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East-West-Side-Story

Hinterm Horizont

Panik-Rocker in der weichgespülten DDR


© Brinkhoff/Mögenburg
© Brinkhoff/Mögenburg
Unausgegorene deutsch-deutsche Geschichtsstunde rund um eine weitgehend fiktive Lindenberg-Liebelei, die unter zusammengestrichenen Songs und weichgezeichneten historischen Fakten leidet. Im Januar 2016 feiert das Stück 5-jähriges Jubiläum in Berlin - Ende August ist Schluss.

(Text: Kai Wulfes / cl)

Premiere:13.01.2011
Rezensierte Vorstellung:12.01.2011
Dernière:28.08.2016


Alles dreht sich um Lindenberg. Seine Ölgemälde und Fotos zieren die Pausenfoyers, er selbst nuschelt zu Beginn das mit Sponti-Sprüchen garnierte Handy- und Fotografierverbot aus den Boxen und sein Strichmännchen-Alterego ist in der Show immer wieder auf poppigen Zwischenvorhängen zu entdecken. Selbst Lindenbergs Markenzeichen - schwarzer Hut und dunkle Sonnenbrille – schweben im XXL-Format ein und sind Spielfläche für eine von seinem Song "Mädchen aus Ost-Berlin" inspirierte Ost-West-Liebesgeschichte mit realen Biografie-Einsprengseln. In der um eine Rahmenhandlung ergänzten Story (das besungene FDJ-Mädchen Jessy schildert einer Reporterin nach über 20 Jahren ihre Romanze mit Udo und stellt ihm im Finale seinen Sohn vor) tritt Lindenberg als Bühnenfigur Udo in Erscheinung. Trotz dieser Omnipräsenz beweihräuchert die Show ihre künstlerische Urzelle jedoch nicht. Im Gegenteil. Sie macht sich – etwa in der Szene mit dem von Udo gewünschten Casting der Doppelgänger für unliebsame Auftritte – sogar lustig über ihn. Hut ab vor so viel Selbstironie!

© Brinkhoff/Mögenburg
© Brinkhoff/Mögenburg

Wer allerdings einen Teil seines Lebens im eingemauerten Teil Deutschlands verbracht hat, der fühlt sich mit Blick auf das pseudo-historisiernde Geschehen auf der Bühne das ein oder andere Mal kräftig vor den Kopf gestoßen. Da mag Ilse Welter-Fuchs' Kostümbild noch so sehr dem sozialistischen Schick verpflichtet sein, Raimund Bauer dank verblüffender Lösungen noch so reibungslose Szenenwechsel garantieren und Ulrich Waller das dramaturgisch spannende Buch von Thomas Brussig noch so pfiffig und mit viel Tempo in Szene setzen: Unterm Strich kommt die DDR samt Machtapparat unterhaltungskompatibel weichgespült auf die Bühne und der ein oder andere Fehler (moderne Boxershorts im Stasi-Knast, Tüten mit Aldi-Süd-Logo bei der Mauerfall-Feier am Brandenburger Tor) schleicht sich ein. Wenn allerdings ein unbarmherziges Terror-Regime stellvertretend durch trottelige Stasi-Spitzel und einen tumben Minister repräsentiert wird, dann ist das für ein Stück, dessen zeitgeschichtliche Komponente viele im Publikum hautnah miterlebt haben, fragwürdig. Optisch geradezu lächerlich ist die Umsetzung einer "Wir-sind-das-Volk"-Demo auf voller Bühnenbreite mit gerade einmal zehn Protestlern. Getoppt wird dieses dürftige Arrangement nur noch durch die Republikflucht von Jessys Bruder, der an einem Ballon mit FDJ-Logo baumelnd unter den Augen der völlig apathischen Machtclique quer durch den Zuschauerraum in Richtung Freiheit schwebt. Für das Publikum vielleicht ein schöner optischer Effekt, vor dem geschichtlichen Hintergrund allerdings absolut unglaubwürdig.

Im Gegensatz dazu funktioniert die Szene um den Mauerfall ganz vortrefflich. Beginnend mit einem Original-Ausschnitt aus den ARD-"Tagesthemen" werden bewegende Bilder auf die sich öffnenden Mauer-Segmente projiziert. Wenn dann in Kim Duddys mitreißender Choreografie zu "Seid willkommen in Berlin" Feiernde mit Ost-West-Symbolen wie Ampel- und Sandmännchen ausgelassen feiern, dann ist das ein wahrer Gänsehaut-Moment. Ein ähnlich grandioser Showstopper gelingt zuvor bei "Moskau ist ne supergeile Stadt" mit seiner flirrenden Mischung aus herumwirbelnden Don Kosaken, Ballerinen und Babuschkas mit Wodkaflaschen.

© Brinkhoff/Mögenburg
© Brinkhoff/Mögenburg

Im Vergleich mit anderen Shows, deren musikalische Wurzeln ebenfalls in den Hits einzelner Interpreten oder Pop-Gruppen liegen, kommt "Hinterm Horizont" etwas dürftig daher. Das liegt weder an Dirigent Michael Delhaye und seinen sechs während der Show unsichtbaren Musikern, noch am rockigen wie balladesken Musik-Material, das sich nahtlos in die Story einpasst und ausgesprochen bühnentauglich wirkt. Vielmehr erhält die Musik nur wenige Chancen, sich einmal in voller Pracht zu entfalten. Abgesehen von wenigen Ausnahmen enden die Songs bereits nach der ersten Strophe und dem Refrain. Auch werden gesanglich keine hohen Ansprüche gestellt. Solide Popstimmen ohne Belt-Einsatz reichen für die Lindenberg-Partitur vollkommen aus.

