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Drama

Sunset Boulevard

Gelungene Neuinszenierung eines Kult-Musicals


Nach über 10-jähriger Abwesenheit kommt Andrew Lloyd Webbers Adaption des Billy-Wilder-Films in einer überaus gelungenen Neuinszenierung wieder nach Deutschland.

(Text: Markus Zeller)

Premiere:13.11.2010
Letzte bekannte Aufführung:21.04.2012


Andrew Lloyd Webbers "Sunset Boulevard", anlässlich der Uraufführung ob seiner Reprisenlastigkeit mehr getadelt als gefeiert und wirtschaftlich nie der ganz große Erfolg, galt bislang für die Stadttheaterbühne als schlichtweg unspielbar – zu sehr schien das Stück auf die immens aufwendige Ausstattung John Napiers fixiert und von der Präsenz eines großen weiblichen Stars in der Hauptrolle abhängig zu sein. Nach dem Aufführungsende der deutschen Originalproduktion dauerte es schließlich ganze zwölf Jahre bis das Theater Magdeburg die erste freie Inszenierung des Werkes auf einer deutschsprachigen Bühne präsentieren konnte – und mit einem überaus erfreulichen Ergebnis überraschte.

So stellt Bühnenbildner Michael S. Kraus unter Beweis, dass dieses Musical nicht unabdingbar notwendig nach einer opulent-überladenen Ausstattung verlangt, sondern dass man dem Stück auch durchaus mit den bordeigenen Mitteln eines Repertoirehauses erfolgreich Rechnung tragen kann. Gleichwohl bietet auch er dem Publikum pfiffiges und durchdachtes Augenfutter – seinem Bühnenbild liegt die Idee zugrunde, dass Norma eine Gefangene ihrer eigenen Filmwelt geworden ist.

Die prächtige Villa ist in Magdeburg eine überdimensionale Filmrolle, die durch ein Aufleuchten ihre einnehmende Macht entfaltet und Normas Lebensraum darstellt. Verortet auf einer Drehbühne, bietet sie genügend Spielflächen für die obligatorische Treppe, den großen Salon oder etwa Joes kleines Zimmer über der Garage. Die heutige Welt von Joes Freunden und Filmkollegen wie Schwab's Drugstore oder die Silvesterfeier findet wiederum vor der Kulisse eines Filmstreifens statt, wobei jedes einzelne Filmbild einen Guckkasten und somit eine weitere Spielfläche darstellt. Einzig für Normas Rückkehr in die Paramount-Studios entwirft Kraus ein zusätzliches eigenständiges Bild, um der dramatischen Besonderheit dieser Szene Ausdruck zu verleihen.

Dort wähnt sich Norma am Ziel ihrer Träume – der triumphalen Rückkehr in die reale Welt des Filmemachens. Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen präsentiert Marianne Larsen – soweit überregional bislang noch nicht als tatsächlicher Bühnenstar wahrgenommen, so darf man sie spätestens nach dieser glänzenden Darbietung als solchen bezeichnen – diesen Moment sehr zurückgenommen. Mit fast kindlicher Beschämung erlebt sie die Rückkehr in „ihr Reich“, es ist eine sehr nach innen gerichtete und selbstreflektierende Version des Songs "Als hätten wir uns nie Goodbye gesagt", die nicht wie üblich die hierüber empfundene Freude in den Vordergrund stellt. Mit ihrer Interpretation der anspruchsvollen Hauptpartie ist Larsen viel mehr gelungen als man erwarten durfte: nämlich der Entwurf und die Entdeckung einer aufregend neuen Norma.

Sie ist keine ätherische Diva, die der Welt entrückt ist, sondern eine Norma aus Fleisch und Blut, die von Anfang an gebrochen ist und angesichts ihres verblassten Ruhms schlimmste psychische Qualen durchleidet. Dies ist der Schlüssel dafür, dass die in dieser Fassung weitaus sympathischer als bisher angelegte Filmdiva überhaupt zu der Wahnsinnstat am Ende des Stückes in der Lage ist. Bei ihr löst nicht die schmerzhaft erlangte Erkenntnis des Machtverlusts über Joe den Mord aus, sondern schlichtweg das Abhandenkommen des letzten Strohhalms, der sie noch in einer Welt gehalten hat, die nicht mehr die ihre ist.

Über welch reiche Ausdrucksmöglichkeiten Larsen verfügt, zeigt sie nicht nur in der Schlussszene, in der sie die vom Wahn befallene Norma mit beklemmender Intensität spielt – für nahezu jede Szene hält sie eine Idee parat, so lässt sie Norma auch mal das kleine Mädchen spielen, um von Joe das zu bekommen, was sie will. Das ist im allerbesten Sinne Old School und ganz großes Theater, was die Dänin hier bietet, ganz abgesehen von der gesanglich mühelos gemeisterten Partie. Das Publikum dankt es ihr mit großem und langem Applaus nach jeder Solonummer – und das bereits am Premierenabend!

