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Klassiker

Anatevka

Wenn ich einmal reich wär...


Wenn der jüdische Milchmann Tevje im kleinen russischen Dorf Anatevka mit dem Schicksal hadert, dann ist das mal tragisch, mal komisch - und immer für Ohrwürmer gut!

(Text: cl)

Premiere:20.11.2010
Letzte bekannte Aufführung:25.09.2011


„Anatevka – Der Fiedler auf dem Dach“: in Deutschland immer noch ein oft gespieltes Musical. Warum sollten Sie deswegen nach Stendal kommen? Wenig bekannt ist, dass sich dieses Musical mit einer Klezmer-Instrumentierung spielen lässt – wir bringen „Anatevka“ in einer eigenen, autorisierten Fassung von Gero Wiest für Geige, Klarinette, Akkordeon, Gitarre und Bass auf die Bühne. Das Theater der Altmark lässt Sie das Erfolgsmusical am 20. November mit ganz anderen Augen sehen, mit neuen Ohren hören!
Die Verbindung von jüdischem Witz, berührend lebensechten Figuren und mitreißender, von chassidischer Folklore inspirierter Musik haben dem Musical von jeher begeisterte Zuschauer und zahlreiche Auszeichnungen beschert. In Stendal lebt die Erinnerung an das verlassene Dörfchen Anatevka in einem spektakulären Bühnenbild von Christopher Melching berührend und tragikomisch zugleich wieder auf. Die Darsteller sind Schauspieler, was diesem „Schauspiel mit Musik“ viel besser entspricht, als eine Opernbesetzung. Sie gestalten aus den Typen des Dorfes echte Charaktere und geben den Szenen Vitalität und Originalität zurück. Die Klezmer-Kapelle ist in das Bühnen-Geschehen direkt integriert. Sie ist also nicht im Orchestergraben entrückt, sondern agiert wie Dorfmusiker im Geschehen und kommentiert es. So wird die Idee des „Fiedlers auf dem Dach“ tatsächlich lebendiges Bild – eine Ahnung authentischen Lebensgefühls in einem „Stetl“ am Vorabend der russischen Revolution. Erleben Sie das tragikomische Stück über den Schmerz des Abschiednehmens, aber auch über die unbändige Liebe zum Leben in einer frischen, zupackenden, komischen und zu Herzen gehenden Inszenierung des Intendanten Dirk Löschner.

Musikalische Leitung: Gero Wiest
Inszenierung: Dirk Löschner

(Text: Theater)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28843
Wirklich sehr empfehlenswert

13.12.2010 - Stendal, wieder mal Stendal!

Vielleicht liegt es an meiner Nähe zur Stadt, vielleicht daran Theater zu erleben, wie es nicht durch "Longruns" kaputtgemacht wird, aber diese kleine Stadt im Altmärkischen zaubert seid wenigen Jahren Musicalproduktionen (und nicht nur diese) auf die Bühne, die einem die Augen und Ohren aufgehenlassen, wenn man es denn will!

Zwar fange ich, wieder einmal, mit einem " ja, aber an", aber auch diesmal ist dies nur Umständen geschuldet, die offensichtlich zu diesem Theater gehören, wie der Besetzung einiger, wichtiger Rollen mit Laien aus dem,sonst hervhorragend klingendem Chor...

Das grösste Kompliment gebührt dem Bühnenbildner und Ausstattungsleiter Christopher Melching! Man wird nicht "entführt" in ein pitoreskes "Chagal" Anatevka, sondern die Vorstellung bleibt heutig, frisch und jederzeit nachvollziehbar, weil alles wie ein großes Fotoalbum aussieht! Die Figuren steigen aus den Rahmen und erzählen ihre Geschichte. Das ist brechtisch im allerbesten Sinne!
Die Inszenierung von Dirk Löschner erfüllt diesen Ansspruch dann auch vollends: selten gab es in Deutschland eine "Anatevka" Inszenierung, die NICHT mit unserer "1000" jährigen Geschichte behaftet war. Alle Darsteller spielen denn auch befreit auf und rücken den Kern der Geschichte in den Vordergrund.
Allen voran Manfred Ohnoutka, der den ganzen Abend wie an unsichtbaren Fäden zu beherrschen scheint. Auch wenn die komische Seite des "Tevje" bei ihm manchmal ein wenig zu deutlich hervorkommt, ist er doch Schauspieler genug, in den ernsten Passagen zurück zu rudern und die entsprechenden Szenen mit größter Sorgfalt zu präsentieren.
Ihm zur Seite steht eine hinreißend agile Golde (Tabea Scholz), die mit schöner Stimme ihren Platzt neben ihrem "Tevje" behauptet!
Brava!
Die drei heiratsfähigen Töchter werden von Anne Noak (Zeitel), Ico Benayga (Hodel) und Susanne Kreckel (Chava) gespielt und gesungen, wobei nur Frau Benayga mit ihrem herrlichen Soprantimbre aufwarten darf.
Bei den Nebenrollen stechen Matthias Kusche als "Lazar Wolf" und vor allem Claudia Lüftenegger als Heiratsvermittlerin "Jente" ins Auge. Wer Frau Lüftenegger eventuell als "Lola Blau" gesehen hat, sollte seine Augen aufhalten: diese Außnahmedarstellerin ist fast nicht wiederzuerkennenen!

