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Schauspiel mit Musik

End of the Rainbow

The Man That Got Away


© Bo Lahola
© Bo Lahola
"End of the Rainbow" ist unter die Haut gehendes Theater vom Feinsten. Die Hamburger Kammerspiele zeigen die letzten Monate im Leben der Judy Garland Ende der 60er Jahre. Angefangen beim Versuch eines Comebacks – scheinbar nach einer Entziehungskur – bis hin zu ihrem Tod durch eine Überdosis Tabletten im Alter von nur 47 Jahren.

(Text: cwo)

Premiere:13.06.2011
Letzte bekannte Aufführung:16.11.2012


Wer hier allerdings ein Musical mit großen Show- und Tanzeinlagen erwartet, wird enttäuscht. Die Musik dient hier nicht dazu, die Handlung voran zu treiben, sondern findet sich lediglich in den Konzerten der Garland, aus denen immer wieder Ausschnitte gezeigt werden. Bis auf einige von Thomas Borchert live gespielte Songs kommt die Begleitmusik ausschließlich vom Band – wunderbar eingespielt von der NDR-Bigband.

Zu Beginn des Stücks sieht man die Garland – voller Energie und Tatendrang – auf dem Weg in ein Bühnencomeback und ein neues Glück mit ihrem 15 Jahre jüngeren Manager und Liebhaber. Mehr und mehr wird sie aber von ihrer Vergangenheit und ihrer Sucht nach Tabletten und Alkohol eingeholt, um dem Druck und der Erwartungshaltung der Öffentlichkeit und ihres Publikums standzuhalten.

Hierzulande ist nur wenig über Judy Garland bekannt – jenseits ihrer Rolle als Dorothy in "Der Zauberer von Oz", die ihr im Alter von nur 16 Jahren den großen Durchbruch bescherte. Und so erlangt der Zuschauer in "End of the Rainbow" einen intimen Einblick in die innere Zerrissenheit eines von der Filmindustrie zerschlagenen Menschen zwischen Pillen, Bühne und dem Wunsch, bedingungslos geliebt zu werden.

Marion Martienzen spielt Judy Garland herausragend und sehr eindringlich. Sie zeigt ihre Stärke und ihren Humor, genauso wie ihre Verletzbarkeit. Sowohl die lauten, besonders aber auch die leisen Töne ziehen den Zuschauer schnell in ihren Bann. Schön zu hören ist, dass sie beim Singen nicht versucht, den Garland-Sound zu imitieren, sondern mit ihrer natürlichen Stimme singt. Dabei interpretiert sie die Songs so wunderbar, dass man im Rahmen eines Konzerts gern noch mehr gehört hätte.

Thomas Borchert hat in seiner Bühnenlaufbahn schon die unterschiedlichsten Charaktere gespielt. In den Hamburger Kammerspiele spielt er den langjährigen, schwulen Pianisten und Vertrauten der Garland. Er überrascht mit seinem hervorragenden Klavierspiel und beweist, dass er auch als "Nicht-Vampir" fernab der großen Stage-Musicals gutes Theater bietet.

Gunnar Titzmann gibt den 15 Jahre jüngeren Liebhaber und Manager der Garland, der die meiste Zeit sehr fürsorglich und um ihr Wohl bedacht ist und sie mehrfach daran hindert, nach Drogen zu greifen. Umso unverständlicher ist es für den Zuschauer, dass er zum Ende des Stücks der Garland Drogen verschafft und sie diese auch schlucken lässt. Und hier liegt der Schwachpunkt der Inszenierung, die die Rolle Titzmanns zu undeutlich zeichnet.

Schauspielerisch bleiben beide Männer etwas hinter Marion Martienzen zurück, obwohl Thomas Borchert gerade am Anfang des zweiten Aktes in einer Szene, in der er die Garland vor ihrem Auftritt schminkt, sehr eindrucksvoll seine Gefühle zeigt.

Die Bühne ist mit wenigen Elementen ausgestattet. Lediglich ein Klavier, ein Klavierhocker und ein großer Sessel stellen die geschmackvoll in rosa-schwarz gehaltene Hotelsuite in London dar. Durch den Einsatz drehbarer Sofitten sowie zahlreicher Glühbirnen an Rampe und Bühnenrückwand wird die Hotelsuite in Sekunden in eine Showbühne verwandelt. Kompliment an Katrin Kersten, die hier durch sehr schnelle und einfache Veränderung einen komplett anderen Spielort schafft.

Die Kostüme von Nini von Selzam sind stilvoll, aber zeitlos. Hier wäre schon der ein oder andere Hinweis auf die Zeit schön gewesen, in der das Stück spielt.

Insgesamt bieten die Hamburger Kammerspiele mit "End of the Rainbow" unter der Regie von Martin Maria Blau Gänsehauttheater pur. Nachdem am Ende des Stücks die als "Tramp" geschminkte Marion Martienzen a capella "Somewhere Over the Rainbow" anstimmt, verlässt man als Zuschauer das Theater mit einem dicken Kloß im Hals und vielleicht sogar ein paar Tränen in den Augen

(Text: cwo)




Verwandte Themen:
News: Thomas Borchert bei "Rebecca" in St. Gallen (26.01.2011)



Kreativteam

RegieMartin Maria Blau


Besetzung

Judy GarlandMarion Martienzen
Mickey DeansGunnar Titzmann
Alexander Wüst
AnthonyThomas Borchert



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29357
Großartig

03.12.2011 - Ich habe das Stück im Sommer in den Kammerspielen Hamburg gesehen und war sehr beeindruckt von der schauspielerischen und gesanglichen Leistung von Marion Martienzen. Das Stück wird von ihr getragen, die beiden männlichen Mitspieler sind eher nebensächlich. Machen ihre Sache aber gut. Besonders die Schminkszene zwischen Anthony (Thomas Borchert) und Judy ist sehr berührend. Das Bühnenbild ist karg, was nur noch mehr den Focus auf die Darsteller lenkt. Großartiges Theater. Sehr empfehlenswert.

Heidi-1 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


29245
Vorstellung vom 18.09.2011 Stadttheater Minden

19.09.2011 - Für 6 Tage ist diese tolle Prod. im Stadttheater Minden zu sehen. Die beiden Hauptdarsteller Thomas Borchert und Gunnar Titzmann fehlen und werden durch zwei gute Schauspieler aus dem Ensemble der HH Kammerspiele ersetzt, dass schmerzt aber nicht weiter, den der Abend steht und fällt mit der wunderbaren Marion Martienzen.
Sie alleine ist das Eintrittsgeld wert und lässt uns an den Emotionen von Judy Garland teilhaben.
Wunderbar Ihre Wandlungsfähigkeit, ein Kammermuscial der ganz bes. Art.
Wie gut dass die HH Kammerspiele dieses Stueck wieder im Dezmeber 2011 im Spieplan haben.
Ich wünsche viele volle Vorstellungen, den Marion Martienzen ist es Wert in dieser Rolle gesehen zu werden.
Rowel

Rowel (19 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


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