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Comedy

Spamalot

Find your Grail!


Deutsche Erstaufführung des Monty-Python-Musicals vom Broadway. Mit bestens aufgelegten Darstellern, die ihre Figuren genauso wenig ernst nehmen wie das Stück sich selbst. Und einer Übersetzung, die sich hören lassen kann.

(Text: Markus Frädrich)

Premiere:25.01.2009
Letzte bekannte Aufführung:13.09.2009


Burgwächter, die angeregt darüber diskutieren, in welchen Gefilden die afrikanische Mauerschwalbe zu Hause ist. Eine geheimnisvolle Schöne aus dem Schilf, die sich im zweiten Akt beim Publikum darüber beklagt, dass sie zu wenig Text hat. Heilige Handgranaten, fliegende Kühe und Killerkaninchen: Wir sind in "Spamalot", einem Musical, das sich erfrischenderweise in keinem Moment ernst nimmt. Monty Python sei Dank.

Die Kölner Produktion (Regie: Mike Nichols) ist im Prinzip ein Klon von Broadway- und West-End- Version: Nachdem in der Ouvertüre der Trompeter das Zeitliche gesegnet und das Stück irrtümlich in Finnland begonnen hat, öffnet sich die Zugbrücke für allerlei Chaos und Klamauk unter den blauen Bühnenhimmel-Wölkchen. König Arthur sucht erst seine Männer und dann den Gral, zwischendrin geht’s zum Kokosnuss-Steppen nach Camelot, zum Zitterpappel-Suchen in außerordentlich kostspielige Wälder, zum holden Prinzen Herbert nach Schloss Matschepamp und zum großen Copacabana-Coming-Out von Sir Lancelot. Eingestreut sind Gags, deren Spannweite von platt bis aberwitzig reicht – und immer wieder liebevolle Seitenhiebe auf das Genre Musical, etwa im doppelbödigen "Lied, das jeder liebt". Nur in einer Szene unterscheidet sich Tim Hatleys Kulisse mit ihren wirkungsvollen, comicartigen Versatzelementen von ihren Schwestern in London und New York: Am Ende von Sir Robins jiddisch angehauchter Ode an den Broadway fehlt der überdimensional funkelnde Judenstern. Die Szene an sich blieb hingegen erhalten – und dürfte, dank textlicher Zuspitzung, dem deutschen Publikum kaum Anlass zu Fehlinterpretationen geben.

Ein paar hübsche Originalitäten hat die deutsche Fassung der Ritterklamotte dann doch zu bieten: Gottes Stimme hat frappierende Ähnlichkeit mit der eines bekannten Literaturkritikers, Zauberer Tim kommt offenbar aus Sachsen und die künftigen Ritter der Tafelrunde freuen sich – statt bald von Michael Moore gefilmt zu werden – demnächst Gast bei Harald Schmidt zu sein. Überhaupt: Karlheinz Freynik hat die englischen Texte flüssig und frech ins Deutsche übertragen und munter "Unterschicht" auf "Arschgesicht" gereimt. Schade nur, dass ihm ausgerechnet "The Song that Goes Like This" ein wenig glatt und einfallslos geraten ist. Da hatte die Best-of-Musical-Fassung von Ruth Deny mehr Charme.

Ein großes Lob gebührt den Casting-Verantwortlichen des Musical Domes, die das Musical erstklassig und ganz im Vertrauen auf das Comedy-Potenzial ausgebildeter Musicaldarsteller besetzt haben. Zweifler, die der Meinung waren, nur ausgewiesene "Comedians" könnten den ganz eigenen Humor des Stücks ohne Holzhammer, Tusch und anschließende Schmalzarie über die Rampe bringen, werden gehörig eines Besseren belehrt. Serkan Kaya darf anfänglich als Anarchist mit Migrationshintergrund genüsslich Dreck sammeln und sich später als stolzer Sir Galahad von den Franzosen als "Hurensohn eines Lockenwicklers" beschimpfen lassen. Amber Schoop macht aus ihrer Schönen aus dem Schilf eine herrlich selbstverliebte Diva – mit mehr Glitzerkleid und Stimme, als dass sie wüsste, wohin damit. Dominik Schulz entdeckt als Sir Lancelot sein "magisches anderes Ufer" und endet schließlich in den Armen von Prinz Herbert, den Michael Kargus als wunderbar lethargisches Weichei gibt.

