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Rock-Oper

Jesus Christ Superstar

Modernes Passionsspiel im Burghof


Ordentliche, wenn auch in den Ensembleszenen schwächelnde Open-Air Produktion des Lloyd-Webber-Klassikers. Ein starker Jesus, größtenteils überzeugende Hauptdarsteller, das Ensemble und die Inszenierung bleiben jedoch hinter den Erwartungen an das Stück zurück.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:03.07.2010
Rezensierte Vorstellung:10.08.2010
Letzte bekannte Aufführung:20.08.2010


Die Jünger in Business-Anzügen, Herodes als Karl Lagerfeld-Verschnitt und Judas als singender Jüngling mit Baseballkappe: So präsentiert sich die Inszenierung von Peter Nüesch auf der Genovevaburg in Mayen. Nüesch, der Intendant der Burgfestspiele, hat seine Aufführung an bereits bekannte und erprobte Inszenierungen und den 2001 erschienen Film zur Show angelehnt. Die tanzenden Nonnen und Priester beim Superstar-Finale beispielsweise sind sicherlich keine Innovation, zeugen aber von einem soliden Umgang mit dem brisanten Stoff und machen Spaß. Wäre da nicht die Tatsache, dass der größte Teil des Ensembles aus Laien bzw. Statisterie besteht. Eine solche Nummer muss choreographisch und schauspielerisch sicherlich einwandfrei sitzen, um wirklich zu zünden. Das tut sie leider hier nicht, so sehr sich Judas auch bemüht, das Haus zu rocken.
Somit fallen die Ensembleszenen, besonders sobald die Choreographie von Gerrit Krause ins Spiel kommt, etwas spärlich aus. Die Darsteller wirken teilweise überfordert mit der einfach gehaltenen Choreographie. Dank der Spielfreude des jungen Ensembles mag man das aber verzeihen.
Unter den Jüngern findet man einen Darsteller, der stimmlich und schauspielerisch besonders positiv in Erinnerung bleibt: Manuel Lothschütz als Simon Zelotes. Mit seinem Solo im ersten Akt hat der ambitionierte Rockmusiker einen glanzvollen Auftritt, der an Profi-Niveau erinnert. Ebenfalls erwähnenswert ist Werner Schwarz als Pontius Pilatus, ein Darsteller mit Bühnenpräsenz und Wirkung, der keine Gnade kennt beim Auspeitschen des gepeinigten Jesus. Herodes, gespielt von Andreas Barth, nutzt sein Lied als Showstopper im zweiten Akt. Er verteilt, wie Heidi Klum bei ihren Topmodels, Fotos und sorgt mit diesem schrägen Auftritt für Lacher und Szenenapplaus im Publikum.

Maria Magdalena wird von Musicaldarstellerin Annette Potempa gespielt. Ihr Gesang gefällt besonders bei ihrem Solo "Wie soll ich ihn nur lieben", ihre schauspielerische Leistung bleibt jedoch schwach. Man mag ihr die Liebe zu Jesus nicht so recht abnehmen, was sicherlich an der Personenregie, aber auch am Altersunterschied der beiden Schauspieler liegt.
Volker Dörffel und Lorenz Schirren spielen die Hohepriester Kaiphas und Annas rollendeckend, immer grimmig schauend und steif. Dörffel als Kaiphas gewinnt durch seine zierliche, große Figur, die ihn schon alleine böse wirken lässt, er hat aber bei den besonders tiefen Tönen der Rolle hörbar Schwierigkeiten.
Michael Ewig, der Darsteller des Judas, wirkt zu Beginn sehr jugendlich in seiner Rolle. Im ersten Akt nimmt man ihm den Verräter noch nicht ganz ab. Auch stimmlich schwächelt er bei der Blutgeldszene. Nach der Pause, besonders im Superstar-Finale, gewinnt er an Fahrt und überzeugt mit diesem, auf Englisch gesungenen, Song.
Mayens Jesus ist Dave Mandell. Im weißen Schlabber-Outfit sorgt der ausgebildete Musicaldarsteller für starke Momente auf der Bühne. Besonders sein "Gethsemane" und die Finalszene, in der er in einem Kreuz aus Licht steht, sind Gänsehautmomente. Er hat eine solide, angenehm ruhige Gesangsstimme, die gerade bei den sanften Tönen zu Höchstform aufläuft. Ein Darsteller, der ein Gewinn für die Schauspielriege der Burgfestspiele ist und den Besuch der Inszenierung lohnenswert macht.

