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Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Jekyll & Hyde


Thriller

Jekyll & Hyde

Schafft die M├Ąnner ran


Die auf der Magdeburger Inszenierung basierende Tourneeversion des Musical-Thrillers ist trotz einiger Kompromisse bei Ausstattung, Ensemble und Orchester das Eintrittsgeld wert - vor allem wegen der musikalischen Leistungen von Sabrina Weckerlin und Leah Delos Santos.

(Text: Bj├Ârn Herrmann)

Premiere:10.12.2010
Letzte bekannte Auff├╝hrung:14.03.2011


Henry Jekyll zwischen zwei Frauen: Andreas Gergen und Christian Struppeck erz├Ąhlen in ihrer Tournee-Inszenierung des Wildhorn-Klassikers vor allem das ganz pers├Ânliche Drama der Titelfigur. Und das tun sie auf eine erfreulich unaufgeregt-klassische Art, ohne dass die Inszenierung dabei altbacken wirken w├╝rde. Sie vertrauen auf die Thriller-Qualit├Ąten des St├╝ckes und siedeln ihre Version vorlagengetreu im viktorianischen London an.
├ťber weite Strecken ist die Geschichte spannend und stringent erz├Ąhlt. Dabei stehen weniger Jekylls fanatischen Hingabe an seine Wissenschaft und die im Buch anklingenden scharfen sozialen Gegens├Ątze im Mittelpunkt, viel mehr liegt der Fokus auf den menschlichen Beziehungen der Charaktere. So gewinnt vor allem die Rolle von Jekylls Verlobter Lisa an Format, die nicht nur im zweiten Akt das nachtr├Ąglich eingef├╝gte Solo "K├Ânntest Du verstehn, wie ich Dich liebe" bekommt, sondern auch in der Schlussszene nach den Sch├╝ssen mit dem sterbenden Jekyll eine Reprise von "Da war einst ein Traum" singt. Ihre Liebe tr├Ągt Jekyll, umso mehr leidet sie an der Entfremdung im Zuge der Experimente. Auch Lucys Motivation wird sehr viel deutlicher, als in vielen anderen Inszenierungen: Sie erhofft sich durch die Beziehung zu Jekyll aus ihren Verh├Ąltnissen zu entkommen, sie h├Ąngt sich mit gro├čer naiver Liebe an den edelm├╝tigen Doktor.
Schlie├člich ist da noch Jekyll selbst, der ÔÇô von seinen Experimenten in den Wahnsinn getrieben ÔÇô immer mehr mit Hyde verschwimmt, so dass schon im Laufe der "Konfrontation" keine deutliche Unterscheidung mehr m├Âglich ist. Er erscheint auch als Hyde auf seiner Hochzeitsfeier, die Trennung der beiden Pers├Ânlichkeiten ist zum Schluss des St├╝ckes erkennbar gescheitert.
Hinter diesen Aspekten treten andere Nebenhandlungen in den Hintergrund, Nellie und Spider sind als Figuren komplett gestrichen, auch der Vorstand des Krankenhauses wirkt nur als Karikatur einer trotteligen Oberschicht.
Naturgem├Ą├č fordert die Tourneetauglichkeit einige Kompromisse. So t├Ânt ein schmal besetztes Orchester manchmal recht d├╝nn aus dem Graben und auch das B├╝hnenbild muss sich verschiedenen Gegebenheiten anpassen. Mit einer multifunktional nutzbaren zweigeschossigen Ger├╝stkonstruktion mit einigen Schiebefenstern lassen sich unterschiedliche R├Ąume vom Adelspalais des Sir Danvers bis zur Stra├čenszenerie darstellen. Ungl├╝cklich sind die Umbauten der beiden zentralen Klappenelementen: Wenn sie ge├Âffnet werden sollen, erscheinen zwei kost├╝mierte B├╝hnenarbeiter. Das ist in vielen Szenen nicht schlimm, da das Ensemble w├Ąhrend des gesamten St├╝ckes im Freeze oder in situationsentsprechenden Nebenrollen auf der B├╝hne ist und das Bild belebt.
Gerade w├Ąhrend "Dies ist die Stunde" und "Jemand wie Du" zerst├Âren diese beiden aber ├Ąrgerlicherweise mit ihrer Arbeit v├Âllig die Fokussierung auf die Hauptdarsteller.
Ebenso schade: "M├Ârder" und "Fassade" leiden unter dem kleinen Ensemble und k├Ânnen keine richtige Dynamik entwickeln, obwohl die Darsteller alles geben.
Gespielt wird die ├╝berarbeitete deutsche ├ťbersetzung von Susanne Dengler und Eberhard Storz, die in Passagen wie "Ich sage, M├Ąnner her" (ehemals "Drum schafft die M├Ąnner ran") nicht gerade eine Verbesserung gegen├╝ber der Urversion ist.
In der besuchten Vorstellung in Hannover wurde Yngve Gasoy-Romdal in der Titelrolle von seiner Zweitbesetzung Christoph Goetten vertreten. Obwohl Goetten sowohl in K├Âln, als auch in Chemnitz bereits in dieser Rolle auf der B├╝hne gestanden hatte, gelang es ihm nicht, die Hauptfigur mit Leben zu erf├╝llen. Als Jekyll blieb er farblos und unbewegt, seinen Hyde spielte er zwar mit gro├čer Agression, ohne aber wirklich bedrohlich zu wirken. Auch gesanglich blieb Goetten d├╝nn, als Hyde teilweise mit einem unangenehm scheppernden Stimmklang.