Den erhält auch Nikolaj Alexander Brucker für seine gelungene Interpretation des Titelsongs, den er mit sicherer Stimme und der nötigen Portion Zynismus präsentiert. Das Zusammenspiel mit Larsen funktioniert bestens – dass sein Joe Gillis nicht von Norma angewidert ist, resultiert aus dem Ansatz der Kollegin, ihr viele liebenswerte Seiten abzugewinnen. Zunächst ist er angesichts der wunderlichen wie jedoch gleichsam amüsanten alten Dame nur belustigt. Dies ändert sich jedoch in dem Moment, in dem er zusehends deren Fesseln spürt und sich in Betty Schaefer verliebt, die von Milica Jovanovic mit sehr schöner Gesangsstimme präsentiert wird. Sie ist eine lebenslustige und bezaubernde Betty Schaefer und spielt das Scheitern ihrer Liebe zu Joe sehr eindringlich.

An ihrer Seite befindet sich mit Pawel Stanislawow ein Artie Green, der in seiner Biederkeit lediglich als Witzfigur gezeichnet ist und für Betty keine ernsthafte Option darstellt. Souverän wie eh und je präsentiert Norbert Lamla auch in Magdeburg den Max – mit großer Bühnenpräsenz gibt er den Stoiker, der den Vulkan in sich trägt, wenn es darum geht, die Scheinwelt Normas zu erhalten.

Regisseur Stefan Huber gelingt ein neuer Blick auf das Werk – in seinem Drama steht die menschliche Tragödie im Vordergrund und nicht der analytische Blick auf das perfide Kalkül des Filmbusiness. Er zeichnet das Porträt einer psychisch kranken Frau, deren Schicksal – und auch das ist neu – einem zu Herzen geht. So gelungen seine Personenregie ist, die dem Stück neue Türen öffnet, so limitiert zeigt sich jedoch sein szenischer Einfallsreichtum, der sich in einer nur langweilig gestalteten Szenerie in Schwab's Drugstore oder vor allem in der Eröffnungsszene offenbart, in der der soeben erschossene Joe Gillis dem Swimming Pool entsteigt. Der hierfür angewandte Spiegel-Effekt, der sich unmittelbar auf den zugrundeliegenden Film bezieht, ist leider sehr mickrig geraten und funktioniert nicht als Einstieg in die Geschichte.

Defizite dieser Art mögen unter Umständen den nur begrenzten Produktionskapazitäten eines Stadttheaters geschuldet sein. So kommen sich etwa der Chor und die Solisten des Öfteren in die Quere, und auch dem Ton (Clemens von Witte) hört man an, dass es sich um keine Aufführung mit mehreren vorgelagerten Previews handelt. Leider hält auch die Magdeburgische Philharmonie nicht das, was sie aufgrund der im Vergleich zur kommerziellen Produktion weitaus opulenteren Orchesterstärke verspricht – hinzu kommt, dass Rainer Roos' Dirigat während des ersten Aktes oft viel zu langsam ist.

Dem Stück angemessen, jedoch nicht besonders originell und manchmal zu sehr nach Operette aussehend, präsentiert sich die Choreografie von Danny Costello. Weitaus gelungener die Kostüme, für die Susanne Hubrich das Schwarz/Weiß-Thema des Stummfilmsujets aufgreift: So spiegeln Normas Kostüme ihre jeweilige Gemütsverfassung angesichts der vermeintlich kurz bevorstehenden Rückkehr ins Filmgeschäft wieder – von Schwarz über etliche Graustufen bis zu einem strahlenden Weiß.

Aufgrund des positiven Gesamteindrucks fallen die vorhandenen Defizite dieser Produktion jedoch kaum ins Gewicht. Unterm Strich hat das Theater Magdeburg eine überaus gelungene Neuinszenierung von ‚Sunset Boulevard’ zur Aufführung gebracht, die genau das auszeichnet, worum es sich bei diesem Musical im Kern handelt: um ein großes und berührendes musikalisches Drama.

(Text: Markus Zeller)




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Kreativteam

Musikalische Leitung Rainer Roos
Regie Stefan Huber
Bühne Michael Kraus
Kostüme Susanne Hubrich
Choreografie Danny Costello


