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Rockmusical

Jesus Christ Superstar

I only want to say...


Wer die irgendwie doch immer recht ähnlichen Produktionen des Webber-Frühwerkes an deutschen Stadttheatern nicht mehr sehen mag, der dürfte hier ins Schwärmen geraten. In beispielloser Weise wurde das Stück ausgelotet und umgedeutet, was selbst für Kenner neue Aspekte bringt...

(Text: Tobias Höfling)

Letzte bekannte Aufführung:19.02.2004


Der Ansatz, die Geschichte in die heutige Zeit zu verlegen, ist durch das Stück vorgegeben und birgt die Möglichkeit, Jesus als "einen von uns" zu zeigen. Eine derart radikale Aktualisierung des Stoffes wie hier hat der Rezensent allerdings noch nie erlebt: Das Solo von "Simon Zealotes" soll nicht die Massen zur Gewalt aufwiegeln, sondern ist eine Pressekonferenz, in der Jesus der Öffentlichkeit präsentiert wird; er stirbt nicht am Kreuz, sondern durch die Giftspritze; Pilatus ist amerikanischer Offizier, der unter einer amerikanischen, einer israelischen und einer palästinensischen Flagge Jesus zum Tode verurteilt. Alle diese Umdeutungen sind konsequenter Teil des Gesamtkonzeptes, das nie in Effekthascherei abdriftet. Durch den Gegenwartsbezug wird eine solche Intensität erreicht, daß das Publikum nach den letzten Akkorden eine Pause braucht, bevor es den verdienten Beifall spenden mag.
Clive Paget´s Regie kommt also der Frage sehr nahe, wie dieser Mensch wohl wäre, wenn er heute lebte. Dadurch geht allerdings ein wichtiger Aspekt verloren: Dieser Jesus ist ein austauschbarer Guru, dessen Ziele nicht klar sind: Warum er sich ohne Gegenwehr dem Tod hingibt, wird nicht plausibel. Auch ist der religiöse Aspekt zwar in vielen Symbolen vertreten aber eben nicht in der Figur Jesu, keine Spur von "Erlösung".
Das einfache Bühnenbild (Louise Belson) läßt der Regie genug Raum und unterstreicht dezent die Stimmungen; als bei "King Herod´s Song" endlich auch mal eine Szene choreographiert war, nahm das Publikum das dankbar an. Der Tontechniker kannte am Premierenabend offensichtlich weder das Stück noch die Inszenierung, was dazu führte, daß bei jedem Einsatz erst einige Sekunden vergingen, bevor der entsprechende Darsteller dann über Mikro zu hören war. Vielleicht wurde da zu wenig zusammen geprobt?
Die Darsteller ordenen sich der Regie bedingungslos unter und spielen mit großem Einsatz. Leider haben vor allem Iain Davey (Judas Iscariot) und Jolyon James (Jesus) stimmliche Probleme in der Höhe ihrer Parts, "Gethsemane" erklingt deshalb nicht in der gewohnten Intensität. Melitsa Nicola ist eine verletzliche und mutige Maria Magdalena; bei "I Don´t Know How To Love Him" hört Jesus ihr Lied ganz zufällig und nachdem sie das erschrocken bemerkt hat, singt sie trotzig weiter - eine schöne Idee. Auch sind die Rollen teilweise sehr "anders" besetzt als man das gewohnt ist: Judas ist kein rebellischer Rockstar sondern ein jüdischer Gelehrter (inklusive Kippa).
So zeigt uns diese Inszenierung zwar nicht den göttlichen Aspekt der Person Jesu, den menschlichen aber dafür umso intensiver. Eine spannende und intelligente Inszenierung.


(Text: th)






Besetzung

JesusJolyon James
Maria MagdalenaMelitsa Nicola
JudasIain Davey
Pontius PilatusKeiron Crook
CaiaphasJoshua Bancel
AnnasMostyn Lawrence
PetrusTobin Saunders
HerodesAnton Stephans
SimonWyn Moss



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


11 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


2478
Leider wenige gute Momente

31.12.2009 - Ich kann mich an diese Show nur allzu gut erinnern, obwohl es mittlerweile schon länger her ist. Die Kritiken waren hervorragend und die Spielzeit wurde sogar verlängert. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Der aktuelle Bezug war sicherlich interessant. Ein paar Einfälle haben mir ebenfalls gut gefallen. Der Song "Gethsemane" wurde von dem Darsteller des Jesus mehr als eindrucksvoll interpretiert. Aber leider empfand ich die Stimme vom Darsteller des Judas unerträglich laut, hell und quietschend. Ich musste mir teilweise die Ohren zuhalten, um keinen Hörsturz zu bekommen. Und das ging nicht nur mir so. Schade. Weniger Experimente auf der Bühne wäre mehr gewesen.

