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Drama

Cabaret

Vielleicht diesmal...


Musical-Klassiker von John Kander und Fred Ebb um die Nachtclubsängerin Sally und den amerikanischen Schriftsteller Cliff im Berlin des aufkeimenden Nationalsozialismus.

(Text: cf)

Premiere:29.11.2008
Letzte bekannte Aufführung:29.03.2009


„Willkommen, Bienvenue, Welcome“ lädt der charismatische Conferencier die Besucher in den verruchten Kit-Kat-Club ein. Der junge amerikanische Schriftsteller Cliff Bradshaw, der in Berlin auf der Suche nach guten Geschichten ist, besucht den Club am Silvesterabend 1929 und verliebt sich in die attraktive Sängerin Sally Bowles. Als sie allerdings am nächsten Tag mit Sack und Pack in seiner Pension auftaucht, ist er ziemlich verwundert. Der Besitzer des Kit-Kat-Klubs hat sie aus Eifersucht auf den Amerikaner rausgeschmissen. Fräulein Schneider, die Pensionswirtin, duldet das beengte Zusammenleben der beiden Verliebten mit Augenzwinkern. Sie schwebt auch gerade im siebten Himmel, hat sie doch in ihrem reifen Alter einen Heiratsantrag von ihrem Pensionsgast Herrn Schultz bekommen, der einen gutgehenden Obstladen führt.
Doch das wahre Glück will sich nicht so richtig einstellen. Ernst Ludwig, ein häufiger Gast in der Pension und strammer Nationalsozialist, rät Fräulein Schneider von der Heirat mit dem Juden Schultz ab. Sally glaubt, es sei alles nur Politik und ihr Leben werde nicht davon berührt. Sie will eigentlich nur wieder singen und tanzen. Doch Cliff begreift allmählich die Zeichen der Zeit.

In „Cabaret“, das zu den berühmtesten Musicals der Welt überhaupt gehört, herrscht eine Stimmung wie beim Tanz auf dem Vulkan. Es fängt die Atmosphäre im Deutschland der beginnenden 1930er Jahre ziemlich gut ein. Ausgelassen und verrückt stürzen sich die Menschen in den Rausch des Vergnügens, betäuben die Erinnerungen an den gerade verlorenen Krieg und die neuen Sorgen, die die Weltwirtschaftskrise mit sich bringt und die den idealen Nährboden für Hitlers Demagogie bieten. Trotzdem wird die Geschichte der beiden Liebespaare mit Witz und Leichtigkeit erzählt. Und die vom Ragtime und frühen Jazz inspirierte Musik der 1920er Jahre, die Kander für dieses 1966 entstandene Musical schrieb, hat immer noch einen unvergleichlichen Sog.


(Text: Theater)






Kreativteam

Musikalische Leitung Nicolas Kemmer
Inszenierung Alejandro Quintana
Bühnenbild Lars Betko
Kostüme Mathias Werner
Choregraphie N.N.
Dramaturgie Christian Marten-Molnár


Besetzung

Mit Oliver Firit
Angelika Hart
Gabriel Kemmether
Rolf-Rudolf Lütgens
Anne-Else Paetzold
Judith Raab
Tobias D. Weber



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


27328
Willkommen ...

21.12.2008 - In großen Leuchtbuchstaben prangt CABARET über dem Portal und dort beginnt auch Kander/Ebbs Musical im Berlin der 30er. Ein blass geschminkter Conferencer (Tobias D. Weber) führt mal ironisch mal bissig mal frivol in die Szenerie.

Die Bühne ist bis ans Publikum gebaut und somit findet das Orchester unter Nicolas Kemmer mittig auf der hinteren Bühne Platz. Ist immer dann präsent wenn gesungen wird, und nur kurzzeitig durch "scherenschnitt-artige" Silhouetten einer Stadt verdeckt. Insgesamt ist die Bühne in 4 Bereiche gegliedert. LINKS erhöht Cliffs Zimmer (keine Requisiten) - RECHTS erhöht Fräulein Schneiders Zimmer. Immer wenn wir im CABARET sind, erscheinen wieder die leuchtenden BUCHSTABEN zusammen mit neonblau leuchtenen Säulen und deuten so den anderen Handlungsort an. Hier hätte es durchaus etwas mehr sein können.

Dennoch überzeugte mich nach vielen Jahren diese Inszenierung. Es wird einmal mehr weniger Augenmerk auf Sally und Cliff gelegt. Ihre Beziehung und das spätere Ende wird erst richtig in den letzten Minuten der Aufführung deutlich wenn Cliff schon auf gepackten Koffern von der Abtreibung erfährt. Die Aufführung macht einmal mehr deutlich wie aus dem Untergrund ein "fieser" säbelrasselnder Hitler immer wieder in die Szenerie luckt und so die Heiterkeit der Verlobungsfeier unterbricht. Besonders berührend dann das Verteilen der Hakenkreuzfahnen zum Ende des 1. Aktes wenn Ernst Ludwig das dt. Lied anstimmt. Schnell wird klar wie sich wie ein Lauffeuer Sympathie und Mitläufertum entwickeln. Während Cliff und Herr Schultz die Lage unterschiedlich betrachten.

Alle Darsteller singen und spielen sehr gut. Judith Raab singt sehr sauber und mit angenehmer Stimme. Auch Gabriel Kemmether kann durch seine jungendliche Art und Stimme voll überzeugen. Der Inszenierung entsprechend bekommen Frl. Schneider und Herr Schultz (Anne-Else Paetzold und Rolf-Rudolf Lütgens viel Szenen und einen begeisterten Schlussapplaus). Dieser ist absolut berechtigt, denn sie spielen und singen wunderbar normal und ungekünstelt und man nimmt ihnen die jeweilige Handlungsweise unbedingt ab.

Insgesamt also eine interessante Sichtweise auf die Thematik. Musikalisch hervorragend bedient durch ein jazzig-swingendes Orchester in Frack und Fliege. Bühne und Kostüm sind wiklich sehenswert und auch durch funkelnden Goldregen bei MONEY MAKES THE WORLD GOE AROUND oder Schnee bei Frl. Schneiders Solo im Akt 2 lassen zusammen mit dem stimmungsvollen Licht tolle Bilder entstehen.

Wieder einmal zeigt Heilbronn das es auch jenseits der Ensuite Produktionen mgl. ist unterhaltsames und nachdenkliches zu "moderaten" Preisen auf die Bühne zu bringen.

Dennoch würde ich mich freuen auch einmal Musicals der Neuzeit zu erleben. Diese würden sicherlich beim Heilbronner Publikum bestens ankommen.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


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