Besetzung

Norma Desmond Marianne Larsen
Joe Gillis Nikolaj Alexander Brucker
Max von Mayerling Norbert Lamla
Wolfgang Klose
Betty Schaefer Milica Jovanovic
Sigrid Brandstetter
Artie Green
Victor Mature
Pawel Stanislawow
Cecil B. DeMille Roland Fenes
Morino
Mr. Manfred
Manfred Wulfert
Myron Paul Sketris
Sheldrake Wolfgang Klose
Markus Liske
Christina
Kosmetikerin
Ira Jung
Maria Strom
Lisa
Masseurin
Uta Zierenberg
Heather
Masseurin
Katrin Haase
Jean
Lana Turner
Hedy Lamarr
Psychoanalytikerin
Ilka Hesse
Katharine
Astrologin
Ulrike Baumbach
Maryann
Kosmetikerin
Anna Warnecke
Mary
Kosmetikerin
Jenny Stark
Joanna
Ärztin
Gabriele Stoppel-Bachmann
Cliff
Verkäufer
Michael Mohr
Kurt
Verkäufer
Jürgen Jakobs
Schuldeneintreiber
Richard
Verkäufer
Bartek Bukowski
Uli
Verkäufer
Frank Heinrich
Schuldeneintreiber
Drew
Hog-Eye
Verkäufer
Jörg Benecke
Jonesy
Steve
Verkäufer
Lothar Heise
Sammy
Pförtner
Verkäufer
Thomas Matz
Newcomer
Orlando
Verkäufer
Yong Hoon Cho



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


13 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29043
Großes Theater

26.04.2011 - Magdeburg wurde die Ehre zuteil, dass erste Theater Deutschlands zu sein, das die Rechte für eine freie Inszenierung von SUNSET BOULEVARD bekommen hat.
Und wie man diese Rechte genutzt hat!
Das Musical (zu dessen Fans ich nicht wirklich zähle, seit ich die vordergründige und effektheischende Londoner Originalinszenierung von Trevor Nunn gesehen habe) hat auf ganzer Linie nur gewonnen.

Die Regie von Stefan Huber konzentriert sich nicht auf fahrbares Mobiliar, sondern auf die Dramaturgie der Geschichte und die Psychologie der Protagonisten.
So entsteht vor allem im zweiten Akt ein faszinierendes und fesselndes Stück Musiktheater, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Das perfekte (weil nicht einfach beim Original kopierte) Bühnenbild, aufwendige Kostüme und ein durchdachtes, stimmungsvolles Lichtdesign lassen die Produktion erstrahlen, ohne von der eigentlichen Substanz der Geschichte abzulenken.

Das wäre auch nur schwer möglich mit einer grandiosen Hauptdarstellerin wie Marianne Larsen. Mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit bringt sie die vielen Facetten der Norma Desmond zum Leben. Gestik und Mimik (die gerade für diese Rolle so entscheident sind,) sind perfekt austariert zwischen übertriebener Exzentrik und echter Ergriffenheit. Norma Desmond wird in dieser Rolleninterpretation zu einer tragischen und glaubwürdigen Frau, die letztendlich mehr Opfer der Umstände als Täterin ist und deren Untergang stark berührt.
Larsens schauspielerische Meisterleistung wird ergänzt durch ihre wunderbar souveräne Gesangsleistung, die die ALW Hymnen mit neuem Leben erfüllen.

Stefan Hubers fein ausgearbeitete und psychologisch durchdachte Regie, sowie das sensationell gute Rollenportrait von Larsen lassen den Magdeburger SUNSET BOULEVARD sehr viel näher an Billy Wilders filmisches Meisterwerk heranreichen, als das der Trevor Nunn Inszenierung je möglich war.
Das ist ein Fortschritt und eine Weiterentwicklung des Stückes.
Ganz großes Theater!

kevin (164 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


28949
das lange Warten hat sich gelohnt.........

09.02.2011 - Ich hatte schon fuer Juni 1998 Karten fuer Niedernhausen gebucht - dann kam das AUS fuer SUNSET und seit dem gab es keine deutsche Buehne, die das Stueck wieder aufnahm. So mussten wir aus dem Ruhrgebiet erst nach Magdeburg reisen, um in den Genuss dieses grandiosen Musicals zu kommen. Es war einfach nur T O P! Auf die ueberragenden Leistungen der (fuer uns sind es ) 4 Protagonisten will ich hier nicht nochmals eingehen - es war ein Ohrenschmaus und mehr Buehnenbild haette uns auch nicht noch mehr umgehauen --- wobei die "Show"-treppe in Niedernhausen wohl schon gewaltig war, aber dort wurde ja auch en suite gespielt. Ob es aber original amerikanische Waesche, Zigaretten und suendhaft teure Kostueme sein mussten, wagen wir zu bezweifeln. Das Opernhaus Magdeburg hat alles richtig gemacht und wir haben schon auf der Heimreise darueber nachgedacht, noch einmal wieder zu kommen.
PS: wir sind mal gespannt, wie Bad Hersfeld abschneidet, vielleicht schauen wir es uns dort als Vergleich an!

