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Biographie

Buddy

That'll be the Day!


Jukebox-Musical über das Leben von Rock'n'Roll-Sänger Buddy Holly. Musikalisches Best-Off als biographischer Bilderbogen mit tollen Musikern und Sängern und Konzertatmosphäre.

(Text: Björn Herrmann)

Premiere:08.10.2009
Letzte bekannte Aufführung:31.07.2010


Lassen wir „Buddy“ einfach das sein, was es ist: Eine verdammt gute Rock'n-Roll-Show mit hervorragenden Musikern und Sängern. Vergessen wir für den Moment den Ärger über phantasielose Compilation-Shows und wieder aufgewärmte Uralt-Hüte und lassen wir das wenig inspirierte Buch einmal beiseite.
Doch der Reihe nach: Dass „Buddy“ eine Jukebox-Show ist, wird gleich jedem Besucher gnadenlos klargemacht, besteht doch das Bühnenbild im ersten Akt im Wesentlichen aus einer überdimensionierten Musiktruhe mit einer als Plattenteller aufgemachten Drehbühne plus Tonabnehmer, der als Handlungsort für Nebenschauplätze dient. Das ist schonmal ein origineller Hingucker, zumal später dazu auch noch ein überdimensionaler Greifarm mit Schallplatte von der Seite hineinfährt.
So wird gleich deutlich, worum es in der Show eigentlich geht: Nämlich um die Musik. Und die macht richtig Spaß. Denn egal ob im ersten Akt mit Buddy Holly und seinen Crickets oder im zweiten Durchlauf mit dem gesamten Orchester auf der Bühne: Da sind Vollblutmusiker am Werk, die mehr als nur ihr Handwerk verstehen. Unterstützt von einem hervorragenden Sounddesign bringen sie die Songs von Buddy Holly mit viel Druck über die Rampe. Das packt das Publikum und schon im ersten Akt sind mitwippende Köpfe im Zuschauerraum zu sehen.
Doch nicht nur die Band kann mit ihrer Musikalität begeistern, auch die Darsteller geben sängerisch alles. Als Buddy kommt in der Pressepremiere die alternierende Besetzung Matthias Bollwerk zum Zuge, laut Pressemitteilung der Stage Entertainment hat sich Erstbesetzung Dominik Hees verletzt und kann auch die Premiere nicht spielen. Bollwerk macht seine Sache ausgezeichnet, er singt nah am Original und der Funke springt über. Auch die leisen Töne beherrscht er. Vinicius Gomes als Ritchie Valens hat mit „La Bamba“ den Stimmungshit der Show und den bringt er mit Wucht über die Rampe. Patrick Stanke als Big Bopper heizt das Publikum an, spielt aber trotz aller Kaspereien stets mannschaftsdienlich.
Anastasia Bain, Myrthes Monteiro und Sidonie Smith als Apollo-Sängerinnen geben im großen Glitzer-Outfit alles und soulen, dass es eine Freude ist.
So sind die Konzertblöcke, in denen das Publikum in die Rolle der jeweiligen Zuschauer des originalen Buddy-Konzertes versetzt wird, das Herzstück der Show. Dazwischen gibt es biographische Häppchen aus der Lebensgeschichte (Trennung von Band und Manager, Blitzhochzeit und durchaus nicht uninteressante Einblicke in die Entstehungsgeschichte einiger Songs). Dazu kommen Collagen von Radiomoderationen, die an verschiedenen Stellen der Bühne live eingesprochen werden. So steuert die Show auf ihren Höhepunkt, Buddy Hollys letztes Konzert, hin. Hinreißend ist die Aloha-Palmenkulisse der Show im eisigen Alaska, eine liebevoll gemachte Scheußlichkeit auf hohem Niveau mit Plastikpalmen, Meerblick und Lichterketten. In dieser Kulisse wird dem Publikum in der letzten halben Stunde richtig eingeheizt. Doch in die Hochstimmung bricht die Nachricht vom tragischen Flugzeugabsturz des Stars ein. Es folgt ein ergreifender Soul-Klagesong, in den sich ganz heimlich immer mehr Dynamik einschleicht, bis schließlich auch die „Toten“ (zunächst noch im Dunkeln stehend) wieder ins Geschehen eingreifen können und es zum großen umjubelten Finale kommt. Spätestens da hält es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen, denn schon vorher wird nach allen uralten Regeln der Kunst zum Mitklatschen und Mitmachen animiert.
Wen stört es bei einer solchen Stimmung noch ernsthaft, dass die biographischen Stationen nur angerissen werden und die dazugehörigen Spielszenen eher hölzern über die Rampe kommen? Wer fragt da noch groß, ob die Figuren und ihre Konflikte es nicht verdient hätten, ein wenig mehr entwickelt zu werden? Und wen stört angesichts grandios komischer musikalischer Kabinettstückchen wie der A-Capella-Nummer der Snowbirds der doch manchmal arg mit dem Holzhammer daherkommende Humor der die Konzerteile verbindenden Spielszenen?
Sicher, ein Musical im herkömmlichen Sinne ist „Buddy“ in Essen so nicht, dazu gehorcht das Stück zu sehr den Gesetzen der Show und zu wenig denen der Theaterdramaturgie. Doch wer sich mit einem auch optisch glanzvollen Bilderbogen zufrieden geben kann, ist gut bedient, denn Bühnenbild, Lichtdesign und Staging sind schon allein ein Hingucker. Und wer sich dann noch von der musikalischen Qualität und der Energie der Band und des Ensembles mitreißen lässt, wird einen mehr als gelungenen Abend verleben, selbst wenn Buddy Holly vorher nicht unbedingt zu seinen musikalischen Favoriten zählte.

