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Drama

In nomine patris

Die Beichte der Päpste


Bernd Strombergers Musical über den fiktiven Papst Anastasius Christus überrascht mit ohrwurmlastiger Musik und einem grandiosen Dean Welterlen in der Hauptrolle - an der Handlung sollte allerdings noch einmal dringend gearbeitet werden.

(Text: Dominik Lapp)

Premiere:16.10.2008
Letzte bekannte Aufführung:15.11.2008


Auch wenn der Zölibat die Ehelosigkeit von Geistlichen vorschreibt, soll es in Deutschland einige Tausend Kinder von katholischen Priestern geben. Komponist Bernd Stromberger hat dieses Thema aufgegriffen und in seinem Musical "In nomine patris" verarbeitet.

Das Stück beginnt damit, dass Gabriel Schönkind (Dean Welterlen) zum Papst mit dem Namen Anastasius Christus gewählt wird. Einst verließ er die geliebte Eva (Conny Zenz), in der Meinung, Gott riefe ihn. Erst als Papst erfährt er, dass er mit Eva eine Tochter hat. Er holt Margarethe (Jasmina Sakr), die Novizin ist, in den Vatikan und sendet sie nach Stockholm, um den Nobelpreisträger Dr. Heinrich Sand (Patrick Stanke), der die Nichtexistenz von Gott bewiesen hat, nach Rom einzulanden. Doch es kommt anders: Margarethe und Sand verlieben sich ineinander und heiraten. Der Papst lässt seine Tochter ohne ihr Wissen mit genetischem Material von Jesus befruchten. Als Margarethe erfährt, dass der Papst ihr Vater ist und sie den Heiland wiedergebären soll, stürzt sie sich in den Tod. Der Papst will sein Amt niederlegen, wird jedoch vom Kurienkardinal (Ulrich Popp) erstochen und stirbt in den Armen seiner geliebten Eva.

Eine ziemlich chaotische Geschichte, die sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch überarbeitet werden sollte - insbesondere in Bezug auf die Wiedergeburt Jesu. Abgesehen von diesem Fehltritt ist die Story jedoch sehr dramatisch und wurde von Regisseur Hansjörg Hack ansprechend umgesetzt - zumindest was die Zerrissenheit des Papstes und die kirchenkritische Aussage des Stücks betrifft. Auch durch Bernd Strombergers Musik wird die Handlung sehr gut transportiert: Grundlage sind etliche Pop-Balladen mit Ohrwurmcharakter, die sich mit stimmigen Chornummern wie "Pater Noster" oder dem Rap "In nomine patris" abwechseln. In seinen Songtexten wählte der Komponist eine klare Sprache, was sich vor allem im Titelsong zeigt, in dem die verstorbenen Päpste beichten: "Und so haben wir der Welt das Christentum gebracht / Aus Juden, Moslems, Indianern Tote gemacht / Und in jedem, den wir bekehrten, ermordeten wir / Gott im Himmel, auch ein Stück von dir".

Glanzlicht der Show ist Dean Welterlen in der Rolle von Papst Anastasius Christus. Er verkörpert den Heiligen Vater mit unglaublicher Bühnenpräsenz und zeigt das Oberhaupt der katholischen Kirche als einen ebenso mächtigen wie gebrochenen und innerlich zerrissenen Mann, der sich sein ganzes Leben lang nicht zwischen der Liebe einer Frau und dem Zölibat entscheiden kann. Auch gesanglich lässt er nichts zu wünschen übrig - mit seiner markanten Stimme überzeugt er besonders in dem gefühlvoll gesungenen Solo "Wo bist du?".

Conny Zenz als Eva Klein schafft es schauspielerisch hingegen nicht, ihre Liebe zum Papst glaubwürdig zu vermitteln. So bleibt völlig offen, weshalb diese Frau ihr Leben lang dem Mann hinterhertrauert, der nun Papst ist. Patrick Stanke in der Rolle des Dr. Heinrich Sand spielt wie gewohnt souverän und beweist erneut, wie wandlungsfähig er ist. Zwar hat er kein Solo zu singen, dafür jedoch einige schöne Duette mit Jasmina Sakr alias Margarethe Klein. Beide harmonieren ganz wunderbar miteinander. Sakr begeistert in ihren Songs "Mutter Theresa" und "Darf das sein?" mit ihrer samtweichen Stimme und sorgt damit für Gänsehautstimmung.

