Norden Westen Osten Süden
Termine aus DeutschlandÖsterreichSchweizNiederlandeLondonTirolLinksSuchen nach JobsRedaktionDatenschutzImpressum
Aktuelle Shows ( Nord )Shows A-Z ( Nord )Premieren ( Nord )Jekyll & Hyde


Drama

Jekyll & Hyde

Dies ist die Stunde


Das Wildhorn-Musical erobert Bayern. Otto Pichler inszeniert nach "Jesus Christ Superstar" nun den Kampf zwischen Gut und Böse im viktorianischen London.

(Text: sb)

Premiere:10.01.2009
Letzte bekannte AuffĂĽhrung:09.07.2009


Gut und Böse – diese beiden Pole kämpfen im Inneren jedes Menschen. Dr. Henry Jekyll, ein ehrgeiziger Arzt und Forscher, hofft auf eine bessere Welt, in der das Böse endgültig besiegt werden kann. Von allen – mit Ausnahme seiner Verlobten Lisa – verlacht zieht er sich in sein Labor zurück, mischt ein Serum namens JH7 und beginnt mit einem verhängnisvollen Selbstversuch. Doch das Experiment missglückt: Jekylls dunkle Seite gewinnt die Oberhand. Als mordender Edward Hyde zieht er durch die Straßen Londons, bringt systematisch seine einstigen Kritiker um und lebt seine gewalttätigen erotischen Fantasien an der Prostituierten Lucy aus. Verzweifelt sucht der junge Arzt nach einem Gegenmittel, doch die Verwandlungen werden immer unkontrollierbarer… Nervenkitzel garantiert! Als Vorlage zu Frank Wildhorns Musical diente Robert Louis Stevensons berühmter Roman »Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde«. Romantische Balladen, rockige Songs und mitreißende Ensemblenummern machen Jekyll & Hyde, 1997 uraufgeführt, zu einem der erfolgreichsten Musicals der letzten Jahre.
------------
Musikalische Leitung: Roland Fister
Inszenierung und Choreografie: Otto Pichler
BĂĽhnenbild: Erwin Bode
KostĂĽme: Falk Bauer
BESETZUNG:
General Lord Glossop: Freimut Hammann
Dr. Jekyll/ Mr. Hyde: Randy Dean Diamond
Lucy: Ulrike Barz
Lisa: Katrin Dieckelt
Sir Danvers Carew: Martin Trepl
Utterson: Karsten MĂĽnster
Nellie/ Spider: Kerstin Kluge
Simon Stride: Peter Fischbach
Poole: Jens MĂĽller-Rastede
Lady Beaconsfield: Gabriele König
Bischof von Basingstoke: Sascha Mai
Vater: Klaus-Dieter König
Sir Archibald Proops: Wolfgang MĂĽhlenbeck
Lord Savage: Niklaus Scheibli
Chor des Landestheaters Coburg
Extrachor des Landestheaters Coburg
Ballett des Landestheaters Coburg
Statisterie des Landestheaters Coburg
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

(Text: theater)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


27790
Geht doch

17.05.2009 - Fast bin ich versucht zu sagen: Geht doch! Jekyll & Hyde scheint im Moment das Musical zu sein, an und mit dem am meisten experimentiert und ausprobiert wird. Das kann IHMO furchtbar in die Hose gehen; kann aber auch wirklich neue interessante und spannende Ideen bieten wie am 16.05.09 gesehen am Landestheater Coburg.

Das Stück beginnt mit Jekyll am Sterbebett seines Vaters, dem er schwört ein Mittel gegen seine Krankheit zu finden. Noch in dieser Szene stirbt der Vater (Sir Danvers bedeckt ihn mit einem Leichentuch) taucht aber noch mal als imaginäre „Person“ auf, die Jekyll in einigen Szene begleitet, ihm über den Kopf streicht und ihm die Hand drückt. Dies gefiel nicht allen Zuschauern, ich persönlich fand es eine schöne Idee. Randy Diamond ist kein aalglatter Schönling, spielt Jekyll aber dennoch liebenswert und man kann Lisas und Lucys Zuneigung gut nachvollziehen. Sein Hyde soll (schon durch seinen Auftritt nach der Verwandlung mit nackten Oberkörper und Mikrofon) an einen Rockstar erinnern; und das tut er auch. Er spielt ihn anfangs, für meinen Geschmack etwas zu „albern“ aber gegen Ende ist es eine tolle Darstellung eines unberechenbaren Wahnsinnigen.