(Text: Björn Herrmann)




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Besetzung

BuddyDominik Hees
Matthias Bollwerk,
(Dominik Schwarzer)

Big BopperPatrick Stanke,
(Dave Moskin)
(John Davies)
(Tim Harbusch)

Ritchie ValensVinicius Gomes,
(Pedro Reichert)
(Thomas Jutzler)

Hipockets DuncanDaniel Berger,
(Manuel Steinsdörfer)
(Thomas Jutzler)

Jerry AllisonLewin Blümel,
(Tim Harbusch)
(Stefan Holzhauer)

Joe MauldinCaron Pomp,
(Pedro Reichert)
(Dennis Schigiol)

Tommy AllsupDominik Schwarzer,
(Michael Hierer)
(Pedro Reichert)

Maria ElenaYara Hassan,
(Ursula Anna Baumgartner)
(Myrthes Monteiro)

Norman PettyMalcolm Walgate,
(John Davies)
(Thomas Jutzler)

Vi PettyBirgit Busse,
(Pia Lustenberger)
(Ursula Anna Baumgartner)

Apollo-SängerinnenAnastasia Baun
Sidonie Smith
Myrthes Monteiro,
(Dionne Wudu)

Ensemble
Swings
Michael Hierer
Pia Lustenberger
Manuel Steinsdörfer
Sinje Glaessner
John Davies
Tim Harbusch
Andreas Kurth
Ursula Anna Baumgartner
Pedro Reichert
Dionne Wudu
Dennis Schigiol
Stefan Holzhauer
Thomas Jutzler



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28613
Licht und Schatten

01.08.2010 - Wir hatten die Tickets schon, als bekannt gegeben wurde, dass das Muscial am 31.07.2010 seine letzte Vorstellung hat.

Umso gespannter waren wir auf die Vorstellung, damit wir uns eine eigene Meinung bilden können, da es sowohl positive als auch negative Stimmen gab.

Das Bühnenbild (Schallplattenspieler, Juke-Box)war ein Hingucker. Die Band (Crickets) sind hervorragende Musiker. Insofern schon mal gute Voraussetzungen. Leider gab es dann Längen. Irgendwann mal haben die ständigen Studioaufnahmen (dann eben mit anderen Songs) genervt. Das war dann irgendwann langweilig.