Dass der Abend trotz der Schw├Ąchen in der zentralen Position des St├╝ckes gelingt, ist drei Darstellern zu verdanken, die jeder mit seiner Leistung allein das Eintrittsgeld wert gewesen w├Ąren. Da ist zun├Ąchst einmal Reinhard Brussmann als Sir Danvers. Formatf├╝llend, gesanglich souver├Ąn und mit jedem Auftritt m├╝helos die Szene beherrschend macht er deutlich, was ein gro├čartiger Darsteller aus einer Nebenrolle zu machen vermag.
Leah Delos Santos als Lisa brilliert mit lupenreinem Gesang, pr├Ązisem Spiel und glaubhafter Emotion. Jeder ihrer Songs bietet gen├╝gend Anlass, die Augen zu schlie├čen und zu genie├čen.
Und dann ist da noch Sabrina Weckerlin als Lucy. Von lustvoll-verrucht bis naiv-vertr├Ąumt bedient sie alle Facetten einer glaubhaften Lucy und besticht mit ihrer m├╝helosen und beinahe ansatzlos wirkenden Beltstimme. Besser kann man die kraftvollen Powerballaden in der Tradition der Ur-Lucy Linda Eder nicht singen. So wird schon ihr "Ein neues Leben", das sie mit einem unglaublich kraftvollen Schlu├čton kr├Ânt, zu Recht bejubelt.
Zum H├Âhepunkt ger├Ąt schlie├člich "Nur sein Blick". Die beiden Damen bringen das Duett mit traumwandlerischer Sicherheit und einer scheinbaren Leichtigkeit ├╝ber die Rampe.
So sch├Ân kann Musicalgesang sein.


(Text: Bj├Ârn Herrmann)




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News: Weckerlin spielt Lucy auf "Jekyll"-Tour (25.08.2010)



Kreativteam

Inszenierung Andreas Gergen
Christian Struppeck
Musikalische Leitung Heiko Lippmann
Arrangements Jason Howland
B├╝hne Jan Freese
Kost├╝me Regina Schill
Choreografie Kim Duddy


Besetzung

Dr. Henry Jekyll
Edward Hyde
Yngve Gasoy Romdal
Christoph Goetten
Lucy HarrisSabrina Weckerlin
Corinna Ellwanger
Anne-Mette Riis
Lisa CarewLeah Delos Santos
Corinna Ellwanger
Anne-Mette Riis
John UttersonChristoph Goetten
Marc Lamberty
Sir Danvers CarewReinhard Brussmann
General Lord Glossop
Poole
Mickey Petersson
Simon StrideGerald Michel
Bischof von BasingstokeDaniel Coninx
Lady BeaconsfieldBetty Vermeulen
Esther Mink
Lord SavageNoud Hell
NelliePatricia Hodell
Esther Mink
Das Ensemble Hakan T. Aslan
Corinna Ellwanger
Alexandra Farkic
Niklas-Philipp Gertl
Luise Helbig
Marc Lamberty
Esther Mink
Anne-Mette Riis



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


17 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


29118
Unglaublich laut...

04.07.2011 - Wir haben die Auff├╝hrung im F├╝rther Stadttheater (Premiere) gesehen, die gut war aber in einer unglaublichen Lautst├Ąrke. Es hat einen fast vom Sitz gehoben....
Ich kann den vielen Kritikern hier nur zustimmen, dass die Tonqualit├Ąt nicht die Beste war. Auch das "wandeln" von Jekyll zu Hyde kam nicht gut her├╝ber. Dass man bei einer Tourneeproduktion (die ja angeblich eine Co-Produktion des Stadttheaters F├╝rth ist) Abstriche machen muss, ist ja klar. Dass man da mit Kost├╝men geizt und auch mal "schlimmere" Umbauten in Kauf nehmen muss, ist auch klar. Was hier toll ist, ist halt die "Zugkr├Ąftige Besetzung", die man eigentlich in einer Tourneeproduktion so nicht erwartet. Aber auch ich muss sagen, dass man Y. Romdal nicht so toll verstanden hat und wir sind in der 1. Reihe gesessen ... Da alles so unglaublich laut war, ist vieles untergegangen. Und: in F├╝rth waren die Preise sehr hoch im Vergleich zu den vielen hier schon beschriebenen Preisen ... Nix mit Billigproduktion. Fazit: Es war gut aber nicht der gro├če erwartete Hit.

