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Absolventen-Präsentation

Showcase 2010

It's Showtime


Wie schon in den Vorjahren findet die Absolventenpräsentation der Hamburger Stage School als Showcase statt, d.h. die Absolventen zeigen eine Vielzahl unterschiedlicher Szenen aus den Bereichen Tanz, Gesang und Schauspiel. In den vier Vorstellungen werden zwei unterschiedliche Programmversionen präsentiert.

(Text: mr)

Premiere:26.06.2010
Letzte bekannte Aufführung:29.06.2010


Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


28547
Absolventen beweisen ihr Talent

04.07.2010 - Traditionsgemäß lud die Stage School Hamburg auch dieses Jahr wieder zum Abschlussprojekt ihrer neuen Absolventen zum Showcase auf Kampnagel. Das umfangreiche Programm mit vielen unbekannten Nummern wurde für den Abschlussjahrgang 2010 vom erfahrenen Regie-Team Steve Ray und Jutta Elenz betreut, das eine hervorragende Arbeit geleistet hat.

Eine gewisse Dramatik ließ sich auf keinen Fall verleugnen. Der rote Faden, der sich jeweils durch die beiden Shows zog, war von Statements der Absolventen über ihren Werdegang auf der Schule und ihrer persönlichen Erfahrungen währenddessen gekennzeichnet. Dazu wurde der Opener von Fotos aus der Probenzeit für das Abschlussprojekt und Schnappschüsse aus den drei Jahren der Ausbildung auf der großen Videoleinwand optisch unterstützt. Während des Finales hingegen wurden Porträts der Absolventen gezeigt, was eine Abschiedsstimmung aufkommen ließ.
Partystimmung gab's dafür jedes Mal zur Pause. Die letzte Nummer des ersten Akts war jeweils „You Can't Stop The Beat“ aus Hairspray, womit die gute Laune für die Pause und die Vorfreude auf den zweiten Teil auf jeden Fall hergestellt war. Dieser begann ebenfalls in beiden Shows auf die gleiche Weise, nämlich mit „Gaston“ aus Disney's Die Schöne und das Biest, einer tollen Ensembleszene, bei der man wiederum allen Akteuren bis in die letzte Reihe tdie Spielfreude ansehen konnte

Im Folgenden möchte ich meine persönlichen Highlights der beiden Shows in chronologischer Reihenfolge nennen:
In Show A muss ich da als erstes „Irgendwann“ aufzählen. Das Lied aus dem Musical „Heiße Ecke“ war mir bislang völlig unbekannt und nimmt das Musicalbusiness in herrlicher Weise auf die Schippe: Ann-Kathrin Grabenschröer als frustriertes Chor-Mädchen, das sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sich die Hauptdarstellerin endlich ein Bein bricht, damit es für sie einspringen kann, und Mathias Güthoff, der als übertrieben schwuler Tänzer ebenfalls hofft, dass er einmal ganz groß rauskommen wird, sind erst mal die beiden Hauptakteure. Unterstützt werden sie von Yenna Mohr, die völlig überzogen wacklig auf Rollschuhen die Bühne betritt und im Hintergrund „Starlight Express“ dazwischen singt, Hanna Klug, die sich mit „Memory“ aus Cats in den Vordergrund zu spielen versucht und zu guter letzt Vanessa Kailing, die in den höchsten Höhen (und leider deshalb schon fast unverständlich) „Phantom der Oper“ aus dem gleichnamigen Musical zum besten gibt. Da alle durcheinander singen, wird es auf die Dauer etwas chaotisch, aber ich hätte nie gedacht, dass das alles gleichzeitig zusammen passt! Eine wahnsinnig lustige Nummer!
Einen Klassiker gab es natürlich auch, nämlich „A New Argentina“ aus Evita. Mathias Güthoff als Peron und Rebecca Reich als Evita gaben zusammen ein hübsches Verschwörerpärchen ab. Leider war die Nummer auf Englisch, weshalb man nicht jedes Wort verstehen konnte, aber die detailreiche Mimik der beiden Hauptdarsteller ließ einen das schnell vergessen.
Eine weitere extrem witzige Nummer war „Crazy 'Bout Ya, Baby“. John Baldoz, Jan Taubert, Mario Treichel und Martin Ruppel sangen den Song mit dicken Brillen und Saugglocken statt Standmikrofonen.
Sehr beeindruckend waren „Die Roten Stiefel“ aus Tanz der Vampire. In einer schon halsbrecherischen Choreografie tanzte sich Cathérine Labe als Sarah sicher durch die Vampire. Das war Unterhaltung für's Auge!
Nicht weniger beeindruckend, dafür wesentlich weniger bombastisch war die Choreografie von Cathérine Labe, John Baldoz, Sarah Ahrent und Teresa Schulz namens „Destiny“. Zu sehen war die Geschichte eines jungen Pärchens, das sich von ihren Schutzengeln geleitet trifft und schließlich streitet und trennt, was der junge Mann allerdings nicht ertragen kann, seiner Freundin hinterher rennt und dabei aufgrund einer Unachtsamkeit der Schutzengel vom Auto überfahren wird und stirbt.
Als optisches Highlight ist „Nur ein Tag“ aus Wicked zu nennen. Vor einer grünen Stadt tanzten und sangen grüne Gestalten, in der Mitte Ann-Kathrin Grabenschröer als Glinda in pink und Rebecca Reich als Elphaba in grün – an jeder nur Sichtbaren Stelle ihrer Haut. Das Gesamtbild war sehr beeindruckend, jede Figur war so sehr mit Liebe zum Detail gestaltet, dass man gar nicht wusste, wo man hinschauen soll.