Alles in allem: eine sehr schöne, runde und vergnügliche "Anatevka" Inszenierung!
Vielen Dank°

riorita (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


28792
Fulminant !

22.11.2010 - Es ist unglaublich, was für ein Ideenreichtum und wie viele Talente im Stendaler Theater so stecken...!

Hat mich in der letzten Spielzeit noch der "Käfig voller Narren" erfreut, so hat mich in dieser schon "Lola Blau" fasziniert und nun auch "Anatevka" in den Bann gezogen. Ein geniales Bühnenbild, dass einem viel Spielraum zum Interpretieren lässt, trotzdem ganz klar und vor allem der Geschichte dienlich ist, umrahmt die bekannte Handlung und lässt ganz neue Ideen zu. So kamen mir die vielen "Gemälde" vor, wie ein großes Fotoalbum mit Erinnerungen an die alten Freunde, die Familie und die Heimat - sehr schön, sehr passend, sehr wehmütig...

Die kleine Klezmer-Band, die überraschend gut in das Stück integriert wurde, machte aus dem großen Broadway-Musical ein beinahe intimes, in jedem Fall sehr persönliches Musiktheater und damit ein ganz neues Hörerlebnis. Klasse!

Auch die Kostüme, Ausstattung und Maske (die Heiratsvermittlerin sah zum Küssen aus) lieferten 100%ige Arbeit ab.

Wie man der Applausordnung am Ende entnehmen konnte, wollte das Stück als Ensembleleistung verstanden werden, da es die sonst üblichen "Einzelverbeugungen" nicht gab - SCHADE, denn schließlich möchte man als Zuschauer natürlich dann doch seinen "Stars" zujubeln. Allen voran sei da natürlich Herr Ohnoutka als Tevje genannt, der mit seiner Schauspielkunst den Abend beherrschte. Grandios! Es geht eben nichts über Schauspielkunst - auch im Musical. Nicht zuletzt war es auch so erfrischend endlich einmal einen vom Alter und der Statur passenden armen Milchmann und Vater einer ältesten Tochter von Anfang 20 zu sehen - und nicht immer diese "wohl genährten" Greise, die wegen ihres "großen Namens" sonst gerne engagiert werden. Neben Herrn Ohnoutka konnten sich aber auch seine Frau (Tabea Scholz) durch eine tolle Bühnenpräsenz und schöne Stimme, sowie die drei älteren Töchter durch ihre gut erkennbaren verschiedenen Temperamente und eine entwaffnende Natürlichkeit behaupten. Das Familienglück und -leid habe ich ihnen jederzeit geglaubt. Danke!
Ein weiteres Highlight war natürlich Frau Lüftenegger als Jente, die ein großartiges Charakterbild der Heiratsvermittlerin und ein komödiantisches Kleinod schuf. Natürlich darf man auch die auserwählten oder den eben doch verschmähten Herren nicht vergessen zu loben, den riesigen Chor und die beiden Mädchen, die bezaubernd zurückhaltend und doch sehr präsent die Familie ergänzten.
Trotz dieses ganzen Lobs, der sehr gelungenen Inszenierung und des mehr als unterhaltsamen Abends, gibt es nur 4 Sterne, da leider dann doch einige kleinere Szenen verschenkt wurden. Der "Frumasara-Traum" hätte bei so vielen Talenten witziger und überraschender inszeniert werden können und wurde durch ein leider etwas unpräzises Timing der "Toten" nicht zum Showstopper. Zwei andere Nebenrollen wurden, wie ich später erfuhr mit "Laien" besetzt, was ich dann im Nachhinein als ganz sympatisch empfand, doch in der Show vorher doch eher als störend und merkwürdig. Letztlich hätte ich mir noch ein paar geschicktere Umbauten gewünscht, doch konnten diese kleinen Kritikpunkte den mehr als positiven Gesamteindruck nicht wirklich schmälern. Tolle Leistung aller Beteiligten - Danke für diese mitreißende Inszenierung!

Lorenz (55 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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Handlung
Milchmann Tevje wohnt mit fünf Töchtern und seiner resoluten Ehefrau in dem kleinen jüdischen "Schtetel" Anatevka, einem ukrainisches Dorf im Jahr 1905. mehr

Weitere Infos
Aufführungsrechte: Verlag Musik und Bühne.

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