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Komödie

Hairspray

Good Morning Baltimore!


"Niemand stoppt den Beat": Mit "Hairspray" zieht ein neuer Gute-Laune-Garant in den Kölner Musical Dome ein, der auf Deutsch fast genauso gut funktioniert wie im englischen Original. Das aus Musical-Profis bestehende Ensemble erhält prominente Unterstützung von Uwe Ochsenknecht und Maite S. Kelly, die als schräges Mutter-Tochter-Gespann die amerikanische Spießbürger-Gesellschaft der 1960er-Jahre auf den Kopf stellen.

(Text: Andreas Haider)

Premiere:06.12.2009
Rezensierte Vorstellung:03.12.2009
Letzte bekannte Aufführung:26.09.2010


Mehr als sieben Jahre hat es gedauert, bis das Musical "Hairspray" nach seiner erfolgreichen Uraufführung am Broadway in Deutschland angekommen ist. Ab sofort darf der pummelige Teenager Tracy Turnblad allabendlich "Good Morning Baltimore" im Kölner Musical Dome anstimmen und die Zuschauer damit ins Amerika des Jahres 1962 entführen, wo sich hinter den adretten weißen Gartenzäunen eine fragwürdige Ideologie verbirgt: Wer aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Leibesfülle nicht der Mehrheit entspricht, hat keinen Platz in der Gesellschaft.

Genau wie im gleichnamigen John-Waters-Film aus dem Jahr 1988, auf dem das Musical basiert, träumt Tracy davon, trotz ihres Übergewichts als Tänzerin in der "Corny Collins Show" aufzutreten, stößt dabei aber auf die Ablehnung der Produzentin, die weder füllige noch farbige Menschen in ihrer TV-Show duldet. Tracy wehrt sich dagegen, gewinnt das Herz ihres Schwarms und schafft es nebenbei noch, ihrer verschrobenen Mutter zu Selbstbewusstsein zu verhelfen und ihre dunkelhäutigen Freunde in die Tanz-Show zu integrieren. All dies wird mit Witz und Herz erzählt, auch wenn sich der Appell für Toleranz, Gleichberechtigung und den Glauben an die eigene Stärke nicht gerade auf subtile Weise durch den Abend zieht.

Doch dass hier alles extrem dick aufgetragen wird, ist ein fester Bestandteil des satirisch und comicartig angelegten Buches und findet seine Entsprechung in der Optik. Das einfache, aber sehr farbenfrohe Bühnenbild (David Rockwell) besteht aus fahrbaren Podesten und Hauswänden, die auch vor dem stechendsten Pink nicht zurückschrecken. Die schrillen Kostüme (William Ivey Long) im 1960er-Jahre-Look fügen sich perfekt in die Szenerie ein, ebenso wie die Haar-Türme einer Generation, in der Toupieren als Lebenseinstellung galt. Alles sieht exakt so aus wie am Broadway und in London. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine Kopie der temporeichen Original-Inszenierung von Jack O'Brian.

Marc Shaimans Sixties-Pop-Melodien haben fast alle Ohrwurmcharakter, werden in Köln von der Band unter der Leitung von Robert Paul schwungvoll gespielt und klingen auch in der deutschen Übersetzung von Heiko Wohlgemuth annehmbar. Sowohl die Lautstärke der Musik insgesamt als auch die der Darsteller-Mikrophone während der Songs hätte aber in der besuchten Vorstellung ein wenig höher sein dürfen.

Als prominente Zugpferde bereichern Maite S. Kelly von der Kelly-Family und der Schauspieler Uwe Ochsenknecht die Kölner "Hairspray"-Produktion. Kelly ist nicht nur optisch die perfekte Tracy, sondern spielt den quirligen Teenager auch glaubwürdig und zeigt beeindruckende tänzerische Fähigkeiten. Dass stimmlich immer wieder das für die Kelly-Family charakteristische Vibrato durchschimmert, verleiht ihrer Darstellung einen besonderen individuellen Charme. Ochsenknecht stattet die Rolle von Tracys Mutter Edna mit trockenem Humor aus und legt sie dankenswerterweise nicht albern an, sodass man der Figur auch ihre sensiblen Seiten abnimmt. Seine stärkste Szene hat er im Duett "Zeitlos" mit seinem Bühnengatten Wilbur, gespielt von Leon van Leeuwenberg. Wenn sich die beiden mit fragwürdigen Komplimenten bedenken und dabei einen (einstudierten) Lachanfall bekommen, tobt das Publikum.

