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Klassiker

Anatevka

Jeder von uns ist ein Fiedler auf dem Dach


Jerry Bocks 1964 uraufgeführtes Werk gehört zu den meistgespielten Musicals auf deutschen Stadttheaterbühnen. In Lübeck inszeniert Jürgen Pöckel die Geschichte um einen jüdischen Milchhändler, der seine Töchter unter die Haube bringen will.

(Text: mr)

Premiere:03.10.2010
Letzte bekannte Aufführung:06.05.2011


Tradition wird hoch gehalten in der kleinen jüdischen Gemeinde Anatevka, einem Schtetl in Osteuropa, wo Milchhändler Tevje mit seiner Familie in bescheidenen Verhältnissen lebt. Verständlich also, dass er, ganz traditionell, die Heiratsvermittlerin Jente nach geeigneten Ehemännern für seine Töchter Ausschau halten lässt. Doch Tevje hat die Rechnung ohne den Eigensinn seiner Kinder gemacht, die entschlossen sind, ihre Wahl selbst zu treffen. Am Horizont ziehen derweil schwarze Wolken auf: Immer deutlicher werfen Pogrome und die vorrevolutionären Wirren im zaristischen Russland ihren Schatten auf Anatevka, und letztendlich steht die ganze Dorfgemeinschaft vor der Vertreibung - es bleibt nur die Hoffnung auf einen Neuanfang in einer neuen Heimat, irgendwo.

Dass »Die Geschichten von Tevje, dem Milchhändler« des jüdischen Schriftstellers Scholem Alejchem ausgerechnet als Musical die Bühne erobern würden, hätte kaum jemand ahnen können. Doch seit 1964 ist das melancholische Stück »Anatevka« ungebrochen reizvoll, dessen Originaltitel »Fiddler on the Roof« auf Marc Chagalls poetisches Motiv des Geigers verweist, der auf Hausdächern stehend und somit immer am Abgrund sein Lied spielt. Umrahmt von Klezmerinspirierten Melodien, entspinnt sich die Handlung mit ihrer Gleichzeitigkeit von Tragik und Komik, Resignation und Optimismus um Tevje als zentrale Figur - heiter und verbittert, weichherzig und starrköpfig. Seine ebenso frommen wie frechen Zwiegespräche mit Gott, darunter das berühmte Lied »Wenn ich einmal reich wär«, gehören zu den Höhepunkten des berührenden Musicals.

Musikalische Leitung - Ludwig Pflanz
Inszenierung - Jürgen Pöckel
Bühne - Thomas Gruber
Kostüme - Klaus Hellenstein
Choreografie - N.N.
Chor - Joseph Feigl


Tevje, Milchmann - Rolf Wollrad
Golde, seine Frau - Beate-Maria Vorwerk
Zeitel - Lydia Ackermann
Hodel - Wioletta Hebrowska / Therese Fauser
Chava - Andrea Stadel
Schprintze - Amelie Gast / Louise Hegge
Bielke - Rike Christesen / Marleen Olesch
Jente, Heiratsvermittlerin - Martina Flatau
Mottel Kamzoil, Schneider - Patrick Busert / Hyo Jong Kim
Schandel, seine Mutter - Andrea Alexander
Perchik, Student - Steffen Kubach / N.N.
Lazar Wolf, Fleischer - Andreas Haller / Steffen Kubach
Fruma-Sarah, seine erste Frau - Gisela Prusek
Oma Zeitel, Goldes Großmutter - Krystyna Hoffmann
Fedja, junger Mann - Tomasz Mysliwiec
Sascha, Freund Fedjas (+Russen-Solo) - Daniel Szeili / Hyo Jong Kim
Motschach, Gastwirt - Lucas Kunze
Rabbi - Ivan Lovric-Caparin
Mendel, sein Sohn - Lars Jacobsen
Awram, Buchhändler - Enrico-Adrian Radu
Jussel, Hutmacher - Mark McConnell
Nachum, Bettler - David Winer-Mozes
Wachtmeister - N.N.
1. Frau - Inge Bayer
2. Frau - Ulrike Hiller
der Fiedler - N.N. / N.N.
Chor des Theater Lübeck
Statisterie und Tanz-Statisterie

(Text: Theater Lübeck)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29045
leider zäh...

29.04.2011 - ...meine Vorschreiberin hat es schon gut auf den Punkt gebracht. Die einzelnen Darsteller selbst haben Ihre Sache sehr ordentlich gemacht. Musikalisch gibt es nichts auszusetzen und die Geschichte wird klar erzählt. Leider ist das Resultat trotzdem sehr unbefriedigend, zäh und langweilig. Durch die Besetzung mit SängerInnen kommen die Figuren nur unzulänglich rüber, die Geschichte geht nicht ans Herz, es bleibt abstrakt. Dazu kommen natürlich die "überalterten" Hauptdarsteller und eine Tochter mit asiatischen Gesichtszügen ist auch eher irritierend und unglaubwürdig - trotzdem haben sie alle ihr Rollen gut wiedergegeben!
Der Chor ist leider so unverständlich, dass ich schnell merkte, warum die deutschen Texte eingeblendet wurden - aber an sich ist das doch ein Unding!
Das Bühnenbild war zwar von der Grundidee o.k., doch nervten die ewigen Schiebereien mit der Zeit sehr - und waren die wirklich immer nötig?!
Ein großes Lob haben sich in jedem Fall die Tänzer verdient, die einen tollen Job gemacht haben.
Insgesamt war die Show aber unbefriedigend und nicht z.B. mit der Stendaler-Inszenierung zu vergleichen.

Lorenz (55 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


28844
Das Stück ist halt gut, aber....

13.12.2010 - Was hat sich ein junger Regisseur wie Herr Jürgen Pöckel nur dabei gedacht? oder die Leitung des Theaters?
Ein Stück wie "Anatevka" auf den Spielplan zu setzten ist eine Sache, aber die passende Besetzung zu stemmen, eine andere: an dieser Besetzung stimmt in meinen Augen nichts! Aber auch gar nichts! Rolf Wollrad als "Tevje" singt sehr schön,ist aber 30 Jahre zu alt für die Rolle, die er trotzdem sehr symphatisch anlegt, ohne tiefere Schichten auch nur anzukratzen! Dasselbe bei Beate-Maria Vorwerk, die der "Golde" zwar Stimme gibt, sonst aber auch nichts!

Und leider geht es so weiter: sämtliche Darsteller schienen dazu angehalten, dem Abend "Bedeutung" zu geben! Es hingen sämtliche Spielszenen durch und das Tempo wurde zusätzlich durch zu lange Umbaupausen bebremst.

Einem Theater das in den letzten Spielzeiten mit Stücken wie " Jekyll", "Evita" und "Les Mis" durchaus punkten konnte, ist so eine Inszenierung nicht zu gönnen.

riorita (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


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Handlung
Milchmann Tevje wohnt mit fünf Töchtern und seiner resoluten Ehefrau in dem kleinen jüdischen "Schtetel" Anatevka, einem ukrainisches Dorf im Jahr 1905. mehr

Weitere Infos
Aufführungsrechte: Verlag Musik und Bühne.

 Termine

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