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Fantasy

Ghost - The Musical

Liebe ist stärker als der Tod


© Veranstalter
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Mit "Ghost" ist in London ein weiteres Musical zu sehen, das auf einer berühmten Filmvorlage basiert. Dabei herausgekommen ist eine Show, die sich nicht auf dem Erfolg des Kinovorgängers mit Patrick Swayze und Demi Moore ausruht, sondern in vielerlei Hinsicht als eigenständiges Werk punkten kann.

(Text: Katharina Schäfer)

Premiere:19.07.2011
Rezensierte Vorstellung:22.08.2011
Letzte bekannte Aufführung:06.10.2012


Dabei hat sich die Handlung aus dem Film nicht geändert: Auch hier wird Sam ermordet und versucht dann als Geist über das Medium Oda Mae Brown Kontakt zu seiner Freundin Molly aufzunehmen, um ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken und nebenbei seinen Mörder zur Strecke zu bringen. Geändert hat sich naturgemäß aber die Besetzung: In den Hauptrollen stehen Caissie Levy als Molly und Richard Fleeshman als Sam auf der Bühne. Beide können mit starken Popstimmen und gefühlvollem Schauspiel überzeugen, und harmonieren so gut miteinander, dass man ihnen ihre Gefühle füreinander zu jeder Zeit abnimmt.

Ihnen zur Seite steht Sharon D. Clarke, die als Oda Mae Brown das Rollenerbe von Whoopi Goldberg antritt. Durch ihr komisches Talent und ihre große Stimme geraten ihre Auftritte (insbesondere die Shownummer "I’m Outta Here") zu den Showstoppern des Stücks. Auch Andre Langtree macht einen guten Job in seiner Rolle als Carl Bruner, lässt in seiner Rolle gelegentlich die Zweifel und Gewissensbisse des ehemals besten Freundes durchblitzen. Komplettiert wird das hervorragend besetzte Ensemble durch Adebayo Bolaji (beeindruckend beklemmende Performance als Subway Ghost), Ivan de Freitas (Willie Lopes), Mark Pearce (Hospital Ghost) und Lisa Davina Philip und Jenny Fitzpatrick als Oda Mae Brown’s Assistentinnen.

Die Musik – darunter diverse Songs mit definitivem Ohrwurmpotenzial – stammt u.a. von Eurythmics-Mitglied Dave Stuart und bewegt sich im Bereich Pop, ab und zu mit leichten Tendenzen zum Elektrosound. Balladen, Ensemblenummern (unterstützt durch die kraftvollen Choreographien von Ashley Wallen) und soulige Songs fügen sich zu einem stimmigen musikalischen Gesamtbild, aus dem lediglich die Krankenhausszene "Ball of Wax" mit der dazugehörigen Steppeinlage als eher unpassend herausfällt. Natürlich kommt auch der Film-Titelsong "Unchained Melody" vor, jedoch wurde er klug eingebaut, sodass er nicht ins Stück gezwungen wirkt, sondern mit einem kleinen Augenzwinkern daher kommt. Leider ist es im Piccadilly Theatre bislang nicht gelungen, auf allen Plätzen eine zufriedenstellende Akustik zu erreichen, sodass die Songtexte teilweise schlecht zu verstehen sind.

Unbedingt Erwähnung finden muss die Ausstattung des Stücks, denn was optisch geboten wird, grenzt stellenweise schon beinahe an Reizüberflutung. Während die Kostüme zur Handlung passend eher schlicht sind, hat man als Bühnenbild eine hochtechnische Kulisse voller Effekte geschaffen. Der Hintergrund besteht – neben einigen Kulissenteilen, die etwa Carls Büro, Oda’s "Arbeitsplatz" oder die Polizeistation darstellen - aus einer großen LED-Wand, deren Einzelteile sich drehen, verschieben und öffnen lassen. Die Wand erscheint bei Bedarf transparent, sodass zum Beispiel die U-Bahn-Szene dahinter spielen kann, ansonsten zeigt sie in vielen Szenen rasch wechselnde Bilder, streckenweise sogar auf die Choreographien abgestimmt, oder dezenten, goldglitzernden Regen im Hintergrund, um dann in der Wohnung von Molly und Sam zur Ruhe zu kommen. Für die weiteren Effekte (aus Licht und Rauch projizierte Menschen, Sams Durch-Wände-Gehen, scheinbar masselose Gegenstände oder die unsichtbaren Kräfte, die Carl in die Höhe heben) ist eigens ein Illusionist, Paul Kieve, engagiert worden, der diese bühnentauglich ausgearbeitet hat. Insgesamt ist also ein opulentes Bühnenbild zu sehen, das jedoch trotz allem die Emotionalität des Stückes nicht stört.