Michael Flöth verleiht seinem King Arthur viel royales Gehabe und einen charaktervollen Bariton, Marco A. Billep gefällt als tragikomischer, kokosnussklappernder Diener Patsy, Bernd Julius Arends macht sich als Sir Robin ständig die Hosen nass und Martin Berger hat als Sir Bedevere rollenbedingt leider viel zu wenig zu tun. Das Ensemble – schönerweise sieht man hier einige Nachwuchstalente aus deutschen Musicalschulen versammelt – steppt und swingt sich mit vollem Einsatz durch Scott Taylors Choreographien. Was Alfred Biolek in dem bunten Treiben zu suchen hat, weiß wohl einzig die Marketing-Abteilung der Krauth-Gruppe. In drei Kurzauftritten leitet er als Historiker in die nächste Szene über und hat Mühe, seinen Text im rechten musikalischen Zeitfenster unterzubringen. Kurz gesagt: Bio wirkt überflüssig. Aber er stört auch nicht.

Wer den satten Orchesterklang der Broadwayaufnahme gewohnt ist, muss in Köln seine Ansprüche ein wenig zurückschrauben: Heribert Feckler dirigiert keine einzige echte Geige, dafür wird seine kleine Band von stolzen vier Keyboards "aufgemotzt". Über derlei Einsparungen könnte man sich ärgern, ist aber viel zu sehr damit beschäftigt, sich über den Pitsch-Patsch-Song, die originell inszenierte "Weltreise" der tapferen Ritter oder die Auflösung der Gralssuche zu amüsieren. Darüber, wie Autor Eric Idle und Komponist John Du Prez das Genre Musical charmant aufs Kreuz gelegt und ihm augenzwinkernd alle Ehre erwiesen haben. Und darüber, wie sich der kunterbunte Musikmix im Zusammenspiel mit reichlich durchgeknallten Dialogen zu einem kurzweiligen Spaß ergänzt, der trotz aller Unübersetzbarkeiten auch auf Deutsch funktioniert. So gut wie "Spamalot" hat zweifellos noch kein Musical im Musical Dome in die Karnevalsstadt Köln gepasst. Das Faszinierende ist: Das Stück ist weder zum Grölen noch zum Schunkeln. Sondern immer noch very british.

(Text: Markus Frädrich)




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Kreativteam

Original-Produktion

Buch und Liedtexte Eric Idle
Musik John Du Prez
Regie Mike Nichols
Choreographie Casey Nicholaw
Bühne und Kostüme Tim Hatley
Lichtdesign Hugh Vanstone
Produktion im Musical Dome Köln

Deutsche Übersetzung Karlheinz Freynik
Regie Alison Pollard
Choreographie Scott Taylor
Associate Regie Köln Lutz Seelig


Besetzung

King ArthurMichael Flöth,
(Serkan Kaya)
(Martin Berger)

Sir RobinBernd Arends,
(Bernard Niemeyer)
(Markus Hanse)

Sir LancelotDominik Schulz,
(Tim David Hüning)
(Nikolaus Stich)
(Carl van Wegberg)

PatsyMarco A. Billep,
(Nikolaus Stich)
(Stuart Sumner)

Sir GalahadSerkan Kaya,
(Alexander Riff)
(Carl van Wegberg)

Sir BedevereMartin Berger,
(Tim David Hüning)
(Carl van Wegberg)

Schöne aus dem SchilfAmber Schoop,
(Carina Sandhaus)
(Anne-Mette Riis)

Prinz HerbertMichael Kargus,
(Stuart Sumner)
(Tim David Hüning)

HistorikerAlfred Biolek
Ensemble Stuart Sumner
Tim David Hüning
Fehmi Göklü
Bernard Niemeyer
Alexander Riff
Nikolaus Stich
Faye Boutin
Stacey Hayden
Rachel Isherwood
Laura Greer
Jennifer Dunne
Liesa Mathieson
Swings Tim Müller
Carl van Wegberg
Markus Hanse
Anne-Mette Riis
Katarina Trinkewitzova
Marion Zollinger



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


10 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28002
Die Show für Genießer!

06.09.2009 - Was für ein Spaß - Gral finden ist einfacher (Gott gibt den Hinweis!). Schau dir die Show mindestens drei Mal an, dann entdeckst du auch hintergründige Anspielungen. War gestern total platt. Diese Show ist eine Wucht, auch wenn eine Woche vor dem Final Curtain nicht mehr die Premierenbesetzung auf der Bühne steht. Alle, die da auf der Bühne stehen sind der Hammer! Danke, dass ich diese grandiose Show in dieser tollen Übersetzung mit diesem tollen Cast erleben durfte. Ich verneige mich mit schallendem Gelächter. Danke, dass ich so viel Spaß hatte....

kai.wulfes (erste Bewertung)


27734
kurzweilig und krass

21.04.2009 - Man darf einfach nicht so viel drüber nachdenken, dann ist es auch gut. Hier ist einfach Klamauk und (deftiger) Humor zu sehen.
Besonders gut hat mir Michael Kargus als Herbert und Fred gefallen.
Schön, dass das Stück nach Deutschlad gekommen ist! Auf "Hairspray" freue ich mich auch schon.

