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Parodie

Der Prinz von Dänemark

Harald Schmidt goes Shakespeare


Harald Schmidt gibt mit seinem "Hamlet"-Musical "Der Prinz von Dänemark" einen gelungenen Einstand als festes Ensemblemitglied des Stuttgarter Schauspielhauses.

(Text: Dominik Lapp)

Premiere:25.10.2008
Letzte bekannte Aufführung:01.06.2009


Nachdem TV-Late-Night-Talker Schmidt bereits in der Spielzeit 2007/2008 bei "Elvis lebt. Und Schmidt kann es beweisen" Regie führte, zeichnet er in der Saison 2008/2009 nicht nur für das Konzept der Hamlet-Parodie "Der Prinz von Dänemark" verantwortlich, sondern steht auch selbst in drei Rollen auf der Bühne: Unter einer weißen Langhaarperücke und im weißen Messiasgewand gibt er Hamlets toten Vater, in Strumpfhose mimt er den Oberkämmerer Polonius und ganz nebenbei spielt er auch noch einen Boten.

Es ist herrlich, wie Schmidt in goldener Strumpfhose und mit Bubikopffrisur über die Bühne turnt und dabei eine äußerst passable Gesangsstimme hören lässt. Für seinen flotten Hüftschwung erntet er heftiges Gelächter. Auch Schmidts Schauspielkollegen stehen ihm in nichts nach: Lilly Marie Tschörner gibt die Ophelia als überdrehte Britney-Spears-Karikatur mit einer hörenswerten Interpretation des Madonna-Songs “Like a Virgin“. Marietta Meguid als Gertrud wirkt mit ihren zu Schnecken geformten Haaren wie ein Abbild von “Star Wars“-Prinzessin Leia und spielt eine völlig überzeichnete Königin von Dänemark. Martin Leutgeb singt den Claudius mit rockig-rauchiger Stimme und spielt den König von Dänemark als Altrocker in Rente. Doch gerade das Übertriebene funktioniert ausgesprochen gut in diesem Stück und kommt beim Publikum sehr gut an. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind Thomas Eisen als stockschwuler Horatio und Benjamin Grüter, der seinen Hamlet als feiges Muttersöhnchen anlegt.

"Der Prinz von Dänemark" bedient sich an sämtlichen Musical-Klischees: Blaue, grüne und rosa Wolken am Bühnenhimmel, Darsteller in engen Strumpfhosen (Kostüme: Petra Bongard), die wild herumhopsen - und am Ende sterben sie einen völlig übertriebenen Bühnentod. Regisseur Christian Brey hat das Stück als chaotische Posse inszeniert. Da werden Handlungsstränge im Stil der "Sendung mit der Maus" erzählt ("Klingt komisch, ist aber so"), Blut spritzt in Form von rotem Lametta und auch an Seitenhieben auf aktuelle Themen wird nicht gespart - so fragt sich Polonius (Harald Schmidt) kurz vor seinem Rauswurf: "Bin ich etwa Elke Heidenreich?" Und bei der Frage nach 500 Millionen muss er feststellen: "Nur einer nimmt das Geld nicht an, unser Josef Ackermann."

Auch optisch hat Schmidts Hamlet-Musical ordentlich etwas zu bieten: Das Bühnenbild von Elisa Limberg besteht aus einem Quader, der sich an mehreren Seiten öffnen lässt und verschiedene Räumlichkeiten eines Schlosses frei gibt. Der Stücktitel “Der Prinz von Dänemark“ erstrahlt wie ein Broadway-Schriftzug auf der Bühne, es dreht sich eine Discokugel in Form eines Totenkopfes und zum großen Finale kommt eine wahre Flut an pyrotechnischen Effekten zum Einsatz.

Ein weiterer Höhepunkt ist die vierköpfige Band Fort’n’Brass (in Anlehnung an die Rolle des Fortinbras in Shakespeares "Hamlet") unter der Leitung von Matthias Klein, die teilweise in das Bühnengeschehen integriert ist. Mit Schlagzeug, Bass, E-Gitarre und Keyboard rocken die Musiker das Schauspielhaus – eine grandiose Leistung.