Dafür zeichnet Regisseur Matthew Warchus verantwortlich. Er stellt die großen, effektvollen Szenen bewusst den gefühlvollen, intimen zwischen Molly und Sam entgegen und lässt dadurch deren Emotionen echter und realer erscheinen. Gemeinsam mit seinen Hauptdarstellern ist ihm das Kunststück gelungen, ein emotionales, berührendes Stück – inklusive der berühmten Töpferszene - zu schaffen, ohne in die Kitsch-Falle zu tappen.

Mit "Ghost" ist eine gelungene Film-Musical-Adaption gelungen: Die Bühnenversion braucht sich hinter dem filmischen Vorgänger nicht zu verstecken – sie spricht nicht nur Filmfans an, sondern ist auch für ein durchaus bewegendes Musical gut, mit sehr guten Hauptdarstellern, opulenter Optik und schöner, eingängiger Musik.

(Text: ks)




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Kreativteam

Buch / TextBruce Joel Rubin
Musik / TextDave Stewart
Musik / TextGlen Ballard
RegieMatthew Warchus
BühnenbildRob Howell
ChoreographieAshley Wallen
IllusionenPaul Kieve
Musikal. LeitungChristopher Nightingale
Licht-DesignHugh Vanstone


Besetzung

Sam WheatMark Evans
Molly JensenSiobhan Dillon
Oda Mae BrownSharon D. Clarke
Carl BrunerAndrew Langtree
Willie LopezIvan de Freitas
Subway GhostCraig Stein
Hospital GhostAshley Knight
ClaraLisa Davina Phillip
LouiseJenny Fitzpatrick
EnsemblePaul Ayres
Darren Carnall
Samuel Edwards
Callum Francis
Francesca Hoffman
Louise Lawson
Scott Maurice
Spencer O'Brien
Olivia Phillip
Jennifer Saayeng
Kirstie Skivington
Spencer Stafford
Rebecca Trehearn
Jez Unwin
Amy Webb
Sally Whitehead




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Matt Crockett
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© Veranstalter
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


6 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29709
einfach wow

12.09.2012 - Tolle Musik, gutes Buch, guter Cast und spitzen effekte. einfach nur wow!

Timon Freitag (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


29427
Gut, empfehlenswert, kann besser...

18.01.2012 - Visuell gibt es an Ghost gar nichts auszusetzen, die Effekte sind großartig und lassen einen immer wieder Erstaunen. Vieles läuft wie ein Musikvideo ab, gepaart mit den Zaubertricks gibt das ein stimmiges Bild.

Musikalisch hat das Stück seine Höhen und Tiefen. Die Balladen sind großteils sehr schön und eingängig. Die Ensemblenummern sind aber meist auf einem schwächeren Niveau. Das Ensemble hat keinen leichten Stand, denn das Stück konzentriert sich sehr auf die Hauptfiguren. Die Choreografien sind leider ziemlich einfallslos und die größeren Nummern zünden nicht. Vor allem die dämliche und uninspirierte Steppnummer im Krankenhaus passt überhaupt nicht ins (zu weiten Teilen stimmige) Gesamtkonzept dieses Musicals.

