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Komödie

Anything Goes

Turbulenzen auf See


Eine rundum gelungene Inszenierung. Schwungvolle Musik von Cole Porter, geniale Tanzszenen, eine stimmungsvolle Ausstattung, sowie einige Gaststars verleihen der Produktion ihr hohes Niveau.

(Text: Andreas Haider)

Letzte bekannte Aufführung:16.05.2004


Aufgrund ihrer eher einfältigen Handlung lebt die Kreuzfahrtkomödie in erster Linie von einer gelungenen Inszenierung der Musiknummern - und hierbei ist Gelsenkirchen vorbildlich. Die Band unter Leitung von Kai Tietje bringt die schwungvollen Songs von Cole Porter angemessen rüber, und die dazu dargebotene Choreographie von Markus Büchlmann ist einfallsreich und broadway-like. Im ersten Akt begeistern vor allem die Stepnummern der Matrosen, die an die großen Musicalverfilmungen der 30er und 40er Jahre erinnern. Im zweiten Akt ist das Highlight wohl der Song "Blow, Gabriel, Blow" mit akrobatischen Hebefiguren. Der revueartige Charakter dieser Szene wird durch die passenden Kostüme von Susanne Hubrich unterstützt.
Schon beim Betreten des Zuschauerraums fühlt man sich ins Amerika der 30er Jahre zurückversetzt: Auf der Bühne steht eine elegante Hafenbar im Art Deco Stil. Der positive Eindruck des Bühnenbildes von Harald Thor bleibt auch nach Einsetzen der Handlung bestehen, denn die flexibel verschiebbaren Schiffsfassaden und Kabinen überzeugen, genauso wie die stimmungsvolle Lichtregie, welche je nach Tageszeit ein breites Spektrum vom sonnigen Morgen bis zur romantischen Nacht unterm Sternenhimmel authentisch simuliert.
Das Problem des großen und Distanz schaffenden Orchestergrabens löst Regisseur Stefan Huber geschickt, indem er den schmalen Bühnenstreifen zwischen Publikum und Band in manchen Szenen mitbespielen lässt. Dass die heiteren Dialoge des Originalbuches von 1934 das Publikum heute nicht mehr in gleichem Maße amüsieren wie zu Zeiten der Uraufführung, hat Huber einkalkuliert und sie durch modernere Pointen ergänzt. Besonders viele Lacher erntet zum Beispiel eine kurze Anspielung auf die "Titanic"-Verfilmung aus dem Jahr 1997, indem mitten in einem der Cole Porter-Songs, ein Motiv des Filmsongs "My Heart Will Go On" auftaucht, und die tanzenden Paare die damit verbundene Pose von Leonardo DiCaprio und Kate Winslet einnehmen.

Was die Besetzung betrifft, hat sich das Musiktheater im Revier zur Unterstützung Musicalprofis an Bord geholt. Den blinden Passagier Billy Crocker spielt der Amerikaner Gaines Hall (Sunset Blvd., Die Schöne&Das Biest). Ohne den Charakter ins Lächerliche zu ziehen, verleiht er Billy den Witz und Charme, den er braucht, um das Herz seiner angebeteten Hope zu erobern, obwohl diese eigentlich einen englischen Lord heiraten soll. Mit angenehmer Stimme singt sich Hall durch seine Duette und begeistert das Publikum mit seinen tänzerischen Fähigkeiten, insbesondere im Stepbereich. Betont sexy gibt sich Sabine Schreittmiller (Cabaret, Miami Nights) als Gangsterbraut Erma, die ihre langen Beine gekonnt einsetzt, um den Matrosen den Kopf zu verdrehen. Eigens für Eric Minsk (Grease, Hair) wurde die kleine Nebenrolle des ständig kontrollierenden Oberstewards erweitert, so dass neben seinem komödiantischen Talent auch seine gute Stimme zum Einsatz kommt. Die weiblichen Hauptrollen hingegen sind schwächer besetzt. Regine Herrmann als reiche Debütantin Hope Harcourt wirkt blass, so dass ihre Anziehungskraft auf Billy ein Rätsel bleibt. Anke Sieloff als Reno Sweeny besitzt zwar Bühnenpräsenz und tänzerisches Talent, doch bekommt ihre Stimme in den Höhen plötzlich eine klassische Stimmfarbe, was einerseits nicht zu ihren Songs passt, und andererseits dazu führt, dass sie sowohl von der Band als auch von ihren Duettpartnern übertönt wird. In den Dialogszenen wirkt sie zu zurückhaltend, um den Charakter der coolen und taffen Reno, die Billy als Kumpel zur Seite steht, treffend darzustellen.

