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Thriller

Jekyll & Hyde

Schafft die Männer ran


Die auf der Magdeburger Inszenierung basierende Tourneeversion des Musical-Thrillers ist trotz einiger Kompromisse bei Ausstattung, Ensemble und Orchester das Eintrittsgeld wert - vor allem wegen der musikalischen Leistungen von Sabrina Weckerlin und Leah Delos Santos.

(Text: Björn Herrmann)

Premiere:10.12.2010
Letzte bekannte Aufführung:14.03.2011


Henry Jekyll zwischen zwei Frauen: Andreas Gergen und Christian Struppeck erzählen in ihrer Tournee-Inszenierung des Wildhorn-Klassikers vor allem das ganz persönliche Drama der Titelfigur. Und das tun sie auf eine erfreulich unaufgeregt-klassische Art, ohne dass die Inszenierung dabei altbacken wirken würde. Sie vertrauen auf die Thriller-Qualitäten des Stückes und siedeln ihre Version vorlagengetreu im viktorianischen London an.
Über weite Strecken ist die Geschichte spannend und stringent erzählt. Dabei stehen weniger Jekylls fanatischen Hingabe an seine Wissenschaft und die im Buch anklingenden scharfen sozialen Gegensätze im Mittelpunkt, viel mehr liegt der Fokus auf den menschlichen Beziehungen der Charaktere. So gewinnt vor allem die Rolle von Jekylls Verlobter Lisa an Format, die nicht nur im zweiten Akt das nachträglich eingefügte Solo "Könntest Du verstehn, wie ich Dich liebe" bekommt, sondern auch in der Schlussszene nach den Schüssen mit dem sterbenden Jekyll eine Reprise von "Da war einst ein Traum" singt. Ihre Liebe trägt Jekyll, umso mehr leidet sie an der Entfremdung im Zuge der Experimente. Auch Lucys Motivation wird sehr viel deutlicher, als in vielen anderen Inszenierungen: Sie erhofft sich durch die Beziehung zu Jekyll aus ihren Verhältnissen zu entkommen, sie hängt sich mit großer naiver Liebe an den edelmütigen Doktor.
Schließlich ist da noch Jekyll selbst, der – von seinen Experimenten in den Wahnsinn getrieben – immer mehr mit Hyde verschwimmt, so dass schon im Laufe der "Konfrontation" keine deutliche Unterscheidung mehr möglich ist. Er erscheint auch als Hyde auf seiner Hochzeitsfeier, die Trennung der beiden Persönlichkeiten ist zum Schluss des Stückes erkennbar gescheitert.
Hinter diesen Aspekten treten andere Nebenhandlungen in den Hintergrund, Nellie und Spider sind als Figuren komplett gestrichen, auch der Vorstand des Krankenhauses wirkt nur als Karikatur einer trotteligen Oberschicht.
Naturgemäß fordert die Tourneetauglichkeit einige Kompromisse. So tönt ein schmal besetztes Orchester manchmal recht dünn aus dem Graben und auch das Bühnenbild muss sich verschiedenen Gegebenheiten anpassen. Mit einer multifunktional nutzbaren zweigeschossigen Gerüstkonstruktion mit einigen Schiebefenstern lassen sich unterschiedliche Räume vom Adelspalais des Sir Danvers bis zur Straßenszenerie darstellen. Unglücklich sind die Umbauten der beiden zentralen Klappenelementen: Wenn sie geöffnet werden sollen, erscheinen zwei kostümierte Bühnenarbeiter. Das ist in vielen Szenen nicht schlimm, da das Ensemble während des gesamten Stückes im Freeze oder in situationsentsprechenden Nebenrollen auf der Bühne ist und das Bild belebt.
Gerade während "Dies ist die Stunde" und "Jemand wie Du" zerstören diese beiden aber ärgerlicherweise mit ihrer Arbeit völlig die Fokussierung auf die Hauptdarsteller.
Ebenso schade: "Mörder" und "Fassade" leiden unter dem kleinen Ensemble und können keine richtige Dynamik entwickeln, obwohl die Darsteller alles geben.
Gespielt wird die überarbeitete deutsche Übersetzung von Susanne Dengler und Eberhard Storz, die in Passagen wie "Ich sage, Männer her" (ehemals "Drum schafft die Männer ran") nicht gerade eine Verbesserung gegenüber der Urversion ist.
In der besuchten Vorstellung in Hannover wurde Yngve Gasoy-Romdal in der Titelrolle von seiner Zweitbesetzung Christoph Goetten vertreten. Obwohl Goetten sowohl in Köln, als auch in Chemnitz bereits in dieser Rolle auf der Bühne gestanden hatte, gelang es ihm nicht, die Hauptfigur mit Leben zu erfüllen. Als Jekyll blieb er farblos und unbewegt, seinen Hyde spielte er zwar mit großer Agression, ohne aber wirklich bedrohlich zu wirken. Auch gesanglich blieb Goetten dünn, als Hyde teilweise mit einem unangenehm scheppernden Stimmklang.