besimusical (12 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


28821
Hut ab

06.12.2010 - Großes Kompliment an Magdeburg für den Mut "Sunset Boulevard" auf die Bühne zu bringen und Lob für die dann doch sehr gelungene Umsetzung.
Das Bühnenbild war super durchdacht, sehr zweckdienlich und doch traf es für mich leider nicht den Punkt, da weder der Reichtum, noch der Mief, noch die erdrückende Gechichte des Desmond-Besitzes wirklich spürbar wurde. Außerdem wurde das Staging leider zu sehr auf den dargestellten Raum konzentriert, so dass das Publikum leider nicht wirklich teilhaben durft an den Dingen die im Haus stattfanden. Im Gegensatz vieler anderer Meinungen hier, fand ich Frau Larsen nicht sehr überzeugend. Zweifellos erstklassig gesungen, fehlte mir bei ihr jeglicher Glamour, jegliche Größe und herrische Ader - sie kam eher etwas mütterlich rüber und das will ich bei einer Norma Desmond nicht sehen. Die einstudierten Bewegungen elektrisierten mich nicht und waren sicherlich passend, aber kamen eben nicht bis in die 10 Reihe an... wie so oft: schön singen ist eben nicht alles im Musical und gerade wenn man einen so speziellen Charkter darstellen soll, überwiegt das Schauspiel bei Weitem!
Herrn Brucker dagegen fand ich sehr passend, sehr lacks in der Haltung und doch immer auf dem Punkt in der Rolle und der Gesang war trotzdem hervorragend. An Herrn Lamla kann sich jeder eine Scheibe abschneiden, wenn es heißt eine Rolle in jedem Moment zu leben, zu verkörpern und zu sein - er ist Max! Allerdings gibt die Rolle so wenig her, dass ich mich wunder, dass er sie noch immer gern spielt...
Im Rückblick bin ich sehr angetan von der Produktion und möchte dem Kreativteam für die Ideen und den Mut nachdrücklich danken, aber umgehauen hat mich das Stück dann trotzdem nicht.

Lorenz (55 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


28818
Klar wie Musik

05.12.2010 - Musiktheater auf dem höchsten Niveau. An diesem
Abend stimmte einfach alles. Bis auf die Akustik, die ein wenig matt klang.
Wäre die Akustik besser gewesen, so wäre wahrscheinlich auch das Orchester
mehr zur Geltung gekommen.

Die Inszenierung von Stefan Huber hielt sich streng ans Original.
Keine Übertriebenheit, nicht in die Gegenwart versetzt.
Als oberste Priorität waren ihm wohl die Einstudierung der Charaktere.
Was auch gut war. Das Bühnenbild von Michael Kraus wirkte einfach,
zweckdienlich aber doch beeindruckend. Im Hintergrund eine überdimensionale
Filmrolle und inmitten auf der Drehbühne des Salons eine grosse Filmspule.

Das Spektakel war also nicht die Ausstattung sondern die Darsteller.

Der Star des Abends, Marianne Larsen als Norma Desmond, oder
Norma Desmond als Maria Larsen. Ich finde es immer sehr schön, wenn
Darsteller eine Rolle nicht spielen, sondern Leben und doch einen Hauch
an Persönlichkeit mit reinbringen. So bekam ich Gänsehaut, weil ich Norma
Desmond sah. Ihre Bewegungen wirkten nicht einstudiert, sondern authentisch.
Gesanglich fehlte auch nichts. Marianne Larsen verstand es, die Rolle durch das
ganze Stück aufzubauen. Von ein wenig Verrücktheit bis zum Größenwahn.

Nikolaj Alexander Brucker war gut, hat eine tolle Stimme.
Nur könnte er meines Geschmackes schauspielerisch ein wenig mehr geben.
Wirkte noch ein wenig unsicher. Dafür kam er dann im Finale in Fahrt, wo er
Norma Desmond die Wahrheit ins Gesicht sagte.

Norbert Lamla als Max von Mayerling. Was soll man sagen. Lamla, der die Rolle
Schon in Niedernhausen und Australien verkörperte, weiss was zu tun ist.
Sein Gesang reicht in einem Atemzug von hart bis weich. Wäre es eine stumme
Rolle gewesen, so hätte man Ihm den Beschützer der Traumwelt Norma Desmonds auch
noch abgenommen.

Milica Jovanovic als Betty Schäffer überzeugte gesanglich und vor allem darstellerisch in
dem Moment, als sie von Gillis abgewiesen wird sehr überzeugend.

Auch die weiteren Nebenrollen und das Ensemble wirkten grandios.