Ghost ist eigentlich ein Kammerstück mit wenigen Figuren, um die sich die Handlung zentriert. Caissie Levy hat dabei eindeutig den besten Part. Molly muss die extremste Berg- und Talfahrt aller Figuren durchlaufen und man kann sehr gut mit ihr mitfühlen. Sie singt großartig und spielt ebenso auf den Punkt und einfühlsam. Richard Fleeshman sieht super aus und macht seine Sache auch gut. Mir war seine Interpretation ein bisschen zu glatt und irgendwie fehlte die letzte Konsequenz. Vielleicht lag das aber auch daran, dass die Rolle von Sams "Gegenspieler" und eigentlich bestem Freund Carl mit Andrew Langtree wesentlich weniger Profil aufweist als im Film by Tony Goldwyns Interpretation. Langtree und Fleeshman sind sich typlich sehr ähnlich. Carl wirkt hier von Anfang an wie ein glatter, gerissener Banker, der tatsächlich über Leichen geht. Es überrascht also nicht wirklich, dass er hinter dem Überfall auf Sam steckt. Leider ist Langtree der schwächste Schauspieler unter den Hauptdarstellern, so dass seine Brüche in der Figur nicht überzeugend kommen. Eine dem Film angelehnte Rollenauslegung wäre da meines Erachtens nach wünschenswert gewesen.
Da'Vine Joy Randolph als Oda Mae Brown war hingegen exzellent. Super Timing in den komischen Szenen und stimmlich sehr stark. Zurecht wird sie die Rolle am Broadway verkörpern dürfen.

Unter dem Strich steht ein gutes Musical, dass hier und da noch ein paar Feinschliffe benötigen könnte. Der Film hat mich sehr berührt, das Musical hat es nicht geschafft. Die Tricks und Effekte bleiben am ehesten haften und eine tolle Caissie Levy.

Pipapo (9 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


29422
Wow!

10.01.2012 - An dieser Show stimmt alles! Darsteller, Bühnenbild, Musik - toll! Ein Film auf der Bühne. gut gemacht, spannend und viel Gefühl. Für "Ghost" lohnt sich der Flug nach London unbedingt. Hinfahren, anschauen - vor allem mit dieser originalen Cast.

Ludwig2 (21 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


29407
das absolute highlight

30.12.2011 - ich habe in den letzten tagen 5 shows in london gesehen und bin von dieser mehr als begeistert, sowas habe ich noch nicht gesehen. die bühne: top, der klang: top, das orchester: sehr hörenswert, die darsteller: grandios, die musik: hinreissend. könnte ich 6 sterne geben, ich würde es tun. diese show wird von 4 leuten so perfekt getragen, dass einem der athem stockt. besser kann man ein musical nicht auf die bühne bringen.

jamie.7 (9 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


29348
WELTKLASSE PRODUKTION

29.11.2011 - Wow, diese Show ist so großartig. Tolle Cast, ergreifende und fesselnde Story, wunderschöne Musik, innovatives Bühnenbild, brilliante Special Effects/Illusionen machen den Musicalabend PERFEKT!

Wicked-Freak (27 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


29227
Ghost - einfach beGEISTert

26.08.2011 - Einen Film als Musical, das gab es ja schon öfters. Oft jedoch scheiterte es an der Umsetzung des Stückes, um richtig zu begeistern.
Anders ist es bei Ghost -
dieses Musical hat alles, was ein tolles Stück braucht:
- eine interessante Handlung
- ein gutes Buch
- wunderschöne Musik
- tolle Texte
- schönes Bühnenbild
- geniale Special-Effects
- eine wunderbare Cast

Was dem Creative-Team da gelungen ist, kann ich wirklich nur loben. Musik und Texte lassen einen die Emotionen der Akteure mitfühlen und die Handlung miterleben.
Bühnenbild und Effekte bringen einen zum Wundern und Staunen - wow!
Und die "amazing" Cast, allen voran Richard Fleeshman (der mit seiner Stimme Herzen berühren kann und einen wunderbaren Sam abgibt), Caissie Levy (sie spielt die Molly nicht, nein sie lebt sie - und man nimmt ihr jedes Wort, jede Geste, jeden Ton ab ... eine tolle Frau) und nicht zu vergessen Sharon D. Clarke als Oda Mae Brown (eine Powerstimme und ein komödiantisches Talent - sie steht Whoopie in nichts nach!).


Alles in allem ein Abend, der sich wirklich lohnt, an dem man lachen und weinen kann/muss.

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


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 Kurzbewertung [ i ]
(ks)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Gelungene, berührende Filmadaption mit Ohrwum-Musik und hervorragenden Darstellern, dazu eine beeindruckende visuelle Ausstattung.

27.08.2011

 Leserbewertung
(6 Leser)


Ø 4.50 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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