Katrin Dieckelt als Lisa entspricht genau meinen Vorstellungen für diese Rolle. Auf den ersten Blick scheinbar blond und naiv ist sie aber eine taffe Frau, die weiß was sie will; sich gegen ihren Vater und seine Freunde durchsetzt und ihre eigene Meinung vertritt auch in ihrer Beziehung. Süß, die Szene in der sie sich an der Verlobungsfeier an Jekylls Hals wirft und dabei die (echt albern, durch eintönige Tanzschritte dargestellten) Konventionen der „besseren Gesellschaft“ durchbricht. Auch sehr niedlich ihr Duett mit Jekyll „Nimm mich wie ich bin“ in dem die beiden schmusend auf dem Buffet-Tisch sitzen.

An Ulrike Barz als Lucy musste ich mich gewöhnen, sie erschien mir in den ersten Szenen zu „laut“ und burschikos. Hat aber in ihren Soli und Duetten die leisen Töne Lucys; deren Nachdenklichkeit und Sehnsucht gut rüberbringen können.

Schön war, dass in dieser Inszenierung die beiden oft vernachlässigten Songs „Mädchen der Nacht“ und „Die Welt ist völlig irr“ vertreten waren. Mädchen der Nacht wurde ganz neu interpretiert und ist jetzt ein Duett zwischen Lisa und Lucy. Gut wurden die beiden gegensätzlichen Welten dargestellt, in denen die beiden leben: Auf der einen Seite Lucy im Rotlichtmillieu, die gerade ihren Verdienst an Puffmutter Nellie (in Personalunion mit Spider: Kerstin Kluge) abtreten muss und Angst hat aus dieser Welt zu fliehen – auf der andern Seite Lisa, die weiß, dass sie ein Glückskind ist und sich gerade in ein glitzerndes Brautkleid aussucht. Gut gefiel mir auch das Spiel mit ebendiesem Brautkleid bei „Nur sein Blick“, das 2. Duett von Lisa und Lucy. Lisa tritt mit dem Brautkleid im Arm auf und lässt es fallen und gegen Ende des Songs hebt Lucy es auf und hält es sich vor den Körper. Eine schöne Idee.

„Die Welt ist völlig irr“ wurde ans Ende gesetzt. Nachdem Hyde Lucy beim „Gefährlichen Spiel“ verführt hat und bei ihr einschläft, wacht er mit „Die Welt ist völlig irr“ auf und bringt sie am Ende dieses Liedes um. Ungewohnt … aber konsequent. So ist die Szene sinnvoller als in anderen Inszenierungen, wo er sie direkt nach „Gefährliches Spiel“ tötet. Nun ist klar: Er tut es, weil er wahnsinnig ist. Mir persönlich gefällt natürlich die Version, dass er es aus Eifersucht auf Jekyll tut VIEL besser.

Er selbst tötet sich direkt am Anschluss an die Konfrontation, während der er von seinem Vater und einem (unschuldigen?/bösen?) Kind umkreist wird. Auch das Kind begleitet ihn in vielen Szenen und taucht das erste Mal bei der Verwandlung auf. Der Schluss ist logisch und passt, wobei mir persönlich die ganz besondere Tragik, dass sein bester Freund Jekyll an seinem Hochzeitstag erschießt ein bisschen gefehlt hat.

Die Nebenfiguren in dieser Inszenierung (Board of Gouveneurs, Stride, Sir. Danvers) treten kaum in Erscheinung und auch Utterson (Kasten MĂĽnster) wirkt eigenartig karikiert und ĂĽberzogen. Man glaubt ihm nicht, dass er Jekylls bester Freund ist.