Fazit: Wer von rotierenden Revuen und Einfallslosigkeit der grossen Haie genug hat,
der kommt auf dem Sunset Boulevard in Magdeburg voll auf seine Rechnung.
Trotz akustischer Mängeln 5 Sterne, da dies eher mehr an den Räumlichkeiten
zuzuschreiben ist.

wiener (6 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


28795
Grossartig

25.11.2010 - Wollte nicht nach Magdeburg fahren, weil ich noch nie etwas von Marianne Larsen gehört hatte (mein Pech, wie sich herausgestellt hat). Dann habe ich hier die ersten Zuschauermeinungen gelesen und mich in den Zug gesetzt.
Und nach den Tönen von Frau Larsen habe ich meine Vorurteile über Bord geschmissen. Mei, ist die Frau stark. Grossartige Sängerin, auf kleinste Nuancen achtend.Endlich mal jemand, der die Noten gelesen hat. Schauspielerisch umwerfend. Da ist eine Entwicklung in der Rolle, die ich so nie gesehen habe.

susaannek (erste Bewertung)


28790
Träume aus Licht ... und Musik

21.11.2010 - Zunächst einmal muss man dem Theater Magdeburg und der Intendanz einen Dank sagen. Es hat sich gelohnt sich um die Rechte zu bemühen.
___

Durch Zufall viel mir auf, das mein im September verfasster Forenbeitrag in der Theaterzeitung abgedruckt wurde.

Mein Statement damals: Ich bin so gespannt! >SUNSET< endlich zurück in Deutschland... soweit damals.

Nun habe ich wirklich die weite Reise aus dem Süden nach Magdeburg gemacht. Hier meine Eindrücke.

DAS THEATER: Sehr modern im innern, sehr gepflegt und eine tolle Sicht.

Straßenbahn vor der Tür, nur fährt in Magdeburg die Strassenbahn so selten, dass man mit laufen schneller ist. Zumindest am Sonntag 21:05 Uhr.

DAS ORCHESTER: Oh wie genial der Klang eines vollen Orchesters. Wie schmeichelnd im Ohr, wenn der Schmelz noch von echten Violinen und Geigen kommt. Wie ein Filmsoundtrack. Bravo.

KRITISCHES ZUM TEXT:
Besonders negativ sind mir die teils unsinnigen und teils sogar inhaltlichen Änderungen am Text aufgefallen. War das nötig? Gut, manche Formulierung war schon immer etwas speziell. Aber teilweise wurde bei den Anpassungen häftig daneben gegriffen.

Im 1. Akt war es recht viel. Das hat mich etwas geärgert.

DIE CAST:
Norma Desmond - Marianne Larsen: Wow, ich habe die Darstellerin noch nie gesehen und muss sagen hut ab. Eine zarte Norma die nach und nach Ihre wahnsinnige Seite offenbart. Grandios gespielt und gesungen. Fast jedes Solo wird mit frenetischem Applaus belohnt und das hat Sie wirklich verdient.

Joe Gillis - Nikolaj Alexander Brucker: Ich habe ihn zuletzt in Pforzheim bei LES MISERABLES vor 2 Jahren gesehen und bin damals schon begeistert gewesen. Er ist jung und singt fantastisch.

Max von Mayerling - Norbert Lamla: Oh wie schön...MAX von der Original CD zu hören. Fantastisch die warme und angenehme Stimme.

Betty Schaefer - Milica Jovanovic: Eine Entdeckung. Sie singt ebenfalls sehr gut, wirkt super natürlich und in der Liebeszene mit Joe sehr authentisch.

DAS ENSEMBLE: homogon, stimmig, manchmal aufgrund Akzente oder zu spät geschalteter Micro´s etwas schwer zu verstehen. Ansonsten viele Menschen die die Studios mit Leben erfüllen.

DIE KOSTÜME: Ein Traum. Besonders Norma darf in jeder Szene eine neue Robe oder Kostüm tragen. Auch die andern sind perfekt im Stil der ausgehenden 40er gekleidet. Manche Jeans wirkte da richtig fremd.

DIE BÜHNE: Zentraler Mittelpunkt ist eine große Filmrolle. Auf der einen Seite Joes Zimmer (angedeutet) und die Garage. Auf der anderen Seite incl. Treppe, Orgel und Sofa das innere der Villa. Mithilfe der Drehbühne lassen sich schöne Effekte erzielen. Die Bühnentechnik steht aber nie im Vordergrund. Sie ist eher reduziert, einfach und ohne Kitsch. Dennoch sehr stimmig.

Für mich das berührenste Bild war die Szene im Studio. Die gesamte Bühne in einem Wolkenvorhang gehüllt und farbig beleuchtet. Norma im Lichkegel und ihr ALS HÄTTEN WIR UNS NIE GOODBYE GESAGT.

FAZIT: Ich habe SUNSET BOULEVARD in deutsch vorher nie gesehen. Ich bin dann vor 2 Jahren extra nach Amsterdam gefahren um die Show einmal wenigstens zu sehen. Die Show dort war bunt, sehenswert aber sehr reduziert (vor allem in der Musik).

Die Cast bei den Nachbarn war auch bei weitem nicht so stimmig und passen wie hier in Magdeburg. Kompliment.

Hier in Magdeburg habe ich also erstmals nach der CD aus Niedernhausen die Show gesehen. Die Show benötigt besonders in der ersten Hälfte etwas Anlaufzeit. Sobald man aber in der Thematik ist ist man gefangen. Dank der unglaublichen Norma.