Aber zum Schluß hin ging dann die Post ab. Das Publikum ist gestanden. Ein Paar (sicherlich kurz vor die 70) hat dann im Mittelgang in Ermangelung eines Parketts eine heiße Sohle auf den Teppich gelegt. Die konnten das noch !
Aus der Generation zwischen 60 und 70 waren relativ viele im Publikum und man hat dann so Sätze gehört "..es hat sich doch gelohnt, dass wir es uns angeschaut haben..."

Es sieht so aus, dass es wohl eher ein Problem war, die Leute in die Show zu bekommen, als sie dann zu begeistern, wenn sie dann drin waren.

Insofern ist es schade, dass mit dem 31.07.2010 in Essen nun Schluss ist.

Susan (25 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


28564
Warum bloß...

21.07.2010 - ... verlässt Buddy NRW wieder?

Spaß ist hier garantiert und kein Mensch bleibt mehr sitzen, das Publikum tanzt und tobt, ob den tollen Leistungen auf der Bühne!

AlexRatajewski (6 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


28076
Hammer!

09.11.2009 - Nachdem ich von Buddy in London irgendwie enttäuscht war, wollte ich es mir nun in Essen eignetlich gar nicht mehr antun. Ein Freund schleppte mich dennnoch hinein. Gott sei dank. Keine Stimmung im Publikum? Von wegen! Spätestens ab dem Auftritt des Big Bopper stand das Publikum die ganze Zeit in der besuchten Vorstellung, denn es wär beim nächsten Lied sonst eh wieder aufgesprungen (naja gut, die Schnarchnase neben mir wollte mich glaub ich umbringen weil ich so gute Laune hatte;-)) Ansonsten bleibt zu sagen: klasse Darsteller (besonders Buddy mit seinen Crickets und die Apollo Ladies), tolle Musik und irgendwie passt hier überhaupt alles!

DerAleXx1984 (erste Bewertung)


28060
Nicht mit der Hamburger Endfassung vergleichbar

31.10.2009 - Sorry, ich kann die Euphorie nicht teilen, da meine Vorredner vermutlich nie die hamburger Endfassung gesehen haben. Im hafentheater hatte nämlich zuerst auch die Originalversion, ähnlich der jetzigen in Essen, premiere. Udn die wäre fast kaputt gegangen aufgrund der unzufriedenen Zuschauer. Dann wurde das Stück grundlegend überarbeitet und war die letzen beiden jahre seiner Spielzeit fast komplett ausverkauft. Udn das hatte einen grund, denn die Dialoge waren wesentlich witziger und kurzweiliger, die Titel waren besser ausgesucht und die Charaktere besser dargestellt. Es war viel mehr Pfiff, Komik und Stimmung. In Esen ist nur im Apollo und am Ende im Surf Ball Room etwas Stimmung, aber nicht annähernd vergleichbar mit dem, was in Hamburg der Fall war. Ich war besonders vom Big Bopper enttäuscht, der es in HH immer geschafft hat, das Publikum für den rest der Spielzeit von den Sitzen zu holen. Auch die Maria ist völlig ungenügend dargestellt. Und Buddy besitzt schauspielerisch wenig Ausstrahlung, nur musikalisch ist er klasse. Unterhaltungswert in grenezn, dahe rnur 2 Sterne

NordlichtHB (32 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


28048
Das muss man gesehen haben !

29.10.2009 - Eine sehr gut gelungene Show, aus kurzen Szenen aus Buddy's Leben, sowie den mitreißenden Konzerten.
An Ausstattung und Optik wurde hier definitiv nicht gespart. Das Bühnenbild ist von der Idee her einfach gehalten aber perfekt in die Szenen eingesetzt. Die riesige Drehbühne, die überdimensionale Schallplatte, die in die Lichtshow perfekt integrierten Vorhänge sind alles Elemente die eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Auch wer kein direkter Freund der Musik von Buddy Holly ist, sollte sich das Ganze einmal angucken. Denn hier geht es um das Gesamtkonzept von Geschichte und Konzert, welches von hoch motivierten und perfekt arbeitenden Darstellern umgesetzt wird.
Gruß an die Tontechnik: Endlich ist in Essen auch mal die Lautstärke auf Konzert Niveau ;) Weiter so!

Thommy (11 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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