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Gala-Programm

Still Friends

Pia & Annika in Concert


Ein pinkfarbenes Sofa mit Couchtisch und Teetassen steht in der Mitte der Bühne, als das Licht angeht. Es bietet den Abend über eine Art Rückzugsmöglichkeit für Pia Douwes und Annika Bruhns, die im Laufe ihrer über zwanzigjährigen Freundschaft zahlreiche Stunden auf solch einem Sofa - damals war es noch lila - redend, singend und lachend zugebracht haben.

(Text: Michael Rieper)

Premiere:22.03.2010
Letzte bekannte Aufführung:26.04.2010


Um ihre Freundschaft zu zelebrieren, bieten uns die Damen ein abwechslungsreiches Programm, in dem sich Bekanntes aus ihren Paraderollen mit unbekannten Stücken abwechselt. So darf Douwes mit "All That Jazz" aus "Chicago" glänzen und Bruhns hält mit "Der Sieger hat die Wahl" aus "Mamma Mia!" dagegen. Selbstverständlich darf auch "Elisabeth" nicht fehlen. Die beiden beginnen "Ich gehör' nur mir" als Duett - schließlich haben sie beide in dieser Rolle auf der Bühne gestanden -, doch bald übernimmt Pia "ihr" Lied solistisch.
Bedauerlich ist, dass das Publikum gerade über die nicht so geläufigen Stücke nichts erfährt. Auch das dürftige Programmheft bietet darüber keine Informationen. "The Divas Lament" aus "Spamalot" oder "I Will Never Leave You" aus "Side Show" kann ein Großteil der Zuschauer wohl noch zuordnen - aber im Repertoire des Abends befinden sich auch unbekanntere Songs und gerade, da die beiden des öfteren auf Englisch singen, wäre es ganz schön gewesen, etwas über die Hintergründe zu erfahren, woher die Songs stammen und warum sich Douwes und Bruhns gerade für sie entschieden haben. In den Gesprächsblöcken zwischen den Songs erfahren wir so nette Nebensächlichkeiten wie die Tatsache, dass beide früher in einer WG zusammengewohnt haben, dass sie sich privat in der Regel auf Englisch unterhalten, dass sie die Vorbereitungen zu dieser Show dank gut gefüllter Terminkalender per Skype gestartet haben und dass Annika Bruhns auf der Bühne gerne mal ihren Text vergisst.
Im zweiten Akt wird die Show eine Spur persönlicher, zumindest bei Bruhns. Sie erzählt erstaunlich offen von der existenziellen Phase nach ihrem schweren Bühnenunfall vor sieben Jahren während des "Mamma-Mia!"-Engagements und singt sich anschließend mit dem Country-Song "Look at Us Now", der ihr speziell nach der schwierigen Zeit auf den Leib geschrieben wurde, ein Stück dieses Traumas von der Seele. Ein toller, absolut authentischer Moment! So eine persönliche Offenbarung bleibt uns Douwes schuldig. Natürlich erhält auch sie die Chance, etwas über das "Päckchen" ihres Lebens zu erzählen, aber über Floskeln à la "Es ist ein ewiges Auf und Ab, aber irgendwie muss es ja weitergehen" kommt sie leider nicht hinaus. Ihre anschließende Ballade, die genau diese "Es-wird-weitergehen"-Stimmung ausdrückt, ist, wie üblich, grandios gesungen und interpretiert, aber eben distanziert; einen Blick hinter die Fassade der nahezu perfekten Showlady lässt Douwes leider nicht zu.
Musikalisch bewegt sich der Abend auf einem exzellenten Niveau. Zu der Entscheidung, den Abend von einem zwölfköpfigen Orchester begleiten zu lassen, kann man das Team nur beglückwünschen. Der musikalische Leiter Jon Mortimer ist sichtlich mit Spaß bei der Sache und führt seine Musiker zu Höchstleistungen. Und dass sie es auch anders können, zeigen die Freundinnen in einer (viel zu kurzen) Sequenz auf dem pinkfarbenen Sofa, in der sie als Erinnerung an viele mit gemeinsamem Gesang verbrachte Sonntage, nur von Bruhns auf der Gitarre begleitet, Evergreens wie "Amazing Grace" anstimmen. Ihre ganz unterschiedlichen Stimmen harmonieren dabei prächtig.
Hohe Professionalität und musikalisches Können haben mit dafür gesorgt, dass die beiden Damen seit vielen Jahren in der Musical-Branche mitmischen. Gepaart mit den unterhaltsamen Anekdoten, die die beiden erzählen, ergibt das eine Mischung, die beim Premierenpublikum bestens ankommt und besser unterhält als so manches Musical.



(Text: mr)




Verwandte Themen:
News: Douwes und Bruhns konzertieren in Stage-Theatern (02.12.2009)



Kreativteam

Staging & Choreografie Gaines Hall
Musikal. Leitung Jon Mortimer



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


28441
ein kurzweiliger Abend

19.04.2010 - ..mit zwei tollen Stimmen, die sich hervorragend ergänzen. Ein Muss für jeden Pia Douwes Fan, wow die Frau ist einfach klasse und sieht auch mit über 40 noch verdammt toll aus (Bühnenoutfit sei Dank :-)) )

Aber eine Sache habe ich trotzdem zu bemängeln: Das an einem solchen Abend nicht unbedingt viele Musicalsongs gespielt werden ist schade, aber auch völlig in Ordnung.

Aber:

Leider , wie auch bei anderen Solokünstlern erlebt, wird viel in Englisch gesungen und vorgetragen, was bei einem internationalen Star verständlich sein kann, doch wünschte man sich als "deutschsprachiger Fan" mehr deutsche Texte, die einem den Genuß des Abends noch verstärken würden, ohne im Englischen ein Genie gewesen sein zu müssen. Aber das muss wohl so sein.

Ansonsten ein persönlicher Abend, der sich in jedem Falle gelohnt hat.

Danke an die beiden Akteure des heutigen Abends in Berlin.

andycibis (26 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


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