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Grusical

Der kleine Horrorladen

Im Grünen irgendwo...


Nicht alles, was einmal klein und niedlich war, bleibt auch so. Die exotische Pflanze Audrey II beispielsweise, die der schüchterne Blumenladenverkäufer Seymour mit viel Liebe großzieht, wächst ihm bald über dem Kopf - nicht nur sprichwörtlich.

(Text: cl)

Premiere:26.10.2008
Letzte bekannte Aufführung:07.02.2009


Die Geburtsstunde des kleinen Horrorladens schlug 1960, als Roger Corman nach eigenen Aussagen den Rekord im Filmemachen brechen wollte. Er besprach sich mit Charles Griffith, mit dem er schon mehrfach zusammengearbeitet hatte. „Der schrieb das Drehbuch innerhalb einer Woche, und den Film machten wir dann in zwei Tagen und einer Nacht, an Ort und Stelle. Obwohl er kein nennenswertes Budget hatte, hat er mir mehr Fans und Freunde eingebracht, als manche meiner größten Filme.“ Der Horrorfilm um eine gefräßige Pflanze, die nach und nach alle Protagonisten verschlingt, errang gewissermaßen im Handumdrehen Kultstatus. Es dauerte recht lange, bis sich das Theater dieses erfolgträchtigen Stoffes annahm. Erst 1982 fanden sich Howard Ashman und Alan Menken zusammen und bearbeiteten den Stoff für die Musicalbühne. Dieser „kleine Horrorladen“ lief über sechs Jahre in New York. Und 1986 gab es ein Film-Remake, das diesmal auf dem Musical basierte. Der kleine Horrorladen ist zunächst einmal das ärmliche Blumengeschäft von Mr. Mushnik, dem die Schließung droht, da in dieser heruntergekommenen Gegend kaum jemand Blumen kauft. Letzte Rettung könnte da eine sonderbare Pflanze sein, die Mushniks Angestellter Seymour gezüchtet hat. Er nennt sie Audrey II, als Hommage an die von ihm verehrte, ebenfalls im Blumenladen beschäftigte hübsche Verkäuferin Audrey.
Diese merkwürdige und bald auch unheimliche Pflanze lockt plötzlich Kundschaft an und Mushniks Laden beginnt zu florieren. Hinter dem Geschäftserfolg steckt jedoch ein „blutiges“ Geheimnis, denn noch weiß niemand, dass Seymour seine Züchtung allabendlich mit seinem eigenen Blut füttert, damit sie nicht eingeht. Als Seymour sich kein Blut mehr abzapfen kann, beginnt die Pflanze plötzlich zu sprechen und verlangt mehr Blut und frisches Fleisch ... nun verschwindet als erster Audreys „Macho-Freund“, der Zahnarzt Orin, spurlos, aber wird das dem Monstrum reichen ...?

Besetzung

Seymour – Frank Unger
Audrey – Maria Richter
Audrey II – Bettina Corthy-Hildebrandt
1. Girl u. a. – Bettina Grothkopf
2. Girl u. a. – Marita Posselt
3. Girl u. a. – Tatjana Conrad
Orin – Nenad Zanic
Muschnik – Matthias-Stephan Hildebrandt
Kunde – Albrecht Hunger
Moderatorin – Juliane Roscher-Zücker
Bernstein – Jens Langhans
seine Assistentin – Heike Schlott
Agent – Matthias Pohl
Mrs. Luce – Katharina Walz

Musikalische Leitung: Dieter Klug
Regie: Steffen Kaiser
Ausstattung: Gerrit Schulze Uphoff
Choreographie: Sigrun Kressmann

(Text: Theater)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


27102
Gute Inszenierung mit falscher Besetzung

28.10.2008 - Steffen Kaiser liefert mit seinem kleinen Horrorladen dem Annaberger Theater eine wirklich gute Inszenierung. Talent als Schauspielregisseur beweist er bei der Anlage der einzelnen Charaktere. Jeder erzählt seine eigene kleine Geschichte und doch ergibt es ein Gesamtbild. Das aufwendig gestaltete Bühnenbild bietet eine glaubwürdige Kulisse für das Stück. ABER die Besetzung... Bettina Grothkopf und Tatjana Conrad, beide seit dieser Spielzeit engagiert, bilden zusammen mit Marita Posselt die „Soulgirls“. Leider stimmt dieser Begriff in keinster Weise. Die drei Damen vorgeschrittenen Alters mit ihren klassischen Opernstimmen, kommen überhaupt nicht mit dem Wechsel in den Bereich Musical klar. Einzig und allein Posselt kann sich sowohl schauspielerisch, als auch gesanglich Punkten und sich anpassen. Durch den klassischen Gesang gehen sowohl Text, als auch die peppige Musik leider komplett unter – die Damen scheinen hier völlig fehl am Platz zu sein. Ähnlich ist es mit den Damen des Chores. Das fast schon rockige Finale wirkt mit den klassischen Opernstimmen und der schlechten Choreografie leider gar nicht. Ebenfalls unglücklich besetzt ist die Rolle des Zahnarztes, welche von Nenad Zanic gespielt wird. Leider ist er der gesanglichen Herausforderung dieser Rolle überhaupt nicht gewachsen.
Sowohl gesanglich, als auch schauspielerisch können Maria Richter (Audrey), Bettina Corthy-Hildebrandt (Audrey II), Frank Unger (Seymour) und Leander de Marel (Mushnik) glänzen. Alle vier überzeugen in ihren Rollen und bringen das Publikum das ein oder andere mal zum schmunzeln.
Wie schon erwähnt, sind die Choreografien der Inszenierung leider auch nur mäßig, bzw. völlig fehl am Platz – so z.B. im Liebesduett von Audrey und Seymour oder in der eigentlich großen Ensemblenummer Downtown.
Auch aus dramaturgischer Sicht muss man Abstriche machen. Unklar bleibt, wieso das Lied „Wir müssen renovieren“ gänzlich fehlt. Auch im schlecht gestaltet und geschriebenem Programmheft findet man leider keine Informationen dazu, stattdessen zahlreiche Bilder von Fleischfressenden Pflanzen.

Alles in allem ist ein Besuch im Annaberger Theater dennoch lohnenswert. Das ist nicht allein der Regie von Steffen Kaiser zu verdanken, sondern auch den vier Hauptakteuren Richter, C.-Hildebrandt, Unger und de Marel.

Musicalmaster (erste Bewertung)


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Handlung
Seymour Krelborn, Angestellter in einem Blumenladen in der heruntergekommenen New Yorker Skid Row, züchtet eine eigenartige fleischfressende Pflanze, die sich ausschließlich von Menschenblut ernährt. mehr

Weitere Infos
Abgesehen vom Ende ist die Handlung des bekannten Films von 1986 mit der Musicalversion identisch. Aufgrund von negativen Zuschauerreaktionen bei den Filmpreviews ließ Produzent Frank Oz den Schluss nachträglich umschreiben: Seymour besiegt die Pflanze, indem er sie mit Stromschlägen traktiert und schließlich den Laden in die Luft jagt. Anschließend verwirklicht er Audreys Traum und zieht mit ihr in ein Häuschen im Grünen - in der letzten Einstellung ist im Vorgarten des Häuschens eine kleine Audrey II zu sehen, ein Hinweis auf einen möglichen zweiten Teil, der bisher aber nicht realisiert wurde.

 Termine

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