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Drama

Kuss der Spinnenfrau

Traum und Realität in der Gefängniszelle


Die brutale Welt zweier Gefangener in Lateinamerika und das glamouröse Leben ihrer Phantasie treffen sich diesmal in Dortmund. Das zu selten gespielte Musical von Kander/Ebb/McNally wird von Klaus Dieter Köhler inszeniert. Für die musikalische Leitung zeichnet Ralf Lange verantwortlich.

(Text: mde)

Premiere:24.01.2009
Letzte bekannte Aufführung:01.06.2009


Musik von John Kander
Buch von Terrence McNally
Liedtexte von Fred Ebb
basierend auf dem Roman von Manuel Puig
Deutsch von Michael Kunze


Erzähle mir, was du siehst, erzähle mir, was du gesehen hast, erzähle mir die alten Filme, die vergessenen Streifen, die dich zum Träumen gebracht haben, beschreibe mir die Bilder, die dich haben hoffen lassen. Erzähle mir, sprich zu mir, denn es ist so dunkel...

Wo bist du?

Ein Land unter Diktatur. Der homosexuelle Schaufensterdekorateur Molina sitzt wegen Verführung eines Minderjährigen ein. Sein Zellengenosse ist der Widerstandskämpfer Valentin. Molina rettet sich in die Scheinwelt von Kinofilmen, Valentin folgt ihm zögerlich, bis auch er sie sieht – Aurora, die Diva, das Traumgespinst, die Spinnenfrau...

Jenseits der Mauern …

Als Meilenstein des Musicals wurde das Stück des Erfolgsduos Kander/Ebb schon bei seiner Londoner Uraufführung 1992 apostrophiert. Seine Realisierung am Broadway brachte ihm sieben Tony Awards ein.

Nur in den Filmen …

Die triste Gefängniswelt kollidiert mit der atemberaubenden Traumwelt zweier Menschen unter ständiger Beobachtung, für die die Phantasie zum letzten Zufluchtsort geworden ist. Ein Stück über den Sieg von Liebe, Würde und Phantasie über Brutalität und Verrat.


Musikalische Leitung Ralf Lange
Inszenierung Klaus Dieter Köhler
Bühnenbild Wolf Wanninger
Kostüme Ruth Groß
Choreinstudierung Granville Walker
Dramaturgie Helene Sommer
Choreographie Jürgen Heiss


Besetzung:
Molina - Hannes Brock
Valentin - Andreas Wolfram
Aurora, die Spinnenfrau - Gilda Rebello
Molinas Mutter - Margareta Malevska / Johanna Schoppa
Marta - Vera Semieniuk
Gefängnisaufseher - Andreas Becker
Gabriel/Amnesty - Stephan Boving
Aurelio - Bernhard Modes / Christian Pienaar
Emilio - Thomas Günzler / Johannes Knecht
Carlos - Hans Werner Bramer / Carl Kaiser
Raymondo - Gerontij Cernysev / Georg Kirketerp
Hernandez - Henry-Ryall Lankester / Darius Scheliga
Rodriguez - Frederik Bergsma / Edward Steele
Fuentes - Michael-Silvan Scheel / Thomas Warschun
Paz - Min Lee / Martin Müller-Görgner
Esteban - Simon Karsten
Marcos - Raimund Wissing
Gefangene/Latinos - Ivaldo de Castro, Claudio Gustavo Romero, Maik Heinze, Ivica Novakovic, Alexey Gonzales, Michael Schnizler, Carlos Sampaio, Jason Sherri, Keigo Ueshima

(Text: Theater)





Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


6 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


27651
Broadway liegt in Dortmund

23.03.2009 - Wer hätte das gedacht?
Der Broadway liegt in Dortmund, jedenfalls was das Musical „Kuss der Spinnenfrau“ betrifft. Hervorragende Sänger und Tänzer, die sich hinter der von mir 1993 am Broadway gesehenen Fassung absolut nicht zu verstecken brauchen, ein tolles Bühnenbild und Kostüme! Die musikalische Leitung von Ralf Lange brachte die heißen Samba- und Rumbaklänge von John Kander brillant rüber. Last but not least eine hervorragende Besetzung mit Hannes Beck, Andreas Wolfram und Gilda Rebello, die sowohl gesanglich und tänzerisch eine Spitzenleistung zeigte. Schade, dass das Haus nur zu ca. 1/3 besetzt war. Für mich völlig unverständlich, denn endlich einmal wird in Deutschland wieder ein Musical mit Tiefgang gezeigt und nicht eine Aneinanderreihung irgendwelcher Schlager um die eine Story gewebt wurde. Die Dortmunder Aufführung von „Kuss der Spinnenfrau“ ist Musical vom Feinsten! Gratulation! :-) :-) :-)

Ebony (erste Bewertung)


27648
Revue im Knast

23.03.2009 - Mutig setzte die Oper Dortmund die NRW-Erstaufführung des Musicals "Kuss der Spinnenfrau" auf den Spielplan und lieferte eine spannende Umsetzung. Kander/Ebb sind als Schreiberteam immerhin durch ihr Meiserwerk "Cabaret", aber auch durch das Musical "Chicago" auf den Bühnen bekannt und vertreten, 1992 nahmen sie sich Manuel Puigs gleichnamigen Roman, der auch als Bühnenstück und in der Verfilmung für Furore sorgte, als Sujet, das mit viel Erfolg in London , aber auch am Broadway gegeben wurde.

Etwas schwierig ist die Umsetzung des Kammerspiels um den politische Gefangenen Valentin, der während der Fußball-WM in Argentinien inhaftiert, und zu dem Homosexuellen Molina in die Zelle gelegt wird. Interessant wie sich der unpolitische Schaufensterdekorateur und der Politmacho menschlich annähern, wobei Molina der schrecklichen Gefangenschaft durch Aurora, der Filmdiva in die Gefilde der Schonzettenfilm-Phantasie entflieht,Aurora macht ihm allerdings auch als "Spinnenfrau", deren Kuss den Männern den Tod bringt, Angst. Beide Menschen lernen an und voneinander, obwohl Molina gezwungen wird Valentin auszuhorchen, verliebt er sich in ihm, durch eine Intrige endet die Geschichte schrecklich, wird aber durch ein Spinnenfrau- Revuefinale abgefedert, eine Art Liebestod des Musicals.

Schwierig ist die Umsetzung in der Ambivalenz des Werkes durch Kammerspiel und große Tanzszenen, das beeindruckende Bühnenbild von Wolf Wanninger federt mit seinen schnellen Szenenwechseln und toller Beleuchtung viel ab, zumal die Regie Klaus -Dieter Köhlers die Szenen auf den Punkt bringen, das Gefühl sprechen lassen ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Jürgen Heiss abwechslungsreiche Choreographien in den bunten Augenweidenkostümen von Ruth Groß unterbrechen gekonnt die Gefängnistristesse.

Das große Manko des Stückes besteht allerdings in der Musik, zwar gibt es reichlich davon, aber John Kanders Melodien ergreifen nicht wirklich, kein Hit, nix, die Nummern tummeln sich in den Untiefen von Hollywoods Sirupmusiken, etwas angegruselt bei den Nummern der Spinnenfrau. Die Spannung des Abends besteht lediglich durch die gute Stückvorlage und die hervorragende Umsetzung der Darsteller.

Hannes Brock als Molina und Andreas Wolfram als Valentin schaffen den intimen Ton der Dialoge und geben besten Musicalgesang in ihren Nummern, Gilda Rebello ist eine herrlich artifizielle Filmikone und erfreut durch sexy Aussehen ebenso, wie den etwas herben Charme ihrer Almodovar-Weiblichkeit. Ebenfalls wichtige Gesangssolisten sind Johanna Schoppa (Molinas Mutter), Vera Semeniuk(Valentins Freundin, Marta) und Stephan Boving (Molinas Liebe, Gabriel), alles ohne Fehl und Tadel, alle Kleinrollen liebvoll ausgeformt und überzeugend gegeben, dazu der Dortmunder Opern-Veteran KS Andreas Becker als überzeugender Gefängnisaufseher, leider haben böse Menschen keine Lieder.

