Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
Aktuelle Shows ( Ost )Shows A-Z ( Ost )Premieren ( Ost )Sweet Sweet Smile


Biografical

Sweet Sweet Smile

Ende eines Pop-Duos


Compilation-Show mit Tiefgang rund um die Hits und das Leben der Carpenter-Geschwister mit einem überragenden Ingo Brosch auf der Bühne.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:28.04.2010
Rezensierte Vorstellung:04.06.2010
Letzte bekannte Aufführung:04.06.2010


Wo endet Fan-Sein, wann beginnt Wahn? In Lars Werneckes Stück verwischen die Grenzen. Richard vergöttert Karen Carpenter, gleichzeitig hasst er sie. Indem er die größten Hits des US-Pop-Duos "The Carpenters" in seinem Tonstudio zum Synthie-Begleitung vom Band (Sebastian de Domenico) neu einsingt, will er sich von ihrem übermächtigen Schatten lösen und die markante, glockenhelle Stimme der Sängerin aus der Musik tilgen. "Niemand wird Karen vermissen, wenn man mich gehört hat", da ist Richard sich sicher. Gleichzeitig himmelt er sie an, streichelt liebevoll eines der großformatigen Schwarzweiß-Fotos, das zwischen der Sammlung goldener Schallplatten an der Wand hängt (Ausstattung: Olga Lunow). "Wir waren mehr als Bruder und Schwester", säuselt er dabei, um im nächsten Moment aggressiv "Ich bin nicht der Böse in der Geschichte" zu fauchen.


In den Monologen, die Richard zwischen seinen Aufnahmen im Tonstudio vor einem fiktiven Publikum hält, rollt er die gesamte Tragik der Carpenters-Karriere aus: Übermächtige Mutter, Homosexualitätsverdächtigungen, Tablettenabhängigkeit, Drogenkonsum und Karens gescheiterte Blitz-Ehe thematisiert er ebenso, wie ihren durch Magersucht hervorgerufenen Tod und das damit verbundene Ende der Musik-Karriere ihres Bruders.


Ingo Brosch spielt Richard in der pointierten Inszenierung von Lars Wernecke als zwischen Wahnsinn und Verehrung pendelnden introvertierten Menschen der kleinen Gesten. Wie ein Buchhalter registriert er akribisch in seinem Notizbuch jedes Klingeln des Telefons, hinter dem er Terror von erzürnten Fans vermutet. Bei den Tonaufnahmen steht Brosch vor dem Einsetzen der Musik hinter dem Mikrofonständer, atmet wie vor einer unlösbaren Aufgabe hörbar tief ein und taucht dann in eine andere Welt ab. Dabei dirigiert er wie in Trance mit der rechten Hand, während er die linke unsicher in die Hosentasche schiebt. Nach dem Näschen Koks in der Pause spielt Brosch euphorisch mit tapsigen, großen Gesten, um am überraschenden Ende der über zweistündigen One-Man-Show als gescheitertes Häufchen Elend zurückzubleiben. Trotz einiger Probleme mit tiefen Tönen in den Songs eine beeindruckende Leistung.


"Sweet Sweet Smile" ist nicht nur der größte Hit der Carpenters in Deutschland, sondern jetzt auch ein packendes Stück Musiktheater.

(Text: kw)




Verwandte Themen:
News: PdW: Sweet Sweet Smile (26.04.2010)



Kreativteam

Autor und Inszenierung Lars Wernecke
Ausstattung Olga Lunow
Musik Sebastian de Domenico


Besetzung

RichardIngo Brosch



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28454
Ein geniales Solo-Stück

01.05.2010 - Ich habe mir am 28.04.2010 die Premiere von "Sweet Sweet Smile" mit Ingo Brosch angeschaut und ich war wirklich mehr als absolut begeistert. Ingo überzeugt mit seinem Solo-Stück absolut.

Es war sowohl gesanglich als auch schauspielerisch eine absolut geniale Leistung von Ingo. Ingo bringt seine Rolle als "Richard Carpenter", wie er sich ja dem Publikum vorstellt, mit fantastischer Mimik und Gestik rüber und steckt zudem noch so viel Energie, Kraft und Elan in sein Schauspiel und in seine Stimme, was sich auf mich wirklich übertragen hat.

Eine absolut fantastische und überzeugende Leistung von Ingo!

"Sweet Sweet Smile" mit Ingo muss man auf jeden Fall gesehen haben und ich werde mir das Solo-Stück von Ingo auf jeden Fall noch mal anschauen. "Sweet Sweet Smile" ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen!

Kathi (5 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


28453
Klasse Einmann-Show

29.04.2010 - Die Songs der Carpenters wurden super in die Story eingebettet, so kann Compilation also auch sein. Im Vordergrund steht jedoch das Schauspiel. Ingo Brosch ist ein grandioser Richard, der von seinen Dämonen immer noch gejagt, seiner toten Schwester nachtrauert.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Bitte melden Sie sich an, wenn Sie einen Leserkommentar abgeben wollen.
Neu registrieren | Logon

 
Details können Sie hier nachlesen: Leserkommentare - das ist neu
 
 

 Theater / Veranstalter
Vaganten Bühne
Kantstraße 12 a
D-10623 Berlin
030/3124529
Email
Homepage
Hotels in Theaternähe

 So fand ich die Show
Jetzt eigene
Bewertung schreiben!
 Kurzbewertung [ i ]
(kw)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Furiose One-Man-Show mit ernstem Hintergrund. Bravo Ingo Brosch! Trotz hörbarer Schwierigkeiten mit tiefen Tönen, toller Gesang und eine meisterhafte schauspielerische Leistung.

04.06.2010

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


© musicalzentrale 2019. Alle Angaben ohne Gewähr.

   Wir suchen Dich!

   SOFTWAREBILLIGER.DE

Ein Platz für Ihre Werbung?




   HOTEL.DE

THEATER-TIPPS


Sitzen, Parken, Gastro: Unsere Leser geben Tipps für den Theaterbesuch.
Freilichtspiele Tecklenburg, Neue Flora Hamburg, Operettenhaus Hamburg, Raimund Theater Wien, SI-Centrum Stuttgart.
Partnerseite: Musical-World


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestmögliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;