Die restlichen Rollen bieten weniger Möglichkeiten, jenseits überzeichneter Klischees verschiedene Facetten zu zeigen, sind aber mit Musical-Profis wie Jana Stelley, Daniel Berini, Rob Fowler, Nicole Berendsen und Tineke Ogink durchweg gut besetzt. Deborah Woodson als Motormouth Maybelle, die das Oberhaupt der afroamerikanischen Clique darstellt, kämpft noch hörbar mit der deutschen Sprache und ist vor allen bei ihren beiden Songs so gut wie gar nicht zu verstehen. Dieses Manko macht sie aber mit Ausstrahlung und einer Power-Röhre wieder wett. Auch vom Tanzensemble, das die flotten Original-Choreografien von Jerry Mitchell präzise ausführt, geht viel Spielfreude und Energie aus.

Wer das Stück schon in New York oder London gesehen hat, wird eventuell bemerken, dass auf Deutsch nicht alle Gags vergleichbar gut zünden und es etwas länger dauert, bis der berühmte Funke überspringt. Dennoch kann man mit "Hairspray" in Köln einen mehr als vergnüglichen Abend verbringen. Bedauernswert ist an dieser Produktion eigentlich nur eines: dass sie nicht schon viel früher in Deutschland stattgefunden hat.

(Text: ah)




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Besetzung

Edna TurnbladUwe Ochsenknecht
Tetje Mierendorf,
(Martin Berger)

Wilbur TurnbladLeon van Leeuwenberg,
(Martin Berger)
(Gordon Gesatzki)
(Eric Minsk)

Tracy TurnbladMaite Kelly,
(Jessica Jäde)
(Kristel van Grunsven)

Link LarkinDaniel Berini,
(Michael Heller)
(Michael Ernst)

Velma Von TussleNicòle Berendsen,
(Kati Farkas)
(Sarah Schütz)
(Ellen Wawrzyniak)

InezDenise Obedekah,
(Nyassa Alberta)
(Zodwa Selele)

Mr. Spritzer
Mr. Pinky u.a.
Eric Minsk,
(Martin Berger)
(Gordon Gesatzki)

Penny PingletonJana Stelley,
(Leila Vallio)
(Marleen de Vries)

Motormouth MaybelleDeborah Woodson,
(Amber Schoop)
(Julia Davine)

Seaweed J StuppsTedros Teclebrhan,
(Maickel Leijenhorst)
(Julius Williams III.)

Corny CollinsRob Fowler
Lars Redlich,
(Gordon Gesatzki)
(Michael Ernst)
(Martin Schäffner)
(Bart De Clercq)

Prudy Pingleton u.a.Sarah Schütz,
(Kati Farkas)
(Ahou Nikazar)

Amber Von TussleTineke Ogink,
(Ahou Nikazar)
(Leoni Kristin Oeffinger)
(Ellen Wawrzyniak)

ShelleyKristel van Grunsven
BrendaLeila Vallio
LouannAhou Nikazar
TammyLeoni Kristin Oeffinger
LorraineJulia Davine
Pearl (Dynamite)Nyassa Alberta,
(Julia Davine)
(Bishat Araya)

Peaches (Dynamite)Samantha Klots,
(Julia Davine)
(Bishat Araya)

Cindy (Dynamite)Zodwa Selele,
(Julia Davine)
(Bishat Araya)

IQMichael Heller
SketchMichael Ernst
FenderMartin Schäffner
BradChristopher Bolam
GilbertMaickel Leijenhorst
DuaneJulius Williams III.
ThadDevon McKenzie-Smith
Swings Bart De Clercq
Christian Louis-James
Valter Azevedo
Ellen Wawrzyniak
Marleen de Vries
Bishat Araya
Alexandra Farkic



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


8 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28667
Einfach ein geniales Musical

05.09.2010 - Hab das Musical gesehen und war einfach nur begeistert es war großartig. Auch wenn ich keinen der drei groß umworbenen Stars hatte war es trotzdem super. Jessica jäde war eine Klasse Tracy und Martin Berger war auch sehr gut als eddna. Aber das Highlight der Show war für Jana Stelley man Klasse die Frau sie hat aus der kleinen Rolle die sie hat alles rausgeholt. Auch Daniel Berini als Link und Amber schopp waren richtig gut. Es war einfach ein Klasse Abend und man ist mit guter Laune raus gegangen und wollte am liebsten gleich mittanzen. Hätte nicht gedacht das hairspray so gut ist.

Musicalfan86 (37 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28563
Naja...

21.07.2010 - Hairspray in Köln waren eindeutig 69 zu viel invesiterte Euro... Klar aht man den ein oder anderen Lacher und bei "You can't stop the Beat" kommt tatsächlich ein wenig Stimmung auf... Aber ansosnten: Flach...

Maite Kelly als Tracy ist unterste Kiste. Nicht nur dass sie schlecht spielt (oder soll sie so steif rüberkommen?!, nein, auch gesanglich ist sie kein wirklicher Hit.