Dass der Abend trotz der Schwächen in der zentralen Position des Stückes gelingt, ist drei Darstellern zu verdanken, die jeder mit seiner Leistung allein das Eintrittsgeld wert gewesen wären. Da ist zunächst einmal Reinhard Brussmann als Sir Danvers. Formatfüllend, gesanglich souverän und mit jedem Auftritt mühelos die Szene beherrschend macht er deutlich, was ein großartiger Darsteller aus einer Nebenrolle zu machen vermag.
Leah Delos Santos als Lisa brilliert mit lupenreinem Gesang, präzisem Spiel und glaubhafter Emotion. Jeder ihrer Songs bietet genügend Anlass, die Augen zu schließen und zu genießen.
Und dann ist da noch Sabrina Weckerlin als Lucy. Von lustvoll-verrucht bis naiv-verträumt bedient sie alle Facetten einer glaubhaften Lucy und besticht mit ihrer mühelosen und beinahe ansatzlos wirkenden Beltstimme. Besser kann man die kraftvollen Powerballaden in der Tradition der Ur-Lucy Linda Eder nicht singen. So wird schon ihr "Ein neues Leben", das sie mit einem unglaublich kraftvollen Schlußton krönt, zu Recht bejubelt.
Zum Höhepunkt gerät schließlich "Nur sein Blick". Die beiden Damen bringen das Duett mit traumwandlerischer Sicherheit und einer scheinbaren Leichtigkeit über die Rampe.
So schön kann Musicalgesang sein.


(Text: Björn Herrmann)




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News: Weckerlin spielt Lucy auf "Jekyll"-Tour (25.08.2010)



Kreativteam

Inszenierung Andreas Gergen
Christian Struppeck
Musikalische Leitung Heiko Lippmann
Arrangements Jason Howland
Bühne Jan Freese
Kostüme Regina Schill
Choreografie Kim Duddy


Besetzung

Dr. Henry Jekyll
Edward Hyde
Yngve Gasoy Romdal
Christoph Goetten
Lucy HarrisSabrina Weckerlin
Corinna Ellwanger
Anne-Mette Riis
Lisa CarewLeah Delos Santos
Corinna Ellwanger
Anne-Mette Riis
John UttersonChristoph Goetten
Marc Lamberty
Sir Danvers CarewReinhard Brussmann
General Lord Glossop
Poole
Mickey Petersson
Simon StrideGerald Michel
Bischof von BasingstokeDaniel Coninx
Lady BeaconsfieldBetty Vermeulen
Esther Mink
Lord SavageNoud Hell
NelliePatricia Hodell
Esther Mink
Das Ensemble Hakan T. Aslan
Corinna Ellwanger
Alexandra Farkic
Niklas-Philipp Gertl
Luise Helbig
Marc Lamberty
Esther Mink
Anne-Mette Riis



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


17 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29118
Unglaublich laut...

04.07.2011 - Wir haben die Aufführung im Fürther Stadttheater (Premiere) gesehen, die gut war aber in einer unglaublichen Lautstärke. Es hat einen fast vom Sitz gehoben....
Ich kann den vielen Kritikern hier nur zustimmen, dass die Tonqualität nicht die Beste war. Auch das "wandeln" von Jekyll zu Hyde kam nicht gut herüber. Dass man bei einer Tourneeproduktion (die ja angeblich eine Co-Produktion des Stadttheaters Fürth ist) Abstriche machen muss, ist ja klar. Dass man da mit Kostümen geizt und auch mal "schlimmere" Umbauten in Kauf nehmen muss, ist auch klar. Was hier toll ist, ist halt die "Zugkräftige Besetzung", die man eigentlich in einer Tourneeproduktion so nicht erwartet. Aber auch ich muss sagen, dass man Y. Romdal nicht so toll verstanden hat und wir sind in der 1. Reihe gesessen ... Da alles so unglaublich laut war, ist vieles untergegangen. Und: in Fürth waren die Preise sehr hoch im Vergleich zu den vielen hier schon beschriebenen Preisen ... Nix mit Billigproduktion. Fazit: Es war gut aber nicht der große erwartete Hit.