Letztendlich ist die Kombination aus Klassiker, Popmusik, überdrehter Inszenierung und dem grandiosen Harald Schmidt ein herrlicher Spaß - das Publikum liegt vor Lachen fast auf dem Boden.

(Text: Dominik Lapp)




Verwandte Themen:
News: PdW: Der Prinz von Dänemark (20.10.2008)
News: Harald Schmidt inszeniert Hamlet-Musical in Stuttgart (04.05.2008)



Besetzung

Horatio
Rosenkranz
Totengräber
Thomas Eisen
Hamlet Benjamin Grüter
Claudius Martin Leutgeb
Gertrud Marietta Meguid
Polonius
Geist von Hamlets Vater
Bote
Harald Schmidt
Laertes
Güldenstern
Bernardo
Totengräber
Sebastian Schwab
Ophelia Lilly Marie Tschörner



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


27811
Hamlet-Nachhilfestunde

01.06.2009 - Schlag nach bei Shakespeare! Diese Produktion des Stuttgarter Schauspielhauses ist witzig, spritzig und bringt den ollen Hamlet ganz zeitgemäß auf die Bühne. Glückwunsch vorallem an die Ausstattungs-Crew: Ihr seid genial (Sonderapplaus an diejenigen, die die Spiegelelemente auf den Discokugel-Totenschädel geklebt haben!). Auch wenn der Originaltext verspricht: Something is rotten in the State of Denmark - die Stuttgarter-Schmidt-Version ist dufte. Mehr davon!

KaiWulfes (erste Bewertung)


27805
Köstlich amüsiert!

26.05.2009 - Ich war am 25.05.09 in der Vorstellung und habe mich köstlich amüsiert. Vor Beginn der Vorstellung wurde angesagt, dass Martin Leutgeb, der Darsteller des Claudius, noch im Krankenhaus sei und dafür der Regisseur eingesprungen ist. Er werde ein Lied selbst singen, die anderen Lieder singe Thomas Eisen für ihn. Das war z.B. "The Great Pretender", wo dann der text entsprechend abgeändert wurde ("he's a great pretender"), und Claudius hat dazu dann entsprechende Mimik gemacht. Da der Regisseur nicht den ganzen Text auswendig konnte, hatte er ein großes Buch mit einer Krone drauf, aus dem er den Text teilweise abgelesen hat, aber er hat das sehr gut gemacht. Wenn man es nicht gewusst hätte, hätte man denken können, das sollte so sein, da das genaze Stück ja sehr lustig war. Er hat auch manchmal Anspielungen gemacht, z.B. über seinen Umhang ("das ist halt nicht meine Größe") oder "habe ich bei den Proben erwähnt, dass das okay ist, wenn diese Szene etwas länger dauert?", was für zusätzliche Lacher sorgte. Harald Schmidt war wirklich gut, ich hätte nicht gedacht, dass er auch so gut singen und tanzen kann.
Ich habe einen sehr unterhaltsamen Abend gehabt! Der sehr lange Schlussapplaus spricht auch für sich!

Sternenkind (erste Bewertung)


27668
...am Ende sind alle tot

28.03.2009 - amüsante teils alberne aber überaus unterhaltsame Version des Hamletstoffes. Ein Feuerwerk für die Augen und auch die 4köpfige Band holt das Beste aus den Noten der Hits aus Pop, Rock und Schlager heraus. - Für ein deutsches SPAMALOT noch zu ernst aber dennoch reichlich unterhaltsam bei maximal 8-30e in den einzelnen PK´s. Harald Schmidt spielt wunderbar und fügt sich homogen in das Ensemble ein ohne Starstatus oder ähnlichem. Am Ende sind alle tot. Im Stück die Rollen um Publikum viele vor Lachen...

mrmusical (80 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


27096
Sehr lustig

26.10.2008 - Schrecklich alberne und sehr witzige Musicalparodie mit tollen Darstellern. Deutschlands Antwort auf Spamalot :-)

GuidoContini (7 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


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