Uwe Ochsenknecht spielt und sing gut, aber die Rolle gibt halt nicht sooo wahnsinnig viel her. Bei der Liebesszene mit "seinem" Wilbur kommt Freude auif. Endlich mal eine gute Szene...

Ansonsnten plätschert der Abend lustig vor sich hin, hinterlässt aber keinen wirklichen bleibenden Eindruck...

AlexRatajewski (6 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


28427
Spaß und gute Unterhaltung !

13.04.2010 - Das sollte man nicht verpassen! Das Stück lebt von Humor und wirklich guten Songs. Die Umsetzung des Bühnenbildes könnte manchmal etwas mehr sein aber ist vollkommen ausreichend. Maite kann mit einer fabelhaften Gesangsstimme glänzen und ihr schauspielerisches Talent ist überragend. Auch Uwe als Edna kann in Gesang und Schauspiel überzeugen. Vom Ensemble bis zu den Hauptdarstellern sind alle perfekt motiviert und legen eine sehr solide Leistung ab. Deshlab ganz klar 5 STERNE !
Der Sound könnte gerade am Anfang der Show besser abgemischt sein, was das Verhältnis von Musik und Stimme betrifft. Die Lautstärke ist wie immer im MD super gut und man spürt jeden Ton.

Kleinigkeit am Rande die aber nicht die bewerten des eigentlichen Stückes betrifft:
Ist es wirklich notwendig das ein Uwe Ochsenknecht mit 3 Bodyguards, Schal und Kappi aus der Hintertür verschwindet??? Ein Tetje und eine Maite schaffen es auch sich kurz mit Musicalinteressierten zu unterhalten.

Thommy (11 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


28283
You really can´t stop the beat

26.02.2010 - Na das war doch mal ein echter Glücksfall mit Hairspray in Köln.
Eine klasse Cast (ich hatte Tetje als Edna und Jessica Jäde als Tracy). Hat super viel Spaß gemacht die Show zu schauen und man geht mit einem guten Gefühl und vielen Ohrwürmern nach Hause....

-musica- (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


28191
Uwe! Uwe! Uwe!

27.01.2010 - Ich bin etwas vorurteilsbelastet in die Show gegangen und habe mir von Uwe Ochsenknechts Leistung nicht zu viel versprochen. A) kein Musical-Profi und B) schlechte Mundpropaganda. Aber was dann folgte war unglaublich. Ich bin ein ganz großer Ochsenknecht Fan geworden, denn er meistert nicht nur seine Rolle, sondern wächst über sich hinaus.

Ich habe mich prächtig amüsiert, denn die Show ist unterhaltsam mit einer sehr guten Story und die Musik ist spritzig und mitreißend. Vielen Dank an alle Darsteller! Es war ein klasse Abend.

ShowBoat (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


28160
Spaß pur!

09.01.2010 - Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefällt, nachdem die Musik und der Film bei mir keine allzu große Begeisterung auslösten. Aber die Idee, das Bühnenbild und sowieso die Darsteller - Alles passt perfekt und macht einfach nur Spaß. Man sollte sich nur vorher schon mal mit der Geschichte beschäftigt haben, da die Songs nciht immer komplett zu verstehen sind. Hoffe es kommt eine deutsche CD davon.
Werde auf jeden Fall nochmal hingehen.

Yukiya (6 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


28121
Grandios

09.12.2009 - Die beste Show, die ich seit Jahren gesehen habe (und das waren sehr, sehr viele :-) ).
Großartige Cast, besonders die beiden Hauptdarsteller haben mich absolut positiv überrascht!
HINGEHEN und SPASS haben! Sorgt für 100% gute Laune!

Cosette (3 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


28115
Unterhaltsam, nett, harmlos

07.12.2009 - Nach vielen Jahren hat es jetzt den Broadway-Erfolg HAIRSPRAY endlich auch nach Deutschland verschlagen. Die gelungene Original-Inszenierung ist jetzt im Musical Dome in Köln zu bewundern. Das Stück geht keine unnötigen Risiken ein. Es ist nett, bunt, kurzweilig, sympathisch, eine Feel-Good-Show par excellence.
Das ganze wurde sauber und professionell ins Deutsche übertragen, besetzt und einstudiert. Eine Überraschung ist die namenhafte Besetzung der beiden Hauptrollen mit musical-unerfahrenen "Stars".
Ochsenknecht und Kelly schlagen sich wacker bis sehr gut. Das Ensemble und weitere Rollen des Stücks wurden mit Musical-Profis ausgezeichnet besetzt.

Unterm Strich also eine Unterhaltungsshow für eine breite Publikumsschicht, spassig, bunt, herzig und ohne schädliche Nebenwirkungen.

kevin (169 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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(ah)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Rundum stimmiger Broadway-Import in NRW.

07.12.2009

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(8 Leser)


Ø 4.38 Sterne

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