Thomas39 (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


28971
Hervorragende Inszenierung, unterirdischer Ton

23.02.2011 - Ich hatte endlich Gelegenheit, mir am 21.02.11 die Auff├╝hrung im Stuttgarter Hegel-Saal anzusehen. Die hervorragende Inszenierung war sehr gestrafft, ohne L├Ąngen wie in anderen Produktionen und ├╝berzeugt mit einer sehr guten Personenf├╝hrung auf der B├╝hne. Das B├╝hnenbild, nat├╝rlich ein Kompromiss geschuldet den Tourneeanforderungen, lie├č sich sehr flexibel verwandeln. Mit wenigen Handgriffen und unterst├╝tzt durch wechselnde Beleuchtung lie├čen sich so schnell jeweils neue R├Ąume und Perspektiven schaffen. Insgesamt ├╝berzeugte das Zusammenspiel aus B├╝hnenbild und Licht sehr, wenngleich manche Lichtwechsel zu abrupt und ├╝berraschend eingesteuert wurden und somit etwa st├Ârend wirkten. Hier w├Ąren z.T. weichere ├ťberg├Ąnge ratsam. Szenisch sowie technisch hervorragend gel├Âst waren die T├Âtungsszenen, die mit recht einfachen Mitteln sehr ├╝berzeugend umgesetzt wurden.
├ťber die Leistung der hervorragenden Cast braucht man eigentlich nicht viel sagen. Jede Rolle ist hervorragend besetzt. Alleine die Hauptdarsteller sind jeder f├╝r sich den Besuch dieser Inszenierung wert. Es ist eine Freude, dem sehr intensiven Spiel von Yngve Gasoy-Romdal, Sabrina Weckerlin und Leah Delos Santos und ihrer sehr glaubhaften Personenzeichnung zuzusehen. Hier sitzt einfach jede Nuance und Emotionen, Zweifel und Zerrissenheit werden glaubhaft transportiert. Eine hervorragende Ensembleleistung. Das gro├če Manko des Abends ist ohne Zweifel der Ton, der zumindest im linken Bereich des Zuschauerraums nur eine ├Ąu├čerst eingeschr├Ąnkte Textverst├Ąndlichkeit zulie├č. Die hervorragenden Stimmen der Solisten klangen ausnahmslos wie aus der Dose und insbesondere in den Ensemblenummern verkamen Stimmen und Musik zu einem furchtbaren Ger├Ąuschbrei, bei dem jeder Genuss unm├Âglich war. Unter diesen Umst├Ąnden konnte sich das hervorragende Ensemble auf der B├╝hne noch so bem├╝hen wie es wollte, die Intensit├Ąt und Dichte des jeweiligen Moments wurde durch die miserable Tonqualit├Ąt zunichte gemacht. Schade. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf, um der Qualit├Ąt des Ensembles sowie der hochwertigen Inszenierung gerecht zu werden.

stagelight (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


28954
Gelungene Tourproduktion

10.02.2011 - F├╝r eine Tourproduktion ist das ganze eine sehr stimmige Sache. Das B├╝hnenbild ist sehr sch├Ân und kann durch kleine Handgriffe immer wieder ver├Ąndert werden, das das umbauen meist zu sehen war hat mich in diesem Fall gar nicht gest├Ârt. Auch die Kost├╝me waren echt Klasse.
Yngve war schauspielerisch und gesanglich ein perfekter Jekyll & Hyde. Nur leider hat man ihn des ├Âfteren sehr schlecht verstanden.
Leah war f├╝r mich eine der Stars des Abends sie gibt eine starke und zugleich zerbrechliche Lisa und ├╝berzeugt mit ihrer tollen Stimme man h├Ątte ihr stundenlang zuh├Âren k├Ânnen.
Jedoch der Star des Abends war f├╝r mich Sabrina Weckerlin, man was diese Frau da hingelegt hat war einfach unglaublich. Einmal gibt sie die Starke powergeladene und Verf├╝hrerische Prostituierte und dann wiederrum die zerbrechliche junge Frau man hat ihr einfach alles geglaub. Ihr Lied "Mein Leben" war der showstopper des abends.
Ein weiteres Highlight war das Duett von Lucy und Lisa "Nur sein Blick" die beiden Damen haben das mit so viel Gef├╝hl gesungen das war einfach gro├čartig.
Auch der Rest der Cast war wirklich toll, einziger Wehrmutstropfen war das man h├Ąufig nichts verstanden hat sobald mehrer Personen auf einmal geredet haben.
Alles in allem war es ein sehr sch├Âner Abend und Sabrina und Leah allein waren die Reise schon wert. Jedoch ziehe ich einen Stern ab, da man oft ganze S├Ątze und Dialoge gar nicht verstanden hat.

Musicalfan86 (37 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28923
Ein Hoch und Tief der Gef├╝hle

29.01.2011 - Wenn man in Lingen wohnt und lieat, dass diese Hauptdarsteller mit JEKYLL her kommen MUSS man sich dieses St├╝ck anschauen.
Leider bin ich mit gemischten Gef├╝hlen wieder aus dem Theater gekommen.
Angefangen beim B├╝hnenbild. F├╝r eine Tourproduktion ist es sicher recht aufwendig, allerdings ersch├Âpft es sich sehr sehr schnell. Nach dem dritten einklappen und ausklappen der W├Ąnde kennt man die Prozedur. Auch ist das Labor leider so enorm klein geraten, dass es fast l├Ącherlich wirkt, wenn Jekyll drauf stegt und das kleine holzpodest, aus dem es besteht, wackelt.
Positiv zu vermerken ist, dass einige Umz├╝ge im B├╝hnenbild stattfinden. es wird nicht versucht das zu kaschieren. Guter effekt zt.
Leider war die Aussteuerung des Sounds in Lingen sehr schlecht, wodurch alle Darsteller, au├čer Sabrina, oftmals vom Orchester ├╝bert├Ânt wurden.
Also zu den Darstellern.
In allen 5 gro├čen ROllen wurden Stars engagiert. Angefangen bei Reinhard Brussmann als Sir Danvers. Es war ein Vergn├╝gen ihn endlich einmal live zu sehen. Sein Bariton passt perfekt in die Rolle des strengen Vaters und harmoniert gut mit dem Vibrato seiner Tochter Lisa.
Christoph Goetten als John Utterson macht seine Sache auch gut, bleibt aber im Zusammenspiel mit Jekyll oft etwas blass.
Leah Delos Santos schafft es gut der etwas eindimensionalen Figur des Lisa Farbe zu geben. Sie ├╝berzeugt mit sch├Âner Stimme bei ihren zwei Soli und den beiden Duetten mit Jekyll und Lucy.
Sabrina Weckerlin ist der Star des Abends! Was diese Frau an Stimme hat und wie sie die schon von vielen bekannten Darstellerinnen gesungenen Songs der Lucy interpretiert ist eine wahre Freude und ein Genuss, den man sehr selten so zu h├Âren und sehen bekommt! Einfach gro├čartig, wie sie zerbrechlich sie bei "Jemand wie du" wirkt und wie anz├╝glich lassziv sie "M├Ąnner her"(in bescheurter ├ťbersetzung) r├╝berbringt! Wirklich wirklich bemerkenswert.
Yngve Gasoy Romdal, der schon oft die Rolle des Jekyll/Hyde verk├Ârpert hat, bleibt leider etwas hinter meinen Erwartungen zur├╝ck. Nat├╝rlich, als Hyde hat er in "Lebendig", "Gef├Ąhrliches Spiel" und nicht zuletzt "Die welt ist v├Âllig irr" seine gro├čen Momente, aber Showstopper wie "Dies ist die Stunde" oder "Konfrontation" sind nicht ausgesungen und mit wenig Leidenschaft ├╝ber die B├╝hne gebracht. Das ist wirklich schade, zumal er vor allem im 2. akt deutlich zulegt. Als Jekyll im 1. akt bleibt er blass.
Schauspielerisch ist er vor allem als Hyde eine Klasse vor sich!

