ein kurzweiliges, witziges Musical mit tollen Darstellern und schönen neuen Songs sehen und hören möchte, der ist bei KEIN PARDON perfekt aufgehoben. Ich werde es mir auf jeden Fall noch einmal anschauen!

Musicalsturm (3 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


29313
bitte werfen sie eine münze ein....

13.11.2011 - ich war gestern in der premiere von kein pardon und musste fetstellen, das offenbar der chef klokow meint damit den großen wurf gelandet zu haben. ich fand , es war eine fade regie,die fieberhaft versucht hat, den film 1:1 zu kopieren.nach dem autftritt bei wetten das war ich von der personaltärke auf der bühne negativ überrascht, denn es waren für die " große show" zu wenig tanzpaare.falsch ist immer wenn kerkeling und hermanns auch mitmachen müssen, die aber in der show nie dabei sind, das erweckt falsche erwartungen. das bühnenbild war nicht doll, geschuldet was in einem alten starßenbahndepot möglich ist,aber auch mit wenig liebe zum detail in der aussattung und den requisiten. die fakefernsehkameras der show sehen aus wie aus dem überraschungsei und spiegeln nicht fernsehen wieder. klokow sollte aufhören zu versuchen sein exarbeitgeber zeigen zu wollen,was er alles tolles kann- das hätte stage im richtig großen theater mit mehr " münzen die man einwerfen muss" sicher besser gemacht- falsch ist immer auf promis und die werbung alles zu setzen, und dem kunden glauben zu lassen er merke nicht die mangelende ausführung in der show- das muß stimmig sein- das war und wird es hier nicht- dirk bach macht das gut,aber darauf ein ganzes produkt aufzubauen kann nichts werden- die zuschauer kennen bei den preisen auch " kein pardon"

theatergänger2010 (5 Bewertungen, ∅ 2.4 Sterne)


29312
Unterschiedlich

12.11.2011 - Ich fühlte mich dank der guten Darstellerleistungen im ersten teil gut unterhalten, während der zweite absolut langweilig war, bis auf ganz wenige Ausnahmen wie Dirk Bachs Solo, der mich ohnehin positiv überrascht hat. Aber Dramaturgie und regie sind schwach, ebenso die Gags. Warum hat man das Potential der Künstlker nicht ausgenutzt? Das ist eine 1:1 Kopie des Films, nur um die neuen Lieder ergänzt. Am übelsten ist, dass Enrico de Pieri wie ein Double von Hape Kerkeling rumlaufen muss. Das Bühnenbild ist eigentlich ok, aber man sieht mal wieder, dass Herr Klokow als Chef von Mehr Entertainment wohl nur für öffentlichkeitswirksame Werbung, nicht aber für die Produktion gute Stücke geeignet ist.

NordlichtHB (32 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


29311
Bravo Dirk Bach!

12.11.2011 - ich persönlich halte kein pardon für eine kapitalen flop. mann muss schon ziemlich auf überdrehte laute comedy stehen, um bei dem dem stück einen netten abend zu haben. mit das wichtigste neben einem einem vernünftigen buch, ist für mich die musik. bei kp gehe die meisten lieder um die 2.30. kaum hat mann sich an ein stück gewöhnt, ist es auch schon wieder vorbei. es gibt zwei ausnahmen. ein duett von dem sohn und seiner mutter mit dem titel kp und heinz wäschers grosses solo. bei diesen beiden stücken hatte ich das gefühl. wow ich bin in einem musical. ansonsten plätschert die musik schlagerlastig vor sich hin. die zwei flotteren nummern mit roberta und enrico sind nett. jedoch war mir und meiner begleitung nicht klar, ob sie jetzt gute freunde oder ein paar sind. da muss die regie noch stärker rausarbeiten. an den anderen rollenportraits kann mann gleich mit hand anlegen. so der regieassitentin Karin, die kaffee oder tee bringt. und ulla, die plötzlich für 1 jahr verschwindet und dann wieder vor der tür steht.

die drehscheibe rotiert kräftig, bringt aber kaum atmosphäre auf die bühne. ganz zu schweigen von der kleinen showtreppe. da habe ich deutlich mehr erwartet. auch finde ich das ensemble um mind 4 leute für die showauftritte im rahmen des musicals zu klein. gerade wenn mann wirklich den wetten das auftritt gesehen hat.das hat mann, aber wohl auch schon selber gemerkt und bei einer nummer mit zusätzlichen puppen gearbeitet.

der wirklich einzige grund warum der abend teilweise spass gemacht hat. ist DIRK BACH. sobald er auf der bühne ist, gewinnt das stück an tempo. er kann wirklich gut singen, nervt seinen kollegen ohne ende und bekommt die grössten lacher. sein grosses solo im zweiten akt ist für mich die beste nummer des stücks. als er durch die reihen zum ausgang ging war der applaus ziemlich gross. wenig später kommt er als cousin noch mal auf die bühne und spielt uschi blum.da gab es kain halten mehr. spitzen leistung. und wie gelenkig er ist!

ich sehe nur ein kleine chance für das stück! alle paar monate muss diese rolle durch einen prominenten gast besetzt sein.mann muss den ruhrpott und den slang sehr mögen. dann kann mann einen netten abend habe.die zielgruppe liegt meiner meinung nach bei 40 bis 60 jährigen. ob das reicht ausreichend karten zu verkaufen ? ich denke nicht. ich persönlich rechne mit einer spielzeit bis zum sommer. die premium preise rechtfertig das stück nicht.

die gute stimmung der medienpremiere schulde ich den freien getränken vor und in der pause

bin gespannt was nach dem wochenende zu lesen sein wird.

bei fragen fragen!

cooler_shaker (16 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


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Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Einem temporeichen ersten Akt folgt ein träger zweiter. Musikalisch wenig Spannendes, die Cast und die bekannten Gags tragen die nostalgische (Fernseh-)Show dennoch.

12.11.2011

 Leserbewertung
(13 Leser)


Ø 2.15 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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