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Drama

Jekyll & Hyde

Gefährliches Spiel


© Sabine Haymann
© Sabine Haymann
Drama-Musical um Dr. Henry Jekyll, dessen wissenschaftlicher Selbstversuch aus dem Ruder läuft. Es beginnt ein Kampf mit seinem bösen alter ego, Edward Hyde, der mehr und mehr außer Kontrolle gerät.

(Text: ks)

Premiere:31.12.2010
Letzte bekannte Aufführung:08.07.2011


Musikalische Leitung und Choreinstudierung: Martin Erhard
Inszenierung: Wolf Widder
Bühne und Kostüme: Katja Schröder
Choreographie: James Sutherland
Dramaturgie: Doreen Röder


Dr. Henry Jekyll/Edward Hyde: Kai Hüsgen
Lisa Carew: Eva Gullvåg Aasgaard
Lucy Harris: Lilian Huynen
Sir Danvers Carew: Klaus Geber
Gabriel John Utterson: Stefan Hagendorn
Nellie: Manuela Herrgesell
Bischof von Basingstoke: Lothar Helm
Lady Beaconsfield: Angela Wollschläger
General Lord Glossop: Frank Traub
Sir Archibald Proops: Iwan Zlabek
Lord Savage: Spencer Mason
Stride / blinder Bettler: Ingo Wagner
Penner: Holger Wecht
Spider: Brian Garner
Mike: Steffen Fichtner
Pfarrer: Rigobert Störkle
Poole: Spencer Mason
Bisset: Frank Traub


Mitglieder des Balletts und des Chores Stadttheater Pforzheim
Mitglieder des Extrachores des Stadttheaters Pforzheim / Futurestars Bretten
Badische Philharmonie Pforzheim

(Text: Theater)






Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Sabine Haymann
© Sabine Haymann
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© Sabine Haymann

Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


28924
Dies ist die Stunde...

30.01.2011 - ... das war der Tag, an dem Jekyll & HYDE endlich in Pforzheim in eigender Inszenierung zu sehen war.

Mit Spannung habe ich mich auf dem Weg nach Pforzheim gemacht. Nachdem ich bisher nur die Inszenierungen in New York, Bremen, Wien und Köln gesehen habe, freute ich mich auf die neue angepasste Übersetzung und die neue Sichtweise auf die Rollen.

DIE BÜHNE: Ähnlich einem Barocken Theater (Guckkasten) besteht die Bühne an sich aus einer Reihe an Stoffbahnen (links +rechts), einem beweglichen halboffenem Kasten und einigen verschiebbaren Vorhängen. Diese Vorhänge und die Seiten sowie die Rückwand sind ähnlich einem "Flecktarn" gestaltet und eher dunkel gehalten. Hin und wieder wird die Szenerie durch ein paar Elemente wie 2 Laternen, einem Lüster, einem goldenen Vorhang und Bistrotischen ergänzt.

Der Prospekt der Rückwand wird hin und wieder farbig ausgeleuchtet und lässt so tolle Perspektiven zu.

Zwar klappen nicht alle Szenenwechsel (manuell) reibungslos aber das ist wirklich zu verschmerzen.

Am aufwendigsten und doch nicht übertrieben gestaltet ist das Labor mit seitlicher Treppe und einer Apparatur die viel blubbert und dampft. Was in Jekylls Labor ein flackernder Fernseher zu suchen hat bleibt ein Rätsel und war hier eher störend.

Einfach aber genial ergeben sich durch die verschiebbaren Vorhänge und den Kasten verschiedene Perspektiven und Blickinkel in die Tiefen der Bühne. Besonders zu Anfang war das große Ensemble teilweise im Dunkeln der Bühne und kaum zu sehen. Das besserte sich aber im Lauf der Vorstellung. Ebenso die Tontechnik und die Textverständlichkeit in den Massenszenen wie Fassade oder vor dem Vorstand des St. Jude Hospitals. Die Soli und Duette werden einwandfrei und gut verständlich intoniert und zeigen einmal mehr wie schön die Melodien von Frank Wildhorn sind.

Die Kostüme sind sehr schön und der Zeit im viktorianischen London angepasst. Rote Abendroben für die Damen der Upperclass und feine Anzüge und Frack für die Herren. Auch das Volk in den Ensembleszenen und das Personal der Roten Ratte ist szenengerecht ausstaffiert.

