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Kinder-Krieg-Musical

Babytalk

Sind wir bald zu dritt?


Acht Jahre nach der Uraufführung kehrt "Babytalk" an der Ort seiner Uraufführung, die Neuköllner Oper in Berlin, zurück. Agnes Hilpert und Uli Scherbel brillieren in einer streckenweise etwas behäbigen Inszenierung von Autor Peter Lund.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:06.07.2008
Rezensierte Vorstellung:10.07.2008
Letzte bekannte Aufführung:26.11.2009


Was für ein Schock: Obwohl Charlotte endlich schwanger ist, verabredet sich ihr Mann Robert mit ihrer ex-besten Freundin Ingrid und flüstert ihr "Ich dich auch" durch den Telefonhörer zu. So hat sich das engumschlungen im Publikum sitzende junge Pärchen ein "Kinder-Krieg-Musical" nicht vorgestellt. Dabei hält Autor Peter Lund den Zuschauern nur den Spiegel vor und scheut sich dabei auch nicht, zukünftigen Nachwuchsplanern die rosarote Brille vom Gesicht zu schlagen. Babys kriegen ist bei ihm mehr als Lebensplanung, Sexakrobatik und Ultraschallbild. In Lunds Ratgeber für zukünftige Eltern kommen auch Risiken und Nebenwirkungen wie Seitensprünge, Erektionsschwierigkeiten und Fehlgeburten zur Sprache. Ein spannender Ansatz, der unterm Strich allerdings etwas langatmig gerät. Immerhin dauert es bis weit in den zweiten Akt hinein, bis Charlotte ihre Schwangerschaft vermelden kann. Auch wirkt das Ende, in dem die zuvor Getrennten wieder zueinander finden, wie ein Zugeständnis ans Publikum, das ein Happyend erwartet.

Lunds neu einstudierte, acht Jahre alte Uraufführungs-Inszenierung hat packende Momente wie den skurrilen Traum vom schwangeren männlichen Protagonisten, den die im Bett liegende Ehefrau mit Machogehabe bittet, das Licht zu löschen. Auch Charlottes Strip oder die roboterhaft gesteuerte Frau im Song "Die fremde Frau in meinem Bett" sind gelungen. Auch wenn der Wortwitz sprudelt und sich die ein oder andere Zote der derberen Art einschleicht, fehlt dennoch über weite Strecken Leben auf der Bühne. Die Show versackt dann in Spannungslöchern, aus denen sie nur schwer wieder herausfindet. Unterstrichen wird der träge Ablauf durch die hypnotisch wirkenden, zwischen Gelb, Orange und Lila hin- und herwabernden Farbstimmungen auf der schmalen, rückwärtigen Projektionsfläche (Licht: Nikolaus Vögele/ Manfred Arlt). Davor hat Bühnenbildner Thomas Fitzpatrick in der Bühnenmitte eine zum Zuschauerraum leicht angekippte runde Spielfläche mit orangefarbenen Polsterschlangen gestellt. Diese Elemente werden immer wieder neu zusammengesetzt und dienen als Sitzmöbel, Bett und als Herz, in das die Protagonisten zum Finale hineinhüpfen.

Als Glücksfall für die Show erweist sich die Verpflichtung von Agnes Hilpert und Uli Scherbel. Beide spielen pointiert und stellen Charlotte und Robert als authentische Typen auf die Bühne. Jeder verfügt für sich über ein breites schauspielerisches Ausdrucksvermögen, das beide so gut aufeinander abgestimmt zum Einsatz bringen, dass keiner den anderen gegen die Wand spielt. Gleiches gilt für ihre Stimmen. In den Duetten harmonieren ihr schlanker Sopran und sein geschmeidiger Tenor bestens und strahlen Wohlklang aus. Ebenso glänzt jeder als Solist. Thomas Zaufkes Songs sind abwechslungsreich und haben ein gewisses Ohrwurmpotenzial. Egal ob Tangorhythmus, Walzer oder kitschig-schöne Ballade: Bei der rechts vor der Bühne postierten Drei-Mann-Combo (Leitung: Hans-Peter Kirchberg) ist alles bestens aufgehoben.

(Text: Kai Wulfes)






Kreativteam

Inszenierung Peter Lund
Musikalische Leitung Hans-Peter Kirchberg/Bettina Koch
Ausstattung Thomas Fitzpatrick


Besetzung

CharlotteAgnes Hilpert
RobertUli Scherbel
Klavier Hans-Peter Kirchberg
Bettina Koch
Bass/ Gitarre Tobias G. Fleischer
Max Nauta
Klarinette/ Saxofon Max Teich
Sydney Pfnür



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


3 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


28090
Komödie mit Tiefgang

17.11.2009 - Chapeau für Agnes Hilbert und Uli Scherbel, die in dieser Version von Babytalk zweineinhalb Stunden lang alles geben! Gleiches gilt im übrigen für die drei Musiker, die ganz hervorragend mit ihren Instrumenten umzugehen wissen.

Der Zuschauer durchlebt mit den Handlungsträgern alle Höhen udn Tiefen ihrer Beziehung. Vom Kinderwunsch, zu den Problemen die damit einhergehen bis zu den dramatischen Szenen des zweiten Akts. Beide holen das beste aus Partitur und Libretto heraus und machen die spärlich ausgestatte Bühne zu ihrer Welt. Besonders wichtig, bei diesem Stück ist die Chemie zwischen den Schauspielern. Die stimmt bei Agnes Hilbert und Uli Scherbel perfekt, das merkt man und das trägt viel zur Glaubwürdigkeit des Stücks bei. Man lacht und leidet mit ihnen und geht am Schluss nachdenklich aber gut gelaunt nach Hause. Was will man mehr. 5 Sterne für eine Wahnsinnsproduktion.

Orlon (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


26825
Super!

22.07.2008 - Mir hat das Stück sehr gut gefallen. 2 1/2 Stunden und nur 2 Darsteller, was für eine Leistung! Es war keine Sekunde langweilig. Die Musik klingt noch lange danach im Ohr!Besonders fasziniert mich immer wieder Uli Scherbel in seiner Vielseitigkeit! Ein toller Sänger und Schauspieler!

sonne (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


26802
witzig und klug

18.07.2008 - das stück ist der hammer, das wußten wir vorher schon. die texte haben viel witz und die musik ist interessant und außergewöhnlich. auch die beiden darsteller können definitv überzeugen. allerdings gibt es auch ein paar kleine schwächen- die inszenierung trat vor allem in ersten akt etwas auf der stelle- bilder und stimmungen wiederholten sich und führten zu längen.
der zweite teil wirkte dichter, was aber auch daran liegt, daß dort auch einfach mehr passiert.
agnes hilpert war tough und emanzipiert, stellenweise zickig- schaffte aber sehr anrührend den spagat zur verletzlichkeit.
allerdings fanden wir es schwierig, den beiden sehr unterschiedlichen figuren wirklich abzunehmen, daß sie ein langjähriges paar sind, das sich liebt- irgendwie paßte das nicht.. schade.
alles in allem ein unterhaltsamer abend mit kleinen schwächen.

miduza (erste Bewertung)


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 muz-Lexikon
Handlung
Charlotte und Robert (beide Mitte 30) mögen sich und geben sich alle Mühe. mehr

Weitere Infos
Tragikomisches Musical von Thomas Zaufke (Musik) und Peter Lund (Text). Das Zwei-Personen-Stück wurde am 30. April 2000 an der Neuköllner Oper in Berlin uraufgeführt. Frederike Haas und Leon van Leeuwenberg spielten damals das Paar.

 Leserbewertung
(3 Leser)


Ø 4.67 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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