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Klassiker

Sweet Charity

Hey big spender!


Musical von Cy Coleman (Musik), Dorothy Fields (Texte) und Neil Simon (Buch), die Broadway-Uraufführung 1966 inszenierte und choreografierte Bob Fosse. In Pforzheim führt Kay Link Regie.

(Text: dv)

Premiere:31.12.2008
Letzte bekannte Aufführung:28.05.2009


The minute you walked in the joint I could see you were a man of distinction, a real big spender, good-looking, so refined.
Den lasziv-frechen Song vom "Big Spender", dem Nachtclubbesucher, der zu großzügigem Trinkgeld überredet werden soll, kennt wohl jeder. Er stammt aus "Sweet Charity", Colemans Musical, das die Geschichte vom Leben, von den Sehnsüchten, Hoffnungen und Enttäuschungen des New Yorker Revuegirls Charity Hope Valentine erzählt. Ihr Geld verdient Charity im Nachtlokal Fandango, doch träumt sie von einem besseren Leben und der großen Liebe. Ihr Freund, der Ganove Charlie, verlässt sie Hals über Kopf, nicht ohne dabei ihre Handtasche mitgehen zu lassen und ihr einen Stoß ins kalte Nass zu versetzen.
Doch Charity lässt sich nicht unterkriegen: In ihrer lebensfrohen, liebenswert naiven Art versucht sie selbst in der Enttäuschung noch optimistisch zu bleiben. Nach diversen Fehltritten begegnet ihr der anständige, aber neurotische Buchhalter Oscar. Als er von ihrer eigentlichen Tätigkeit im Nachtclub erfährt, lässt ihn die Eifersucht nicht los, Oscar flippt aus und wieder einmal landet Charity - richtig! Im Wasser... So kehrt sie enttäuscht zurück in den Nachtclub, ohne jedoch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu verlieren. Wenigstens hat sie dieses Mal ihre Handtasche noch!

(Text: Theater)




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News: PdW: Sweet Charity (29.12.2008)



Kreativteam

Musikalische Leitung Diethard Stephan Haupt
Inszenierung Kay Link
Ausstattung Barbara Rückert
Choreographie Marek Ranic
Choreinstudierung Martin Erhard


Besetzung

Charity Hope Valentine Lilian Huynen
Oscar Lindquist Daniel Ewald
Helen Isabel Dörfler
Nickie Ico Benayga
Carmen Ekaitz Espino
Betsy Manuela Herrgesell
Hermann Dirk Mestmacher
Rachel Selda Vogelsang
Vittorio Vidal Andrea Matthias Pagani
Frederick, der Butler Spencer Mason
Daddy Brubeck Brian Garner
Zwei „Jünger“ Rigobert Störkle
Frank Traub
Ingo Wagner
Rosie Veronique Weber
Frenchy Sanae Moriya
Suzanne Maria José Bayarri Perez
Elaine Julia Suschka
Empfangsdame bei der VHS Gisela Bartnicki



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


2 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


27406
Inszenierung klasse, Stück so schlecht nicht...

22.01.2009 - Ich muß meinem Vor-Rezensenten ein bißchen recht geben - es ist nicht das stärkste Stück; dennoch fünf Sterne für die Inszenierung von Kay Link und die Choreografien von Marek Ranic.
In der Gesamtbewertung des Abends bin ich anderer Meinung.
Das Stück hat nämlich in meinen Ohren außer dem berühmten "Big Spender" doch auch musikalisch den einen oder anderen Leckerbissen zu bieten (z.B. Charitys Erinnerungs-Song "How it all began", der heutzutage häufig weggelassen wird, oder eben die coole "Rhythm of Life"-Nummer. Zugegeben: dramaturgisch unnötig, macht aber einfach Spaß und setzt einen schönen Akzent!).
Das Problem könnte sein, daß wenn man ein Showtreppen-Glamour-Musical erwartet, etwas enttäuscht sein könnte. Doch das ist eben auch nicht die Story (die man eben nicht in ein paar Minuten erzählen kann). Es ist die Geschichte einer Nutte nach dem wunderbaren Fellini-Film "Die Nächte der Cabiria". Das ist eben was anderes als Andrew Lloyd Webber (Gott sei Dank!). Man muß sich schon mit Charity auf den Weg machen und einige Aufs und Abs mitverfolgen, um diese Frau und ihren unbändigen Lebenswillen zu verstehen. Es ist, meiner Ansicht nach, durchaus auch ein melancholisches Stück. Warum sollte man das Leben einer Nutte auch mit Weichzeichner á la Prett Woman schönlügen?
Das geniale an dieser Produktion ist für mich, daß es Regie und Ensemble geschafft hat, diese Gradwanderung zwischen Unterhaltung und Spaß auf der einen Seite und Absturzängsten und Elend auf der anderen Seite wunderbar gehalten hat. Kay Link und seine Truppe unterläuft mit dieser Sweet Charity die häufige Oberflächlichkeit des Genres Musical. Das fand ich gerade gut. Denn wir waren berührt UND haben gelacht. Wurden nachdenklich und befreit - das ist doch nicht das schlechteste zum Beginn eines neuen Jahres.

