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Revue

Sommerrevue

Raus aus dem Sommerloch.


Sommer – welch ein Motto für eine Revue! Doch die auf nur zwanzig Vorstellungen angesetzte Show meidet Strandleben, Gartenparty und Wanderurlaub wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen gibt es einen müden Aufguss alter Choreografien, zwischen denen sich altgediente Vertreter der DDR-Unterhaltungsindustrie auf der Bühne tummeln.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:09.08.2008
Letzte bekannte Aufführung:31.08.2008


Leonard Bernstein - ein Säufer? In dem peinlichen neuen Text zu "Maria" aus der West Side Story stellt Michael Sens den Komponisten als Alkoholiker dar, dem eines der bedeutendsten Werke des Musiktheaters nur mit Unterstützung hochprozentiger Helfer gelingen konnte. Mit gequetschtem Bariton bringt Sens wahlweise Tequila oder Sangria in der Titelzeile unter und mogelt auch Jack Daniels und weitere Namen berauschender Getränke in den Song. Gut, dass die neue Tonanlage des Friedrichstadtpalastes noch nicht optimal eingestellt ist. Zumindest im vorderen Bereich des Zuschauerraumes dominiert die Musik die Gesangsstimmen, so dass Texte wie dieser nur schwer zu verstehen sind.

In ihrer vollmundig als "Star-Gala" beworbenen Show reihen Corinna Stuve (Konzeption und Texte; szenische Einrichtung) und Peter Christian Feigel (Konzeption und Texte; musikalische Leitung) ) beliebig Show-Nummern aneinander, ohne dass sich daraus irgendein Sinn ergibt. Ob die auf der Bühne stehenden Personen Stars sind, liegt immer im Auge des Betrachters. Einem breiteren Publikum dürfte allenfalls Kim Fischer bekannt sein, die gemeinsam mit Peter Wieland den bunten Abend moderiert. Der ihm von den Autoren zugedachte Part des Charmeurs, der hinter der Bühne mit den Mädels vom Ballett anbändelt, ist ebenso unglaubwürdig wie ihr Auftritt als überdrehte weibliche Stimmungskanone. Wieland überzeugt aber zumindest stimmlich mit seinem Potpourri aus Italio-Schlagern vom Schlag "Volare" und "Azuro", während Fischer "In der Bar zum Krokodil" über weite Strecken als Sprechgesang vorträgt.

Die weiteren Protagonisten wie der Saxofonist Günther Fischer und die Sänger IC Falkenberg, Eva Maria Pieckert und Angelika Weiz verfügen nur über einen begrenzten Bekanntheitsgrad, was zumindest bei Weiz bedauerlich ist. Sie hat eine knorrige Altstimme, die ganz soulig die Hits aus Gerswhins "Porgy und Bess" zum Funkeln bringt. Nachlässig allerdings, dass die Bühnenbildner Franz-Josef Münzebrock und Gerhard von der Waydbrink hierfür Prospekte geschaffen haben, deren Häuserfassaden mit französischsprachigen Reklameschildern versehen sind. Immerhin gibt es hier optisch einige Abwechslung. In den meisten anderen Nummern dagegen hängen Leinwände mit Computeranimationen über dem Orchester, das auf einer die Bühne begrenzenden Glitzertreppe postiert ist. Und diese Musiker sind die eigentlichen Stars des Abends. Sie beweisen ihre Vielseitigkeit als begnadete Bigband, die genauso gut im Musical oder in der Klassik zu Hause ist. Durch sie wird der musikalische Eintopf mit Zutaten von Folklore ("Hava Nagilah") bis operettigem Schlager ("Liebe kleine Schaffnerin") genießbar.

Das Ballett des Friedrichstadtpalastes wirkt in der Sommerrevue desinteressiert und unkonzentriert. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Ensemble alte, bereits x-mal gezeigte Choreografien tanzen muss. So erscheint das eigentlich rasante "Sing, Sing, Sing" (Choreografie: Danny Costello) bereits in der dritten Show in Folge und auch das Schachballett (Choreografie: Maik Damboldt) hat schon etliche Jahre auf dem Buckel. Der Ausschnitt aus dem Musical "Mame" ist zwar aufgrund der spektakulären Feder-Kostüme (Anja Diefenbach, Ingrid Böttcher, Harald Glööckler) ein Hingucker, fordert die Tänzerinnen und Tänzer mit der Schreit- und Hebechoreografie von Elke Rieckhoff aber nicht. Komplettiert wird der laue Gesamteindruck durch den alles andere als zeitgemäß wirkenden Auftritt von "Angelique & Kavalier", einem Pärchen, das durch das Aufsetzen immer neuer Kopfbedeckungen Persönlichkeiten von Karl Lagerfeld bis zum Phantom der Oper parodiert. Passender wäre deshalb vielleicht auch der Titel "Sommerschlussverkaufs-Revue", denn mit dieser Show verramscht der Friedrichstadtpalast sein Image als Garant für hochklassiges Entertainment.