Thomas39 (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


28971
Hervorragende Inszenierung, unterirdischer Ton

23.02.2011 - Ich hatte endlich Gelegenheit, mir am 21.02.11 die Aufführung im Stuttgarter Hegel-Saal anzusehen. Die hervorragende Inszenierung war sehr gestrafft, ohne Längen wie in anderen Produktionen und überzeugt mit einer sehr guten Personenführung auf der Bühne. Das Bühnenbild, natürlich ein Kompromiss geschuldet den Tourneeanforderungen, ließ sich sehr flexibel verwandeln. Mit wenigen Handgriffen und unterstützt durch wechselnde Beleuchtung ließen sich so schnell jeweils neue Räume und Perspektiven schaffen. Insgesamt überzeugte das Zusammenspiel aus Bühnenbild und Licht sehr, wenngleich manche Lichtwechsel zu abrupt und überraschend eingesteuert wurden und somit etwa störend wirkten. Hier wären z.T. weichere Übergänge ratsam. Szenisch sowie technisch hervorragend gelöst waren die Tötungsszenen, die mit recht einfachen Mitteln sehr überzeugend umgesetzt wurden.
Über die Leistung der hervorragenden Cast braucht man eigentlich nicht viel sagen. Jede Rolle ist hervorragend besetzt. Alleine die Hauptdarsteller sind jeder für sich den Besuch dieser Inszenierung wert. Es ist eine Freude, dem sehr intensiven Spiel von Yngve Gasoy-Romdal, Sabrina Weckerlin und Leah Delos Santos und ihrer sehr glaubhaften Personenzeichnung zuzusehen. Hier sitzt einfach jede Nuance und Emotionen, Zweifel und Zerrissenheit werden glaubhaft transportiert. Eine hervorragende Ensembleleistung. Das große Manko des Abends ist ohne Zweifel der Ton, der zumindest im linken Bereich des Zuschauerraums nur eine äußerst eingeschränkte Textverständlichkeit zuließ. Die hervorragenden Stimmen der Solisten klangen ausnahmslos wie aus der Dose und insbesondere in den Ensemblenummern verkamen Stimmen und Musik zu einem furchtbaren Geräuschbrei, bei dem jeder Genuss unmöglich war. Unter diesen Umständen konnte sich das hervorragende Ensemble auf der Bühne noch so bemühen wie es wollte, die Intensität und Dichte des jeweiligen Moments wurde durch die miserable Tonqualität zunichte gemacht. Schade. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf, um der Qualität des Ensembles sowie der hochwertigen Inszenierung gerecht zu werden.

stagelight (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


28954
Gelungene Tourproduktion

10.02.2011 - Für eine Tourproduktion ist das ganze eine sehr stimmige Sache. Das Bühnenbild ist sehr schön und kann durch kleine Handgriffe immer wieder verändert werden, das das umbauen meist zu sehen war hat mich in diesem Fall gar nicht gestört. Auch die Kostüme waren echt Klasse.
Yngve war schauspielerisch und gesanglich ein perfekter Jekyll & Hyde. Nur leider hat man ihn des öfteren sehr schlecht verstanden.
Leah war für mich eine der Stars des Abends sie gibt eine starke und zugleich zerbrechliche Lisa und überzeugt mit ihrer tollen Stimme man hätte ihr stundenlang zuhören können.
Jedoch der Star des Abends war für mich Sabrina Weckerlin, man was diese Frau da hingelegt hat war einfach unglaublich. Einmal gibt sie die Starke powergeladene und Verführerische Prostituierte und dann wiederrum die zerbrechliche junge Frau man hat ihr einfach alles geglaub. Ihr Lied "Mein Leben" war der showstopper des abends.
Ein weiteres Highlight war das Duett von Lucy und Lisa "Nur sein Blick" die beiden Damen haben das mit so viel Gefühl gesungen das war einfach großartig.
Auch der Rest der Cast war wirklich toll, einziger Wehrmutstropfen war das man häufig nichts verstanden hat sobald mehrer Personen auf einmal geredet haben.
Alles in allem war es ein sehr schöner Abend und Sabrina und Leah allein waren die Reise schon wert. Jedoch ziehe ich einen Stern ab, da man oft ganze Sätze und Dialoge gar nicht verstanden hat.

Musicalfan86 (37 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28923
Ein Hoch und Tief der Gefühle

29.01.2011 - Wenn man in Lingen wohnt und lieat, dass diese Hauptdarsteller mit JEKYLL her kommen MUSS man sich dieses Stück anschauen.
Leider bin ich mit gemischten Gefühlen wieder aus dem Theater gekommen.
Angefangen beim Bühnenbild. Für eine Tourproduktion ist es sicher recht aufwendig, allerdings erschöpft es sich sehr sehr schnell. Nach dem dritten einklappen und ausklappen der Wände kennt man die Prozedur. Auch ist das Labor leider so enorm klein geraten, dass es fast lächerlich wirkt, wenn Jekyll drauf stegt und das kleine holzpodest, aus dem es besteht, wackelt.
Positiv zu vermerken ist, dass einige Umzüge im Bühnenbild stattfinden. es wird nicht versucht das zu kaschieren. Guter effekt zt.
Leider war die Aussteuerung des Sounds in Lingen sehr schlecht, wodurch alle Darsteller, außer Sabrina, oftmals vom Orchester übertönt wurden.
Also zu den Darstellern.
In allen 5 großen ROllen wurden Stars engagiert. Angefangen bei Reinhard Brussmann als Sir Danvers. Es war ein Vergnügen ihn endlich einmal live zu sehen. Sein Bariton passt perfekt in die Rolle des strengen Vaters und harmoniert gut mit dem Vibrato seiner Tochter Lisa.
Christoph Goetten als John Utterson macht seine Sache auch gut, bleibt aber im Zusammenspiel mit Jekyll oft etwas blass.
Leah Delos Santos schafft es gut der etwas eindimensionalen Figur des Lisa Farbe zu geben. Sie überzeugt mit schöner Stimme bei ihren zwei Soli und den beiden Duetten mit Jekyll und Lucy.
Sabrina Weckerlin ist der Star des Abends! Was diese Frau an Stimme hat und wie sie die schon von vielen bekannten Darstellerinnen gesungenen Songs der Lucy interpretiert ist eine wahre Freude und ein Genuss, den man sehr selten so zu hören und sehen bekommt! Einfach großartig, wie sie zerbrechlich sie bei "Jemand wie du" wirkt und wie anzüglich lassziv sie "Männer her"(in bescheurter Übersetzung) rüberbringt! Wirklich wirklich bemerkenswert.
Yngve Gasoy Romdal, der schon oft die Rolle des Jekyll/Hyde verkörpert hat, bleibt leider etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Natürlich, als Hyde hat er in "Lebendig", "Gefährliches Spiel" und nicht zuletzt "Die welt ist völlig irr" seine großen Momente, aber Showstopper wie "Dies ist die Stunde" oder "Konfrontation" sind nicht ausgesungen und mit wenig Leidenschaft über die Bühne gebracht. Das ist wirklich schade, zumal er vor allem im 2. akt deutlich zulegt. Als Jekyll im 1. akt bleibt er blass.
Schauspielerisch ist er vor allem als Hyde eine Klasse vor sich!