Einmal mehr beweißt die Show, das Stadttheater durchaus eigene und interessante Inszenierungen großer Shows stemmen können und das mit Qualität. Zudem zu Preisen die jedem Kulturgänger freuen. PK 1 34€.

Um auf mein Statemant im September zurückzukommen. Ich bin froh hier gewesen zu sein. Endlich kann man die Show wieder sehen. Die Show hat es verdient mehr gespielt zu werden. Die Musik vor allem.

Daher lohnt ein Besuch der Show in Magdeburg uneingeschränkt.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


28787
Bravo Magdeburg!

19.11.2010 - .... und wieder hat magdeburg bewiesen, das ein stadtheater sich nicht hinter den*großen* produktionen verstecken muss!

sissi1982 (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28786
das Beste

19.11.2010 - Ich bin echt kein Fan von Herrn Webber!
Aber was Sunset Boulevard betrifft, zähle ich dieses nicht zu dem bisher erlebten.

Zum Stück: Eine klasse Story, mitreissende Musik und vorallem 2 super angelegte Charaktere.

Sicherlich ist es kein Stück für Musicalneulinge, aber auf jeden Fall für Leute, die einen gepflegten Musicalabend zu schätzen wissen.

Zur Magdeburger Variante: Ein tolles Bühnenbild, welches durch kleine Änderungen sich sehr vielseitig zeigt.

Ein tolles voll besetztes Orchester.

2 Haupcharaktere, die durch ihre Stimmen und ihrer Bühnenpresenz glänzen. Vorallem die Norma, die durch Mimik und Gestik brilliert.

Ich habe leider keine Vergleichsmöglichkeiten und bin selten vom ersten Besuch eines Musicals ergriffen, aber was in Magdeburg auf die Bühne gebracht wurde übertrifft für meine Begriffe Alles.

Ich kann diesen Musicalabend nur empfehlen.

Ein kleines Manko bei der Premiere war die Akustik und die an einigen Stellen schlecht ausgeleuchtete Bühne. Ansonsten Hut ab und verdiente 5 Sterne.

jamie.7 (9 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


28769
Gut mit Abstrichen

17.11.2010 - Beginnen wir mal mit dem großen Pluspunkt: Marianne Larsen. Toll gesungen und gutes Schauspiel. Ihr Gesichtsausdruck - man musste ihr nur in die Augen sehen. Sie hat die Gefühlswelt ihrer Figur ins Publikum transportiert und hat es teilhaben lassen. Das war klasse.

Ein schwieriger Kandidat ist für mich dagegen Hr. Brucker als Joe Gillis. Im 1.Akt unscheinbar. Im 2.Akt deutlich besser. Ein gutes "Sunset Boulevard" und beim Duett mit Betty Schaefer haben die beiden wunderbar harmoniert. Aber Schauspiel? Er konnte für mich nicht darstellen, warum Norma Desmond sich in ihn verliebt. Nur weil er jung ist? Jung sind auch andere. Und warum hat Betty sich in ihn verliebt? Auch das bleibt unklar. Keine Andeutung, dass sich da was entwickelt. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, gestehen sie sich gegenseitig ihre Liebe. Also haben wir hier nun 2 Damen, die sich in den gleichen Mann verliebt haben, aber man weiß nicht warum.

Man kann es natürlich auch so interpretieren, dass Joe so blass und uncharismatisch sein soll um zu zeigen wie verzweifelt Norma Desmond ist, so dass sie sich dem Nächstbesten an den Hals wirft, der ihren Weg kreuzt. Dann hat man sich das aus meiner Sicht aber teuer erkauft, da mich die Figur des Joe einfach nicht berühren konnte.

Noch was, was ich nicht verstanden habe: warum hat Joe dann doch seine Koffer gepackt und wollte gehen um Norma zu verlassen ?

Norbert Lamla und Milica Jovanovic hatten die deutlich kleineren Rollen und haben das beide sehr gut gemacht. Das Ensemble dürfte u.a. aus dem Magdeburger Opernchor rekrutiert worden sein. Die Folge war dann an einigen Stellen ein eher opernhafter Gesang. Auch die Textverständlichkeit hat dann doch gelitten. Aber wenn man sich Musicals in Stadttheatern ansieht muss man wohl damit rechnen, dass das passieren kann. Man muss aber auch sehen, dass die Preise gegenüber z.B. Stage Entertainment dann auch viel günstiger sind.

Angenehm fand ich auch, dass man nicht versucht hat, an dem Musical herum zu modernisieren. Das ist ja in letzter Zeit bei Jekyll + Hyde (nicht in Magdeburg) passiert. Man hat es in seiner Zeit belassen und das fand ich gut so. Auch das Bühnenbild hat dazu gepasst. Insbesondere die überdimensionale Filmrolle hat mir gut gefallen.