Oberon


2975
voll scheise

09.11.2004 - Dr größte misst den die Menschheit je zu gesicht bekommen hat.Da der Kübelböck
ja noch besser singen ,der trifft wenigstens abund zu nen Ton

Gott


2317
Simply Heavenly

19.08.2004 - Geniale Aufführung, die die Handlung des Stücks gekonnt in die Jetztzeit transferiert. Dabei setzt die Inszenierung nicht auf sinnentleerte Effefthascherei, sondern schafft das Kunststück, dem Zuschauer neue Denkanstösse zu geben. Die Darsteller, allen voran Jolyon James in der Titelrolle überzeugen durch ihr Können und ihren Enthusiasmus.
BABY, COME BACK!

Jane Marple


2156
Einfach fantastisch!

01.08.2004 - Ich liebe diese Inszenierung der Show! Die Schauspieler haben tolle Stimmen und sind sehr ausdrucksstark...Ich würde diese Show mir immer wieder anschauen und bin sehr traurig darüber, dass das wohl in dieser Ausführung nicht mehr geht! Keine Kritik der Welt könnte meine Meinung ändern!

Noeckie


1058
Konsequenter Geniestreich

24.03.2004 - Die Inszenierung überzeugt in auf ganzer Linie ebenso wie der relativ junge Cast.
Weltklasse Inszenierung vor einem überwiegend begeisterten Publikum.
Hoffentlich kommen sie wieder!

Karen Sisco


937
Bemerkenswerte Inszenierung, Interessante Ansätze

18.02.2004 -

Radames


859
es lohnt sich!

22.01.2004 - Eine ungewöhliche, ideenreiche Inszenierung mit einigen Überraschungen, sehr guter technischer Umsetzung und überzeugenden Neben- und Ensembledarstellern. Leider waren die beiden männlichen Protagonisten teilweise etwas überfordert: Der Darsteller des Judas (zugegebenermaßen eine der anspruchsvollsten Rollen der Musicalgeschichte) wirkte etwas blass, seine Stimme wurde in der Höhe oft dünn. Den Jesus spielte ein Ersatzmann, der mit der Rolle schlichtweg überfordert schien - die an diesem Tag wegen Krankheit fehlende Erstbesetzung dürfte klar besser sein.
Insgesamt eine schöne Inszenierung, wenn auch mit kleinen Schwächen.

d


827
Grossartige Inszenierung & Darsteller

12.01.2004 -

Riccoh


757
Einfach wunderschön!

18.12.2003 -

Sonja


744
Jesus was wäre wenn

15.12.2003 - Endlich mal eine gelungene Neuinszenierung dieses Stückes, was wäre wenn Jesus heute leben würde, welche Chance hätte er im heutigen Israel, wie würden drei große Religionen reagieren, sehr gut dargestellt auch die Machtlosigkeit der "Besatzer"

agibbes


709
oh je, oh je

09.12.2003 - Was hat sich der Regisseur bloß dabei gedacht? Es muss nicht schlecht sein, wenn ein Stück einen Gegenwartsbezug bekommt, doch hier ist das einfach nicht angebracht. Jesus wird mit Palmwedeln begrüßt, die Massen fordern "crucify him" - es soll die Lebensgeschichte von Jesus erzählt werden und dann tritt gleichzeitig ein Kardinal auf und ein Bild des Papstes wird eingeblendet. Irgendwie passt da einiges nicht zusammen. Die erstaunlichste Szene, die mich dann wieder etwas versöhnlicher gestimmt hat, ist die "Kreuzigungsszene", die durch eine Giftspritze ersetzt wird - Hier zeigte der Regisseur wenigstens ein bisschen Konsequenz.
Die schauspielerische und sängerische Leistung der Darsteller war auch nicht das, was man von einer gelungenen Musicalproduktion erwartet. Sowohl bei Judas (Quiek-Stimme) als auch bei Jesus denkt man ständig "Hoffentlich trifft er den Ton". Hier war das Stück wohl zu fordernd für die Schauspieler. Lieder werden einfach abgespuhlt, ohne Emotionen - es sieht einfach nicht natürlich aus.
Ich habe schon mehrere Musicalproduktionen im Englischen Theater gesehen und war bisher nie enttäuscht - meist positiv überrascht. Vielleicht lag das daran, dass es sich um Stücke handelte, die eine Nummer kleiner waren. Schade.

Paul


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Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

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(11 Leser)


Ø 3.55 Sterne

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