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Komödie

Non(n)sens

Schräge Schwestern-Show


Wenn Nonnen Spenden sammelnd durch Theaterreihen flitzen, im Tütü ein Solo aus „Nonnensee“ tanzen und ein Ordens-Quiz veranstalten, steht Dan Goggins aberwitzige Schwesternshow auf dem Spielplan. Trotz einiger Schwachstellen in der Besetzung und einem etwas behäbigen ersten Akt zündet die Show auch in der Inszenierung von Sebastiano Meli.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:07.11.2008
Rezensierte Vorstellung:19.12.2008
Letzte bekannte Aufführung:14.01.2012


„Hier erfolgt sonst die Politessenzucht“ entschuldigt Mutter Oberin den Ort für die Benefizveranstaltung der verbliebenen Kleinen Schwestern von Hoboken. Gerade weil der zum Theatersaal umgebaute Seitenflügel des Berliner Bezirksamtes von Willmersdorf-Charlottenburg den trostlosen Charme einer Beamten-Kantine ausstrahlt, wirkt der Raum so authentisch für die Geldsammel-Show der fünf Nonnen. Auf der Bühne baumeln verloren einige glitzernde Vorhänge vor einer mit bräunlichen Ornamenten verzierten Tapete. Über zwei rosa Sitzelementen rotiert verloren eine kleine Spiegelkugel. Selbst das Programmheft listet niemanden auf, der für dieses von Mutter Oberin verächtlich als „Karneval-in-Rio-Abschluss-Deko“ titulierte, scheußlich-geniale Bühnenbild verantwortlich ist.

Trotz des aktiven Einbeziehens des Publikums beim Einüben eines motivierenden „Mutter-Maria-Regina-Fan-Grußes“ oder beim Quiz springt in Sebastiano Melis Inszenierung der Funke auf das Publikum erst kurz vor der Pause über. Bis dahin spulen die fünf Darstellerinnen die Handlung etwas zu routiniert ab, sodass Gags regelrecht verpuffen, weil sie nicht auf den Punkt genau platziert werden. Hinzu kommt, dass Nadine Zaremba als Schwester Maria Amnesia überfordert wirkt und sich nur mit großer Mühe durch ihre Bauchrednernummer quält. Erst als sich die bis dahin rollendeckend verknöchert agierende Denise Gorzelanny (Schwester Maria Regina) an einem Aromafläschchen benebelt und lallend und vor Lachen quietschend mit einem Kinderfahrrad über die Bühne torkelt gibt es trotz Längen im Saal kein Halten mehr.

Beschwingt startet die Show im zweiten Teil mit dem aus dem „Sister Act“-Film entliehenen „I-will-follow-him/Heatwave“-Medley und hält ihr jetzt hohes Tempo bis ins Finale. Drall-komische Szenen wie die Kochbuchpräsentation oder die Stummfilm-Einlage gelingen ebenso wie das stark zurückgenommen inszenierte Solo „Katholische Erziehung“ von Schwester Robert Anne. Anna Tappe-Kohler, im Zusammenspiel mit den anderen Nonnen stets etwas aufmüpfiger und linkisch, schildert hier mit in allen Lagen geschmeidiger Sopranstimme, warum sie sich für ein Leben hinter Klostermauern entschieden hat. Gesanglich und darstellerisch ebenbürtig ist Stephanie H. Tschöppe (Schwester Maria Hubert), die als Nummer Zwei im Orden immer einen mehr oder weniger passenden Witz auf den Lippen hat und auch im größten Tohuwabohu den Überblick behält. Mehr beim Tanz als im Gesang scheint Julia Hellmers (Schwester Maria Leo) zu Hause zu sein, die vor allem bei der Schilderung ihres Klosteralltags („Benedicite“) mit Höhenproblemen kämpft.

Insgesamt ist der Benefizabend, bei dem sich die fünf Nonnen außerhalb ihrer eigentlichen Berufung abrackern, um ihre einem Kochexperiment zum Opfer gefallenen Schwestern unter die Erde zu bringen, ein göttlicher Spaß, zu dem auch Malte Kähler als aufmerksamer Begleiter am Klavier beiträgt.

(Text: kw)






Kreativteam

Inszenierung und Choreografie Sebastiano Meli
Musikalische Leitung Marie Watanabe
Klavier Marie Watanabe/Malte Kähler


Besetzung

Schwester Maria ReginaDoris Löschin
Schwester Maria HubertDaniela Tweesmann
Schwester Maria AmnesiaJudith Schäfer
Schwester Maria LeoIsabel Dan
Schwester Robert AnneStephanie Sturm



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Dan Goggin hat zu seinen witzigen Texten eine flotte und eingängige Musik komponiert, die vom Choral über Musical-Showstopper und Country-Song reicht, bevor sie in einem furiosen Gospel-Finale gipfelt. 1985 Off-Broadway uraufgeführt, galt die schrägen Nonnen-Revue anfangs als gewagt. Inzwischen gehört sie weltweit in vielen Unterhaltungstheatern zum Standard-Repertoire.

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