Das Ensmble agiert solide,allerdings sticht keiner heraus gegen das starke Gespann der Hauptdarsteller.

Alles in allem muss ich sagen, war es ein schöner Abend mit toller Musik und ein paar kleinen Ärgernissen.
Vielleicht sind einige davon auch dem Fakt einer Tournee zu schulden, aber sicher nicht alles.
Trotz allem, würde ich diese Inszenierung weiterempfehlen.
Vor allem wegen der Hauptdarsteller!

Shehan (11 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


28919
Preis-Leistung-Verhältnis überzeugt

19.01.2011 - Ich habe die Produktion im Januar besucht und kann mich nicht beschweren.

Bei welcher "Tourneeproduktion" bekommt man Yngve Gasoy-Romdal, Leah Delos Santos, Sabrina Weckerlin & Reinhard Brussmann zum Preis von 20,- EUR zu sehen? Hut ab für die sehr gute Besetzung...sehr ungewöhnlich für eine "Tourneeproduktion"!

Natürlich muss man je nach Bühnengröße das Bühnenbild variieren oder verkleinern. So kann es passieren, daß ein Bühnenarbeiter erkannt wird, weil die Bühne nicht genügend Tiefe hat und das Labor während des Stücks aufgebaut werden muß. Aber das ist noch kein Grund die Leistung der Schauspieler in Frage zu stellen.
Das Orchester spielte sehr professionell - in Anbetracht der Tatsache, daß es sich um eine "Tourneeproduktion" handelt muß ich auch hier die Größe lobend erwähnen.

Der Ton war nicht der allerbeste, aber ein Tontechniker kann nur auf die im Theater vorhandene Beschallungsanlage zurückgreifen. Speziell in diesem Punkt sollten sich einige Kritiker lieber an die besuchten Theaterhäuser wenden, weil diese über teilweise völlig veraltetes Equipment verfügen.

Für mich hat sich der Besuch gelohnt und wird wiederholt - ich kann die Produktion jedem empfehlen.

Gavroche (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28918
Maßlos enttäuscht

17.01.2011 - Sorry, aber nachdem ich in Magdeburg die originalproduktion miterleben durfte, bin ich von meinem Besuch in Offenburg maßlos enttäuscht. Grauenvolle Tonaussteuerung, eine permanente Unruhe auf der Bühne durch die ständig sichtbaren Bühnenarbeiter, kein Moment des "Runterkommens", ein viel zu schnell und zu laut spielendes Orchester, ein Worte verschluckender Hauptdarsteller und ein langweiliger erster Akt. Da kann mich auch nicht der ordentliche zweite Teil trösten. Das war vielleicht für solche Besucher interessant, die nicht wissen, was das gleiche Kreativteam in Magdeburg zu leisten im Stande war, aber für so etwas je zwei Stunden An- und Rückfahrt in Kauf zu nehmen und dann enttäuscht zu werden, das ist bitter. Nie wieder Tourproduktionen, dann fahre ich lieber nochmals viereinhalb nach Magdeburg, dort kann man diese Show genießen (und versteht auch mal etwas).

Stephanie2011 (erste Bewertung)