In der Rolle der jungen Jessy hat Josephin Busch den Löwenanteil der Gesangsaufgaben zu bewältigen. Dies gelingt ihrem wenig aufregend klingenden Popsopran gefällig und mühelos. In ihrer Darstellung ist Busch glaubwürdig, wirkt aber an einigen Stellen etwas zurückgenommen und ist wenig der Typ der Leading-Lady einer Show. Dem wird Anika Mauer als vierzigjährige Jessy schon eher gerecht. Mit ihrem warmen Popsopran rockt sie in der Designerküche und auch im Spiel hat die Mauer im Vergleich mit Jessy junior die Nase vorn. In der Rolle ihres rebellischen Sohnes Steve glänzt Christopher Brose mit kraftvoller Stimme und überschwänglichem Spiel. In Vergleich zu den vielen anderen stichwortgebenden Episodenrollen kann sich Christian Sengewald (Elmar) mit "Ich bin Rocker" und bei seiner fliegenden Flucht stimmlich profilieren.

© Tine Acke
© Tine Acke

Serkan Kaya (Udo) hat das große Pech, zwangsläufig in Konkurrenz mit dem echten Udo Lindenberg zu stehen. Ein Vergleich, den er nur verlieren kann. Kaya und sein Cover Patrick Adrian Stamme (in der besuchten Vorstellung in der Episoden-Rolle als Irrer mit Udo-Ambitionen auf der Bühne) können da noch so lässig nuscheln und ungelenk-schlaksig über die Bühne stolpern: Sie sind und bleiben eine Kopie. Kaya hält die Figur zwar darstellerisch, nicht jedoch stimmlich konsequent durch. Sein kraftvoll-rockiger Tenor verliert dann und wann das Udo-Timbre. Vielleicht sollte bei so viel Lindenberg im Umfeld der Show im Zuge einer Überarbeitung eine individuellere Udo-Gestaltung aus dem Hut gezaubert werden?


Musik und Songtexte - Udo Lindenberg
Buch - Thomas Brussig
nach einer Idee von Udo Lindenberg und Ulrich Waller

(Text: Kai Wulfes)




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Kreativteam

InszenierungUlrich Waller
Musikalische LeitungMichael Delhaye
ChoreografieKim Duddy
BühnenbildRaimund Bauer
KostümeIlse Welter-Fuchs
LichtdesignAndy Voller
Sounddesign Kai Harada
Musikalischer Supervisor, ArrangeurAndreas Herbig
Tanz- und zusätzliche ArrangementsMartin Gellner
MusikdramaturgieMatthias Stötzel


Besetzung

=10/2015-=

UdoSerkan Kaya
Sebastian Zierof,
(Andy Klinger)
(Alexander Martin)

Jessy jungJosephin Busch
Eve Rades,
(Selina Mai)
(Lisa-Marie Sumner)

Jessy heuteNadja Petri,
(Solveig August)
(Anja Pahl)
(Constanze Priester)

ElmarSebastian Achilles
Marcus Schinkel,
(Johannes Huth)
(Dennis Kornau)

SteveJohannes Huth,
(Dennis Kornau)
(Andy Klinger)

Jessys Vater
Marco heute
Prof. Scheuerlich
Eddy Kante
Stephan Schill
Thomas Schumann,
(Joachim Paul Assböck)
(Dirk Schoeden)

Jessys Mutter
Pressesprecherin
Anja Pahl
Solveig August,
(Kathleen Bauer)
(Susanne Rögner)

Stasi PatschinskyFlorian Hacke
Alexander Weichbroth,
(Christopher Wernecke)
(Andy Klinger)
(Daniel Rossmeisl)
(Till Schubert)

Stasi KrauseRalf Novak
Dirk Schoeden,
(Joachim Paul Assböck)
(Till Schubert)
(Christopher Wernecke)

Stasi FritzscheDaniel Rossmeisl,
(Till Schubert)
(Christopher Wernecke)

MareikeConstanze Priester,
(Mareike Zwahr)
(Lisa-Marie Sumner)

Marco jungRichard Rabeus,
(Jacob Nienhaus)
(Till Schubert)

Barbara SaftigSusanne Rögner,
(Kathleen Bauer)
(Jennifer Pöll)
(Lisa-Marie Sumner)

MinisterRainer Brandt,
(Dirk Schoeden)
(Ralf Novak)
(Joachim Paul Assböck)

KemtschPascal Höwing,
(Fabian Bothe)
(Manuel Steinsdörfer)
(Stephan Zenker)

KremerFalk Schuster
Lorenz Liebold,
(Fabian Bothe)
(Dustin Peters)
(Manuel Steinsdörfer)
(Stephan Zenker)

Der IrreLars Kemter,
(Fabian Bothe)
(Dennis Kornau)
(Manuel Steinsdörfer)
(Stephan Zenker)

EnsembleAdam Cooper
Selina Mai
Alexander Martin
Lynsey Reid
Carolin Schönemann
Lisa-Marie Sumner
András Simonffy
SwingsKathleen Bauer
Fabian Bothe
Christopher Wernecke
Andy Klinger
Dennis Kornau
Jacob Nienhaus
Jennifer Pöll
Till Schubert
Manuel Steinsdörfer
Isabel Volk
Stephan Zenker
Mareik Zwahr


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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


26 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Leider viel zu wenig

28.06.2016 - Schade. Lieder werden abgekürzt, Story seicht...da können auch gute Darsteller nichts retten. Sie bekommen dennoch einen Stern.