Ansonsten hat das Landestheater Coburg alles, was es an Chor, Ballett und Statisterie hat, aufgeboten. Durch diese Menschenmasse auf der Bühne wurde „Schafft die Männer ran“ zu einer riesigen Sado-Mado-Swinger-Party, was in meinen Augen einfach „too much“ war.
Dafür war die große Ensemble-Nummer „Mörder, Mörder“ am Anfang des 2. Aktes eher ein wenig lahm. Die Morde waren alle schon im „off“ passiert, nur die Leichen in offenen Särgen wurden dem Publikum präsentiert.

Das Bühnenbild, eher schlicht gehalten, stimmte. Auch die modernen Kostüme der heutigen Zeit waren gut und alles war stimmig. Im großen und ganzen eine sehr gute Inszenierung mit großartigen Darstellern. Schade nur, wie gesagt, der Schluss, bei dem sich Jekyll direkt nach der Konfrontation erschießt und Lisa im schwarzen Brautkleid einen Strauß Blumen niederlegt. Ein klitzekleines bisschen wirkt es so, als hätte man sich gedacht: „Ach lassen wir das große Finale mit Hochzeit und „Brimborium“ weg … Show ist eh schon zu lang“

Irina (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Bitte melden Sie sich an, wenn Sie einen Leserkommentar abgeben wollen.
Neu registrieren | Logon

 
Details können Sie hier nachlesen: Leserkommentare - das ist neu
 
 

 Theater / Veranstalter
Landestheater
SchloĂźplatz 6
D-96450 Coburg
09561/92742
Homepage
Hotels in Theaternähe

 So fand ich die Show
Jetzt eigene
Bewertung schreiben!

 Weitere Produktionen
 Jekyll & Hyde (Dortmund)
 Jekyll & Hyde (Gera)
 Jekyll & Hyde (Merzig)
weitere Produktionen finden

 muz-Lexikon
Handlung
Der junge Arzt Henry Jekyll will das Gute vom Bösen im Menschen trennen - um das Böse zu eleminieren und die Menschheit vom Wahnsinn zu befreien. mehr

Weitere Infos
Das Musical von Frank Wildhorn (Musik) und Leslie Bricusse (Texte) basiert auf dem vielfach verfilmten Roman von Robert Louis Stevenson. Uraufgeführt wurde es 1990 in Houston - die Doppel-CD halten viele Fans immer noch für die beste Aufnahme der Show. 1997 kam das Musical an den Broadway. 1999 erlebte es unter der Regie von Dietrich Hilsdorf seine europäische Erstaufführung in Bremen (in der Übersetzung von Susanne Dengler, die auch die Lisa spielte). Diese Produktion wurde auch in Wien und Köln gezeigt. Seit März 2007 (Premiere in Chemnitz) gehört "Jekyll & Hyde" im deutschsprachigen Raum auch zum Stadttheater-Repertoire.

 Termine

Leider keine aktuellen AuffĂĽhrungstermine.


© musicalzentrale 2020. Alle Angaben ohne Gewähr.

   ZAV-KĂśNSTLERVERMITTLUNG

   Wir suchen Dich!

   SOFTWAREBILLIGER.DE

   Ein Platz fĂĽr Ihre Werbung?

MUSICAL-THEATER


Testen Sie Ihr Wissen! Was läuft aktuell in diesen Musicalhäusern?
Basel: Musical-Theater +++ Berlin: Theater des Westens +++ Berlin: Friedrichstadt-Palast +++ Berlin: Theater am Potsdamer Platz +++ Essen: Colosseum +++ DĂĽsseldorf: Capitol +++ Hamburg: Neue Flora +++ Hamburg: Operettenhaus +++ Hamburg: Theater im Hafen +++ MĂĽnchen: Deutsches Theater +++ Oberhausen: Metronom +++ Stuttgart: Apollo-Theater +++ Stuttgart: Palladium-Theater +++ Wien: Raimund-Theater +++ Wien: Ronacher
Alle Theater, alle Spielpläne: Deutschland-Nord, -West, -Ost, -Süd, Österreich, Schweiz, Niederlande, London.


Unsere Seite verwendet Cookies & Google Maps, um Ihnen ein bestmögliches Besuchserlebnis zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie beiden Nutzungen zu. [ X ]
;