(Text: Kai Wulfes)






Kreativteam

Konzeption / Texte / szenische Einrichtung Corinna Druve
Konzeption / Texte / musikalische Leitung Peter Christian Feigel
Musikredaktion Kea Flörcken
Julia Havenstein
Choreografie Danny Costello
Maik Damboldt
Alexandra Georgiewa
Nadège Maruta
Elke Rieckhoff
Oleksandr Khmelnytskyy
Bühnenbild Franz Münzebrock
Gerhard von der Waydbrink
Kostüm Anja Diefenbach
Ingrid Böttcher
Harald Glööckler
Lichtgestaltung Olaf Eichler
Andreas Stübler
Maske Antje Potthast


Besetzung

Gastgeber Kim Fisher [09.08.-24.08.]
Santina Maria Schrader [26.08.-31.08.]
Peter Wieland
Stargäste Eva Maria Pieckert
Angelika Weiz
IC Falkenberg [09.08.-28.08.]
Günther Fischer
Michael Sens [09.08.-17.08. sowie 29.08.-31.08.]
Walter Plathe [20.08.-31.08.]
Artistik Daidalos
Peggy
Ronny
Angelique
Kavalier
Ballett des Friedrichstadtpalastes

Solisten Susann Malinowski-Märtens
Olga Galota
Marlen Jagatic
Willow Jewett
Natallia Kuzmenka
Vitalij Kravchenko
Siniša Petrovi
#263;
Dan Revazov
Aliaksei Uvarov
Dirigenten Detlef Klemm
Peter Christian Feigel



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


27055
= empfehlenswert

12.10.2008 - für ein publikum, dass alle die stars kennt, auf klassische moderationsrevuen steht und auch sonst nihctmehr so viel hektik verträgt..

ganz klar nicht meine show.

viel zu wenig ballett..
warum bekommt nicht jeder gaststar einfach 6 tänzer/innen dazu, die mir was zum gucken geben ?!

* Kim Fisher Rolle auf den Leib geschnitten
* Santina Maria Schrader machts nicht schlechter nur halt auf ihre art.. ich mag sie :)
* Peter Wieland schläft ein beim reden und ich beim zuhören
* Eva Maria Pieckert auf jeden fall gute Laune und stimme
* Angelika Weiz mag ich garnicht.. macht Gesten² aba singt nur solala
* IC Falkenberg nicht mein typ
* Günther Fischer der hat nur sax gespeilt oda? xD
* Michael Sens !Total genial!
war für mich der checker des abends. supa -intelligent, -komisch.. seine nummer war mein highlight von diesen gaststars..
* Walter Plathe der war auch lustig..

meins wars nihct hoffentlich hats der älteren generation gefallen..
ballett konnta dann auch nix mehr rausholen..
schachballett geil :P
singsingsing sowieso
und ihr könnt ja sogar singen!
das fand ich sehr amüsant und ist ne überlegung für spätere shows wert ;)
finde ich der ehh nix zu sagen hat xD
wird schon ..

berliner (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


26967
Provinz-Theater

10.09.2008 - Nachdem ich die Show "Casanova" vor einiger Zeit im Friedrichstadt-Palast gesehen habe, von der ich total begeistert war, waren meine Ansprüche dementsprechend hoch. Was ich dann allerdings am 15.08.08 zu sehen und zu hören bekam, hatte mit Weltstadt-Niveau rein gar nichts zu tun. Als Angereister aus Hamburg kannte ich nicht einen der dort vortragenden "Künstler". Lediglich "Kim Fisher" hatte ich schon irgendwo gehört. So war das Programm wirklich nur für ein Publikum jenseits der 65 Jahre geeignet, das aus dem Osten kommt und wirkliche Weltklasse-Shows auf anderen Großstadt-Bühnen noch nicht gesehen hat. Die Gesangsdarbietungen waren so dargeboten, daß sie unfreiwillig schon wieder komisch wirkten und man jedes Mal hoffte, daß es schlimmer nicht mehr kommen kann. Die Moderation von Kim Fisher und Herrn Wieland waren langatmig und einschläfernd. Die Gesangsnummern der anderen "Künstler" hatten eher etwas von einer Kaffeefahrt-Belustigung zu tun. Ein Sänger im vorgerückten Alter, der mit einem Koffer voll gelber Quietscheentchen unterhaltsam sein möchte, hat auf so einer riesigen Show-Bühne einfach nichts zu suchen. Meine Bekannten und ich waren alle einer Meinung. Diese Show war so langweilig, daß man sich den 2. Teil nach der Pause eigentlich ersparen wollte. Wir hielten dann doch durch mit der Hoffnung auf Steigerung. Diese blieb leider aus, lediglich das Show-Ballett mit den aufwendigen Kostümen brachte ein wenig Format zurück. Dieses Sommerloch hat dem renommierten Show-Palast keine Ehre gemacht. So holt man sich keine neuen Zuschauer und schon gar nicht ein jüngeres Publikum.

Isa11 (erste Bewertung)


26940
Karneval der Grausamkeiten!

30.08.2008 - Wer hat sich nur dieses Sommerloch ausgedacht!
Wenn der Friedrichstadtpalast glaubt
damit Junge Leute anzulocken,
ist bei dieser Revue auf einem Rentner-Ball angekommen!
Drittklassige Artisten!
Drittklassige Star´s!
... was für Star´s!
Ich kannte diese Star´s auch nur per Namen - vor 19 Jahren!
Ich wollte nur noch raus!

Armer Friedrichstadtpalast!
Größte Bühne der Welt?

Le Cuisinier (15 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


26921
Ganz schwach!

20.08.2008 - Beileibe kein Kracher, viel eher ein Lacher. Ganz schwach, bieder und unspiriert zeigt sich die Sommerrevue.Keine Regie, flaue Texte, dünnes Bühnenbild, immerhin ganz ordentliche Stimmen. Alles in allem - langweilig!

Rosen (13 Bewertungen, ∅ 1.6 Sterne)


26894
Geil

09.08.2008 - Endlich mal wieder ein kracher im Stadtpalast. Das macht Lust auf mehr... bis gespannt auf Qi!

Krolock (7 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


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