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Revue-Musical

Songs For A New World

I'd Give It All for You!


Das „New World Musical Ensemble“ (Hannes Schauz, David-Michael Johnson, Willemijn Verkaik) feiert mit dem Liederzyklus „Songs for a New World“ von Jason Robert Brown ein gelungenes Debüt. In Stuttgart ist im intimen Rahmen des Wilhelma Theaters eine durchweg stimmige Inszenierung zu sehen.

(Text: Katharina Schäfer)

Premiere:13.12.2009
Letzte bekannte Aufführung:14.12.2009


„Songs for a New World“ ist kein klassisches Musical mit stringenter Handlung und festen Charakteren. Vielmehr hat Jason Robert Brown starke 16 Songs zu einem Liederabend kombiniert, die zwar jeder für sich stehen, durch die sich aber dennoch ein roter Faden zieht: Immer geht es um Momente, in denen Entscheidungen für das gesamte restliche Leben gefällt werden müssen.

Die vier Musiker (Gitarre, Keyboard, Schlagzeug, Bass) sind in Stuttgart auf dem linken Teil der Bühne arrangiert, während auf der rechten Seite gespielt wird. Als Bühnenbild fungieren dabei lediglich ein paar Stühle und Kästen, die nach Belieben für jede Szene neu angeordnet werden, und der Bühnenhintergrund, auf dem durch Lichtprojektionen verschiedene Stimmungen erzeugt werden. Das ist für dieses Stück aber auch absolut ausreichend und erweist sich als vollkommen schlüssiges Konzept. „Songs for a New World“ trägt sich durch die starke Musik und deren Texte und hängt ganz erheblich von der Inszenierung und vor allem der Qualität der Darsteller ab. Regisseur Leon van Leeuwenberg und seine Darsteller schaffen es, die Lieder so zu arrangieren, dass schon allein durch das jeweilige Staging verständlich wird, worum es geht. So steht etwa Willemijn Verkaik in „Just One Step“ auf einem Kasten buchstäblich am Abgrund, während sie aus Verzweiflung über die Affäre ihres Mannes von dem letzten Schritt singt, den sie tun muss, um in die Tiefe zu stürzen.

Eine solche Klarheit in der Inszenierung ist umso wichtiger, als alle Texte auf englisch gesungen werden und dabei möglicherweise vom deutschen Publikum nur unvollständig verstanden werden, selbst wenn sie wie hier klar und deutlich artikuliert werden. Das Staging ist einfalls- und abwechslungsreich, Kulissen und Requisiten werden angemessen integriert, ohne von der Darstellung abzulenken. Tänzerische Elemente werden eher selten eingesetzt, kommen dann aber punktgenau zum Einsatz, um sich optimal in das jeweilige Lied einzupassen, etwa bei „The Steam Train“: Während im Vordergrund gesungen wird, treten im hinteren Teil der Bühne die anderen drei Darsteller auf und stellen tänzerisch eben jenen Zug dar. Dabei wird die ganze Bühne ausgenutzt und ein Gegenpol gesetzt zu den vielen ruhigeren und statischeren Songs.

Alle vier Darsteller können an diesem Abend überzeugen: Willemijn Verkaik beendruckt mit ihrer starken, kräftigen Stimme, spielt die melancholischen Passagen mit viel Emotion und die humoristischeren Lieder mit einer urkomischen Ernsthaftigkeit. David-Michael Johnson kann mit starker Bühnenpräsenz und kraftvoller Soulstimme begeistern. Dominique Aref singt ebenfalls mit viel Gefühl, wenn auch stellenweise etwas zurückhaltend, und besitzt die nötige Ausstrahlung, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch in den ruhigeren Liedern („I’m Not Afraid of Anything“ oder „Christmas Lullaby“) zu fesseln. Die undankbareren Lieder des Abends hat Mathias Edenborn, aber auch er holt mit seinem ausdrucksstarken hohen Bariton das Bestmögliche aus ihnen heraus. Insgesamt harmonieren die Stimmen der vier Sänger perfekt miteinander, und die Harmonien in den Ensemblestücken sind kristallklar.

Selten merkt man auf der Bühne so deutlich wie hier, wie sehr ein Projekt seinen Schöpfern am Herzen liegt. In dieser Aufführung ist eine Begeisterung aller Beteiligten spürbar. Dabei entsteht eine Energie, die sich sehr stark auch auf das Publikum im ausverkauften 350 Plätze großen Wilhelma Theater überträgt, welches am Ende die Künstler mit nicht enden wollendem Applaus kaum von der Bühne lassen wollte. Insgesamt ist eine künstlerisch hochwertige Aufführung gelungen, die umso bemerkenswerter ist, als die Beteiligten das Projekt während des laufenden Spiel- bzw. Probenbetriebs ihrer Ensuite-Produktionen gestemmt haben.

(Text: Katharina Schäfer)




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Kreativteam

RegieLeon van Leeuwenberg


Besetzung

mitDominique Aref
Mathias Edenborn
David-Michael Johnson
Willemijn Verkaik



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28127
A dream!

14.12.2009 - Die Off-Broadway-CD höre ich seit Jahren sehr gern und oft, so dass mir alle Songs gut im Ohr waren. Und was soll ich sagen - mehrmals hatte ich Gänsehaut oder sogar Tränen in den Augen bei dieser wunderbar intensiven und technisch brillanten Darbietung von vier grandiosen Sängern und einer ebenso fantastischen Band. Vor allem die mehrstimmigen Passagen waren einfach überwältigend! Für die kleinen Geschichten, die JRB in jedem seiner genialen Songs erzählt, hatten Leon van Leeuwenberg und das Ensemble eine Menge guter Ideen für eine halbszenische Umsetzung statt einer bloßen Aneinanderreihung von Songs. Willemijn Verkaik sagte am Schluss: "It was a dream for us to perform this show!" - genauso hat sich's angefühlt.

Jean-Luc (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


28125
Phantastisch

13.12.2009 - Ich war heute in der Vorstellung und es war nur genial. Alle vier haben hervorragend gesungen. Eigentlich ist es unfair einen hervorzuheben, aber wenn, dann ist es für mich Willemijn Verkaik - was für eine Stimme. Zudem hat die Atmosphäre im relativ kleinen Wilhelma Theater super dazu gepasst.
Es gab Standing Ovations und die Akteure hatten Mühe von der Bühne herunter zu kommen und wurden immer wieder vom begeisterten Publikum, dass einfach nicht gehen wollte, zurück auf die Bühne geholt. Leute seht es euch an. Einfach mal was anderes als die großen Musicalproduktionen und dann noch so perfekt dargeboten - echt sehenswert.

Susan (25 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


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 Theater / Veranstalter
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