28915
So unterschiedlich ist die Wahrnehmung...

14.01.2011 - Ich war gestern ebenfalls in Marl, habe die Show aber komplett anders erlebt...
Zunächst mal ein großes Lob an die beiden weibliche Hauptdarstellerinnen. Besonders Sabrina Weckerlin war der Star des Abends. Tolle Stimme, grandios gesungen und endlich sieht man auch mal die verletzliche Seite der Lucy. Das war eine ganz starke Performance. Auch Leah Delos Santos war sehr gut. Sie bekam einen zusätzlichen eigenen Song, den sie sehr stark "über die Rampe" brachte, der im Gesamtkunstwerk aber eine Fremdkörper blieb. Yngve Gasoy Romdal war nicht ganz auf der Höhe. Seine Stimme klang belegt und er mußte den Beginn der zweiten Strophe "Dies ist die Stunde" nach unten oktavieren....Vielleicht war er erkältet.
Das Ensemble an sich war recht klein. Ca. 12 Darsteller besorgten die Ensembleszenen, die gut getanzt und geschauspielert, aber ziemlich schwach gesungen waren. Tonale Unsauberkeiten und "Aus dem Takt Singen" war leider des öfteren zu hören. Vielleicht gab es auch Monitorprobleme auf der Bühne. Auch Romdal war oft hinter dem Schlag, was bei ihm aber sowas wie "sein Stil" ist. Die Abmischung der Sänger war gut. Sie waren laut, deutlich und warm abgebildet. Aber der Orchestersound war ein Witz! Als die Show begann dachte ich, es hätte jemand vergessen, sein Handy abzuschalten, aber das waren tatsächlich schon die Tutti-Schläge des Prologs, die einen sonst schonmal gerne in den Sitz drücken. Wenn man nicht wußte, was das Orchester spielt, hätte man es nicht gehört. Das besserte sich ein klein wenig im zweiten Akt, war aber noch immer weit weg von der bombastischen Mischung, die Wildhorns Partitur verdient. Bei der abschließenden Vorstellungsmusik, zu der sich die Darsteller verbeugen, war vom Orchester wirklich nichts mehr zu hören, weil die Zuschauer mitklatschten.... Das war deutlich zu wenig.
Viele der Regie-Einfälle waren sehr interessant; vor allem die Tötungsszenen waren sehr fantasievoll umgesetzt. Der Bischof ist hier auch kein Pädophieler sondern ein Masochist. Die unendliche Zerdehnung von "Schafft die Männer ran", das hier "Männer her" übersetzt wird, ist jedoch wiederum ein Ärgernis. Das war gar kein Song mehr, sondern eine von laaangen Pausen unterbrochene Ansammlung von Strophen und Refrains, die locker doppelt so lange dauerten, wie das Stück normalerweise lang ist. Dazu taumelte Lucy wie eine Besoffene durch die Kulisse, singt mit französischem, russischen und "kölschem" Akzent....Albern! Da schoß die Regie doch deutlich über das Ziel "es mal anders zu machen" hinaus. Die Verwandlung Jekylls zu Hyde zündete auch nicht wirklich. Man setzte auch auf sehr platte Effekte wie das einfache rote Anstrahlen Hydes von unten - wie auch in der späteren Konfrontation. Da haben es die Tourneen allerdings auch schwer, wenn man die Lichteffekte der Longrun-Inszenierung kennt.
Der erste Akt war dann auch nicht sonderlich mitreißend. Die Stimmung sprang einfach nicht über. Hyde sang das "So lebendig" quais vor sich hin. Es erreichte den Zuschauer kaum.
Im zweiten Akt geriet das deutlich packender. Yngve Gasoy Romdal konnte sein schauspielerisches Talent ausspielen und im schon vom Texter dramatischer angelegten Akt deutlich punkten.
Seine verzeweifelten Momente mit Utterson waren sehr intensiv. Das Drama war spürbar. So muß das sein.
Das Duett der beiden Damen "Nur sein Blick" sowie Lucys "Mein Leben" waren die eigentlichen Kracher des Abends und nicht "Dies ist die Stunde" und auch nicht die "Konfrontation". Hier ging es mir dann doch etwas zu schnell. Lucy war noch nicht ganz tot, da war man schon mitten in der Konfrontation, die mich auch nicht wirklich überzeugen konnte. da hat ein David Hasselhoff schauspielerisch mehr zu bieten. Yngve war wohl doch erkältet....
Kulisse und Küstüme waren der Tournee-Version geschuldet einfach, aber wirkungsvoll. Die Kleiderwechsel bei Mörder waren perfekt um mit sehr einfachen Mitteln von einem offenen Platz auf den Bahnhof umzuschalten, ohne tatsächlich das Bühnenbild zu wechseln.

Erwähnenswert ist noch, daß die Figur des Spyder komplett eingespart wurde, was nicht weiter stört. Das Auslassen von "Mädchen der Nacht" und "Der Weg zurück" schmerzt da schon deutlich mehr, zumal man hier mal eine wirklich verletzliche Lucy hatte, die die "Mädchen" mal wirklich passen dzum Text hätte darstellen können.

Zusammenfassend war es ein durchwachsener Abend mit Licht und Schatten. Für den gezahlten Eintrittspreis hat man einen ordendlichen Gegenwert bekommen, auch wenn einige Sänger und vor allem die Tontechnik hinter ihren Möglichkeiten blieben. Dennoch hätte bei einer professionellen Produktion deutlich mehr Sound erwartet.

Wotan (erste Bewertung)


28914
Bravo !

14.01.2011 - Ich habe die Aufführung in Marl mit der Erstbesetzung gesehen: die gesamte Cast war stimmlich wie darstellerisch klasse, man merkte allen die Spielfreude an.
Das Bühnenbild war für eine Tourneeproduktion absolut in Ordnung und mit dem Ton hatten wir offensichtlich auch Glück ! Es war ein wundervoller Theaterabend und gehörte mit zu den besten J+H Aufführungen, die ich bisher gesehen habe.
Bei der Abschlussszene vermisste ich die Verwandlung des Bräutigams in Hyde, schade, das war hier anders gelöst. Und leider war "Der Weg zurück" auch nicht dabei. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

