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Drama

Gloria - das Musical

Ein Mädchen - drei Chancen


Gloria droht das Waisenhaus für immer, sollten auch die nächsten drei Familien sie verstoßen. Zwischen vornehmen Adoptiveltern, dem Leben auf der Straße, neu entdeckten Freundschaften und der ersten großen Liebe muss sie nun ihren Weg finden.

(Text: kw)

Premiere:01.08.2009
Letzte bekannte Aufführung:16.01.2010


Libretto und Lyrics: Leonie Viola Thöne
Komposition und Arrangement: Raphael D. Thöne & Leonie V. Thöne & Björn P. Thöne





Kreativ-Team
Regie und Choreographie: Michael Kemper
Raphael D. Thöne - Musikalische Leitung




Besetzung
Katharina Martin - Gloria
Wanda Badwal - Lucy
Norbert Böhmann - Jasper
N.N. - Lewin
Jutta Hauber - Jolante
Katrin Wölfle - Mutter
Sascha Rieckmann - Vater
Mandy-Marie Mahrenholz, Alisa Nikolaus, Gerrit Hotzel, Maik Müller, Juergen Strohschein, Allesandra Bizzari (Ensemble)

(Text: Veranstalter)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


27951
Beachtenswerte Premiere

11.08.2009 - Das ist also „Gloria“. Ein neues, weiteres Musical in der Musicalszene. Es geht um Jugendprobleme, Differenz der Generationen und Liebe. „Das Leben eben“, wie es im Prospekt steht. Das könnte banal sein, im Klischee enden, oder tiefenlos geräuschvoll dahinflattern.

Im Ruhrgebiet wurde es getestet mit gutem Erfolg und beobachtet von einigen Sponsoren. Jetzt kam es nach Brandenburg, der Stadt bei Berlin im Seegebiet, die sich seit einiger Zeit um Kultur und Anerkennung erfolgreich bemüht.

Das Umfeld: Klasse Hotel mit riesigem Stahlpalast, ehemals große Sportstätte mit Stadion direkt im Flutlicht.

Ein großes Aufgebot von TV-Stars und Sternchen, daneben anerkannte Künstler und renommierte Tänzer(innen) als Zugpferde. Das alles im Sommer gleichzeitig zur Beachparty und zum Seefest. Eine gewagte Nummer!

Wer einmal im Stahlpalast nächtigte, erkennt die Bühne als tief und mächtig. Die erste Herausforderung für Bühnenbildner und Regisseur. Gut gelöst mit sparsamen aber eindrucksvollen weiß-schwarzen Akzenten. Raumaufteilung und Tiefe werden durch prägnante, mathematische, durchgängige Flächen bestimmt – Gott sei Dank fehlte all der Pomp von gängigen kommerziell installierten Musicals. Quadrate, Rechtecke, exakte Bühnenteilung und minimalistische Stilelemente betonen die Handlung und unterstützen die eindrucksvolle Musik.

Wer seichte, völlig belanglose Unterhaltung erwartet wird etwas enttäuscht. Die Story genial, brandaktuell, durchgängig logisch und pfiffig. Tief sitzen die Anklagen, leicht perlen die Texte zu humorigen Einsätzen. Diskussionen sparsam und treffend gesetzt. Hintergründig, offen und sensibel entwickelt.

Betroffen das Publikum - mitempfindend die Akteure. Wer im Leben steht, oder sogar Kinder hat, mit Alltäglichem oder der Welt hadert oder sich freudig empfänglich an Schwächen erinnert wird bestätigt und erkennt die Tragikomödie.

Text und Liedkontext ergänzen sich. Selten erkennt das Auge Hänger oder Akzentverschiebungen. Wenig Comedy, aber genug für alle.

Erstaunlich, nur auf den ersten Blick, dass die junge Autorin und Teilkomponistin Leonie V. Thöne so ein subtiles, treffendes, bewegendes, tiefgehendes Exempel kreiert hat, wie gesagt, nur auf den ersten Blick – wenn man ihren Lebenslauf nicht kennt und sie nicht aktiv erleben konnte.

Einzelspecials machten das Musical zu einem neugierigen Erlebnis. Körperbeherrschung, Akrobatik, überraschende Einfälle ergänzten Musik und Text harmonisch. Facettenreiche Choreographien. Mal grazil, mal cool. Beachtenswerte Hebungen, perfekt dargestellt. Eine faszinierende Darbietung.

Ausdruck und Inhalt verbinden die zahlreichen Musiktitel. Gespannt war man auf jeden weiteren, der überzeugte. Live mit excellenten Stimmen, die nur wenige Schwächen aufwiesen. Imponierende Solo- ebenso wie Ensembleleistungen, insbesondere, weil man dies nicht bei allen Darstellern erwartet hätte.

Kompositorisch überraschend. Vieles blieb im Ohr und könnte erfolgreich sein. Diesem Werk gebührt Anerkennung und Bestätigung. Es birgt die Hoffnung, dass in Deutschland wieder große Musik, Theater und Tanz gemacht wird.