Hardy (28 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


27713
Grandios

16.04.2009 - Endlich einmal ein Musical in Deutschland, das den Titel zu Recht trägt. Unterhaltung vom Feinsten mit einer grandiosen und spielfreudigen Besetzung - Klasse! - so soll es sein.
Natürlich sollte man den typischen Humor mögen und nicht völlig unwissend in diese Show gehen, doch auch aus musikalischer und vor allem aus spielerischer Sicht ist das Stück eine sehr wohltuende Abwechslung zum sonstigen Großmusical-Einheitsbrei, die mehr Wert auf technischen Firlefanz legen, als auf die Darstellung der spielenden Charaktere. Danke für den tollen Abend (15.05)!

Lorenz (55 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


27707
gut für 1x

15.04.2009 - Haben uns gut unterhalten, gelacht u. manchmal verständnislos den Kopf geschüttelt. Aber so gehörts ja wohl auch. Die Musik war mir zu wenig eingängig- keine Ohrwürmer. Die flachen Witze sind, auch, wenn sie gewollt sind, deswegen nicht besser u. gehen verloren, sobald man das Theater verlassen hat. Ich habs gesehen- o.k.

evelyn (10 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


27599
In Amiland wars besser

13.03.2009 - Ich fands ja in New York noch ganz lustig, weil die Darsteller so fantastisch der Monthy Python Spielweise bewußt waren. Hier in Köln befinden wir uns leider auf Sat 1 Samstag Nachmittag Niveau.
Immerhin: Es ist kein Kitsch-Trief-Selbstmordspektakel, wie wir es sonst so häufig ertragen müssen.
Aber man sieht doch deutlich, dass die Thematik eigentlich niemanden in Deutschland interessiert. Eine Persiflage der Arutssage? Hm.
Comedy auf deutscher Grundlage kann man zur Zeit in Berlin sehen:
Der Schuh des Manitu in Berlin ist durch die Tatsache der Uraufführung ein wesentlich höheres Produktionsrisiko gewesen. Meiner Meinung nach trotz Schwächen kann der Schuh auch das rundere Ergebnis vorweisen, wenn man diese beiden Shows überhaupt vergleichen möchte. Wesentlich stärkere Musik als bei Spamalot, durch die Übersetzung haben die genialen Python Texte so viel verloren, dass Newcomer Wohlgemuth die blödelnden Ritter mit links überholt und die gesamte Produktion ist mit mehr Liebe zum Detail erarbeitet worden.
Allen Produzenten kann man nur raten, die deutsche Szene aufzubauen, denn die meisten Produktionen lassen sich dann doch nur mit großen Abstrichen importieren.
Aber es ist trotzdem ein ganz netter Abend.

Löwenherz (18 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


27550
Im Original ists besser...

25.02.2009 - Spamalot bietet kurzweilige Unterhaltung zwischen Klamauk und subtilem Humor und ist durchaus sehenswert.
Im Vergleich zur englischsprachigen Inszenierung geht durch die eher mangelnde Übersetzung einiges an Humor verloren, was sehr schade ist. Die Darstellerriege macht die Sache gut, doch hat man das Gefühl, dass insgesamt viel mehr Humor drin wäre. Das Comedytiming und auch die Spielfreude scheinen nicht hundertprozentig zu sein. Großer Schwachpunkt ist Michael Flöth als König Arthur dem jegliches Charisma, jegliche Ausstrahlung und Starappeal fehlt, die so wichtig sind für diese Rolle. Er bleibt blass und geht neben den anderen Darstellern tatsächlich unter.
Die fehlende Unterbühne bzw. die fehlenden Hubpodeste machen die Auftritte der Schönen aus dem Schilf, die von hinten reingelaufen kommt anstatt aus der Unterbühne hochgefahren, etwas gewöhnlich. Das ist schade, aber verschmerzbar.
Sehr bescheiden war die Soundabmischung, die teilweise die Textverständlichkeit aud Null reduzierte und somit sind auch wieder Gags flöten gegangen.
Insgesamt ist es schön, dass Spamalot auch auf deutsch funktioniert, im internationalem Vergleich verliert die dt. Version allerdings.