Die Kostüme und das Bühnenbild hat Klaus Hellenstein besorgt, der alles recht schlicht hält. Die Bühne besteht hauptsächlich aus einem schwarz-glänzenden Boden und einer schwarzen verschiebbaren Rückwand mit einigen Gucklöchern in Form von Bilderrahmen. Durch einige mobile Bühnenteile wie eine hereinfahrende Zimmerwand entstehen verschiedene Szenerien wie das Stockholmer Hotelzimmer von Dr. Sand, der Vatikan oder ein Marktplatz in Rom.

Während "In nomine patris" insgesamt ein sehenswertes Musical mit eingängiger Musik und einer überzeugenden Cast ist, gibt es dennoch ein Ärgernis: Da das Deutsche Theater saniert wird, ist der Theaterbetrieb in ein Zelt nach München-Fröttmaning gezogen, das natürlich kaum Schallisolierung bietet. So wird der Musicalbesuch durch die neben dem Zelt verkehrende Straßenbahn und durch über das Zelt hinwegfliegende Sportflugzeuge erheblich gestört. Am Sonntagnachmittag stören zudem lärmende Fußballfans, die zur Arena ziehen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Zelttheaters befindet. Wer diese Beeinträchtigungen ausblendet und sich so gut wie möglich auf die Show konzentriert, wird aber recht gut unterhalten.

(Text: Dominik Lapp)




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Besetzung

Papst Anastasius Christus/Gabriel Schönkind Dean Welterlen
Margarethe KleinJasmina Sakr
Dr. Heinrich SandPatrick Stanke
Eva KleinConny Zenz
JesusMarc Liebisch
Hardy PetersonThomas Jutzler
Kurienkardinal Ulrich Popp



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


8 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Darsteller haben alles versucht

27.10.2008 - Ich möchte nicht allzu detailliert darauf eingehen, aber In nomine patris war m.E. wirklich kein Highlight des Musicalgenres. Vor allem aber die schlechte Akkustik des Dt. "Zelt"Theaters haben einem den Hörgenuss verleidet- besonders schade für einen fantastischen Dean Welterlen!

evelyn (10 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Besser als die Kritiken