FrankASchwarz (erste Bewertung)


27931
Am Ensemble lag's nicht

02.08.2009 - Dass Gloria fern ab in der östlichen Provinz aufgeführt wurde, ist vom kulturellen Standpunkt aus gesehen zwar löblich, wird den Veranstaltern aber wohl noch längere Zeit schwer im Magen liegen, denn zur Premiere in Brandenburg an der Havel kamen gerade mal 370 Zuschauer im viel größeren Stahlpalast. Wie viele davon geladene Gäste waren, lässt sich nur vermuten. Wenn man nach Ursachen dafür sucht, fallen einem mehrere Gründe ein. Erstens: Das Musical ist völlig unbekannt. Zweitens: Die Premiere liegt auf einem Samstag und dann auch noch inmitten der Sommerferien. Drittens: Fährt man von der Autobahn in die Stadt hinein, sucht man Plakate und Werbung lange vergebens. Dabei hatte man sich bei der Cast doch wirklich alle Mühe gegeben, auch bekanntere Namen zu engagieren: „Stars bekannt aus TV, Film und Bühne heißt es da vollmundig“.

Um das Ergebnis des Abends vorweg zu nehmen: Am Ensemble liegt es nicht, dass man das Gefühl hat, dieses Musical nicht noch einmal sehen zu wollen, die spielt sich nämlich wirklich den Wolf, wie man so schön sagt, allen voran Katharina Martin in der Hauptrolle der Gloria. Manchmal hat man fast Mitleid mit ihr und den übrigen Darstellern, denn das Libretto (Leonie V. Thöne) zeigt keine wirkliche Figurenentwicklung oder ist mehr als unglaubwürdig (siehe die Figur der Doria). Das Buch ist insgesamt vorhersehbar und belanglos. Einer der Flyer titelt: „Tanz, Kampf, Leidenschaft & Emotionen – So ist das Leben!“ und unweigerlich wünscht man der Autorin dann doch ein spannenderes und facettenreicheres Leben, als eben das auf der Bühne gezeigte. Zu gute halten, kann man Leonie Thöne, dass sie sehr jung ist und deswegen noch genügend Zeit zur Reife hat.

Katrin Wölfle und Sascha Rieckmann als Mutter und Vater meistern ihre Mehrfachrollen gut. Vor allem die drei verschiedenen Mutter-Darstellungen sorgen – Gott sei Dank – für den einen oder anderen Lacher. Positiv – vor allem stimmlich – fallen Norbert Böhmann (Jasper) und Matthias Otte (Lewin) auf. Letzterer bringt seine ganze Bühnenerfahrung mit ein und tut dem Stück mehr als gut! Jutta Hauber als Jolante und Mandy-Marie Mahrenholz als Doria können ebenfalls stimmlich und schauspielerisch überzeugen. Wanda Badwal – den meisten von Germany's Next Top Model bekannt – spielt ihre Lucy etwas hölzern, obwohl gerade diese Figur doch die dankbarste gewesen wäre. Vor allem wundert man sich aber darüber, dass sie sich so überhaupt nicht bewegen kann. Das fällt doppelt auf, weil die sechsköpfige Dance-Crew wirklich sehr gute Arbeit leistet. Allerdings fällt in deren Abstimmungen auf, dass nicht wirklich viel Probenzeit angesetzt gewesen sein konnte.

Es ist nicht verwunderlich, dass ein Tänzer und Choreograph auch die künstlerische Leitung inne hatte, Michael Kemper. Der machte seine Arbeit prima, kürzte viele Szenen und gab dem Stück mit seinen Choreographien erstaunlichen Schwung. Nicht vorzustellen, was aus von dem Musical auf der Bühne übrig geblieben wäre, ohne entsprechende Tanzeinlagen und professionelle Tänzer! Dass er bei der Premiere fehlte, mag symbolhaft ausdrücken, dass bei dieser Produktion nicht alles im Lot war.

Bei den Kostümen, der Maske und beim Bühnenbild musste sichtbar gespart werden. Wegen Letzterem war die Bühne für das Stück viel zu groß und die Darsteller wirkten nicht nur einmal etwas verloren darauf. Leider hatte man sich auch bei der Beleuchtung nicht Mühe gegeben. Das frontale Weißlicht nervte dann spätestens im zweiten Akt. Manche Szenen schrien geradezu nach entsprechender Illumination, die aber dann entweder ausblieb oder nur lieblos zusammen geschustert war.

Nächster Schwachpunkt war der wirklich schlecht ausgesteuerte Sound. Die Musik – teils live, teils als Playback – erschlug vieles von den gesanglichen Nuancen, die sicherlich da gewesen wären, hätte man sie nur hören können. Platz für leise Töne war also leider kaum.

Komponiert und arrangiert hat "Gloria" Raphael D. Thöne. Zwar ist viel Abwechslung in der Musik. Vom Walzer, über Tango zu Jazz war wirklich alles dabei. Der Rote Faden und Leitmotive fehlten aber leider gänzlich. Zudem war das Arrangement viel zu eindimensional angelegt, um wirklich bezaubern und fesseln zu können. Die wenigen mehrstimmigen Parts schienen manchmal sogar von den Sängern selbst zu stammen, als aus dem Notenblatt.

Bis Januar wird das Stück noch fünfmal zu sehen sein. Angesichts der geringen Zuschauerzahl bei der Premiere fragt man sich, wer das Stück denn in den kommenden Monaten noch sehen soll. Dem engagierten Ensemble ist wirklich zu wünschen, dass noch viele Brandenburger die „Stars bekannt aus TV, Film und Bühne“ sehen wollen!

Benegon (11 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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