Das Ensmble agiert solide,allerdings sticht keiner heraus gegen das starke Gespann der Hauptdarsteller.

Alles in allem muss ich sagen, war es ein sch├Âner Abend mit toller Musik und ein paar kleinen ├ärgernissen.
Vielleicht sind einige davon auch dem Fakt einer Tournee zu schulden, aber sicher nicht alles.
Trotz allem, w├╝rde ich diese Inszenierung weiterempfehlen.
Vor allem wegen der Hauptdarsteller!

Shehan (11 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


28919
Preis-Leistung-Verh├Ąltnis ├╝berzeugt

19.01.2011 - Ich habe die Produktion im Januar besucht und kann mich nicht beschweren.

Bei welcher "Tourneeproduktion" bekommt man Yngve Gasoy-Romdal, Leah Delos Santos, Sabrina Weckerlin & Reinhard Brussmann zum Preis von 20,- EUR zu sehen? Hut ab f├╝r die sehr gute Besetzung...sehr ungew├Âhnlich f├╝r eine "Tourneeproduktion"!

Nat├╝rlich muss man je nach B├╝hnengr├Â├če das B├╝hnenbild variieren oder verkleinern. So kann es passieren, da├č ein B├╝hnenarbeiter erkannt wird, weil die B├╝hne nicht gen├╝gend Tiefe hat und das Labor w├Ąhrend des St├╝cks aufgebaut werden mu├č. Aber das ist noch kein Grund die Leistung der Schauspieler in Frage zu stellen.
Das Orchester spielte sehr professionell - in Anbetracht der Tatsache, da├č es sich um eine "Tourneeproduktion" handelt mu├č ich auch hier die Gr├Â├če lobend erw├Ąhnen.

Der Ton war nicht der allerbeste, aber ein Tontechniker kann nur auf die im Theater vorhandene Beschallungsanlage zur├╝ckgreifen. Speziell in diesem Punkt sollten sich einige Kritiker lieber an die besuchten Theaterh├Ąuser wenden, weil diese ├╝ber teilweise v├Âllig veraltetes Equipment verf├╝gen.

F├╝r mich hat sich der Besuch gelohnt und wird wiederholt - ich kann die Produktion jedem empfehlen.

Gavroche (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28918
Ma├člos entt├Ąuscht

17.01.2011 - Sorry, aber nachdem ich in Magdeburg die originalproduktion miterleben durfte, bin ich von meinem Besuch in Offenburg ma├člos entt├Ąuscht. Grauenvolle Tonaussteuerung, eine permanente Unruhe auf der B├╝hne durch die st├Ąndig sichtbaren B├╝hnenarbeiter, kein Moment des "Runterkommens", ein viel zu schnell und zu laut spielendes Orchester, ein Worte verschluckender Hauptdarsteller und ein langweiliger erster Akt. Da kann mich auch nicht der ordentliche zweite Teil tr├Âsten. Das war vielleicht f├╝r solche Besucher interessant, die nicht wissen, was das gleiche Kreativteam in Magdeburg zu leisten im Stande war, aber f├╝r so etwas je zwei Stunden An- und R├╝ckfahrt in Kauf zu nehmen und dann entt├Ąuscht zu werden, das ist bitter. Nie wieder Tourproduktionen, dann fahre ich lieber nochmals viereinhalb nach Magdeburg, dort kann man diese Show genie├čen (und versteht auch mal etwas).

Stephanie2011 (erste Bewertung)