23.10.2008 - Nach meinem Besuch muss ich sagen, mir hat es insgesamt viel besser gefallen als erwartet. Die Darsteller Riege ist zum größten Teil wirklich erstklassig, bessere Hauptdarsteller sieht man zur Zeit in keiner Show. Die Story ist natürlich angreifbar, mit ihre kruden Mischung aus kolportagehafter Kritik und thesenhaftem Gutmenschentum. Aber der Clou der handlung, dass ein Papst, um die Kirche vor dem finalen Ansturm der Ratio zu retten, die Wissenschaft mit ihren eigenen Waffen versucht zu schlagen, finde ich bei näherer Betrachtung gar nicht so abwegig wie es zunächst scheint. Die Musik hat mir größtenteils gut gefallen, einige schwächere Nummern sind sicher dabei, aber die gibts eigentlich auch in jeder Show. Der Score arbeitet viel mit Leitmotiven und Stücken wie das "Unsichtbare Band", was in verschiedenen Situationen wiederkehrt, von den einzelnen Figuren variiert wird und so die Beziehungen zwischen den Figuren musikalisch erzählt. Das ist geschickt gemacht, auch einige wirklich gute Melodien sind dabei. Die Rap Nummern haben mir weniger gefallen. Auch eingefleischte Musical Gänger kommen mit zwei, drei richtigen "Tear jerker" Duetten voll auf ihre Kosten.
Zu den Darstellern im einzelnen: Dean Welterlen als Papst kann größtenteils überzeugen, bringt die Zerrissenheit und Unruhe, später den Wahnsinn der Figur gut rüber, als unglücklich Liebender bleibt er dennoch etwas schuldig. Auch der klischeehafte und furchtbare Schluss, als der Papst dann schließlich endlich abdankt, kann auch er nicht beglaubigen und muss sich in falsche Theatertöne retten. Da ließ ihn wohl auch die Regie im Regen stehn. Wie überhaupt die Dialogregie sehr zu wünschen übrig läßt, alles recht oberflächlich und einfallslos kommt das daher. Wie im übrigen auch die Choreographie, die diesen Namen kaum verdient. Jasmina Sakr als illegitime Papst Tochter ist für mich die Entdeckung überhaupt. Sensationell wie sie stimmlich und schauspielerisch die Entwicklung der Figur von der naiven Novizin über die Rebellin bis hin zum verzweifelten Freitod in jedem Moment glaubwürdig auf die Bühne bringt und dabei auch manche Klippen der Dialoge und Songtexte erfolgreich umschifft. Patrick Stanke bietet als Dr. Sand nichts wirklich Neues, diese Rolle hätte eine Chance bedeutet, eine andere Seite zu zeigen, sie bleibt ungenutzt. Stimme und Präsenz sind dennoch wie immer überzeugend. Recht schwach Conny Zenz als Papst Geliebte, sie kann diese verkorkste 21 jährige Liebesgeschichte nicht wirklich glaubhaft machen, gesanglich mit ihren Nummern stets am Limit. Eine interessante Studie liefert Thomas Jutzler als Sensationsreporter, der die Brocken hinwirft. Witzige Nummer über Wissenschaftsgeschichte. In seinem anderen Solo gesanglich ausbaufähig. Marc Liebisch hat mich als falscher Jesus sehr fasziniert, er schafft es eine schillernde Figur zwischen Realität und Wahn zu kreiieren, die zu fesseln vermag. Ulrich Popp liefert als böser Kurienkardinal in einer Sprechrolle solide Stadttheater Ware ab.
Das Ensemble gefiel mir überwiegend gut, tanzmäßig können sie sich nicht groß auszeichnen, aber der Chorsound ist klasse und die kleinen Rollen größtenteils gut gestaltet.
Auf jeden Fall eine Show, die mehr Zuschauer verdient.

Babbler (5 Bewertungen, ∅ 2.2 Sterne)


Tiefpunkt

20.10.2008 - super, dass jemand all die Gedanken zu verstehen versucht, die die Macher offensichtlich nicht auf die Reihe gekriegt haben.Wenn ich nicht eingeladen worden wäre und 90 Euro für diesen Schwachsinn bezahlt hätte... ein schlimmer Gedanke.Neue Musicals mit Tiefgang, bitte ja, aber nicht so. Mir tun die Mitwirkenden leid, die ihr bestes zu geben versuchen.

beni5 (erste Bewertung)


Denn sie wissen nicht, was sie tun...

20.10.2008 - Das Stück ist präsentiert sich zwar auf seiner Internetseite als interessantes Thema, jedoch scheitert es dann an der Umsetzung...

Egal in welchem Bereich zeigt das Stück zwar einen guten Willen, kann aber nirgends überzeugen.

Positiv zu erwähnen sind die Darsteller, die zumeist zumindest zumindest durchschnittlich sind, manche (Stahnke) kann man auch als überdurchschnittlich einzustufen. Patrick Stahnke ist in seiner Rolle zwar überzeugend, jedoch fast ein bissl vergeudet, da die Rolle keine Entwicklung durchmacht. Dabei hätte man daraus echt was machen können...

Die Geschichte selbst weiß nicht, wo sie hin will. Konflikte werden geschaffen, aber nie gelöst. Plötzlich geht das Stück wieder um etwas ganz anderes. So ändert sich eigentlich das Thema ungewollt etliche Male ohne daß jeweils eine zufriedenstellende Lösung präsentiert wird... Alle Themen wären für sich genommen für ein Musical interessant, aber anscheinend konnten sich die Macher nicht entscheiden, welches nun der zentrale Konflikt der Show ist.