Hirsch (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Mehr Schein als Sein

18.05.2015 - Rezensierte Vorstellung: 16.05.2015

Ich habe mich lange auf diesen Abend gefreut und wurde eigentlich sehr enttäuscht. Der Saal war gerade mal halb voll.
Die Musik von Udo Lindenberg hat Ohrwurmqualität, wurde von der Band in herausragender Leistung (teilweise etwas zu laut)übermittelt und untermalte die Rahmenhandlung gut.Das musikalische Highlight: "Seid willkommen in Berlin". Leider wurden viele Songs nur angespielt, z.B. hätte ich "Sonderzug nach Pankow" länger gehört. Und auch das Medley am Ende wäre ausbaufähig - z.B. kann man das Publikum mehr zum Mitsingen animieren. Die Handlung an sich weist keine Tiefgründigkeit auf, alle Handlungsstränge bleiben oberflächlich. Tanzszenen, welche zwar sehr gut choreographiert sind, und zu viele Filmeinspielungen wirken wie ein Zeitfüller, da sie nicht wirklich mit der Handlung harmonieren. Der zweite Teil des 2. Aktes nach der Wiedervereinigung bräuchte nicht erzählt werden, auf eine Familientragödie und der total sinnlosen Udo-Doppelgänger-Suche kann man gut verzichten - ein offenes Ende, in dem Steve nicht erfährt, wer sein Vater ist, wäre interessanter. Dramatik fehlt somit gänzlich im Stück. Der Humor ist im 1. Akt sehr gut vertreten - man konnte viel lachen, doch teilweise wurden die Ossi-Klischees übertrieben und grenzten an Beleidigung für die, die hinter dem Staatssystem der DDR standen. Dieser Humor kam bedauerlicherweise ebenfalls im 2. Akt zu kurz. WOW-Effekte fhlten außerdem. Die Bühnenbilder waren im Vergleich zu anderen Musicals und den Möglichkeiten der Bühne enttäuschend. Hinter der kleinen Drehbühne konnte man oft technische Mitarbeiter sehen und die Videoeinspielungen auf der Mauer waren zu viel. Schön dagegen der große Udo-Hut. Die Kostüme waren sehr detailreich und wunderschön anzusehen - ich würde sagen, sie kommen den historischen Originalen sehr nah. Zu den Darstellern: Alex Melcher als Udo hat zwar erkennbar sein Bestes gegeben, konnte aber nicht immer glänzen. Eve Rades als junge Jessy konnte mich dagegen schon eher überzeugen. Jessy alt wurde von Anja Pahl verkörpert, welche zwar ein super Alt ist und aber die hohen Töne in "Boogie-Woogie-Mädchen" total verfehlte. Gesanglich herausragend und der Star des Abends: Johannes Huth als Steve. Ebenfalls nennenswert für Ihre schauspielerische Leistung sind Rainer Brandt (Minister) und Ruth Hornemann (Barbara Saftig).

Zusammengefasst stimmt das Preis-Leistungsverhältnis auf keinen Fall (Beweis: ein halb ausverkauftes Haus am Sa - Blamage!) und das Stück ist dramaturgisch nicht gut durchgedacht. Ein Bewis dafür, dass man nicht aus allem ein Musical machen kann bzw. muss. Trotzdem kann man sich das Musical bzw. mehr die Show ansehen und es war dennoch ein recht schöner Abend. Eventuell was für eingefleischte Udo-Fans...


Immer wieder schön!

08.12.2014 - Es mag sein, dass die Geschichte ein wenig weich gezeichnet wird, aber wäre die Show solch ein Erfolg, wenn man dem Zuschauer 2,5 Stunden lang ausschließlich knallharte Fakten präsentiert hätte? Wohl kaum! Lehrreich ist das Musical trotzdem, denn trotz großartiger Musik und Technik kommt man doch zum Nachdenken. Vielleicht kann man die Show als Anstoß sehen. Ich mag das Stück sehr, allerdings zieht der 2. Akt sich etwas und die Änderungen bei "Seid willkommen in Berlin" sind schade. Vorher konnte man an der Stelle wesentlich besser mitfühlen. Jetzt verkommt der Song zum Mitklatschliedchen... Ansonsten: Weiter so!

Musical-Fever (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gute Idee aber , nicht meins

17.11.2014 - Hab das Musical Anfang des Jahres gesehen. Coole Effekte drin und ganz gute Cast. Aber die Story um Udo Lindenberg war dann doch nicht ganz so meins. Aber viel Erfolg trotzdem.

johanna Müller (5 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Udo the best

26.10.2014 - Habe das Musical im Sommer gesehen. Echt spitze. Super Idee mit dem großen Hut der hinunter fährt.Alle Darsteller waren sehr gut. Ebenfalls beeindruckend die Szene mit dem Luftballon durchs Publikum. Ich hoffe sehr daß ich es noch einmal sehen kann.

elisabeth90 (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Hinterm Horizont - auf jeden Fall einen Besuch wert

02.09.2014 - Sehr gute Unterhaltung mit einigten Längen!

Das Stück erzählt auf erfrischende und teils sehr humoristische Weise ein Stück Deutsche und Berliner Geschichte, eingebettet mit Udo Lindenbergs Songs.

Meine Darsteller an dem Abend:

Udo Kurosch Abbasi

Echt beeindruckend wie er den Lindenberg spielt, starke Stimme und das richtige Maß zu Nuscheln, so dass man ihn echt gut verstanden hat, anders als den "echten" Udo. :-)

Jessy Johanna Spantzel

Tolle Schauspielerin mit großer Ausstrahlung, das Zusammenspiel und die Liebesbeziehung mit Udo spielt sie wunderbar glaubhaft und authentisch. Leider schreit sie in einigen Songs mehr als zu singen.