Als Henry Jekyll trägt Kai Hüsgen Brille, Anzug und Arztkittel. Als HYDE entledigt er sich in sekundenschnelle der Dinge und steht mit wirrem Haar und Lederweste auf naktem Oberkörper. Zusammen mit der stimmlichen Veränderung sehr stimmig.

Mörder, Mörder wird ebenso einfach wie genial umgesetzt. Auch einen Zug gibt es der auf einem "fast" zurollt.

DARSTELLER Dr. Henry Jekyll/Edward Hyde wird von Kai Hüsgen (Gast) gegeben. Zuerst als fast schüchterner Arzt, liebevoll und neugierig wechselt er in grandioser Weise immer schneller und immer agressiver in sein Alter Ego HYDE. Seine Stimme klang angenehm und war sehr gut verständlich. Besonders in den anspruchsvollen Szenen als Hyde und in der Konfrontation weiß er zu punkten. Das Publikum honoriert dies entsprechend.

Lisa Carew wird von Eva Gullvåg Aasgaard (Gast) hinreißend gespielt und mit glasklarer Stimme in einwandfreiem Deutsch interpretiert. Es war so schön ihrem Gesang zu lauschen. Leider gibt die Rolle nicht allzuviel her. Dennoch holt sie das Beste aus den Szenen heraus. Stimmlich eine der Besten in der besuchten Vorstellung.

Im krassen Gegensatz dazu
Lucy Harris, dargestellt von Lilian Huynen. Anfangs wusste sie in der Roten Ratte mit Ihrer burschikosen Art und der rauchigen Stimme noch zu begeistern. Leider passten die anderen melodischen Songs von Lucy nicht zu Ihrer Stimme. Teilweise war es sehr unangenehm. Ein Fauchen und Knödeln. Selbst Jekyll Erstbesuchern, die neben mir saßen viel dies negativ auf. Wem man hier mit der Besetzung der Lucy einen Gefallen getan hat, ist schwer nachzuvollziehen. Dem Auge und dem Ohr des Publikums leider nur in ungenügendem Maße.

Man entschärft dies im Schlußapplaus dadurch das sich alle 3 Hauptrollen zunächst gemeinsam verneigen.

Trotz einiger Kritikpunkte habe ich mich sehr gefreut die Show endlich in einem Stadttheater zu erleben. Die Inszenierung ist sehr flüssig, spannend und durch die Nähe zum geschehen auch absolut fesselnd.

Klaus Geber als Lisas Vater hat wirklich eine schöne warme Stimme und spielt sehr gut. Väterlich verzeihend steht er Lisa bei.

DAS ORCHESTER spielt sauber und nicht zu schnell. Es wird wirklich in der Inzenierung Wert gelegt, die wunderbare Musik von Frank Wildhorn zu würdigen. Die herrlichen Balladen gehen gut und mit viel Schmelz über die Rampe. Nur selten wird das Keyboard wirklich hörbar. Sehr gut.

Schön an der Inszenierung das man Mädchen der Nacht wieder zeigt. Die Szene wird im 2. Akt gezeigt und der neue Text fügt sich wunderbar ein. Dafür wird auf das Lied "Die Welt ist völlig irr" verzichtet, was aber nicht stört.

Ein Tanzensemble ergänzt den Chor und reichert vor allem die Reprisen von "Fassade" mit einigen synchronen Beweungen an.

FAZIT: Eine sehenswerte Inszenierung ohne Hightech Schick-Schnack mit einem grandiosen Hauptdarsteller und einer stimmlich grandiosen Lisa. Bei Preisen von 13-28€ auch mehr als erschwinglich.

mrmusical (80 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


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Handlung
Der junge Arzt Henry Jekyll will das Gute vom Bösen im Menschen trennen - um das Böse zu eleminieren und die Menschheit vom Wahnsinn zu befreien. mehr

Weitere Infos
Das Musical von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Texte) basiert auf dem vielfach verfilmten Roman von Robert Louis Stevenson. Uraufgeführt wurde es 1990 in Houston - die Doppel-CD halten viele Fans immer noch für die beste Aufnahme der Show. 1997 kam das Musical an den Broadway. 1999 erlebte es unter der Regie von Dietrich Hilsdorf seine europäische Erstaufführung in Bremen (in der Übersetzung von Susanne Dengler, die auch die Lisa spielte). Diese Produktion wurde auch in Wien und Köln gezeigt. Seit März 2007 (Premiere in Chemnitz) gehört "Jekyll & Hyde" im deutschsprachigen Raum auch zum Stadttheater-Repertoire.

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