Erzählt wird die Geschichte eines neuen Papstes, der sich zu Zeiten seiner Priesterweihe in ein junges Mädchen verliebt und diese schwängert. Beide sind unglaublich glücklich miteinander, so daß der (Noch-Nicht-)Priester alles hinwerfen möchte, um seine Freundin zu heiraten. Doch eine Vision vom weinenden Jesus bringt ihn dazu, seine Freundin zu verlassen und eine steile Karriere in der Kirche anzustreben (vom Kind weiß er gar nix und erfährt es erst als Papst).

Mit dieser Thematik wirbt die Show und verspricht mit dem Thema Zölibat mal gründlich aufzuräumen... Als Thema interessant, man könnte da was daraus machen...

Plötzlich wendet sich die Handlung. Ob Papst und Tussi zusammen kommen oder kamen wird eigentlich egal und wird eigentlich auch kaum mehr thematisiert. Auftritt Stanke als Wissenschaftler, der einen Nobelpreis erwartet, da er die Weltformel gefunden hat. Diese erklärt, wie die Welt funktioniert und widerlegt die Existenz Gottes...Der Wissenschaftler und die Tochter des Papstes verlieben sich und es entsteht eine interessante Konstellation von Papst - Tochter - Wissenschaftler, die im Grunde die Thematik Kirche gegen Wissenschaft wiedergibt. Auch daraus könnte man einiges machen...

Gerade, wenn es also zum Ende des ersten Akt interessant wird, schlägt Akt 2 wieder ne ganz andere thematische Richtung ein. Spätestens hier fragt man sich, was die Macher geraucht haben, als sie solch einen Schmarn schrieben. Anscheinend dachte man sich nämlich: Och, Zölibat und Wissenschaft ist zu realistisch, jetz machen wir bissl Science Fiction...
Die Tochter wird krank, der Papst schickt seine Ärzte, die ihr heimlich eine Eizelle befruchten mit dem Erbmaterial, das sie aus der Dornenkrone von Jesus gewinnen konnte, damit der Heiland geklont werden kann. Angestachelt wird der Papst von JESUS persönlich. Als die Tochter erfährt, mit was sie schwanger ist und daß der Papst - ihr eigener Vater - das veranlasst hat, stürzt sie sich in den Tod. Jesus erscheint dem verzweifelten Papst erneut und es stellt sich raus: Ätsch, war nicht Jesus, war der Teufel. Wo der Bezug zu Akt 1 noch ist, verschließt sich dem Zuschauer (oder zumindest mir).

Selbst jetz kann man wieder eine thematische Veränderung feststellen. Nach dem Tod seiner Tochter möchte die Kirche deren Existenz verleugnen. Ein Reporter, der früher über sie berichtete, um gute Zuschauerzahlen zu bekommen, bereut seine Hetzkampagne, bietet seinem Chef die Stirn und wird gefeuert... Auch hier wartet der Zuschauer auf eine Auflösung und die Belohnung des "guten, geleuterten" Reporters... Aber: Er taucht einfach nimmer auf, dabei hat er sogar vorher 2 lange Lieder und wird ein Sympathieträger... anscheinend hat man einfach vergessen, ihm ein kleines Happy End zu schreiben... Somit hat das Thema "Wie weit darf Journalismus gehen?" nur die Aussage: Stell dich nie gegen deinen Chef, sonst wirste gefeuert... Enttäuschend...

Aber nicht nur der Reporter wird vergessen... Im ersten Akt taucht auch immer wieder eine sympathische dicke Nonne auf, die im 2. Akt dann auch kein einziges Mal mehr vorkommt. Dabei war auch sie echt ein Sympathieträger...

Der Papst wendet sich schließlich gegen die Kardinäle und fordert auf: Ihr müsst Liebe in dieses Haus lassen. Somit steht Thema 5 im Raum. Ist das, was die Kirche tut, Liebe? Oder verfolgen sie nur ihre eigenen Interessen.
Er legt sein Amt nieder, wird von einem der Kardinäle erstochen, stirbt in den Armen seiner Ex (wow, doch noch ein kleiner Bezug auf Thema 1).
...wobei ich anmerken muss. Noch nie hab ich einen Darsteller so schlecht sterben sehen ...