Die Nebenrollen sind allesamt gut besetzt, ein Highlight ist Rainer Brandt als Minister.

Der 2.Akt berührt einfach mehr, den ersten könnten sie ein wenig zusammenstreichen.

Fazit: tolle Produktion die perfekt nach Berlin passt.

JulianSchieber (erste Bewertung)


Samstag, 30.08. 15:30

31.08.2014 - Gestern war ich im Musical "Hinterm Horizont" und war sehr begeistert. Meine Besetzung:
Udo- Serkan Kaya
Jessy (jung)- Josephin Busch
Jessy (heute)- Ruth Bornemann
Elmar- Sebastian Achilles
Steve- Kurosch Abbasi

Besonders gut haben mir Serkan und Joseph in gefallen. Serkan ist der perfekte Udo und
Josephin hat eine kräftige Stimme, die sie in den richtigen Momenten einsetzt. Auch Kurosch (Lucheni in Wien 2012), der alternierend Udo ist, ist ein guter Steve, aber auf keinen Fall der perfekte Udo. Die Besetzung hat mir alles in allem gut gefallen. Die Kulisse ist aufwendig gemacht und die Show beinhaltet viel Humor.

Negative Punkte:
1. Manche Lieder werden nur angespielt (z. B. Cello) und das Lied Reeperbahn hätte man lieber weglassen sollen.

Insgesamt war Akt 1 nicht so gut wie Akt 2. Das Musical ist von der Geschichte her im ersten Akt zu lang.

Ich kann das Musical nur weiter empfehlen. Auch Leute, die keine Udofans sind werden ihren Spaß haben.

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Musical Hinterm Horizont

05.07.2014 - Ich bin absoluter Musical-Fan, aber dieses Stück hat nichts mit einem Musical zu tun. Es wird sehr wenig gesungen und viel Theater gespielt. Das ist einfach nicht das, was man sich von einem Musical erhofft. Der Darsteller von Udo Lindenberg hat wirklich gut gesungen, aber der Rest war für meine Ohren sehr sehr schmerzhaft. Entschuldigung, aber dieses Flair bietet auch eine Laienspielgruppe oder eine Schulaufführung. Ich habe mich geärgert, 70 EUR ausgegeben zu haben. Ganz ganz schlecht!

Dandrele (erste Bewertung)


Überraschend großartig!

12.01.2014 - Ich mag ja eher Broadway-Stücke und hatte so gar keine Erwartungen. Dafür wurde ich vollkommen überrascht: Gute Dramaturgie, gelungene Dialoge, die Musik von Udo Lindenburg genial eingebaut, dazu historische Szenen auf Videoscreens. Darüber hinaus beeindruckendes Bühnenbild und Bühnentechnik und energetische Schauspieler und Sänger. Ich war wirklich begeistert. Man vergisst so schnell, was für ein Wunder in Deutschland mit der Wende geschehen ist. Dieses Musical ruft es wieder wach... spannend für Deutsche wie für Touristen und insbesondere Schüler.

Kurt-Oliver (erste Bewertung)


Unterhaltsam

11.12.2013 - Viele Ost-West-Klischees und eine recht platte Love-Story - und trotzdem hat das Stück für mich recht gut funktioniert.

Das ist größtenteils Serkan Kaya zu verdanken, der mit enormer Bühnenpräsenz und einem guten Gespür für Lindenbergs Manierismen und Stimme das Publikum voll und ganz in seinen Bann zieht.

Auch die beiden Jessies von damals (Josephin Bisch) und heute (Nadja Petri) sind gesanglich und darstellisch große Klasse. Das Bühnendesign ist stimmig und einfallsreich, die Kostüme bunt und die Ensemble-Nummern energiegeladen. Inhaltlichen Tiefgang gibt es nur an wenigen Stellen, aber dennoch ist "Hinterm Horizont" sehr gut gemachte Unterhaltung.

Sandrine (20 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


Einfach geil!

08.12.2013 - Es war sehr viel besser als ich erwartet habe. Wie ein, eigentlich schlichtes Bühnenbild, durch fantastische Beleuchtung und Projektionen doch so opulent werden kann. Serkan Kaya war in absoluter Bestform und auch das Ensemble hat einfach alles Perfekt gemacht. Die tolle Band nicht zu vergessen. Mein absolutes Highlight war aber Josephine Busch. Was für eine tolle Darstellerin und Sängerin. Sie hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz und ich bin mir sicher wir werden noch viel von ihr hören. Beim Finale kam dann sogar noch der echte Udo Lindenberg auf die Bühne und hat gesungen. Der Saal hat getobt :-)) Mein Besuch war ein unvergesslicher Abend und ich werde garantiert wieder rein gehen.

J_F_K (17 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Potential nicht ausgeschöpft!

03.08.2013 - Durchweg unterhaltsam und kurzweilig, aber leider mit sehr großen Schwächen im Buch. Mehr bzw. längere Songs, weniger Stasi-Verarsche hätten dem Stück sicher gut getan. Außerdem ist die Personenzeichnung nicht ausgegoren. Zusätzlich wirkt die Bühne viel zu groß für das recht schlichte, ja fast billige Bühnenbild. So verlaufen sich die Darsteller in den Massenszenen förmlich, die keine Massenszenen sind, da es nie nach Masse aussieht. Schade, es hätte wirklich ein richtiger Hit sein können. So bleibt es unterhaltsam nett.

Fiyero (38 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Weder Fisch noch Fleisch

11.12.2012 - Die Absichten für dieses Musical waren sicher nur die allerbesten.
Eine Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte und ein musikalisches Denkmal für einen der bedeutensden und erfolgreichsten Musiker des Landes sollte es wohl werden.
Letztendlich zählt aber nur das Ergebnis und nicht der gute Wille dahinter.