Was aber gestört hat war, dass der Übergang zwischen einigen Szenen schlecht gelöst war. Im Zweifel war der Vorhang mit den 3 Feldern eines Filmstreifens zu sehen, ansonsten war die Bühne leer und man hat Umbaugeräusche gehört. Dann ging der Vorhang nach oben und es ging weiter. Dadurch wird man aus dem Stück heraus gerissen. Vielleicht war das noch ein Problem der Premiere und das spielt sich noch ein.

Die Kostüme waren passend, das Orchester hat die Musik gut rüber gebracht und auch der Ton war gut abgestimmt zwischen Orchester und Sängern. Das üppig besetzte Orchester hat die Sänger nicht übertönt.

Noch ein Hinweis zu Magdeburg: man kommt mit der Straßenbahn ganz gut zum Opernhaus. Aber Achtung bei Abendvorstellungen (z.B. Beginn um 19Uhr30). Nach Ende der Vorstellung ist der Straßenbahnverkehr sehr eingeschränkt - viele Linien fahren nicht mehr. Also wir mussten zurück ins Hotel laufen.

Fazit: Wenn man in der Umgebung wohnt oder gerade sowieso in der Nähe ist, lohnt es sich. Die lange Anreise, die wir hatten, hat sich aus meiner Sicht nicht gelohnt.

So und jetzt bin ich gespannt auf den Vergleich mit Bad Hersfeld. Die Karten sind schon gekauft. Einen Wunsch hätte ich: Ich wünsche mir einen charismatischen Joe, der mich berührt und mit dem ich leiden kann

Susan (25 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


28749
Musical Heaven

15.11.2010 - Öffentliche Premierenfeier. Da ist sie, Marianne Larsen, in einer Zeitung angekündigt als Musical-Diva aus München! Diva? Nein, sondern eine sympathische Künstlerin, die selbst im Moment eines großen Triumphes - das Wort haben meine Vorredner richtig gewählt - bescheiden und mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt. Und das macht diese Frau nur noch liebenswerter und größer.

Hat sie eigentlich schon realisiert, was sich in den letzten Stunden ereignet hat? Wer Norma Desmond spielt, muss sich einen Vergleich mit den ganz Großen der Musicalszene gefallen lassen. Und viele sind an dieser Rolle gescheitert.

Also ein enormer Druck für jede Sängerin. Diese Rolle fordert alles. Gesangliche und schauspielerische Qualitäten und eine gute Kondition. Man denke nur an die vielen Küstumwechsel (Bravo Susanne Hubrich).

Und Marianne Larsen macht gleich zu Anfang klar: sie ist Norma. Kaum ist ihr Eröffnungslied verklungen brandet im Opernhaus Magdeburg Jubel auf, der einfach nicht enden will und die Vorstellung für gut 2 Minuten unterbricht.

Aber Marianne Larsen reizt die Partie nicht nur stimmlich voll aus. Nein auch schauspielerisch ist das "ganz großes Theater". Was Sie und Stefan Huber hier erarbeitet haben, ist eine der schönsten Leistungen auf einer Musicalbühne in den letzten Jahren. Marianne Larsen kann sich wirklich mit den ganz Großen am Broadway und im West End messen.

Nun könnte man sich noch stundenlang die Finger wund tippen und über die Larsen schwärmen. Was aber ungerecht wäre, weil sie nicht alleine auf der Bühne steht.

Leider geht das Buch teilweise etwas stiefmütterlich mit den anderen Rollen um. Alle stehen im Schatten von Norma.

Da ist zunächst einmal Nikolaj Alexander Bruckner. Uwe Kröger habe ich wegen ihm nicht vergessen. Nein, ich habe mich vielmehr gefreut, dass es inzwischen im deutschsprachigen Raum junge Darsteller gibt, zu zu solch hervorragenden Leistungen fähig sind.

Norbert Lamla ist Max, Normas Beschützer und erster Ehemann. Schöner kann man diese Rolle nicht spielen.

Jemand hat geschrieben, dass Millica Jovanovic erst im zweiten so richtig zur Geltung kam. Genauer gesagt, kurz vor Ende des ersten Aktes auf der Silvesterfeier. Liegt aber nicht an ihr, sondern am Buch. Aber dann ist es eine reine Freude, sie zu hören und zu sehen.

Der Chor war hervorragend. Hab jedes Wort verstanden.

Rainer Ross und das Orchester haben die Partitur voll ausgekostet und waren sensible Begleiter.

Michael Kraus hat ein wunderbares Bühnenbild entworfen. Naheliegend, aber darauf muss man erst einmal kommen.

Und Stefan Huber hat erneut unter Beweis gestellt, dass er zu den besten Musical-Regisseuren gehört.