Lediglich wenn einigen Passagen zu opernhaft (Chor!) gesungen werden, gibt es Probleme mit der Akustik in der technischen Verstärkung. Ralf Lange sorgt mit den Dortmunder Philharmonikern für den rechten Sound und die Tänzer sind mit sichtbar viel Freude bei der Sache.

Insgesamt ein toller Theaterabend mit einem relativ unbekannten Musical, für ein leider nur halbvolles Haus ein bombiger, begeisterter Applaus, hoffentlich spricht es sich herum.

the Queen Mother (erste Bewertung)


27419
aurora aus dem kühlschrank...

25.01.2009 - gestern war premiere von "kuss der spinnenfrau" in der dortmunder oper.
dass man abstriche machen muss war mir klar aber dennoch...

ob´s uns opern/musicalfans gefallen könnte?
ich weiss nicht?
mir nicht.
und schon gar nicht all denen,die die londoner/new yorker/oder wiener aufführung kennen.
(ich meine jetzt die aufführung,das musical an sich,finde ich schön)

gilda rebello singt die aurora und das 1. schlecht und 2. habe ich noch nie eine sängerin,mit so wenig ausstrahlung,nämlich gar keiner,gesehen.
so eine tolle rolle und nichts kommt rüber,das muss man erst mal zusammen bringen....
(wenn ich da an die göttliche chita rivera,die die rolle in london u. new york gesungen hat und dafür den tony erhielt,denke,kommt mir das weinen.)

hannes brock als molina singt sehr gut und spielt recht gut,aber ich will gar nicht erst zu vergleichen anfangen.er ist halt hannes brock.(guter sänger,guter darsteller)auf ihn ist eigentlich immer verlass.

eine sehr schöne stimme hat auch andreas wolfram als valentin,leider deckt ihn das orchester in den leisen passagen stellenweise zu.

und weil wir schon beim orchester sind...das fand ich nicht sehr gut.(musical ist halt was anderes als oper)

margareta malevska als molinas mutter,rollendeckend u. auch ausgesprochen gut gesungen.

die marta der vera semieniuk, blieb ein bisschen blass,obwohl auch sie über eine recht gute stimme verfügt.

recht gut auch stephan boving als gabriel.

der(männer)chor war sehr passabel.

insgesamt,wer´s noch nicht kennt,dem könnte es sogar gefallen.(aber diese aurora,ich sag´s nochmals,hatte null ausstrahlung und ich fand auch,dass sie schlecht tanzt.sehr schlecht.)

auroras männer,allesamt tänzer,waren die gleiche katatsrophe,wie ihre "chefin".
einigen wäre eine hungerdiät dringend anzuraten.(und das bei balletttänzern!)

bühnenbild gut,licht(regie) weniger.

die kostüme hätten auch ein bissl einfallsreicher und raffinierter sein können.

dass ganz zum schluss die leute aufstanden,verstehe ich nun wieder überhaupt nicht.
standing ovation bekommt wohl jetzt schon jeder...sehr traurig.

nicht wenige besucher gingen schon zur pause nach hause.
das parkett schien voll gewesen zu sein,der 1. rang,nicht ganz zur hälfte gefüllt und am 2.rang waren nur wenige plätze besetzt.
und das bei einer premiere!




lg

daphne (erste Bewertung)


27417
PREMIERE

25.01.2009 - Ich habe das Stück einmal in Wien gesehen und habe eigentlich beschlossen es dabei zu belassen...

Der Premierenabend in Dortmund hat mir gut gefallen:

Die Inszenierung empfand ich als gelungen,die Besetzung nach Maß!

Empfehlen werde ich das Stück sicherlich,ob ich jedoch nochmal reingehen werde muss ich noch entscheide - vielleicht zum Ende des Laufs.