HINTERM HORIZONT versucht vieles zu vereinen und scheitert leider daran.

Versuch 1: Eine historisch korrekte Aufarbeitung der Umstände die zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung geführt haben, müsste anders aussehen. Alles wirkt sehr fragmentarisch. Ein Klischee jagt das nächste: die DDR-Jugend spült sich entweder mit Anabolika das Hirn raus oder ist leicht angesauert, weil sie in der FDJ den Lipsi lernen muß (In den 80ern ?), die Elterngeneration hat es sich in ihrem Kuschel-Sozialismus gemütlich gemacht und schaut eher beunruhigt Richtung Westen.
Eine so bruchstückhafte und unvollständige Beschreibung der Befindlichkeiten wird niemandem gerecht.

Versuch 2: Eine Biografie Udo Lindenbergs müsste sehr viel enger an sein Leben angelehnt sein. Man lässt uns ehrlicherweise wissen, dass HINTERM HORIZONT eine Mischung aus Fiktion und Realität ist. Was allerdings wahr und was erfunden ist, darüber schweigt man sich aus und bewegt sich mit der pathetischen Familiengeschichte mehr als einmal auf Telenovela-Niveau.

Versuch 3: Eine krachende Compilation Show, ein Best of Lindenberg wird es leider auch nicht wirklich.
Die Musik muß sich von Anfang an dem Wort und Schauspiel unterordnen. Zuwenige der Lindenberg-Hits werden von der Inszenierung wirklich in den Mittelpunkt gerückt und vom Bühnenstaging auch als ein Highlight inszeniert.

Versuch 4: Als schrill schräge Zeitgeist-Revue mit respektlosen, kabarettistisch-ironischen Anklängen, die das perfide DDR-System entlarven und ad absurdum führen, hätte die Show auch funktionieren können. Gute Ansätze sind diesbezüglich vorhanden. Sie werden aber leider nur recht weichgespült und familienfreundlich umgesetzt und gehen letztendlich in dem unausgegorenen Ganzen fast unter.

Dass die Show nicht komplett enttäuscht, liegt an der professionellen Inszenierung von Ulrich Waller, der Bühnentechnik und Ensemble gut auf Trab hält, an den rockigen Songs, die leider nur manchmal für Stimmung sorgen können und an einem großartigen Serkan Kaya, der eine bewundernswerte Leistung bietet. Er ist in jeder Szene erkennbar Udo Lindenberg, spielt und singt aber sehr viel subtiler und nuancierter als ein reiner Imitator.

HINTERM HORIZONT ist im Großen und Ganzen leider eine ungenützte Chance geblieben.

kevin (146 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Leider nicht so meins...

15.10.2012 - Gleich zu beginn: Ich habe vom Musical Hinterm Horizont leider nur den 1 Akt gesehen.
Was aber KEINESFALLS an der Qualität des Stückes lag, sondern einfach an Zeitgründen.
Wir hatten spontan die Möglichkeit bekommen uns umsonst das Musical anzuschauen, da wir aber abends Karten für Tanz der Vampire hatten blieb für den 2 Akt keine Zeit mehr.
Daher hatte ich lange überlegt, ob ich überhaupt eine Bewertung abgeben soll, aber es lies mir keine Ruhe. Daher hier also meine Meinung.
Da ich absolut kein Udo Lindenberg Fan bin hat es mich bisher auch nicht in das Stück gezogen.
Da sich nun aber die Möglichkeit gegeben hatte, wollte ich es mir auch KOMPLETT OHNE VORURTEILE anschauen.
Ich bin ein sehr großer Fan von Serkan Kaya, jedoch muss ich leider sagen, dass ich diesmal einfach nur enttäuscht von seiner Darstellung war.
Durch dieses Udo genuschel hat er (meiner Meinung nach) gar nicht die Möglichkeit stimmlich zu zeigen, was er alles drauf hat und auch Darstellerisch geht da einiges verloren, was auch daran liegt, dass man ihn kaum versteht wenn er spricht.
Trotzdem hat er sich viel Mühe gegeben aber leider konnte er mich nicht begeistern.
Zu den anderen Darstellern: Stimmlich hat mich leider keiner mitgerissen, obwohl ich glaube, dass in dem ein oder anderen deutlich mehr Potential steckt, sie es bloß nicht richtig raus lassen konnten, was ich sehr schade finde.
Zur Story und dem Stück an sich.
Ich weis nicht ob die Story mehr „flow“ bekommt wenn man den 2 Akt auch sieht, aber für mich war im ersten Akt nicht wirklich ein Roter Faden in der Geschichte zu erkennen. Die Szenen wirkten sehr aneinander gereiht ohne richtigen Übergang.
Die zwei Tanzszenen (einmal die Übergabe des Briefes mit „Wessis“ und „Ossis“ und einmal ein Mix aus „Punkern“ und „Polizisten“) haben mich ehrlich gesagt eher verwirrt als begeistert. Zudem würde mich mal interessieren warum der junge Mann in seinem Jogginganzug die ganze Zeit im Wohnzimmer von Jessys Familie rum sitzt…hat für mich nicht wirklich sinn ergeben.
Was ich ebenfalls sehr schade fand waren die Einspieler auf den Leinwänden. An sich ne schöne Idee aber man sollte sich dann doch entscheiden ob man Videos von Udo Lindenberg zeigt oder von dem Aktuellen Udo Darsteller (in meinem Fall Serkan Kaya)
Diese Wechsel zwischen alten Aufnahmen und neuen mit der Cast finde ich sehr störend und teilweise auch leicht verwirrend. Das hätte man besser lösen können.
Das in einem Stück, dass in Berlin spielt viel mit Akzent gesprochen wird ist nachvollziehbar, aber schade, dass man als nicht Berliner leider nur wenig versteht.
Insgesamt für mich eine enttäuschende Sache. Ich denke man hätte aus der Idee und der Story etwas Besseres machen können.
Was mir gut gefallen hat an dem Stück waren die Szenen mit den Stasi-Leuten. Da war viel Witz dabei und eine gute Unterhaltung.
Auch das Konzert am Anfang von Udo wurde gut dargestellt mit einem echten Kamera Mann auf der Bühne der alle auf die Leinwände übertragen hat. Hat mir gefallen.