28915
So unterschiedlich ist die Wahrnehmung...

14.01.2011 - Ich war gestern ebenfalls in Marl, habe die Show aber komplett anders erlebt...
Zun├Ąchst mal ein gro├čes Lob an die beiden weibliche Hauptdarstellerinnen. Besonders Sabrina Weckerlin war der Star des Abends. Tolle Stimme, grandios gesungen und endlich sieht man auch mal die verletzliche Seite der Lucy. Das war eine ganz starke Performance. Auch Leah Delos Santos war sehr gut. Sie bekam einen zus├Ątzlichen eigenen Song, den sie sehr stark "├╝ber die Rampe" brachte, der im Gesamtkunstwerk aber eine Fremdk├Ârper blieb. Yngve Gasoy Romdal war nicht ganz auf der H├Âhe. Seine Stimme klang belegt und er mu├čte den Beginn der zweiten Strophe "Dies ist die Stunde" nach unten oktavieren....Vielleicht war er erk├Ąltet.
Das Ensemble an sich war recht klein. Ca. 12 Darsteller besorgten die Ensembleszenen, die gut getanzt und geschauspielert, aber ziemlich schwach gesungen waren. Tonale Unsauberkeiten und "Aus dem Takt Singen" war leider des ├Âfteren zu h├Âren. Vielleicht gab es auch Monitorprobleme auf der B├╝hne. Auch Romdal war oft hinter dem Schlag, was bei ihm aber sowas wie "sein Stil" ist. Die Abmischung der S├Ąnger war gut. Sie waren laut, deutlich und warm abgebildet. Aber der Orchestersound war ein Witz! Als die Show begann dachte ich, es h├Ątte jemand vergessen, sein Handy abzuschalten, aber das waren tats├Ąchlich schon die Tutti-Schl├Ąge des Prologs, die einen sonst schonmal gerne in den Sitz dr├╝cken. Wenn man nicht wu├čte, was das Orchester spielt, h├Ątte man es nicht geh├Ârt. Das besserte sich ein klein wenig im zweiten Akt, war aber noch immer weit weg von der bombastischen Mischung, die Wildhorns Partitur verdient. Bei der abschlie├čenden Vorstellungsmusik, zu der sich die Darsteller verbeugen, war vom Orchester wirklich nichts mehr zu h├Âren, weil die Zuschauer mitklatschten.... Das war deutlich zu wenig.
Viele der Regie-Einf├Ąlle waren sehr interessant; vor allem die T├Âtungsszenen waren sehr fantasievoll umgesetzt. Der Bischof ist hier auch kein P├Ądophieler sondern ein Masochist. Die unendliche Zerdehnung von "Schafft die M├Ąnner ran", das hier "M├Ąnner her" ├╝bersetzt wird, ist jedoch wiederum ein ├ärgernis. Das war gar kein Song mehr, sondern eine von laaangen Pausen unterbrochene Ansammlung von Strophen und Refrains, die locker doppelt so lange dauerten, wie das St├╝ck normalerweise lang ist. Dazu taumelte Lucy wie eine Besoffene durch die Kulisse, singt mit franz├Âsischem, russischen und "k├Âlschem" Akzent....Albern! Da scho├č die Regie doch deutlich ├╝ber das Ziel "es mal anders zu machen" hinaus. Die Verwandlung Jekylls zu Hyde z├╝ndete auch nicht wirklich. Man setzte auch auf sehr platte Effekte wie das einfache rote Anstrahlen Hydes von unten - wie auch in der sp├Ąteren Konfrontation. Da haben es die Tourneen allerdings auch schwer, wenn man die Lichteffekte der Longrun-Inszenierung kennt.
Der erste Akt war dann auch nicht sonderlich mitrei├čend. Die Stimmung sprang einfach nicht ├╝ber. Hyde sang das "So lebendig" quais vor sich hin. Es erreichte den Zuschauer kaum.
Im zweiten Akt geriet das deutlich packender. Yngve Gasoy Romdal konnte sein schauspielerisches Talent ausspielen und im schon vom Texter dramatischer angelegten Akt deutlich punkten.
Seine verzeweifelten Momente mit Utterson waren sehr intensiv. Das Drama war sp├╝rbar. So mu├č das sein.
Das Duett der beiden Damen "Nur sein Blick" sowie Lucys "Mein Leben" waren die eigentlichen Kracher des Abends und nicht "Dies ist die Stunde" und auch nicht die "Konfrontation". Hier ging es mir dann doch etwas zu schnell. Lucy war noch nicht ganz tot, da war man schon mitten in der Konfrontation, die mich auch nicht wirklich ├╝berzeugen konnte. da hat ein David Hasselhoff schauspielerisch mehr zu bieten. Yngve war wohl doch erk├Ąltet....
Kulisse und K├╝st├╝me waren der Tournee-Version geschuldet einfach, aber wirkungsvoll. Die Kleiderwechsel bei M├Ârder waren perfekt um mit sehr einfachen Mitteln von einem offenen Platz auf den Bahnhof umzuschalten, ohne tats├Ąchlich das B├╝hnenbild zu wechseln.

Erw├Ąhnenswert ist noch, da├č die Figur des Spyder komplett eingespart wurde, was nicht weiter st├Ârt. Das Auslassen von "M├Ądchen der Nacht" und "Der Weg zur├╝ck" schmerzt da schon deutlich mehr, zumal man hier mal eine wirklich verletzliche Lucy hatte, die die "M├Ądchen" mal wirklich passen dzum Text h├Ątte darstellen k├Ânnen.

Zusammenfassend war es ein durchwachsener Abend mit Licht und Schatten. F├╝r den gezahlten Eintrittspreis hat man einen ordendlichen Gegenwert bekommen, auch wenn einige S├Ąnger und vor allem die Tontechnik hinter ihren M├Âglichkeiten blieben. Dennoch h├Ątte bei einer professionellen Produktion deutlich mehr Sound erwartet.

Wotan (erste Bewertung)


28914
Bravo !

14.01.2011 - Ich habe die Auff├╝hrung in Marl mit der Erstbesetzung gesehen: die gesamte Cast war stimmlich wie darstellerisch klasse, man merkte allen die Spielfreude an.
Das B├╝hnenbild war f├╝r eine Tourneeproduktion absolut in Ordnung und mit dem Ton hatten wir offensichtlich auch Gl├╝ck ! Es war ein wundervoller Theaterabend und geh├Ârte mit zu den besten J+H Auff├╝hrungen, die ich bisher gesehen habe.
Bei der Abschlussszene vermisste ich die Verwandlung des Br├Ąutigams in Hyde, schade, das war hier anders gel├Âst. Und leider war "Der Weg zur├╝ck" auch nicht dabei. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.