Das Cast fand ich sehr gut, allen voran Lilian Huynen als Charity. Beim Oskar-Darsteller war ich mir nicht sicher, ob er in seiner Verklemmtheit (als Darsteller) gerade gut oder einfach nur blaß war. Hier würde ich auch weniger als 5 Sterne ansetzen.
Außerdem schnelle Wechsel, starke Bilder (super Schlußbild: leere Bühne, ein Projektion, eine Sängerin) nie zuviel Möbel oder Requisiten auf der Bühne - der Beweis, daß Musical auch reduziert gemacht werden und dennoch intensiv sein kann.

Insgesamt ein Abend, der ein tolles Musical-Erlebnis bietet, wenn auch auf eine andere, subtilere, feinere Art und Weise. Aber auch das ist eine Stärke!

björn (erste Bewertung)


27350
gute Inszenierung, plattes Stück

31.12.2008 - Premierenbericht
Ein (auf Grund Blitzeis nur fast) volles Haus erwartete die diesjährige Silvesterpremiere im Stadttheater Pforzheim.
Diese Erwartung wurde aber leider nur in Teilen erfüllt.

Die Zuschauer erwartete ein doch sehr plattes Stück, dessen Inhalt auch in 10 Minuten statt in 2,5h erzählt werden hätte können. Das Ergebnis / die Moral von der Geschicht': Unkraut vergeht nicht oder egal wie bescheiden es dir geht, irgendwann geht's bestimmt wieder aufwärts.
Das Stück hat meines Erachtens außer dem bekannten Lied "Big Spender" auch kaum musikalische Highlights, zumindest blieb mir kein anderes Lied im Ohr hängen. Inhaltlich hat das Stück, wie bereits erwähnt nicht viel zu bieten. Es gehört wohl zu den Gute-Laune-Musicals, bei denen man nicht viel denken muss oder soll. Nur dafür hat es eigentlich zu wenige Songs, die eine Gute-Laune-Stimmung aufkommen lassen.
Dies war im Übrigen auch die Meinung von vielen anderen Premierengästen.

Das Stück gehört für mich zur Rubrik: "Kann man gesehen haben, muss man aber nicht."

Deshalb versuche ich im folgenden Inhalt und Inszenierung zu trennen.
Letztere war nämlich gar nicht schlecht.

Bühnenbild: extrem flexibel und anpassungsfähig durch Zwischenwände und Drehbühne. Nicht zu viel und nicht zu wenig. 5 Sterne

Technik:
Licht: Homogen und passend zum Stück, keine großartigen Effekte (hätten nicht gepasst)
Ton: Orchester und Sänger ausgewogen und gut verständlich. Lautstärke hatte ein gutes Mittelmaß
5 Sterne

Inszenierung:
Nette Gags, durchdachte Regie, homogen. Dialoge kurz und ohne unnötiges Gerede.
Lobend zu erwähnen ist, dass manche Leider in englisch gesungen wurden, da es keine gute Übersetzung für sie gab.
Der Regiesseur lässt arbeitet die Stärken der Darsteller heraus, lässt sie keine unnötigen Dinge tun und lässt das Stück in der zeit, in der es spielt.
5 Sterne

Darsteller:
Charity Hope Valentine: Lilian Huynen
Ausdrucksstark und eine Rolle, die zu ihr und ihrer Stimmlage passt. Sie verkörperte die wechselnden Gefühle der Charity glaubwürdig. 5 Sterne

Oscar Lindquist: Daniel Ewald
gegenüber Charity stimmlich farblos und blass. Schauspielerisch versteht er es den "Verklemmten" rüberzubringen, aber stimmlich reichte seine Leistung nicht an die seiner Kollegen ran. Viel zu leise und auch bei seinen Soli ohne große Farbe und Ausdruck.
2 Sterne

Helen: Isabel Dörfler
Neben Hynen die stärkste Stimme / Person an dem Abend. Solide und ausdrucksstarke Leistung. 5 Sterne

Nickie: Ico Benayga
sehr gute Stimme, ausdrucksstark, kann neben Dörfler im Duett bestehen.
5 Sterne

Vittorio Vidal: Matthias Pagani
Pagani konnte in früheren Rollen deutlich mehr brillieren und sein Talent zeigen. Am heutigen Abend war er nur einer von vielen. Solide Leistung, aber da hat man schon besseres gesehen, deshalb nur 4 Sterne.

Daddy Brubeck: Brian Garner
sehr gut gespielt, gute Stimme, leider völlig überflüssige und für den Inhalt des Stückes nichts neues bringende Szene.

Rosie: Veronique Weber
sehr schwach, trotz Mikro kaum verständlich. Trotz der Rolle als naives Dummchen, sollte mehr rüberkommen. Darstellerisch auch nicht überzeugend.
1 Stern.

Hermann: Dirk Mestmacher
schauspielerisch gut, gute Stimme. Leider hat man kaum etwas vom Text verstanden. Sobald auch noch der Chor dazukam, hat man von ihm gar nichts mehr gehört. Dies lag im Übrigen nicht an der Tontechnik, sonder der Aussprache / Stimmkraft des Darstellers.
3 Sterne

übrige Darsteller:
haben alle zu wenig, um sie sinnvoll zu beurteilen. Schauspielerisch haben sie die Rollen glaubwürdig gespielt.

Die bis auf wenige Ausnahmen gute bis sehr gute darstellerische Leistung und die sehr gute Inszenierung konnten die Längen und den fehlenden Inhalt nicht vertuschen.
Alles in allem bleibt es ein netter, unterhaltsamer Abend, den man gesehen haben kann, aber nicht muss.
Deshalb auch trotz starker Inszenierung nur 3 Sterne.

Count Krolock (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


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