Vielleicht ergibt sich für mich die Möglichkeit mir das Stück auch mal GANZ anzusehen, der zweite Akt würde mich schon interessieren, schon allein weil ich hoffe, dass er mich mehr begeistert.

Aber liebe Stage: Garantiert nicht für so viel Geld!

Da ich nicht davon ausgehe, dass sich die Möglichkeit noch einmal ergibt, das Stück kostenlos zu sehen fürchte ich also das es beim ersten Akt bleiben wird. Sehr schade.
Die Cast gibt sich wirklich Mühe und hätte es dafür verdient eine zweite Chance zu bekommen. Aber nicht für den Preis.

StageDance (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Leider nicht so toll

30.03.2012 - Hat mir nicht so gefallen.

Gudrun77 (10 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


War ganz nett...

02.01.2012 - Nachdem ich viele Meiungen und Erfahrungsberichte (positive und negative) über Hinterm Horizont gelesen und gehört habe, habe ich mir vor kurzem selbst ein Bild von dem Musical gemacht. Insgesamt hatten wir einen schönen und unterhaltsamen Musicalabend. Besonders hervozuheben sind die beiden Hauptdarsteller Josephin Busch und Serkan Kaya. Die beiden spielen ihre Rollen sehr überzeugend, harmonieren gut zusammen und man merkt ihnen an, dass sie ihre Rollen gerne spielen und singen. Auch stimmlich haben mich die zwei sehr überzeugt. Die beiden grandiosen Hauptdarsteller und die guten Ensembleszenen, sowie das meist gute Bühnenbild sehe ich als Stärken der Produktion.
Leider gab es für mich in dem Musical keine Highlight oder Wow-Effekte wie es in viele anderen Produktionen (teilweise sogar emhrmals) der Fall ist. Die Handlung schreitet voran und manche Stellen wirkten etwas in die Länge gezogen. Sehr schade fand ich auch, dass viele Lieder sehr stark gekürzt worden sind. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es schön war das Musical anzusehen und wir einen tollen Abend im Theater verbracht haben, aber es diverse Produktionen gibt bei denen man meiner Meinung nach für das gleiche Geld mehr geboten bekommt.

pünktchen (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hut ab!...

06.10.2011 - Nachdem ich am Dienstag in Hamburg Sister Act gesehen und "rezensiert" habe, möchte ich heute nun meine Eindrücke zur Show Hinterm Horizont in Berlin wiedergeben.

Gleich vorweg. Ich war sehr überrascht. Ich habe die CD zur Show schon eine Weile im Schrank und konnte mir beim hin und wieder hören keinen Reim auf die Geschichte machen. Sinn ergab das nur wenig. Im Theater wurde ich eines Besseren belehrt.

STORY: Sicher sind in der "DDR Light" einige Fakten stark überzeichnet aber bei weitem nicht so ins lächerliche gezogen wie erwartet.

Klar es bleiben viele Fragen ungeklärt, aber darüber macht man sich in der Show keine Gedanken: Warum knallt man Jessys Bruder nicht ab? Wie kommt der in der DDR zu so modernen Shorts? oder War Jessys Dad auch ein Stasi Spitzel (als Trainer in der DDR sicher dem Apparat ergeben).

Dennoch, ich war von der Erzählweise und der doch "fiktiven" Geschichte mit Zeitgeschichtlichen Einwürfen ergriffen. Gerade wenn man wie ich diese Zeit als Teenager in der DDR miterlebt hat gab es doch hin und wieder einige berührende Momente. Das hatte ich schon lange nicht mehr im Theater.

Das die Songs teilweise nur einstrophig mit Refrain eingebaut werden störte mich nicht. Es ist eine gelungene Mischung aus Dialog und Musik und beeindruckenden Tanzszenen wie z.B. Moskau, Seid willkommen in Berlin etc.

BÜHNE: Die Bühne ist nie wirklich voll. Meist schwarz und wird dennoch wird wirkungsvoll mit Licht, dem Hut und diversen Räumen die ausgestattet. Genial finde ich die Mauer als Teil der Projektionsfläche und die daraus entstehenden Bilder. Maueröffnung etc.

CAST: Michael Eisenburger nuschelt wie Udo L. und löst sich im Laufe der Show etwas von einer 1:1 Kopie des Musikers. Das kommt der Geschichte sehr zu Gute. Man sieht da eher einen jungen Musiker und eben nicht Udo L. stimmlich stark und auch in der Mimik sehr gut. Die Szenen mit der Live-Kamera backstage sind gut gemacht.

Der Rest der Cast war stimmlich sehr gut aufgestellt und man nach jedem seine Rolle ab. Die junge Jessy hat eine so klare und reine Stimme. Toll

DAS THEATER: Die Sicht ist im Theater am Potsdamer Platz wirklich gut auf die große Bühne und so hat man auch in den seitlichen Bereichen keine Beeinträchtigungen beim Bühnenbild.