Fiyero (38 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


27545
Kurzweiliger Quatsch für die ganze Familie

25.02.2009 - „Spamalot“ bietet zwei Stunden kurzweiligen Blödsinn für Kinder jeder Altersgruppe. Man muss kein Monty Python Fan sein, um an der Show Spaß zu haben, da „Spamalot“ vom Slapstick über Wortwitze, vom schwarzen Humor bis zu politischen oder tagesaktuellen Anspielungen alle möglichen Formen des Humors umfasst. Somit wird es niemanden geben, der nicht mindestens einmal in der Show herzhaft lacht – es ist für jeden was dabei. Man muss sich aber auf die Grundprämisse des Stückes einlassen: Gnadenloser Blödsinn (manchmal platt, oft aber auch hintergründig bis genial), mehr eine Anreihung von Sketchen mit rotem Faden, als eine klassische Handlung. Aber insgesamt gut gemacht, höchst unterhaltend, mit überraschenden Wendungen, einer eingängigen, vielseitigen Musik (von Broadwaysound über Rockpop bis Samba alles dabei) und einer höchst talentierten und klasse ausgesuchten Cast.
Wir waren in Familie da, mit zwei Senioren, zwei Mittelagern um die 40 und einem 12jährigem Mädchen und somit ein guter Durchschnitt des „Otto-Normalmusicalbesuchers“. Es hat allen am Ende gefallen, obwohl die Senioren in der Pause noch etwas betreten ausschauten. Was aber daran lag, dass man diese Form des Klamauks in Musicalform noch nicht gewöhnt ist. Die anfängliche Verkrampfung der älteren Generation löste sich spätestens nach 5 Minuten im zweiten Akt, der tatsächlich lustiger und noch kurzweiliger ist als Teil 1. Am meisten amüsiert war das Kind: Lautes Lachen über die Finnen, die sich Fische um die Ohren hauen, über den nicht sterben wollenden „ich bin noch nicht hin“-Fred, über die gnadenlos witzige Mimik der „Lady of the Lake“ bei der grossen Showszene im Las-Vegas-Camalot. Natürlich lacht jedes Kind über die furzenden Franzosen, den schwarzen Ritter der meint „Nur ein Kratzer“, wenn er den Arm verliert, über den aberwitzigen Dialog der Wachen, die die „Jungfrau“ am Verlassen des Raumes hindern sollen, über solche Sprüche wie dem der Ritter zum in der Luft hängenden Zauberer Tim: „Beeindruckend, wie man so in der Luft schwebt, ohne das Seile zu sehen sind“ (Es s i n d Seile zu sehen!) oder das niedliche Killerkaninchen. Aber auch Erwachsene bekommen viel Material zum Lachen. Schön ist, das sich das Musical selbst nicht ernst nimmt und immer wieder Anflüge von Selbstironie aufflackern lässt oder die klassische Form des Musicals sprengt – z.B. wenn sich die „Diva“ im zweiten Akt gesanglich beschwert, zu wenig Text zu haben oder wenn König Artur von Broadwaymusicals träumt und von der Lady darauf hingewiesen wird: „Aber du BIST in einem Broadwaymusical, Arthur! Das alles hier ist eine Show und das sind deine Zuschauer!“ oder wenn der Gral unter dem Sitz eines Zuschauer gefunden wird und dieser zur allgemeinen Erheiterung auf die Bühne geholt wird für Foto-Shootings mit den Stars.
In Aufwand, Bühnenbildern und Kostümen ist die Show ohne Abstriche 1:1 der Broadway oder Londoner Vision. Wie in London fühlt man sich im Theatersaal durch die Aufbauten wie in einem Ritterschloss, wie in London gibt’s am Schluss zur Zugabe von „Always look…“ einen üppigen Konfettiregen. Zu bemängeln ist, dass man nicht jeden Text akustisch verstanden hat, somit auch nicht jeden Witz. Aber das ist Kleinkram.
Wichtig ist: Man verlässt das Theater mit äusserst guter Laune!
„Spamalot“ Köln: Nicht verpassen!