dolcetto (22 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


28902
Bemerkenswert!

06.01.2011 - Ich verstehe die Entt├Ąuschung vieler gar nicht. Ich war begeisert von dem Niveau, was diese Tourproduktion doch hervorgebracht hat. Immerhin musste es ein mobiles B├╝hnenbild sein, dazu ein Ensemble von so wenig Mann und trotzdem haben sie mich umgepustet. Ich finde, dass ist mehr als beachtlich. Die Regie orientiert sich an Magdeburg. Das es Abstriche geben muss, ist doch v├Âllig klar. Daf├╝r fand ich es auch wieder sehr geschickt gel├Âst. Das Konzept mit den sch├Ąbigen Kost├╝men und B├╝hnenbildern gefiel mir sehr. Auch das ab und zu das Ensemble zwischen Szenen auf der B├╝hne war, fand ich recht interessant. Die Coreografien waren einsame spitze! Ich fand das Ganze ganz und gar nicht langatmig. Im Gegenteil, ich wei├č ob ich dieselbe Inszenierung gesehen habe wie meine Vorredner. Ich fand, es hatte Pepp und war energetisch sehr hoch. Vor allen durch das spielfreudige Ensemble, dass so hervorragend mitgezogen hat. Die Ensemblenummer FASSADE und M├ľRDER habe ich nie so gut gesehen. Da steckte so viel Elan drin. Also erstmal ein dickes Lob an die Kompanie. Ich denke schon, es ist anstrengend von Tag zu Tag rumzufahren und zu spielen und das hat man ├╝berhaupt nicht gesehen. Es war durchweg frisch und dynamisch. Yngve Gasoy Romdal bleibt mein Lieblingsdarsteller in dieser Partie. Gesanglich als auch darstellerisch beeindruckt er immer wieder auf's Neue. Auch Leah Delos Santos, die ich zum ersten Mal als Lisa erleben durfte, ├╝berzeugte mich durchweg. Ein fabelhaftes Cover der Lucy war ohne Zweifel Corinna Ellwanger. Stimmlich, t├Ąnzerisch, darstellerisch richtig stark. Die St├Ąrkste des Abends, neben Yngve. Ich fand es spannend, war ├╝berrascht und kann es nur weiterempfehlen. Daumen hoch!

Jekyll/Hyde (16 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


28881
Ok aber inkonsequente Regie

30.12.2010 - Ich habe die Auff├╝hrung am 23.12. in Heidenheim gesehen. Das meiste wurde bereits von den Vorrednern gesagt.
Im Gro├čen und Ganzen fand ich die Vorstellung f├╝r eine Tourneeproduktion ok, die Tonmischung war aber eine Katastrophe.
Vergleichsweise schwach fand ich die Regie: diese ist in h├Âchsten Ma├če inkonsequent. Die Regisseure hatten zwar einige gute Ideen (z.B. Hyde anfangs als wirklich durch und durch b├Âses Wesen darzustellen), allerdings wird nichts davon konsequent zu Ende gef├╝hrt. Alles wirkt gehetzt, so dass viele gro├če Momente verpuffen. Schade!

Coloredo (12 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


28878
Bitterlich entt├Ąuscht

30.12.2010 - Also ich war am Dienstag auch in Hannover und war bitterlich entt├Ąuscht.

Und zwar in vielerlei Hinsicht.

Wir sa├čen in Reihe 15 exakt in der Mitte. Wir hatten 4 Reihen hinter uns den Mann, der den Ton abgemischt hat. Demnach h├Ątten wir besten Sound haben m├╝ssen...

Was da aber abgeliefert wurde, war eine bodenlose Frechheit.

Yngwe, den ich an sich sehr sch├Ątze, war ein Totalausfall. Wenn man gn├Ądig ist, hat man evtl 40% verstanden. Das lag zum gro├čen Teil am Ton und das Mikros teilweise viel zu sp├Ąt hochgezogen wurden, aber auch an ihm selber. Er nuschelte an vielen Stellen, verschluckte Buchstaben und machte aus 3 Worten auch gern mal eins. Bei den Songs muss man ihm aber auch zugestehen, dass der Dirigent, scheinbar noch etwas vorhatte, weil das gesamte St├╝ck viel zu schnell dirigiert wurde.

Das man beim B├╝hnenbild bei einer Tour Abstriche machen muss ist klar... Aber dieses Auf- und Zugeschiebe nervte sp├Ątestens im 2. Akt massiv. Es war hektisch und unruhig. Und wenn ich die B├╝hnenarbeiter im Hintergrund trampeln h├Âre, w├Ąhrend Corinna Ellwanger die letzten T├Âne von "Jemand wie du" singt, dann ist das dilettantisch.

Was die Kost├╝me angeht w├Ąre es auch sch├Ân gewesen, wenn sie ein wenig (ich erwarte hier keine aussergew├Âhnlichen Kost├╝me) sch├Âner gewesen w├Ąren. Einzig Lisas Brautkleid war sch├Ân. Der Rest sah aus, wie Kleider des Volkes aus MA. Das hatte nix mit Aristokraten zu tun.

Zur├╝ck aber zum Ton: Nummern wie "M├Ârder" und "Fassade", die einen sonst in die Sessel dr├╝cken und Kraft haben, wirkten kraftlos und verfehlten ihre Wirkung. Das liegt nicht am Ensemble. Das hat toll gespielt, aber es fehlte mir echt die Power. Es war nicht wirklich durchdringend. Was auch an den Mikros gelegen ahben mag bzw, dass sie nicht hochgefahren wurden.

Was uns sehr ├╝berraschte und auch sehr entt├Ąuschte, dass es nicht wie im Programmheft steht, die Originaltexte sind. Zumindest nicht an allen Stellen.