(Text: Andreas Haider)






Besetzung

Reno SweeneyAnke Sieloff
Billy CrockerGaines Hall
Moonface MartinJoachim G. Maaß
Lord Evelyn OakleighUrs Affolter
Hope HarcourtRegine Herrmann
ErmaSabine Schreittmiller
Mrs. Evangeline HarcourtEva Tamulenas
OberstewardEric Minsk
Henry T. DobsonKlaus-Jürgen Gehnke
KapitänGeorg Hansen



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


8 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


811
Super Silvestershow erlebt!

31.12.2009 -

Andrew


985
optischer und akustischer Hit

31.12.2009 - Regisseur Stefan Huber, der als Musicaldarsteller (z.B. in „Les Miserables“) mit dem Genre auch von der Scheinwerfer bestrahlten Seite bestens vertraut ist, präsentiert mit „Anything Goes“ eine unterhaltsame Gesellschaftssatire, bei der „man den Kopf mit gutem Gewissen auch mal ausschalten kann und sich nicht schämen sollte, sich dem Nonsens hinzugeben“. So erlebt der Zuschauer 165 kurzweilige Minuten an Bord des Luxusliners „MS America“, auf dem sich die unterschiedlichsten Passagiere einschiffen.
„Anything Goes“ kommt nach einem kurzen Intro in einer amerikanischen Bar (dem berühmten Bild „Boulevard of broken dreams“ nachempfunden) mit nur einem weiteren, imposanten Bühnenbild an Bord des Luxus-Schiffes aus, welches durch den Einsatz diverser frei beweglicher Kabinen und eines riesigen Schornsteins, in dem eine komplett beleuchtete Showtreppe integriert ist, erfreulich wandelbar und elegant zweckmäßig zugleich ist. Perfekt in die goldene Ära von Swing und Jazz passen die cremefarbenen Charlston-Kostüme der reichen Passagiere und die weißen Matrosenanzüge, die einen krassen Gegensatz zum bunten Vaunderville -Glamour der predigenden Nachtclubsängerin Reno mit ihren drei leichtbekleideten „Novizinnen“ bilden. So werden die grandios choreographierten Tanzsequenzen zu einem wahren Augenschmaus, denn durch den raffinierten Einsatz steppstarker Gäste bilden die Mitglieder des Balletts Schindowski eine harmonische Einheit, die man beim Vorgänger „Crazy For You“ noch an mancher Stelle vermisste. Und auch in kleinsten Details bewies man Sinn für Humor, wenn z.B. die Souffleuse im Orchestergraben mit einem Föhn den Fahrtwind im Kleid der Hauptdarstellerin simuliert und diese mit ihrem Partner am Bug des Schiffes zu den Klängen von Celine Dions „My Hart Will Go On“ Erinnerungen an den Film „Titanic“ wecken.
Alle Darsteller sind erfreulich engagiert bei der Sache und die Spielfreude ist ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben; da stört es nur wenig, wenn die Stimme der sonst so züchtigen Operndiva Anke Sieloff bei „Blow Gabriel Blow“ einen touch verrauchter und verruchter klingen sollte und ihre blonde Mähne unter einer ungewohnten schwarzen Kurzhaarperücke versteckt ist. Sabine Scheitmiller als platinblonde Barbie-Puppe verdreht jedem strammen Matrosen den Kopf und kann mit ihrer kräftigen Musicalstimme gehörig einheizen.
Gewohnt souverän und ganz in seinem Element ist der männliche Star der Show, Stepp-Talent Gaines Hall.
Eins ist schon jetzt sicher: „Anything Goes“ am Musiktheater im Revier ist optisch und akustisch ein Hit, wie die begeisterte Zuschauerreaktion bei der Mega-Mix-Zugabe bewies!

Eine ausführlichere Kritik finden Sie auf meiner Homepage unter www.musical-world.de/Theater/T-AnythingGoes/t-anyt hinggoes.html!

Musical-World


1218
super

31.12.2009 - ich wuste erst garnicht worum es geht aber es war klasse .
war ja eigentlich nur wegen einer dastellerin drin
ja ja das sabinchen
aber die anderen haben ihre rolle auch super gespielt

miamigirl


882
beautiful people in a beautiful set!

30.01.2004 -

grndaddy


807
Super Show

01.01.2004 - Da kann man mal sehen, wie gut Produktionen in Stadttheatern sein können. Die Bestzung ist toll, das Bühnenbild fast besser als bei "Titanic". Schade nur, dass so wenige große Tanzszenen drin waren, das Potential der Mitwirkenden ist da, das haben sie ja bei "Crazy for you" bewiesen.
Auf jeden Fall ein toller Abend, im bezahlbaren Rahmen !

Susi


790
Absolut sehenswert

27.12.2003 - Gelsenkirchen hat nach Crazy for you wieder ein super Musical auf die Bühne gestellt. Insbesondere die Hauptdarsteller Gaines Hall und Anke Sieloff sind wieder ein Volltreffer. Und das Bühnenbild ist für ein kleineres Haus eine absolut gelungene Leistung

Reno


605
Besser gehts nicht

27.11.2003 - Da kann man wieder mal sehen, wie gut die Stadttheater sind. Eine klasse Show, von der sich manch ein Großproduzent eine Scheibe abschneiden kann.

Miss Otis


457
eine geniale show

03.11.2003 - es paßt mal wieder allesvon den Darstellern bis zur Musik. Rund herum ein gelungener Abend
Anybodys

anybodys


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