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Biblical

Joseph

Gebt mir mein Träumerkleid


Amateurproduktion mit weit über 100 Akteuren. Dabei sind das Musicalensemble des Chorkreises St. Quirinus, der Kinderchor Fürstätt und das Jugendorchester Die Arche.

(Text: Eva Schmidhuber)

Letzte bekannte Aufführung:01.08.2010


Neuauflage aufgrund des letztjährigen Erfolges: Zum Großteil spielt wieder die gleiche Besetzung im Ensemble und bei den Hauptdarstellern. Neu ist die Zusammenarbeit mit einem Tanzensemble der Bode Schule München.
Die Titelrolle verkörpert Martin Markert, der als Einziger eine Ausbildung zum Musicaldarsteller vorweisen kann. Er spielte diese Rolle bereits in der Tour durch Deutschland und der Schweiz im Jahr 2007 sowie im Musicaltheater Basel 2009. Seine Bühnenerfahrung auf professionelle Ebene ist offensichtlich. Sowohl gesanglich als auch schauspielerisch überzeugt er in jeder einzelnen Szene. So nimmt man ihm seine Rolle als Jakobs Lieblingssohn genauso ab, wie die Verzweiflung bei „Schließt jede Tür“.
Aber auch Julia Schmarsel als Erzählerin muss sich nicht verstecken, wenngleich sie bisher „nur“ auf semiprofessioneller Ebene im Rampenlicht stand. Auffällig ist ihre starke Bühnenpräsenz, den Wechsel der verschiedenen Musikstile meistert sie einwandfrei. Selbst die hohen Töne sind kein Problem. Kleine Schwächen zeigt sie nur bei den wenigen Tanzeinlagen, die sie während der Ensemblenummern zu bewältigen hat.
Ein weiteres Highlight ist Tobias Heinz. Als Pharao wird er zum Publikumsliebling und erntet lautstarken Applaus. Wie in anderen Joseph-Produktionen erinnert der Pharao stark an Elvis Presley. Man merkt, dass Tobias Heinz die Interpretation seiner Rolle Spaß macht, er reißt das Publikum mit. Doch leider versteht man kaum, was er singt. Wer den Text nicht kennt, hat hier Probleme, der Handlung durchgehend zu folgen.
Weiterhin positiv: Brita Halder und Helmut Dengl, die das eindeutig ungleiche Potiphar-Paar spielen. Es ist nicht verwunderlich, dass sich Mrs. Potiphar, sexy gekleidet mit Korsage und Strapsen, eher zum jugendlichen, attraktiven Joseph hingezogen fühlt, als zu ihrem eher langweiligen, nicht ganz so schlanken und bieder gekleideten Ehemann, dessen bayrisch angehauchte Sprache zumindest aufs Publikum schon wieder charmant wirkt. 
Unterstützt werden die Solisten und das Ensemble vom Niichor, dessen Mitglieder permanent auf der Bühne präsent sind. Der reine Frauenchor wird durch einfache Gestiken und unterschiedlicher Körperhaltungen in die Szenen eingebaut. Dazu kommt zusätzlich der Kinderchor in einigen Songs zum Einsatz.
Obwohl die Anzahl der Sänger sehr hoch ist, ist der Chor teilweise etwas zu leise, so springt beispielsweise der Funke bei „Go, go, go Joseph“ nicht richtig über. Bei den Solisten sind die Mikrophone nicht immer optimal gemischt. So übertönt die Erzählerin in manchen Abschnitten Joseph. Ein ähnliches Problem tritt im Orchester auf. Hier hört man stellenweise nur das Schlagzeug, die Melodie geht unter.
Dass es sich um eine Amateurproduktion handelt, wird hauptsächlich bei den Tanznummern deutlich. Die Choreographien von Sabrina Weindl sind relativ einfach gehalten, trotzdem mangelt es an manchen Stellen an Synchronität. Die Spiel- bzw. Tanzfreude der Akteure macht das aber wieder wett. Die Choreographin tanzt selbst die anspruchsvolleren Soli.
Das Bühnenbild ist mit einigen Säulen und einem typisch ägyptischen Tor im hinteren Bühnenbereich ziemlich einfach gehalten. Geschickt in den Ablauf der Handlung eingebaut, werden große weiße Würfel von den Darstellern in unterschiedliche Positionen gebracht. Mal dienen sie als Podest, als Gitterstäbe im Gefängnis oder mit roten Tüchern bedeckt als Sofa.

Pluspunkte gibt es auch für den regionalen Bezug, so kommt der Schlüssel bei "Na, wer war's?" anstatt in den Nil in den Inn und "In Kanaan einst" gibt es ein Saufgelage der Brüder, natürlich mit ein paar Kästen echten bayerischen Bieres.
Ein kleiner Wermutstropfen zum Schluss: Es gibt zwar eine Abstufung der Sitze, aber leider beginnt sie erst etwas weiter hinten und auch dort ist diese nur bei jeder zweiten Reihe. Wer einen Sitz in der falschen Reihe gebucht hat und klein ist, sieht schlecht.
Alles in allem eine sehenswerte Produktion, die nach 2 Jahren nun vom Spielplan verschwindet und im kommenden Jahr von einer neuen Show abgelöst wird.

(Text: Eva Schmidhuber)






Kreativteam

Gesamtleitung Michael Gartner
Regie Rotraut Arnold
Leitung Kinderchor Edith Kaltenbrunner
Leitung Orchester Rainer Heilmann
Leitung Band Helmut Schüller
Choreographie Sabrina Weindl
Tanzensemble Bode-Schule München
Bühnenbild Christian Huba
Michael Gartner sen.
Kostüme und Requisiten Andrea Gartner
Beleuchtung Wieland Müller-Haslinger


Besetzung

Joseph Martin Markert
Erzählerin Julia Schmarsel
Pharao & Cover Joseph Tobias Heinz
Mr. Potiphar Helmut Dengl
Mrs. Potiphar & Cover Erzählerin Brita Halder
Jakob Hannes Ginthör
Solo Brüder Herbert Gruber
Martin Hörberg
Markus Kotschenreuther
Andreas Smettan
Bäcker (& Potipharensemble) Richard Eschelbeck
Butler (& Potipharensemble) Klaus Maier
Solo Tango Sabrina Weindl



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