In Show B hat mir als erstes „The Wizard And I“ aus Wicked so richtig gut gefallen. Wieder Rebecca Reich als Elphaba und wieder alles grün. Trotz der wahrscheinlich selbst zusammen gesuchten Kostüme war die Ähnlichkeit zur Originalproduktion nicht übersehen. Leider habe ich Wicked noch nie gesehen, aber wenn ich es mal sehen sollte, würde ich mir wünschen, dass meine Elphaba dann so ist wie diese!
Schwarzen Humor braucht man für eine Rarität in diesem Programm: eine Schauspielszene. In „King Kong's Töchter“ trinken die zwei Altenpflegerinnen Anne Schmitz und Nicole Pfannkuche auf den Tod einer Patientin. Eine sehr makabere Szene, aber irgendwie doch lustig.
Mal etwas ganz anderes war „I Want To Spend My Lifetime Loving You“. Das Lied stammt aus dem Film Zorro. Die Wünsche und Gedanken der beiden Gesangssolisten Rebecca Reich und Mathias Güthoff wurden durch die Tanzsolisten Cathéine Labe und John Baldoz optisch zum Ausdruck gebracht. Eine tolle Nummer, in der unglaublich viel Gefühl transportiert wurde!
Die faszinierendste Tanznummer aus der Show war für mich „Assassin's Tango“, bei dem sich die Tänzer Hillevi Baumgarten, Mario Treichel, Alice Okazaki, Martin Ruppel, Maria Einfeldt und John Baldoz gewissermaßen gegenseitig umgebracht haben, bis nur noch die beiden zuletzt genannten übrig waren.
Auch die dritte und letzte Wicked-Nummer hat es mir angetan: „Was fühl' ich in mir“. Dieses Mal Karolin Stiegelmayr als Glinda und wieder Rebecca Reich in bewährter Manier als Elphaba, umgeben vom Ensemble. Wirkungsvoll sind vor allem die Unterschiede zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen: Glinda klein, weiß, blond und mit möglichst vielen Schleifen in der Melodie, Elphaba groß, grün, dunkle Haare und eher kurz angebunden. Daraus ergaben sich lustige Bilder, wenn Elphaba von oben herab auf Glinda herunterschaute.
Ein weiteres Highlight war das Solo von Mathias Güthoff „Draußen“ aus Disney's Glöckner von Notre Dame. Hier versteckt sich eine wirklich vielversprechende Stimme!
Wieder sehr lustig war „Ja, so spielt man Golf“, in dem Ann-Kathrin Grabenschröer, Vanessa Kailing, Mathias Güthoff, Caroline Leuzinger, Rebecca Reich und Franzi Margarete Schloots ausgerüstet mit Ball und Golfschläger dem Publikum erklärt haben, worauf es beim Golfspielen eigentlich ankommt. Als vermeintliche Profis ging bei ihnen aber auch so einiges schief, was natürlich Absicht war.
Wegen des Inhalts nicht gerade schön, aber auf jeden Fall faszinierend war noch „Jeanny“. Hierbei handelt es sich um eine Choreografie auf das bekannte Lied von Falco. Der Protagonist Jan Taubert war so überzeugend, dass man ihm bestimmt nicht nachts alleine begegnen möchte. Gezeigt wird die Geschichte eines psychisch Kranken, der mit Vorliebe Frauen mit Lippenstift umbringt, zum Beispiel eben Jeanny. Diese wird getanzt von Hillevi Baumgarten, die sowohl „tot“, als auch lebendig eine sehr überzeugende Figur macht. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, endet die Choreografie damit, dass der Protagonist sein nächstes Opfer sieht und es dem Zuschauer überlassen bleibt, sich zu denken, was als nächstes passieren wird.
Zu guter letzt möchte ich noch das Terzett „Ein Schritt zu weit“ aus Aida erwähnen. Ann-Kathrin Grabenschröer als Amneris, Mathias Güthoff als Radames und Rebecca Reich als Aida singen dieses Lied gefühlvoll und geben ihm eine besondere Atmosphäre.

Alles in allem haben die Absolventen zwei tolle Shows präsentiert und in beeindruckender Weise gezeigt, was sie alles in drei Jahren gelernt haben.

kruemmelchen (erste Bewertung)


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