Ludwig2 (21 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


27498
nur für fans

11.02.2009 - sorry nicht mein geschmack nicht mein humor geht nicht für ottonormalmusicalbesucher !
das einzige positive "die cast"
hab zu viel geld bezahlt ärger mich

Mazza (2 Bewertungen, ∅ 2.5 Sterne)


27435
Ritter, Hasen, Kühe, eine Diva und eine heilige "Tasse"...

27.01.2009 - ... unterhaltsam und "lustig" sind diese knappen 2 Stunden Musicalunterhaltung in 2 Akten. Langweilig wird einem bei der abenteuerlichen Nummernrevue nie. Das liegt zum einen an der kurzen Dauer der beiden Akte von jeweils knapp einer Stunde und 65min im 2. Akt. Dennoch - Was geboten wird fasziniert und die Musik geht locker leicht ins Ohr als kenne man den ein oder andere Hit schon ewig.

Die tolle Ausstattung und die Kostüme und das Licht tun ihr Übriges.

Wir sahen eine Show ohne Biolek und ich muss sagen es war "nicht" schlimm. Der Erzähler hat ja nur kurze und knappe Auftritte die sehr witzig sind. Dennoch machte auch hier die alternierende Besetzung die Sache gut, und schaffte es die Texte pointiert in den Zeitfenstern unterzubringen.

Lady of the Lake (Schöne aus dem Schilf) ist der Hammer. Sie ist eine hervorragende Sängerin und spielt Ihre Rolle perfekt. Besonders der Showstopperim 2. Akt überspitzt die Persiflage auf das Genre.

Die Übertragung der Texte ins deutsche sind bisweilen gut, manchmal sogar sehr gut - schade das man für "DAS LIED DAS JEDER LIEBT" eine fast witzlose Übersetzung benutzt und nicht die, welche man bei BOM 2007 hören konnte.

Viel Applaus auch für Sir Lancelot und sein Coming Out in der Dancenummer.

Michael Flöth ist ein toller König mit angenehmer Stimme und er spielt fantastisch.

Serkan Kaya und Martin Berger fallen irgendwie leider kaum auf in Ihren Rollen - Die Show ist eher ein Ensemblestück als das sich einzelne hervortun und das ist grade das witzige daran.

Sie nimmt das Musicalgenre nicht ernst und hackt auf ALW (Webber incl. Phantom Ouvertüre und stürzendem Kronleuchter herum - köstlich) - Auch viele weitere Anspielungen sind genial und sollen nicht verraten werden. Die Auflösung der Suche gelingt ebenso.

Man muss die Art Humor aber sicher mögen... (die HEU Nummer ist auch der Brüller)...aber unterhalten wird man hervorragend.

mrmusical (69 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


27428
Gelungene Deutschlandpremiere

26.01.2009 - SPAMALOT / Köln ist eine rundum gelungene Pemiere des erfolgreichen Broadway Musicals.

SPAMALOT ist eine produktionstechnisch gesehen relativ kleine und mit wenig Aufwand zu inszenierende Show.
Die Schwierigkeiten liegen dann eher im Detail.
Man benötigt eine sehr gelungene Übersetzung, die die sprachlichen und kulturell bedingten Verständnisprobleme locker umschifft und trotzdem witzig und kurzweilig für das deutsche Publikum ist.
Außerdem braucht man eine Cast, die nicht nur aus versierten Musicaldarstellern bestehen darf. Ein Talent für Komik und das richte setzen von Pointen ist mindesten genauso wichtig.

Beide "Schwierigkeiten" wurden in Köln bestens gelöst.
Die Übersetzung funktioniert einfach gut. Die Show vergeht wie im Flug. Es gibt keinerlei Längen. Das Publikum amüsiert sich offensichtlich prächtig und reagiert dementsprechend enthusiastisch.
Der Übersetzung gelingt es gut, daß breite Spektrum des Typischen Monty Python-Humors zu übertragen. Trockener Englischer Humor, derbe Späße (die gibt es leider auch!), witzige Parodien wechseln sich ab. Gerade diese vielen Parodien auf Broadway- und Show Business machen den großen Reiz und das Vergnügen an SPAMALOT aus und sind damit der Unterschied zu anderen Musical-Comedies, die ohne diesen "doppelten Boden" arbeiten.

Die Premierenbesetzung kann auch für sich einnehmen und begeistern. Man hat durchweg Allrounder engagieren können, die Musical, Comedie, Schauspiel beherrschen und den Abend zu einem Vergnügen werden lassen.

Eine ausgesprochen sympathische und unterhaltsame Show, die durchaus auch allen Nicht-Monty-Python-Kennern empfohlen werden kann.

kevin (154 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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Handlung
Im England des Jahres 932 begibt sich King Arthur auf die Suche nach dem Heiligen Gral. mehr

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(10 Leser)


Ø 3.50 Sterne

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