1. Die erste Performance von "Fassade" hat nen komplett neuen Text.

2. "Schafft die M├Ąnner ran" gab es gar nicht erst.... Das Lied hie├č "M├Ąnner her", hatte zwar dieselbe Melodie, aber war textlich ganz anders - SCHLECHTER... Somit definitiv einer der starken Lucy-Nummern so richtig in Sand gesetzt. Hinzu kam an der Stelle, dass Corinna Ellwanger nicht wie eine Hure wirkte. Mit ihrem blonden Haar und dem braven "Nutten-Kost├╝m" wirkte sie eher wie ne Wirtstochter beim Karneval, was die Inszenierung des Songs noch unterst├╝tzte. Der Song war mehr Square-Dance, Cheerleading oder sonst was, aber keine verruchte Prostituierte. Als sie dann noch mit franz├Âsischem, holl├Ąndischem und S├äCHSISCHEM (!) Dialekt/Akzent sang, war die Nummer endg├╝ltig f├╝r die Tonne? Was denkt der Regisseur sich dabei???? Und die Choreografin?

Das Licht fand ich stimmungsvoll und passend.... Wie gesagt, das B├╝hnenbild bald anstrengend udn warum permanent Darsteller an der Seite sitzen und zuschauen (selbst in intimen Szenen) leuchtet mir nicht ein!

Pluspunkte:

Kim Duddys Choreografien ("M├Ąnner her" mal ausgenommen")

Inszenierung und Chorerografie von die "Welt ist v├Âllig irr"

Lichtdesign

UND

last but not least:

Leah Delos Santos, die perfekt zu verstehen war, treffsicher jede Note traf und die Rolle optimal spielte..

Und Corinna Ellwanger, die mir bisher unbekannt war, mich aber vollends ├╝berzeugte. Ein w├╝rdiger Ersatz f├╝r die erkrankte Sabrina Weckerlin

Elphaba-is-wunderbar (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


28876
Tolle Produktion mit gro├čartigen Darstellern

29.12.2010 - Entgegen meinen Vorrednern hatten wir weder Problem mit dem Sound noch mit den Umbauten (vielleicht ist dies anders, wenn man im Balkon sitzt, bzw. von Theater zu Theater verschieden!?), sondern konnten einen tollen und zugleich grusligen Musical-Abend mit "Jekyll & Hyde" verleben. Das flexible B├╝hnenbild funktioniert super auf Tournee, und nicht nur dort. Begeistert waren wir vor allem von der Choreografie von Kim Duddy und der gesanglichen Spitzenleistung des Ensembles, allen voran: Yngve Gasoy-Romdal.
Auch der Rest des Publikums in Heidenheim war angetan: Standing Ovations.

Pride (erste Bewertung)


28871
Deutlich schw├Ącher als MD

22.12.2010 - Ich kann dem meisten Vorrednern nur zustimmen. Der Sound war h├Âchstens Durchschnitt, phasenweise sehr schlecht, als w├Ąre der Ton ├╝berlagert, und dem Ensemble nicht angemessen. Ich frage mich auch, warum man immer meint, etwas ohnehin schon sehr gutes noch besser machen zu wollen und es damit verschlechtert. In Magdeburg war auch der erste teil mitrei├čend und kurzweilig, in F├╝rth konnte ich mir im ersten Teil ein G├Ąhnen nicht verkneifen. Wenn ich mich nicht irre, dann wurden die musikalischen Arrangements vom Broadway ├╝bernommen, wodurch besonders "Dies ist die Stunde" ├╝berhaupt nicht zur Geltung kommt, weil es viel zu schnell abgespielt wird und Yngve sich sputen muss, dass Tempo mitzuhalten.
Kein verst├Ąndnis habe ich f├╝r das offene B├╝hnenbild, dadurch entsteht eine st├Ąndige Unruhe auf der B├╝hne. Da singt Lucy oder Yngve oder leah im Vordergrung, aber man wird andauernd durch B├╝hnenarbeiter abgelenkt, die das B├╝hnenbild bewegen m├╝ssen. Warum wurde das nicht abgedeckt. Fazit zum ersten teil: Warum, Herr Gergen, haben Sie Ihre eigene tolle Magdeburger Arbeit so verschandelt?
Der zweite Teil war dann sehr vers├Âhnlich. Viel mehr magdeburger Momente und Szenen, die begeisterten. Diese t├Ąuschten dann auch ├╝ber den Ton hinweg. Gro├čes Lob an Leah und Yngve sowie Reinhard Brussmann. Auch f├╝r Sabrinas Gesang, aber: Schauspielerisch war das f├╝r mich die Heilige Elisabeth und nicht die Hure Lucy, sorry.

GrafGr├╝nne (erste Bewertung)


28862
Es war ok! Aber nicht mehr ...

18.12.2010 - Kann mich den Anderen nur anschlie├čen.
Ich fand das B├╝hnenbild in Ordnung! Die Tonmischung eher nervend.
Aber jetzt zu den guten Seiten: Die Darsteller! Ich mochte sie alle und stimmlich war Leah delos Santo herausragend. Die Besetzung der Hauptpartien und das gesamten Ensembles ist spitze.
Nunja es ist eben "nur" eine Tournee-Produktion und eben nicht als en suite St├╝ck konzipiert. Trotzdem hatten wir einen sch├Ânen Abend und ich kann die Show ruhigen Gewissens weiterempfehlen, denn es war ok! Aber eben nicht mehr...

