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Verlangen wir denn zuviel? (2010)
Musical & Theater Keller2, München

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Im neuen Off-Broadway Musicaltheater München erlebt man mit Roberta Valentini einen vergnüglichen Abend in gemütlichem Ambiente über das Leben einer Singlefrau, die trotz ihrer Erfahrungen ihren Traummann noch nicht gefunden hat.

Der Pianist Christoph Weinhart betritt zuerst den Raum und setzt sich ans Klavier. Auf die Darstellerin muss man etwas warten, dafür stürmt sie kurz darauf wie ein Wirbelwind durchs Publikum bis zur Bühne, begrüßt das Publikum, dreht sich um und fällt erst einmal der Länge nach auf die etwas erhöhte Bühne. Dies führt gleich zum ersten Lied – „Heut´ ist nicht mein Tag”. Auffällig ist hierbei der Lichtwechsel. Wenn die Singlefrau im Hier und Jetzt erzählt, werden eher Rottöne gewählt, bei den Liedern eher blaue Farben, als ob man sich in einem Tagtraum befindet. Dieses Schema wird im Laufe des Stücks beibehalten.
Auf der Bühne befinden sich ein Tresen und mehrere Barhocker, die Roberta Valentini geschickt in ihr Spiel einbaut. Des Weiteren verwendet sie als roten Faden ein Tagebuch, aus dem sie, angefangen in der Pubertät, immer wieder vorliest. So bekommt man Eindrücke aus ihren ersten Romanzen, Probleme mit dem eigenen Körper, Blind Dates sowie Tipps im Umgang mit unliebsamen Verehrern und wie man diese am besten wieder los wird. Vor allem die Damen im Publikum identifizieren sich mit der Hauptfigur, aber auch die Herren können sich des Öfteren das Lachen nicht verkneifen und verstehen nun vielleicht, warum sie bei einer Dame nicht landen können, warum eine Frau die ganze Nacht durchweint oder sich den Namen eines Verehrers nicht merken kann.
Auch andere Utensilien finden Verwendung. Ein Glas Wasser steht immer bereit und wenn Roberta Valentini trinkt, fällt das nicht aus dem Rahmen oder stört sogar den Monolog, denn sie befindet sich schließlich in einer Bar. In einer anderen Szene besingt die Darstellerin das Foto eines Schönlings – ein italienischer Urlaubsflirt – mit „Te voglio bene assai”, was bei ihren italienischen Wurzeln nicht fehlen darf. Wie pikant ein Telefongespräch mit dem Liebsten sein kann, wird deutlich mit Hilfe eines Handys gezeigt. Diese einfachen Mittel, sowie kleine tänzerische Einlagen lassen den Monolog sehr realistisch wirken.
Punkten kann Roberta Valentini vor allem beim einheimischen Publikum, da sie Textstellen verändert, um einen Bezug zur bayerischen Landeshauptstadt herzustellen. Zuletzt stellt sie klar, welchen Traummann sie sich wünscht und preist sich mit „I´m a woman” regelrecht an.
Roberta Valentini ist es gelungen, aus Liedern von Ilse Werner, Roger Cicero, Barbara Schöneberger u.a., mit Texten von Dario Fo und aus dem Monolog „My name is Peggy” von Marc Becker plausibel und amüsant zu kombinieren. Das Zusammenspiel zwischen Darstellerin und Pianist ist optimal. So wird Roberta Valentini in ihrem überzeugenden Spiel und Gesang unterstützt, gleichzeitig versteht es Christoph Weinhart sich zurückzunehmen, wenn einmal leisere Töne angeschlagen werden. Die hervorragende Akustik im Gewölbe sorgt zusätzlich für einen unvergesslichen Abend. Schade, dass das Theater nicht ausverkauft ist.

 
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KREATIVTEAM
InszenierungRoberta Valentini
 
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CAST (AKTUELL)
MitRoberta Valentini
Am KlavierChristoph Weinhart
 
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TERMINE
keine aktuellen Termine
 
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TERMINE (HISTORY)
Do, 04.02.2010 20:30Musical & Theater Keller2, MünchenPremiere
Fr, 05.02.2010 20:30Musical & Theater Keller2, München
Sa, 06.02.2010 20:30Musical & Theater Keller2, München
▼ 4 weitere Termine einblenden (bis 13.02.2010) ▼
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