FAZIT: Für knapp 37€ (Reihe 26) hatte ich einen super Musicalabend. Ich war gefesselt in der "unbekannten Geschichte", faziniert wie theatertauglich die Musik von Udo L. ist und überrascht wie man Zeitgeschichte mit einer fiktiven Story so gut und teilweise berührend umsetzen kann. Das habe ich nicht erwartet. Daher 4 Sterne. Hut ab!

mrmusical (66 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Großartig!

19.04.2011 - Ein wunderschönes Musical, mit tollen Darstellern. Das Ensemble kann voll und ganz überzeugen, besonders hervorzuheben ist hier Josephin Busch die ihre Sache richtig gut macht. Natürlich ist auch Serkan Kaya als Udo großartig und es gibt genügend Gänsehautmomente. Und wenn Udo auch noch persönlich am Ende auf der Bühne steht ist es immer etwas ganz besonderes. Hier hat die Stage mal wieder Größe bewiesen und wieder eine wunderschöne Welturaufführung hingelegt. Hoffen wir mal auf eine ganz lange Spielzeit in Berlin und weiterhin so tolle neue Produktionen.

ChristophR (10 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


??????

18.04.2011 - Die Stage & Udo sollten sich schämen.

Albert01 (erste Bewertung)


positive Überraschung am Montag 28.2.2011!

09.03.2011 - Da mein Mann seit knapp 40 Jahren Udo hört und absoluter Fan ist, war es ein Muß, dieses Musical zu besuchen. Die eher negativen Bewertungen konnten uns nicht abschrecken.
Was soll ich sagen, das war auch gut so . Auch diverse Reaktionen und Kommentare von Mitbesuchern aus Ost+West, die wir hörten, waren positiv. Diese Geschichte könnte sich so abgespielt haben, wie dargestellt. Klar sollte man schon die Musik mögen, nicht alles so verbissen sehen, Phantasie einbringen und sich darüber im Klaren sein, es dient der Unterhaltung.
Wenn man dann wie wir die absolute Topbesetzung aus der 1.Reihe hört/sieht und zum krönenden Abschluß Herr Lindenberg wahrhaftig auf die Bühne kommt, uns mit Handschlag begrüßt, war alles richtig. Wir schlürften noch zum Abschluß ein Gläschen Eierlikör mit den Darstellern und haben ein Erlebnis der ganz besonderen Art gehabt, das nicht zu toppen ist.
Das ist auf jeden Fall unser Fazit nach weit über 100 Besuchen diversester Musicals!

besimusical (12 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Das Grauen

07.03.2011 - Phantasieloser und platter gehts nicht mehr. Grauenhaft! Wann ist endlich Schluß mit diesen Klonmusicals?

AnnaKarenina (2 Bewertungen, ∅ 2.5 Sterne)


?????

05.02.2011 - muß so etwas sein?

trixxx (2 Bewertungen, ∅ 0.5 Sterne)


Udo, du bist okay.

16.01.2011 - War am 12.1.2011 in der Medienpremiere und es hat mir gut gefallen. Schade, dass man hier nicht halbe Sterne vergeben kann, da für die Show 3,5 Sterne verdient hätte. Warum? Es ist viel mehr Schauspiel als Musical. Das ist natürlich nicht schlimm, aber manchmal weist das Stück einige Längen auf. Die Lieder von Udo, meisten eher unbekannt, werden dann meistens nur kurz angespielt. Eine Strophe und Refrain und das wars dann. Dagegen sind dann die Ensemblenummer, z.B. die Lipsi-Udo-Nummer, die Moskau-Szenerie oder auch die Montagsdemos sehr schön durchchoreographiert und werden von einem engagierten Ensemble getanzt. Und da stört es mich auch nicht, wenn zu den Demonstrationen nur 12 Protestler auf der Bühne stehen.
Das Buch stammte von Thomas Brussig (Sonnenallee), was eine ernste Aufarbeitung mit der DDR sich ausschließt. Die Stasi-Spießer werden der Lächerlichkeit ausgesetzt, da sie sich selbst zu ernst nehmen. Dass auch wieder DDR-Klischees verarbeitet werden, war zu erwarten. Jedoch halten sich bewegende Momente und Schenkelklopfer-Szenen die Waage. Und mal ehrlich, wer über seine eigene Vergangenheit nicht lachen kann, ist selber Schuld!
Dass Udo nicht beweihräuchert wird, ist dem Kreativteam hoch anzurechnen. Natürlich tritt er als "unnahbarer" Superstar in Erscheinung, man muss hier bedenken, dass wir die Kunstfigur sehen, der das ausgesprochen hat, was viele zu der Zeit gedacht haben. Seinen Traum von einer bunten Republik also. Er wird nicht als der dargestellt, der die Mauer zum Einsturz gebracht hat. Wunderbar auch, dass sich Udo Lindenberg persönlich nicht so ernst nimmt.
Die Ausstattung ist simple, ohne viel Protz geht die Geschichte über die Bühne. Dominierend sind die Projektionen, die vorwiegend Bildmaterial aus der Zeit zeigen. Oft wird die Geschichte auf der Bühne in Videos weitererzählt. Das mag man halten wie man will, für mich ist das dann kein Theater mehr und stört den live-Effekt. Auf der Bühne gibt es eine zweigeteilte Drehbühne, auf der Bühnenwagen hin und her fahren. Aber das gewaltigste und beeindruckendste Bühnenelemente ist wahrscheinlich Udo-Hut in XXL-Format.
Die Darsteller machen ihre Sache wunderbar. Josephin Busch als Jessy fehlt mir an Stimmvolumen. Serkan Kaya ist der perfekte Udo. Eine Überraschung war für mich Aline Staskowiak als alte Jessy. Wenn sie die Bühne rocken darf, dann vibriert es.
Eine gute Compilation-Show, die nicht mit einer 0815-Geschichte daher kommt. Aber für die Schwächen gibt es Punkteabzug.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Entweder oder?