ShowBoat (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


28847
Gro├če Emotionen, Spannung pur!

15.12.2010 - Ich durfte letzten Samstag bei der zweiten Vorstellung in F├╝rth dabei sein. Ich muss sagen, dass meine Erwartungen einer "Tournee-Produktion" bei Weitem ├╝bertroffen wurden. Gro├čartige Hauptdarsteller, klasse Ensemble. Noch nie habe ich die Geschichte so spannend und wie einen Thriller empfunden. Dabei schaue ich mir sehr viele Auff├╝hrungen von "Jekyll und Hyde" an. Gro├čes Kompliment an alle Beteiligten!

Lucius (erste Bewertung)


28841
Sch├Ân, mit paar Abstrichen

13.12.2010 - Kritisieren werde ich nicht, sondern die Tatsachen auf den Tisch legen.
Lisa: Einfach genial, Stimme, Schauspiel, Pr├Ąsenz.
Lucy: Super gesungen, Professionell, viel Gef├╝hl, die gebrechliche Person konnte man Ihr abnehmen, die Hure leider nicht so, aber wie ich die Darstellerin kenne lag es nicht an ihr sondern bestimmt an der Regie Anweisung .
Jekyll: Einfach ein Toller Darsteller, je doch TEXT, TEXT, TEXT, zur 60 % nicht verstanden und wenn man f├╝r so ein St├╝ck Geld ausgibt sollte man auch den Inhalt Verstehen oder? Hatte da jemand angst gehabt den Darsteller auf dies aufmerksam zu machen?
Choreografie : Sehr gute Ideen, Klasse, nur bei ÔÇ× Schaf die M├Ąnner ranÔÇť wusste das Publikum nicht wann er Applaudieren sollte, zu viele Pausen im Song. So wurde dieses Lied nicht Komponiert oder?
Alle anderen Darsteller, echt Klasse mit ein paar ausnahmen, je doch lag es bestimmt an der Regie.
Musik: Orchester und Leiter habe sich echt m├╝he gegeben, Super Leistung, m├╝sste nur noch ein paar Tempis bearbeiten und aufpassen mit der Lautst├Ąrke bei Dialogen.
Regie: Sch├Âne Idee, mit H├Âhen und tiefen, man hat den Eindruck das ab und zu die Ideen nachgelassen haben und man hat die Szene nicht richtig zu ende gebracht und gleicht zu n├Ąchsten gegangen ist. Konzept und B├╝hne: Innovativ mit vielen Abstrichen, auch wenn man sich vielleicht Gedanken gemacht hat, das es eine Tour Produktion sein sollte, man soll nicht vergessen das eine Klare Regie WICHTIG ist f├╝r eine Tour Produktion f├╝r das Publikum der nicht das St├╝ck kennt und die M├Âglichkeiten nicht hat, es das zweite mal zu sehen.

Stephan Kopf (erste Bewertung)


28830
Nicht auf dem Magdeburger Niveau

12.12.2010 - Diese Tourneeversion baut ja auf der Magdeburger Inszenierung von J&H auf. Allerdings kann sie besonders im ersten teil nicht mithalten. Gravierende Schw├Ąchen besonders bei der Technik, der musikalischen Umsetzung sowie dem B├╝hnenbild. Letzteres ist durch ein auf- und zuklappbares Holzgestell dargestellt, dass sehr heruntergekommen wirkt. Peinlich: Man sieht andauernd die B├╝hnenarbeiter im Hintergrund laufen, einmal fiel sogar einer hin. Die Band agiert sehr lauf, wird nicht gut abgemischt und spielt sehr schnell, so dass man die Ohrw├╝rmer gar nicht richtig genie├čen kann. Klasse sind die Darsteller, allen voran Leah delos Santos, Reinhard Brussmann und nat├╝rlich Yngve. Sabrina als Lucy? Hm, sie singt klasse. Aber ihr Schauspiel ist eher die heilige "Elisabeth" als die verruchte Lucy. Sie wirkte wie die Unschuld vom Lande, passte ├╝berhaupt nicht in die Umgebung der Roten Ratte. Da sie das erstemal so einen Charakter spielt, braucht sie vielleicht noch Zeit, ihre K├Ârpersprache anzupassen. Wer Tickets f├╝r diese Show habt, seid zur Pause nicht allzu entt├Ąuscht, der zweite Teil stellt den ersten weit in den Schatten und entsch├Ądigt noch f├╝r den m├╝den Beginn. F├╝r eine Tournee sehenswert, en suite h├Ątte ich aber h├Âchstens zwei Sterne verliehen.

NordlichtHB (32 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
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Tournee
07651/2070
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Handlung
Der junge Arzt Henry Jekyll will das Gute vom B├Âsen im Menschen trennen - um das B├Âse zu eleminieren und die Menschheit vom Wahnsinn zu befreien. mehr

Weitere Infos
Das Musical von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Texte) basiert auf dem vielfach verfilmten Roman von Robert Louis Stevenson. Uraufgef├╝hrt wurde es 1990 in Houston - die Doppel-CD halten viele Fans immer noch f├╝r die beste Aufnahme der Show. 1997 kam das Musical an den Broadway. 1999 erlebte es unter der Regie von Dietrich Hilsdorf seine europ├Ąische Erstauff├╝hrung in Bremen (in der ├ťbersetzung von Susanne Dengler, die auch die Lisa spielte). Diese Produktion wurde auch in Wien und K├Âln gezeigt. Seit M├Ąrz 2007 (Premiere in Chemnitz) geh├Ârt "Jekyll & Hyde" im deutschsprachigen Raum auch zum Stadttheater-Repertoire.

 Kurzbewertung [ i ]
(hn)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Tourneetaugliche, werkgetreue Inszenierung des Wildhorn-Musicals mit zwei ├╝berragenden Hauptdarstellerinnen.

01.02.2011

 Leserbewertung
(17 Leser)


Ø 3.12 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Auff├╝hrungstermine.


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