dolcetto (22 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


28902
Bemerkenswert!

06.01.2011 - Ich verstehe die Enttäuschung vieler gar nicht. Ich war begeisert von dem Niveau, was diese Tourproduktion doch hervorgebracht hat. Immerhin musste es ein mobiles Bühnenbild sein, dazu ein Ensemble von so wenig Mann und trotzdem haben sie mich umgepustet. Ich finde, dass ist mehr als beachtlich. Die Regie orientiert sich an Magdeburg. Das es Abstriche geben muss, ist doch völlig klar. Dafür fand ich es auch wieder sehr geschickt gelöst. Das Konzept mit den schäbigen Kostümen und Bühnenbildern gefiel mir sehr. Auch das ab und zu das Ensemble zwischen Szenen auf der Bühne war, fand ich recht interessant. Die Coreografien waren einsame spitze! Ich fand das Ganze ganz und gar nicht langatmig. Im Gegenteil, ich weiß ob ich dieselbe Inszenierung gesehen habe wie meine Vorredner. Ich fand, es hatte Pepp und war energetisch sehr hoch. Vor allen durch das spielfreudige Ensemble, dass so hervorragend mitgezogen hat. Die Ensemblenummer FASSADE und MÖRDER habe ich nie so gut gesehen. Da steckte so viel Elan drin. Also erstmal ein dickes Lob an die Kompanie. Ich denke schon, es ist anstrengend von Tag zu Tag rumzufahren und zu spielen und das hat man überhaupt nicht gesehen. Es war durchweg frisch und dynamisch. Yngve Gasoy Romdal bleibt mein Lieblingsdarsteller in dieser Partie. Gesanglich als auch darstellerisch beeindruckt er immer wieder auf's Neue. Auch Leah Delos Santos, die ich zum ersten Mal als Lisa erleben durfte, überzeugte mich durchweg. Ein fabelhaftes Cover der Lucy war ohne Zweifel Corinna Ellwanger. Stimmlich, tänzerisch, darstellerisch richtig stark. Die Stärkste des Abends, neben Yngve. Ich fand es spannend, war überrascht und kann es nur weiterempfehlen. Daumen hoch!

Jekyll/Hyde (16 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


28881
Ok aber inkonsequente Regie

30.12.2010 - Ich habe die Aufführung am 23.12. in Heidenheim gesehen. Das meiste wurde bereits von den Vorrednern gesagt.
Im Großen und Ganzen fand ich die Vorstellung für eine Tourneeproduktion ok, die Tonmischung war aber eine Katastrophe.
Vergleichsweise schwach fand ich die Regie: diese ist in höchsten Maße inkonsequent. Die Regisseure hatten zwar einige gute Ideen (z.B. Hyde anfangs als wirklich durch und durch böses Wesen darzustellen), allerdings wird nichts davon konsequent zu Ende geführt. Alles wirkt gehetzt, so dass viele große Momente verpuffen. Schade!

Coloredo (12 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


28878
Bitterlich enttäuscht

30.12.2010 - Also ich war am Dienstag auch in Hannover und war bitterlich enttäuscht.

Und zwar in vielerlei Hinsicht.

Wir saßen in Reihe 15 exakt in der Mitte. Wir hatten 4 Reihen hinter uns den Mann, der den Ton abgemischt hat. Demnach hätten wir besten Sound haben müssen...

Was da aber abgeliefert wurde, war eine bodenlose Frechheit.

Yngwe, den ich an sich sehr schätze, war ein Totalausfall. Wenn man gnädig ist, hat man evtl 40% verstanden. Das lag zum großen Teil am Ton und das Mikros teilweise viel zu spät hochgezogen wurden, aber auch an ihm selber. Er nuschelte an vielen Stellen, verschluckte Buchstaben und machte aus 3 Worten auch gern mal eins. Bei den Songs muss man ihm aber auch zugestehen, dass der Dirigent, scheinbar noch etwas vorhatte, weil das gesamte Stück viel zu schnell dirigiert wurde.

Das man beim Bühnenbild bei einer Tour Abstriche machen muss ist klar... Aber dieses Auf- und Zugeschiebe nervte spätestens im 2. Akt massiv. Es war hektisch und unruhig. Und wenn ich die Bühnenarbeiter im Hintergrund trampeln höre, während Corinna Ellwanger die letzten Töne von "Jemand wie du" singt, dann ist das dilettantisch.

Was die Kostüme angeht wäre es auch schön gewesen, wenn sie ein wenig (ich erwarte hier keine aussergewöhnlichen Kostüme) schöner gewesen wären. Einzig Lisas Brautkleid war schön. Der Rest sah aus, wie Kleider des Volkes aus MA. Das hatte nix mit Aristokraten zu tun.

Zurück aber zum Ton: Nummern wie "Mörder" und "Fassade", die einen sonst in die Sessel drücken und Kraft haben, wirkten kraftlos und verfehlten ihre Wirkung. Das liegt nicht am Ensemble. Das hat toll gespielt, aber es fehlte mir echt die Power. Es war nicht wirklich durchdringend. Was auch an den Mikros gelegen ahben mag bzw, dass sie nicht hochgefahren wurden.

Was uns sehr überraschte und auch sehr enttäuschte, dass es nicht wie im Programmheft steht, die Originaltexte sind. Zumindest nicht an allen Stellen.