Die Premierenfeier geht dem Ende entgegen. Ich habe meinen Zug verpasst. Egal, um kurz nach 5 Uhr geht der Nächste. Dafür halte ich ein Autogramm von der wunderbaren Marianne Larsen n Händen. Ich habe mich noch nie getraut, nach einem Autogramm zu fragen. Aber bei die fantastischen Frau ist das alles ganz einfach.

wolfgangw (erste Bewertung)


28745
Musicalglück!

14.11.2010 - Zum wiederholten Mal bin ich zu einer Musicalaufführung nach Magdeburg gereist und kann jedem Musicalfan unbedingt empfehlen, es mir gleich zu tun. Die Premiere von Sunset Boulevard ist ein Triumpf gewesen und braucht wirklich nicht hinter anderen Inszenierungen zurück stehen. Vor Jahren habe ich eine Aufführung in New York gesehen und meine Erwarungshaltung war natürlich entsprechend hoch. Ich bin nicht enttäuscht worden. Die Story ist in tollen Bühnenbildern packend und flott erzählt, die Choreografie ist tempo- und einfallsreich und sowohl die Stars als auch die Ensemblemitglieder haben eine überzeugende und mitreißende Aufführung geboten. Mariane Larsen und Nikolaj Alexander Brucker haben mir bei "With One Look" und "Sunset Boulevard" einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt und "The Perfect Year" trieb mir fast Wasser in die Augen. Die deutschen Texte von Michael Kunze sind sehr stimmig.
Etwas Kritik zum Chor: Schon bei Jekyll & Hyde ließ die Textverständlichkeit zu wünschen übrig. Hier könnte an Artikulation und Präzision etwas gefeilt werden.
Das Orchester unter der Leitung von Rainer Roos hat schwungvoll, mitreißend und einfühlsam musiziert. Wer eine Musicalaufführung mit einer vollen Orchesterbesetzung erleben möchte, muss unbedingt nach Magdeburg reisen. Das sollte überhaupt jeder tun, der Musical auf hohen Niveau erleben möchte. Londons West End ist zwar nicht so weit wie der Broadway, aber Magdeburg ist viel, viel näher und entwickelt sich wahrlich zu einem Mekka der Musicalkunst!
Hingehen!

pepob (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


28743
Larsen und Huber triumphieren mit Sunset Boulevard

14.11.2010 - Die letzten Takte von "With One Look" sind gerade verklungen, da bricht über das Opernhaus Magdeburg ein Beifallsorkan - wie ich ihn so selten erlebt habe - herein. Marianne Larsen ist auf dem Weg zu Ihrem ganz persönlichen Triumph. Am Ende hat sich LaLarsen dann in die erste Liga der Norma-Interpretinnen eingereiht. Jubel, Bravorufe und lang anhaltender Beifall im Opernhaus Magdeburg.

Und es ist natürlich auch der Abend des Stefan Huber. Er hat die erste freie Inszenierung dieses Stückes übernommen und mit Marianne Larsen eine großartige Norma erarbeitet, die viele neue Facetten dieser tragischen Figur zeigt.

Bei all dem Jubel über Larsen und Huber, sollte darf man aber die anderen Darsteller und das gesahnte Kreativteam nicht vergessen. Brucker, Lamla und Javanovic machen diesen Musicaltraum perfekt. Das Bühnenbild ist eine Überraschung und wirklich originell. Super! Die Kostüme ein Traum. Rainer Roos und das und das Orchester bringen die Musik von Webber zum glühen.
Ein Musical-Traum. Angeblich nur noch 9-mal in dieser Saison zu sehen.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


28742
Gänsehaut und Begeisterung pur!

14.11.2010 - Eine beeindruckende Premiere eines Musicals in einem Staatstheater. Magdeburg braucht den Vergleich zu L.A., London oder Niedernhausen nicht zu schäuen. Pfiffige Umsetzung im Bühnenbild, mit einfachen und doch wirksamen Bildern. Marianne Larsen bot eine vorallem stimmlich eher sanfte Norma Desmond, aber auch das passt gut zu dieser Rolle. Ihre Ausstrahlung war beeindruckend. Nikolaj Alexander Bruckner liess einen Uwe Kröger, damals in Niedernhausen, vergessen. Dieser Joe kommt einfach perfekt rüber. Milica Jovanovic kam für mich erst im zweiten Teil so richtig zur Geltung.
Das restliche Ensemble hielt das Niveau der Hauptdarsteller und somit wurde der Abend zu einem perfekten Erlebnis. Der Szenenbeifall und Schlussapplaus machte deutlich, dass das gesamte Publikum mitgerissen und begeistert war.
Wir werden uns das Stück nochmal ansehen. Mehr braucht man wohl nicht zu sagen.

mikebear (11 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


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Bei der Tony Award Verleihung 2005 wurde das Stück mit sieben Trophäen ausgezeichnet - darunter für das beste Musical, die beste Musik und das beste Buch.

 Leserbewertung
(13 Leser)


Ø 4.46 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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