(Text: jal)






Kreativteam

InszenierungPeter Nüesch
Musikalische LeitungHans Attenberger
BühnenbildWolf Wanninger
ChoreographieGerrit Krause
KostümeMarcel Zaba
MaskeManuela Adebahr
Christine Hege


Besetzung

Jesus von NazarethDave Mandell
Maria MagdalenaAnnette Potempa
Judas IschariotMichael Ewig
Pontius PilatusWerner Schwarz
KaiphasVolker Dörffel
Annas/JüngerLorenz Schirren
PetrusGerrit Krause
HerodesAndreas Barth
Simon ZelotesManuel Lothschütz
Priester, Jünger, SoldatPhillipp Sponbiel
Georg Lorenz
Mädchen am FeuerKathrin Maren Enders



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28646
was war das denn?

17.08.2010 - Also schön war das allemal nicht. Das können andere Bühnen wesentlich besser!

EinTecklenburger (erste Bewertung)


28567
Empfehlenswert

21.07.2010 - Für mich hat sich die Vorstellung ebenfalls gelohnt. Natürlich gibt es Inszenierungen die vielleicht einen mehr ansprechen. Ich persönlich habe allerdings auch schon deutlich schlechtere gesehen.Im Großen Ganzen ist es eine solide Leistung, die die Darsteller abliefern. Michael Ewig als Judas wirkt noch jung, aber überzeugend.
Dave Mandell als Jesus hat vielleicht nicht die größte Stimme, aber für mich ein durchaus berührender Jesus, der mit Annette Potempa als Maria Magdalena unheimlich gut harmoniert. An dieser Stelle ein großes Kompliment. Sie hat mit ihrer Stimme und der schauspielerisch Darbietung das Publikum zu Tränen gerührt.
Ebenfalls hervorzuheben ist Werner Schwarz als Pontius Pilatus. Einfach umwerfend!Ein gradioser Darsteller!Kann dem Vorgänger nur zustimmen: Selten so einen starken Schauspieler gesehen.
Simon,tolle Stimme! Die Priester ebenfalls ansprechend!
Mein Fazit: Anschauen!

superstar (erste Bewertung)


28554
Kann Vorredner nicht zustimmen

11.07.2010 - Die Inszenierung hatte keinen roten Faden, bzw. keinen Erkennbaren. Mal modern, mal klassisch, mal beides.
Dave Mandell als Jesus ist unterirdisch. Es tut mir leid!
Fr. Potempa war klasse, allerdings war der Altersunterschied zwischen ihr und Jesus sehr extrem.
Der Darsteller des Judas hat die Bühne im Gegensatz zu Jesus grundsätzlich für sich eingenommen, das war wirklich super. Absolute Spitzenklasse war der Darsteller des Pontius Pilatus, ich habe selten einen so starken Schauspieler gesehen!

Ich habe vor 4 Jahren in Mayen einen der schönsten Musicalabende mit Anatevka gehabt, aber wie die Lokalpresse schon schrieb: "Zum Abgewöhnen" (zumindestens teilweise)

Kitsch (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


28549
Ergreifendes Musical

05.07.2010 - Es hat sich wirklich gelohnt die Premiere von Jesus Christ Superstar in Mayen zu erleben. Begann der Abend bereits mit einer tollen Überraschung, denn Mario Adorf, Ehrenbürger der Stadt Mayen ließ es sich nicht nehmen dieser wunderbaren Inszenierung beizuwohnen.
Verwunderte der Beginn der Inszenierung durch die Wahl der Kleidung des umhereilenden Ensembles im ersten Moment, so gelang es Peter Nüesch hervorragend alle Bestandteile, die dieses Musical oder besser diese Rockoper ausmacht in hervorragender Art un Weise in Szene zu setzen.
Die Besetzung aller Hauptdarsteller war sehr gelungen, wobei Dave Mandell ebenso wie Annette Potempa,denen es gelang nicht wenige Zuschauer zu Tränen zu rühren, besonders herausragten.
Aber auch gerade Michael Ewig als Judas konnte als Sänger ebenso wie als Schauspieler überzeugen.
Eine wirklich ergreifende Inszenierung die man sich nicht entgehen lassen sollte.

e3fan (erste Bewertung)


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Handlung
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Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

 Leserbewertung
(4 Leser)


Ø 2.25 Sterne

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