1. Die erste Performance von "Fassade" hat nen komplett neuen Text.

2. "Schafft die Männer ran" gab es gar nicht erst.... Das Lied hieß "Männer her", hatte zwar dieselbe Melodie, aber war textlich ganz anders - SCHLECHTER... Somit definitiv einer der starken Lucy-Nummern so richtig in Sand gesetzt. Hinzu kam an der Stelle, dass Corinna Ellwanger nicht wie eine Hure wirkte. Mit ihrem blonden Haar und dem braven "Nutten-Kostüm" wirkte sie eher wie ne Wirtstochter beim Karneval, was die Inszenierung des Songs noch unterstützte. Der Song war mehr Square-Dance, Cheerleading oder sonst was, aber keine verruchte Prostituierte. Als sie dann noch mit französischem, holländischem und SÄCHSISCHEM (!) Dialekt/Akzent sang, war die Nummer endgültig für die Tonne? Was denkt der Regisseur sich dabei???? Und die Choreografin?

Das Licht fand ich stimmungsvoll und passend.... Wie gesagt, das Bühnenbild bald anstrengend udn warum permanent Darsteller an der Seite sitzen und zuschauen (selbst in intimen Szenen) leuchtet mir nicht ein!

Pluspunkte:

Kim Duddys Choreografien ("Männer her" mal ausgenommen")

Inszenierung und Chorerografie von die "Welt ist völlig irr"

Lichtdesign

UND

last but not least:

Leah Delos Santos, die perfekt zu verstehen war, treffsicher jede Note traf und die Rolle optimal spielte..

Und Corinna Ellwanger, die mir bisher unbekannt war, mich aber vollends überzeugte. Ein würdiger Ersatz für die erkrankte Sabrina Weckerlin

Elphaba-is-wunderbar (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


28876
Tolle Produktion mit großartigen Darstellern

29.12.2010 - Entgegen meinen Vorrednern hatten wir weder Problem mit dem Sound noch mit den Umbauten (vielleicht ist dies anders, wenn man im Balkon sitzt, bzw. von Theater zu Theater verschieden!?), sondern konnten einen tollen und zugleich grusligen Musical-Abend mit "Jekyll & Hyde" verleben. Das flexible Bühnenbild funktioniert super auf Tournee, und nicht nur dort. Begeistert waren wir vor allem von der Choreografie von Kim Duddy und der gesanglichen Spitzenleistung des Ensembles, allen voran: Yngve Gasoy-Romdal.
Auch der Rest des Publikums in Heidenheim war angetan: Standing Ovations.

Pride (erste Bewertung)


28871
Deutlich schwächer als MD

22.12.2010 - Ich kann dem meisten Vorrednern nur zustimmen. Der Sound war höchstens Durchschnitt, phasenweise sehr schlecht, als wäre der Ton überlagert, und dem Ensemble nicht angemessen. Ich frage mich auch, warum man immer meint, etwas ohnehin schon sehr gutes noch besser machen zu wollen und es damit verschlechtert. In Magdeburg war auch der erste teil mitreißend und kurzweilig, in Fürth konnte ich mir im ersten Teil ein Gähnen nicht verkneifen. Wenn ich mich nicht irre, dann wurden die musikalischen Arrangements vom Broadway übernommen, wodurch besonders "Dies ist die Stunde" überhaupt nicht zur Geltung kommt, weil es viel zu schnell abgespielt wird und Yngve sich sputen muss, dass Tempo mitzuhalten.
Kein verständnis habe ich für das offene Bühnenbild, dadurch entsteht eine ständige Unruhe auf der Bühne. Da singt Lucy oder Yngve oder leah im Vordergrung, aber man wird andauernd durch Bühnenarbeiter abgelenkt, die das Bühnenbild bewegen müssen. Warum wurde das nicht abgedeckt. Fazit zum ersten teil: Warum, Herr Gergen, haben Sie Ihre eigene tolle Magdeburger Arbeit so verschandelt?
Der zweite Teil war dann sehr versöhnlich. Viel mehr magdeburger Momente und Szenen, die begeisterten. Diese täuschten dann auch über den Ton hinweg. Großes Lob an Leah und Yngve sowie Reinhard Brussmann. Auch für Sabrinas Gesang, aber: Schauspielerisch war das für mich die Heilige Elisabeth und nicht die Hure Lucy, sorry.

GrafGrünne (erste Bewertung)


28862
Es war ok! Aber nicht mehr ...

18.12.2010 - Kann mich den Anderen nur anschließen.
Ich fand das Bühnenbild in Ordnung! Die Tonmischung eher nervend.
Aber jetzt zu den guten Seiten: Die Darsteller! Ich mochte sie alle und stimmlich war Leah delos Santo herausragend. Die Besetzung der Hauptpartien und das gesamten Ensembles ist spitze.
Nunja es ist eben "nur" eine Tournee-Produktion und eben nicht als en suite Stück konzipiert. Trotzdem hatten wir einen schönen Abend und ich kann die Show ruhigen Gewissens weiterempfehlen, denn es war ok! Aber eben nicht mehr...

ShowBoat (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


28847
Große Emotionen, Spannung pur!

15.12.2010 - Ich durfte letzten Samstag bei der zweiten Vorstellung in Fürth dabei sein. Ich muss sagen, dass meine Erwartungen einer "Tournee-Produktion" bei Weitem übertroffen wurden. Großartige Hauptdarsteller, klasse Ensemble. Noch nie habe ich die Geschichte so spannend und wie einen Thriller empfunden. Dabei schaue ich mir sehr viele Aufführungen von "Jekyll und Hyde" an. Großes Kompliment an alle Beteiligten!

