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Klassiker

Anything Goes

Nichts ist unmöglich


Die Musicalkomödie von Cole Porter rund um das Liebeswirrwarr auf einem Luxusliner will die große Zeit des Swing heraufbeschwören. In Mönchengladbach gelingt dies nur bedingt, da die Inszenierung nicht ideal besetzt ist und es an packenden Tanzszenen mangelt. Die gelungene Bühnenausstattung tröstet aber über manches Manko hinweg, so dass man dennoch einen netten Theaterabend erleben kann.

(Text: Andreas Haider)

Letzte bekannte Aufführung:26.05.2004


Die turbulente Verwechslungskomödie aus dem Jahr 1934 erzählt die Geschichte des jungen Sekretärs Billy Crocker, der sich als blinder Passagier auf einem Luxusliner versteckt, um die von ihm angebetete Hope Harcourt davon abzuhalten, einen englischen Adeligen zu heiraten. Unterstützung bekommt er dabei von Reno Sweeny, einer attraktiven Nachtclubsängerin, obwohl diese anfangs selbst in Billy verliebt ist. An Bord kommt es zu zahlreichen Missverständnissen, Intrigen und Verwechselungen, doch schließlich findet die Geschichte ihr Happy End in einer dreifachen Hochzeit. Die recht banale Handlung darf man als Zuschauer nicht zu kritisch bewerten, da sie nur dazu dient, die schwungvollen Songs von Cole Porter in einen unterhaltsamen Kontext zu bringen. Dennoch fehlt es bei dieser Inszenierung am nötigen "Swing".
Ein Grund hierfür war sicherlich die Entscheidung, das Stück mit Darstellern des hauseigenen Schauspielensembles zu besetzen, die vermutlich keine ausgebildeten Tänzer sind. Gerne würde man zur gelungenen Live-Musik der Band unter Leitung von Jochen Kilian mitreißende Tanzeinlagen sehen, doch die Choreographie von Danielle Sasso fällt eher spärlich aus. Die Ensemblenummern, in denen die Schauspieler durch die Statisterie unterstützt werden, nehmen aufgrund der simplen Bewegungsabläufe einen amateurhaften Charakter an.
Die Hauptrolle der Reno Sweeny wird von Esther Keil glaubhaft interpretiert. Sie überzeugt durch Sicherheit in Stimme und Schauspiel, und verleiht der ehemaligen Laienpredigerin ihre charakteristische Vielschichtigkeit. Mit dünnerer Stimme singt Stefan Diekmann die Rolle des Billy Crocker. Zwar beweist er komödiantisches Talent bei den häufigen Kostüm- und Identitätswechseln, denen sich Billy als Tarnung unterziehen muss, doch legt er die Rolle sehr tollpatschig an. Er erinnert eher an den trotteligen Seymour aus dem kleinen Horrorladen als an den charmanten Frauenheld, der Billy eigentlich sein soll. Auch optisch geben er und die vornehme Hope Harcourt (gespielt von Anna Schäfer) nicht gerade ein Traumpaar ab, denn sie ist deutlich größer als er. Das Paar bleibt zu plakativ, so dass man es als Zuschauer schwer hat, die beiden ernst zu nehmen, und ihrer Vereinigung entgegenzufiebern. Sicherlich sind die Charaktere in "Anything Goes" generell nicht sehr tiefgängig, aber trotzdem sollte man als Zuschauer eine Verbindung zu ihnen aufbauen können. Aus dem restlichen Ensemble sticht durch ihre gute gesangliche Leistung Kerstin Brix als Gangsterbraut Erma hervor, deren Solo "Buddie, Beware" zum Highlight des zweiten Aktes wird. Publikumsliebling ist aber definitiv der Schoßhund von Hopes Mutter Evangeline, für den die Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach im Vorfeld ein medienwirksames Casting veranstaltet hatten.
Im ersten Akt gelingt es Regisseur Matthias Kniesbeck durch originelle Ideen und aktualisierte Pointen die Aufmerksamkeit des Publikums schnell zu fesseln. Im zweiten Akt schafft es Kniesbeck allerdings nicht mehr, die Schwächen des Buches auszugleichen. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, und das ohnehin übertriebene Happy End wirkt durch das hohe Tempo, in dem es erreicht wird, noch unglaubwürdiger.
Großes Lob verdient die Bühnenausstattung von Monika Gora. Das Bug des Luxusdampfers ragt bis ins Auditorium hinein, was die Distanz zwischen Publikum und Bühnengeschehen verringert. Die auf zwei Ebenen bespielbare Vorderseite des Schiffes ist größtenteils weiß und wirkt elegant. Für die Szenewechsel vom Deck in die Kabinen, werden letztere bei Bedarf aus dem Deckboden hochgefahren. Auch die Kostüme von Anja Müller tragen dazu bei, die Atmosphäre innerhalb der damaligen amerikanischen High Society aufleben zu lassen.

(Text: ah)



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