Lange Rede kurzer Sinn:

Gratulation zu einem gelungenen Theaterabend

ivona (2 Bewertungen, ∅ 2.5 Sterne)


27415
zahmes stück

25.01.2009 - gestern war ich in der premiere von kuss der spinnenfrau am theater dortmund. hier mein persönlicher bericht:

besetzung

Molina : hannes brock
Valentin: andres wolfram
aurora: gilda rebello
mutter: margareta malevska

das bühnenbild :

im carre sind gefängsniszellen aufgereiht. in der mitte zwei pritschen. von oben kommt öfters ein zelle herunter und schliesst die beiden ein. in den revueszenen hebt sie sich und gibt den blick auf eine kleine showtreppe frei mit einer kleineren guckkastenbühne. über den ganzen geht eine stahlbrücke auf der öfters der gefängniswärter steht oder die aurora für bedrohliche turnübungen nutzt ,) das ganze wird mit zwei projektionen beleuchtet.einmal ein grosses spinnennetz oder stacheldraht.

dem regisseur klaus köhler gelingen fliessende übergänge was ich wirklich sehr schön finde. da gibt es kleine kniffs. so stirbt einer der gefangenen und er wird an den gitterstäben fest gemacht . dann geht diese zelle noch oben ab und dort wartet aurora mit ihrem tödlichem kuss. desweiteren gibt es nebel, rosenblätter und schnee der vom bühnenhimmel fällt.

die musik kommt kräftig aus dem orchestergraben. es fällt nur auf das die leider wirklich sehr kurz sind und bauen so kaum spannung auf. die deutschen texte von kunze sind ganz ok. bei den lateinamerikanischen rythmen kommt auch etwas stimmung auf.

tja. was soll ich sagen. das stück selber kann ja ziemlich harter tobak sein. doch in dortmund kommt das irgendwie nicht raus. ich hatte das gefühl mann wollte das abopublikum nicht zuviel zumuten. viel wird nur angedeutet. daher kann mann nie richtig verstehen warum molina sich in seine filmwelt flüchten will. ich finde das hätte mann noch mehr rausarbeiten können.

ich denke mit einer starken persönlichkeit könnte aurora einen richtig mitreissen.leider ist es in dortmund nicht so . sie kann wirklich sehr gut tanzen aber ansonsten alles so lala..... der funke will nicht rüberspringen. hannes und andreas machen ihren job ganz gut. singen können beide. ich denke mit mehr vorstellungen wird ihr schauspiel auch flüssiger.

gehört dieses musical auf eine grosse opernbühne? ich finde eher nicht. im schauspielhaus würde es sicher mehr mitreissen. auf der grossen dortmunder opernbühne geht doch viel verloren. ich bin mal auf die kritiken der presse gespannt. wie sie das musical gesehen haben. für die nächsten vorstellungen sind erst knapp jeweils 100 karten verkauft .....

cooler_shaker (16 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


27412
Schritt in die richtige Richtung

24.01.2009 - Nach den eher enttäuschenden Musicalaufführungen der Oper Dortmund ist dies endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Bühnenbild, Kostüme und die Grundanlage des Stückes sind sehr gut.Trotzdem gibt es einige Wermutstropfen. Hannes Brock spielt die Rolle des Molinas wie ZsaZsa im Knast. Tunte nicht gleich Tunte. Mehr Tiefgang und Genuss in der Filmwelt wären schön gewesen. Andreas Wolfram kam mit guter Stimme, aber auch bei ihm fehlte Tiefgang, dafür aber nicht (gewolltes) Machogehabe. Gilda Rebello hatte den rassigen Ton, war aber am Premierenabend sehr leise und ein wenig nervös-was Sie nicht brauchte. Aber das wird sich noch einspielen.
Mir fehlte bei der Inszenierung der Kontrast zwischen brutaler Realität und Traumwelt. Man wollte mit den Figuren mitleiden, durfte es aber durch die Regie nicht.
Nichtsdestotrotz der Mut des Theaters und der gute Wille verdient einen Megaapplaus und auf jeden Fall einen Besuch.

alphabaer (7 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


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