Lucius (erste Bewertung)


28841
Schön, mit paar Abstrichen

13.12.2010 - Kritisieren werde ich nicht, sondern die Tatsachen auf den Tisch legen.
Lisa: Einfach genial, Stimme, Schauspiel, Präsenz.
Lucy: Super gesungen, Professionell, viel Gefühl, die gebrechliche Person konnte man Ihr abnehmen, die Hure leider nicht so, aber wie ich die Darstellerin kenne lag es nicht an ihr sondern bestimmt an der Regie Anweisung .
Jekyll: Einfach ein Toller Darsteller, je doch TEXT, TEXT, TEXT, zur 60 % nicht verstanden und wenn man für so ein Stück Geld ausgibt sollte man auch den Inhalt Verstehen oder? Hatte da jemand angst gehabt den Darsteller auf dies aufmerksam zu machen?
Choreografie : Sehr gute Ideen, Klasse, nur bei „ Schaf die Männer ran“ wusste das Publikum nicht wann er Applaudieren sollte, zu viele Pausen im Song. So wurde dieses Lied nicht Komponiert oder?
Alle anderen Darsteller, echt Klasse mit ein paar ausnahmen, je doch lag es bestimmt an der Regie.
Musik: Orchester und Leiter habe sich echt mühe gegeben, Super Leistung, müsste nur noch ein paar Tempis bearbeiten und aufpassen mit der Lautstärke bei Dialogen.
Regie: Schöne Idee, mit Höhen und tiefen, man hat den Eindruck das ab und zu die Ideen nachgelassen haben und man hat die Szene nicht richtig zu ende gebracht und gleicht zu nächsten gegangen ist. Konzept und Bühne: Innovativ mit vielen Abstrichen, auch wenn man sich vielleicht Gedanken gemacht hat, das es eine Tour Produktion sein sollte, man soll nicht vergessen das eine Klare Regie WICHTIG ist für eine Tour Produktion für das Publikum der nicht das Stück kennt und die Möglichkeiten nicht hat, es das zweite mal zu sehen.

Stephan Kopf (erste Bewertung)


28830
Nicht auf dem Magdeburger Niveau

12.12.2010 - Diese Tourneeversion baut ja auf der Magdeburger Inszenierung von J&H auf. Allerdings kann sie besonders im ersten teil nicht mithalten. Gravierende Schwächen besonders bei der Technik, der musikalischen Umsetzung sowie dem Bühnenbild. Letzteres ist durch ein auf- und zuklappbares Holzgestell dargestellt, dass sehr heruntergekommen wirkt. Peinlich: Man sieht andauernd die Bühnenarbeiter im Hintergrund laufen, einmal fiel sogar einer hin. Die Band agiert sehr lauf, wird nicht gut abgemischt und spielt sehr schnell, so dass man die Ohrwürmer gar nicht richtig genießen kann. Klasse sind die Darsteller, allen voran Leah delos Santos, Reinhard Brussmann und natürlich Yngve. Sabrina als Lucy? Hm, sie singt klasse. Aber ihr Schauspiel ist eher die heilige "Elisabeth" als die verruchte Lucy. Sie wirkte wie die Unschuld vom Lande, passte überhaupt nicht in die Umgebung der Roten Ratte. Da sie das erstemal so einen Charakter spielt, braucht sie vielleicht noch Zeit, ihre Körpersprache anzupassen. Wer Tickets für diese Show habt, seid zur Pause nicht allzu enttäuscht, der zweite Teil stellt den ersten weit in den Schatten und entschädigt noch für den müden Beginn. Für eine Tournee sehenswert, en suite hätte ich aber höchstens zwei Sterne verliehen.

NordlichtHB (32 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
Konzertdirektion Landgraf

Tournee
07651/2070
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Handlung
Der junge Arzt Henry Jekyll will das Gute vom Bösen im Menschen trennen - um das Böse zu eleminieren und die Menschheit vom Wahnsinn zu befreien. mehr

Weitere Infos
Das Musical von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Texte) basiert auf dem vielfach verfilmten Roman von Robert Louis Stevenson. Uraufgeführt wurde es 1990 in Houston - die Doppel-CD halten viele Fans immer noch für die beste Aufnahme der Show. 1997 kam das Musical an den Broadway. 1999 erlebte es unter der Regie von Dietrich Hilsdorf seine europäische Erstaufführung in Bremen (in der Übersetzung von Susanne Dengler, die auch die Lisa spielte). Diese Produktion wurde auch in Wien und Köln gezeigt. Seit März 2007 (Premiere in Chemnitz) gehört "Jekyll & Hyde" im deutschsprachigen Raum auch zum Stadttheater-Repertoire.

 Kurzbewertung [ i ]
(hn)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Tourneetaugliche, werkgetreue Inszenierung des Wildhorn-Musicals mit zwei überragenden Hauptdarstellerinnen.

01.02.2011

 Leserbewertung
(17 Leser)


Ø 3.12 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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