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Schlagerrevue

Minirock und Hitparade

Das waren Zeiten...


Die traditionelle Themenrevue der Bad Vilbeler Burgfestspiele steht diesmal im Zeichen der 1960er Jahre. Egon Baumgarten inszeniert, die musikalische Leitung hat Thomas Lorey.

(Text: dv)

Premiere:26.06.2009
Letzte bekannte Aufführung:01.09.2009


Eingebunden in eine kleine Geschichte führt das Gesangsensemble der Bad Vilbener Festspiele durch einen Mix an deutschen Schlagern und internationalen Hits. So wird der Besucher auf einen typischen Campingplatz der 60er Jahre versetzt, auf dem abends eine große Revue der Urlauber aufgeführt werden soll. Matthias Pagani mimt dazu mit hochgezogener Jogginghose und zurück gegelten Haaren den Stammgast dieses Platzes und erzählt nebenher noch etwas von seinem Leben und den anderen Bewohnern. Neben Bowleschüssel und Thermoskanne lernt der Zuschauer die anderen Urlauber kennen. Die Mutter (Sissy Staudinger) mit ihrem streberhaften Sohn (Sebastian Coors), das ältere Paar (Michael Hiller und Marina Edelhagen), junge Mädchen (Britta Balzer, Natalya Bogdanis, Mareike Hüsing, Nicole Gütling, Manja Stein) und sich wild gebende Jungs (Tim Ludwig, Thomas Schweins, Alen Hodzovic), die sich zunächst beim morgendlichen Frühsport treffen und mit "Let's twist again" gleich für Stimmung sorgen.

Das in der besuchten Vorstellung überwiegend ältere Publikum bekam an diesem Abend von "Zigeunerjunge", "Mylord", über die Kultsongs "17 Jahr, blondes Haar", "Delilah", "Motorbiene" und "Beiss nicht gleich in jeden Apfel" ein Potpourri an Hits geboten, die schließlich mit dem Beginn der Hippiezeit ("Nights in White Satin", "San Francisco") endeten. Besonders beeindruckend - oder auch erschreckend - war für manche der jüngeren Gäste und auch für einige Darsteller, dass beinahe 90 Prozent des Publikums das Lied "Es gibt kein Bier auf Hawaii" bis zur letzten Strophe auswendig konnten.

Die Darsteller spielten zum einen die Bewohner des Campingplatzes, zum anderen wechselten sie mehr und mehr zu den Proben für die Revue und schlüpften so in etliche Rollen. In dieser Aufführung gab es niemanden, der nicht mit irgendeinem Auftritt besonders beeindruckt hätte. So gab Sebastian Coors als Muttersöhnchen eine grandiose Version von Heintje's "Mama" zum besten, bei der er zunächst den Song auf Wunsch seiner Bühnenmutter anstimmte, schließlich aber, sobald ihm die Mutter den Rücken zudrehte, ganz frech in einen holländischen Akzent wechselte und Heintje somit ein wenig aufs Korn nahm. Alen Hodzovic avancierte mit seinem "Ganz in Weiß" und "17 Jahr, blondes Haar" urplötzlich zu Schwiegermutters Liebling - nicht nur eine Mitfünfzigerin seufzte "das ist genau mein Typ". Matthias Pagani war sich in keinem Auftritt zu schade, auch ein wenig fies rüberzukommen. Doch genau in diesem ein wenig ungepflegten Typ mit bis zur Brust hochgezogenen Jogginghosen und T-Shirt im Hosenbund hat man den ein oder anderen typischen Campingurlauber wiedererkannt. Aber nicht nur durch diese Schauspielauftritte, auch stimmlich konnte Pagani als verlassener Mann mit "Delilah" oder als schmieriger Italiener mit "Azzuro" seine Fähigkeiten zeigen. Bei den Damen konnte Sissy Staudinger zum einen bei "Mylord" ihre tiefe Stimme zur Geltung bringen, kurze Zeit später sang sie im starken Kontrast dazu eine humorige Variante von "Satisfaction".

Besonderes Lob gilt außerdem den Kostüm- bzw. Maskenbildern für "Minirock und Hitparade". Die vor der Show noch alle sehr modern aussehenden Damen und Herren wirkten wie durch eine Zeitmaschine in die "guten alten 60er" versetzt. Vor allem die Frisuren und die Kleidung der Damen zeigten einen Streifzug durch die damalige Mode.

Der einzige strittige Punkt bleibt das Zugabelied "Heidschi Bumbeidschi". War man gerade noch so in ausgelassener, fröhlicher Stimmung, ließ einen das Lied zwar irgendwie grinsen, aber es riss einen dann doch ein wenig aus dieser "Partylaune" heraus.

Der Abend war sicher ein besonderes Highlight für diejenigen, die in den 60ern aufgewachsen sind. Doch auch das jüngere Publikum hatte durch die humorige Umsetzung der Lieder bzw. Geschichte eine vergnügliche Zeit.

(Text: dbk)






Besetzung

mitAndrea Matthias Pagani
Sissy Staudinger
Sebastian Coors
Michael Hiller
Marina Edelhagen
Britta Balzer
Natalya Bogdanis
Mareike Hüsing
Nicole Gütling
Manja Stein
Tim Ludwig
Thomas Schweins
Alen Hodzovic



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