Nach Ende der Show ist also der Zuschauer genauso schlau wie vorher:
1. Ist das Zölibat sinnvoll oder darf auch ein Priester lieben?
2. Ja, wer siegt denn jetz? Wissenschaft oder Glaube? Egal... Stanke is im 2. Akt eh nur noch singendes Requisit... eigentlich könnt er da auch nen Kaffee trinken gehn...
3. Hätte die Tochter jetz den geklonten Jesus bekommen sollen? Ist das rechtens? Sie sagt selber NEIN, als sie sich umbringt, aber die Mutter meint ganz lapidar: Och, ich verzeih dir, lieber Papst. Also scheints net so ein großes Drama zu sein...
4. Wieviel Tradition is notwendig. Widerspricht sich Erhalt der Kirche mit dem Ausüben von Nächstenliebe?

Wenigstens auf eins der Themen hätt ich gern ne Antwort gehabt, egal auf welches.

Die Musik selbst ist solides Handwerk in Text und Melodie, allerdings fehlt der Ohrwurmcharakter. Die Choreographie ist zu Beginn interessant, wiederholt sich aber spätestens im 2. Akt und verliert sich daher schnell in Belanglosigkeit...

Ähnlich geht es dem Bühnenbild. Was zunächst noch interessant wirkt (schwarze Wand mit diversen Löchern, die mal als Bilderrahmen, Tür, Kreuz, etc. herhalten muss), geht bald durch mangelnde Abwechslung auf die Nerven. Andere Kulissen wirken oft billig oder übertrieben kitschig... Lediglich eine Liveprojektion des Geschehen auf der Bühne aus einer anderen Perspektive auf einem Ball wirkt neu und wirklich interessant.

Die Akkustik generell war eher mies, alles sehr "hallig" (lag wohl an dem Zelt), was zur Folge hatte, daß ich in "Gruppenliedern" oft den Text nicht mehr verstand. Außerdem gab es immer wieder Mal Mikro-Aussetzer, so daß man manchmal den Text von Gesprächen erahnen musste...

Zu nennen ist letztlich nur noch der Preis von 90 Euro für die erste Kategorie, was erklärt, daß höchstens ein Viertel des "Theaters" ausgelastet war, meist in den billigen Kategorien...Aufgrund der vielen freien Sitze in PK1 war es so vielen möglich, einfach in die Mitte oder nach vorne aufzurutschen...

Fazit: Gut, daß ich eingeladen war und nicht selbst zahlen musste. Ich hätt mich geärgert, wenn ich 90 Euro gezahlt hätte.

Ich will das Stück aber nicht ganz schlecht reden. Im Kino nenn ich sowas "Fast-Food-Film"... einfach was, was man sich reinziehen kann, weil man grad da ist und nix besseres vor hat... dafür taugts auf jeden Fall... allerdings würd ich dann raten, sich die billigste Kategorie zu kaufen und sich dann vorne was zu suchen... Sollte eigentlich (vielleicht außer Sa abend) immer klappen...

Cartman1978 (6 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Sensationell, absolut sehenswert!

18.10.2008 - Das Musical "In nomine patris" ist absolut genial. Alle Darsteller sind sehr, sehr gut, Musik und Inszenierung sehr beeindruckend. ich war bereits zweimal in der Vorstellung und habe eigentlich niemanden getroffen, der nicht begeistert war. Das Thema ist zwar sehr brisant, aber aktueller denn je zuvor. Leider gibt es immer wieder Menschen, die an allem herummäkeln. Was sind schlechte Zeitungskritiken? Die Fachleute eines Online-Magazins haben der Show die Höchstbewertung von fünf Punkten gegeben. Bernd Stromberger hat ein geniales Werk geschaffen und das Creativteam hat bei der Besetzung der Rollen ein goldenes Händchen bewiesen.