15.01.2011 - Vieles wurde schon hier geschrieben und ich kann mich nur anschließen. Mit "Hinterm Horizont" ist der Stage weder der große Wurf bei Udo-Fans gelungen und genauso wenig bei Musical-Fans. Es spricht auf keinen Fall "Ossis" an und auch "Wessis" werden sich kaum für diese Inszenierung begeistern. Handwerklich alles OK, das Bühnenbild hat einige tolle Ideen, die Kostüme ordentlich, eine klasse Band und gute Sänger/innen, aber insgesamt kommt nur selten der Eindruck einer gelungenen Inszenierung auf.
Serkan Kaya ist niemals wirklich Lindenberg, soll diesen aber darstellen. Er bemüht sich redlich, kommt aber zu weichgespült rüber. Dieser grandiose Darsteller verheizt sich quasi und überzeugt nicht. Josephin Busch (Jessy) macht Ihre Sache eigentlich gut, ist aber nicht glaubhaft. Ihr fehlt Charissma. Die Show versucht krampfhaft mit Hilfe von Klischees eine Story zu erzählen und die Udo Lindenberg-Songs sollen den Rahmen bilden. Dies gelingt nur ganz mäßig.
Bei wirklich exorbitanten Eintrittspreisen ist die abgelieferte Leistung schlicht eine Frechheit. Es sit wieder einmal abzusehen das eine Show in Berlin floppt. Internationale Berlin-Besucher wird die Show sowieso nicht ansprechen, die meisten kennen Udo Lindenberg kaum.
Diese Inszenierung hätte maximal in ein mittleres Stadttheater gepasst aber nicht in ein so großes Musical-Haus in Berlin. ICh kann die Show niemanden empfehlen, sie ist weder etwas besonderes noch ausergewöhnlich und für Udo Lindenberg-Fans geradezu eine Frechheit. Nachdem es bei der Stage ja mit "Wind of change" nicht geklappt, hat man hier wohl versucht die Thematik anderweitig noch auf die Bühne zu bekommen. Bis auf ganz, ganz wenige Momente ist die Show nur allerunterste Kategorie. Viele schöne Ideen, viele gute Mitwirkende die dran gearbeitet haben, aber insgesamt haben diese "Kreativen" mit Inbrunst die Show versemmelt. Es stellt sich die Frage ob es überhaupt Sinn macht mit der Musik von Udo Lindenberg ein Musical zu produzieren, denn entweder mag man Musicals oder eben Lindenberg und die Anzahl der Menschen die beides mögen dürfte übersichtlich sein, zumal Lindenberg (im Gegensatz zu z.B. ABBA oder Udo Jürgens) nie großartig ein Nr.1 Hit in den Charts hatte. Er ist zwar bekannt und 1-2 seiner Songs sind auch jedem bekannt, aber reicht das für ein Musical? Die Story ist wirklich schlicht und eigentlich auch nicht unterhaltsam.
Fazit: Eine Show die man sich sparen kann, denn dann spart man viel Geld...

musicalprofis (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


der grosse wurf?

14.01.2011 - Udo wollte den Potsdamer Platz rocken- gerockt hat er selbst auf der Bühne am besten- die Geschichte finde ich unrund ,das Bühnenbild kommt über ein Stadttheaterbühnenbild nicht hinaus- die Filme scheinen nur Umbautrenner zu sein-und lahmt echt das Thempo- ich selbst bin 1989 in Berin auf der Mauer gestanden,vom osten in den Westen und habe beim Einkauf diese Alditüten bekommen , die hab ich noch signiert von einem Vopos an der Küchenwand- die Tüten sind , nicht wie eim Autor oben bemängelt ,richtig.
Falsch ist der Gruss der pioniere, den haben wir bei der JDJ nie gemacht- ich weiss im ganzen nicht wer hier angesprochen werden soll, die leut die Geschichtsuntericht brauchen? die Leute die Udofans sind? oder das Musicalpublikum? ich find es fade inszeniert und hat echte Längen- lanbgr Rede kurzer Sinn- ich glaube das das nicht in Stage-häusern seinen Platz haben sollte- ansehen und urteilen- der grosse Wurf ist es aber nicht geworden

theatergänger2010 (5 Bewertungen, ∅ 2.4 Sterne)


20 Minuten im Palast! Ich war dabei!

13.01.2011 - Ich habe Udo Lindenberg immer gemocht und werde ihn immer mögen!
Schreibe die Kritik (im Hintergrund Musik aus dem Album "Gustav")
Es war nicht alles schlecht im Osten! Fast ein jeder wusste, was passiert, wenn sich jemand gegen den Staat auflehnt, dann ??? Ich selber war bei Udo`s Konzert,
und es gab nur vorgeschriebenen Applaus!
Verstehe nicht, warum der Autor, aus dem Osten, so einen Mist über seiné Heimat schreiben kann!
Ein Lob an den Bühnenbildner

Le Cuisinier (15 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
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D-10785 Berlin
Homepage
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 Kurzbewertung [ i ]
(kw)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Flotte, aber vor Klischees strotzende und unausgegoren umgesetzte Ost-West-Geschichtsstunde. Passend zum DDR-Mangel erklingen die erstaunlich bühnentauglichen Lindenberg-Songs meistens in einer einstrophigen Sparversion.

13.01.2011

 Leserbewertung
(26 Leser)


Ø 2.65 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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