Baerli (erste Bewertung)


da hilft wirklich nur beten

18.10.2008 - umbedingt hingehen, sonst glaubts keiner.etwas abstruseres hat man auf so langweilige art und drei stunden lang noch nicht gesehen und gehört.auch ein papst braucht liebe.aha!da stimme ich für einmal mit den titeln der süddeutschen und der abendzeitung überein:HERR,ERBARME DICH und UM HIMMELS WILLEN.

bernd berger (erste Bewertung)


Was war das?

17.10.2008 - Ich muss leider sagen, diese Show ist eine absolute Frechheit. Kurz gesagt: Der erste Akt ist langweilig, der zweite einfach eine sauerei. Ich entschuldige mich gleich für die Wortwahl.

Als erstes muss ich aber einmal loben, und zwar die Darsteller, sowie das Orchester, welche eine absolut fantastische Leistung hingelegt haben, an Ihnen scheiterte der Abend nicht! Auch die Regie gefiel mir meistens sehr gut, und das Bühnenbild war auch toll.

Warum rege ich mich über dieses Stück nun so auf? Nun, wie schon gesagt, der erste Akt war langweilig. Die Geschichte war nicht spannend und du Musik absolut belanglos. Manche Lieder waren nun ganz nett.
In zweiten Akt ging es dann endlich um das eigentlich Thema. Davon abgesehen, dass die Handlung absolut konstruiert ist und von einer anständigen Personenentwicklung leider nichts zu erkennen war (was nicht an den Schauspielern lag sondern eher am Buch) wurde am Ende die Kirche aufs übelste zerpflückt und behauptungen aufgestellt, die in meinen Augen sehr fatal sind. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, Kritik an der Kirche kann man von mir aus üben, aber nicht so daneben und geschmacklos. Es gibt ein endlos langes Lied, in dem die Kardinäle zum Papst singen: Du darfst keine Götter haben neben uns. Was bitteschön ist das für eine Aussage? Die Kardinäle sehen sich als Götter? Und wieso GöttER? Im Katholischen Glauben gibt es nur einen.
Ab dieser Szene wurde es leider immer schlimmer, und etwas, was manchen Mensche n wirklich wichtig ist, wird einfach auf Bildzeitungsniveu plakatiert ins falsche Licht gestellt. Ich werde auf das Ende nicht näher eingehen, da es vielleicht ja doch nocht der eine oder andere Sehen will und ich das Endew nicht verraten möchte, aber leider ist es meiner Meinung nach eine Frechheit.

Dazu kommt, dass Song in einem Musical immer etwas erzählen sollen, hier machen dies die meisten nicht sondern plätschern als nette Balladen einfach vor sich hin und langweilen. Dann wird hier mal noch ein bischen die Presse kritisiert, dann kommt da noch das Thema Wissenschaft und glauben ins Spiel und nichts wird anständig ausgebaut.
Als vergleich haben Musicals wie Evita oder Elisabeth fiktive Personen geschaffen (Che oder den Tod) und somit intelligente Erzählstrenge gebildet, bei In nomine Patris ist dies leider alles andere als intelligent.

Am Ende stand dann doch das Publikum und applaudierte brav. Schade.
Wenn das für den Deutschen Theatergänger als Niveu für Musical reicht, dann wird man Musical als Kunstform hier leider nie anerkennen.

Ich bewundere den Schritt des Deutschen Theaters, ein neues Stück schreiben zu lassen, aber gibt es in unserem Land keine besseren Autoren oder Komponisten?

tarzan515 (erste Bewertung)


In Nomine Patris

17.10.2008 - Ein wirklich gelungenes Musical! Endlich mal ein Aufruf für die streng katholische Kirche über den Sinn des Zölibats nachzudenken. Die Abschaffung ist schon lange überfällig!
Das Bühnenbild war sehr gelungen und die Beleuchtungseffekt in einigen Szenen genial!
Die Stimme des Hauptdarstellers Dean Welterlen war sensationell gut und brachte ein anhaltendes "Gänsehautfeeling"
Fazit: Sehr sehenswert! Leider habe ich die CD zum Titelsong noch nirgendwo gefunden

Flyup (erste Bewertung)


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(8 Leser)


Ø 1.88 Sterne

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